Elterninitiative der Finneck-Schule hatte Erfolg
Alexander Grimm | 31. Mai 2010 | 22:10 Uhr
Wieder ein Erfolg der Zivilcourage.
Alle 55 Mädchen und Jungen sowie ihre Lehrer an der Finneck-Schule bleiben und werden bis zum Ende ihrer Schulzeit wie bisher weiter integrativ an den Staatlichen Schulen unterrichtet.
Sömmerda.
“Wir haben etwas bewirkt. Ohne unser Engagement wäre es nicht zu dieser positiven Lösung gekommen”,
zeigten sich die Vertreter der Elterninitiative nach der jüngsten Zusammenkunft zum Projekt “Lernen unter einem Dach” erfreut.
Zu dieser hatte der Staatssekretär im Kultusministerium, Prof. Dr. Roland Merten, die Nachricht überbracht, dass alle 55 Mädchen und Jungen sowie ihre Lehrer an der Finneck-Schule bleiben und werden bis zum Ende ihrer Schulzeit wie bisher weiter integrativ an den Staatlichen Schulen unterrichtet. Prüfen wolle man auch, so der Staatssekretär, dass die bereits vertraglich gebundenen künftigen Erstklässler der Finneck-Schule noch ins Projekt aufgenommen werden können.
Zwar erleichtert und erfreut über diese Nachricht, war es für zahlreiche Eltern unverständlich, dass ein so erfolgreiches Projekt langsam auslaufen und keine Zukunft haben soll. “Bitte sorgen Sie dafür, dass Bildung bunt, auf vielen Wegen und einer rechtlich sicheren Ebene in Thüringen möglich ist”, gaben die Eltern und Lehrer dem Staatssekretär auf den Weg.
Als im April das Thüringer Bildungsministerium der Stiftung Finneck mitteilte, dass “Lernen unter einem Dach” zum Schuljahresende auslaufen müsse, gab es Protest von den betroffenen Eltern sowie den Lehrern der Finneck-Schule. Im Interesse ihrer Kinder wollten sie, dass die seit zehn Jahren erfolgreich praktizierte Kooperation zwischen Finneck-Schule und den Staatlichen Grundschulen in Ebeleben, Rastenberg und Sömmerda sowie den Regelschulen in Ebeleben, Buttstädt und Sömmerda bei der integrativen Beschulung von Kindern mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung fortgesetzt wird.
Ursula Tunze / 28.05.10 / TA









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