Pressespiegel vom 16.5.2012
Christoph Werz | 16. Mai 2012 | 08:57 Uhr
Sehr geehrte Damen und Herren
Liebe Leserinnen und Leser des Pressespiegels
Noch weiß man nicht genau was uns der Tag bringen mag. Sonnenschein? Regen? Wachstum? Stillstand?
Auf jeden Fall zahlreiche Anregungen für eine gute Bildung.
Bleiben sie neugierig
Quelle: Auszug aus der aktuellen Pressemitteilung des Beirates für Nachhaltige Entwicklung im Freistaat Thüringen, Jugendforum des Beirates
Goldener Spatz 2012
Erfurt Mit einem Besucherrekord ging das Kindermedienfestival „Goldener Spatz“ bereits zum 20. Mal am vergangenen Freitag im Theater Erfurt zu Ende.
Nach Ankunft der Thüringer Ministerpräsidentin, des Erfurt Oberbürgermeisters und weiterer prominenter Gäste, wurde die feierliche Preisverleihung in den unterschiedlichsten Kategorien durchgeführt.
Moderator, Bürger Lars-Dietrich und Margret Albers, Geschäftsführerin der Kindermedienstiftung „Goldener Spatz“ konnten am Ende überdurchschnittlich gute Filme sowie besonders ansprechende Online Angebote, ausgezeichnet durch die Kinderjurys mit einem Goldenen Spatzen ehren.
Das Jugendforum war bei zahlreichen Veranstaltungen rund um das Thema Kinder und Jugendliche im Umgang mit Medien als kritischer Gesprächspartner aktiv mit dabei.
Freundschaften wurden bundesweit geknüpft und rund um das Thema „verantwortungsvoller Umgang mit den neuen Medien“ für den 4.Jugendkongress im Herbst 2012 begeistert.
10. Bildungssymposium
Erfurt Zahlreiche Gäste aus den Bereichen Bildung und Schule diskutierten vergangenen Sonnabend zum 10. Mal in der UNI Erfurt. Thema in diesem Jahr: “Gleiche Chancen in der Bildung“.
Das Jugendforum unterstützte einmal mehr mit einer Präsentation und einem gemeinsamen Workshop zum Thema „Direktwahl des Schülersprechers“ ihren Kooperationspartner, die Landesschülervertretung Thüringen.
Einer der zahlreichen Höhepunkte war der Austausch mit dem Thüringer Bildungsminister Christoph Matschie und dem Staatssekretär im Bildungsministerium Prof. Dr. Merten.
Das Jugendforum konnte neben der CD mit dem 1.Thüringer Nachhaltigkeitssong auch ihre druckfrische DVD überreichen. Herr Minister Matschie freute sich über die kreativen Anregungen für gelebte Nachhaltigkeit in Schule und Gesellschaft.
Der Song ist als kleiner Auszug der DVD bereits auf folgender Facebook Seite zu sehen.
http://www.facebook.com/photo.php?v=436024336408524
Quelle: OTZ
Jugendweihlinge verschönern Schulhof des Gymnasiums Schleiz
Schüler der Klassen 8c und 8d des Schleizer Dr. Konrad Duden Gymnasiums spenden eine Bank
Schleiz. Anlässlich ihrer Jugendweihe haben Schüler der Klassen 8c und 8d des Schleizer Dr. Konrad Duden Gymnasiums ihrer Schule ein Geschenk gemacht: Zur Verschönerung des Schulhofs und sicherlich auch für die eigenen Pausenaufenthalte legten die Mädchen und Jungen zusammen und spendeten eine Bank.
Man wolle dem Gymnasium ein Andenken an ihre Jugendweihe hinterlassen, war von den Schülern zu hören.
Dass eine solche Geste womöglich von den Absolventen, nicht aber von Achtklässlern zu erwarten sei, stellte auch der stellvertretende Schulleiter Günter Meinhardt fest. Er lobte, dass die Schüler damit “etwas Bleibendes hinterlassen” und dankte ihnen im Namen der Schule, der Lehrer aber auch ihrer Mitschüler.
Alexander Hebenstreit / 16.05.12 / OTZ
Schullandheim “Stern” in Jena gehört zu den besten in Thüringen
Schullandheim Stern erhält Thüringer Gütesiegel und Spende aus Ökofonds der Firma Rahmer. Umweltgerechte Reinigung soll auch auf weitere Schulen und Universitätsgebäude ausgedehnt werden.
Jena. Mit höchster Punktzahl gab es jetzt ein Gütesiegel für das Jenaer Schullandheim “Stern”. Dieses Zertifikat des Kultusministeriums bescheinigt der Einrichtung “Stern”, dass sie zu den besten ihrer Art in Thüringen gehört.
Dass die Stadt Jena auf dem Forst mitten im Wald mit dem “Stern” ein Juwel besitzt, ist nicht neu. Schon seit über 100 Jahren verbringen Jenaer Kinder und nicht nur sie hier interessante Tage, die mal etwas anders sind als der Unterricht sonst an der Schule.
So sind es heutzutage durchschnittlich zwei bis drei Schulklassen, die in der Woche hier übernachten, also etwa bis zu 50 Kinder, wie die seit gut einem halben Jahr hier federführende Leiterin Manuela Zill berichtet. Den Gästen, vor allem Grundschüler, stehen alle Möglichkeiten offen Wanderungen durch die herrliche Umgebung des Forstplateaus, Entdeckungen in der Natur, Schatzsucher-Spiele, verschiedenste Spielmöglichkeiten auf dem großen Gelände, aber auch viel kreative Arbeiten wie etwa Seidenmalerei, Drucken, Glasmalerei oder Kerzenziehen.
Und das alles unter dem Motto “Lernen an einem anderen Ort”. Es gehe um das Erlernen sozialer Fähigkeiten, wie Manuela Zill sagt. Herausgelöst aus dem üblichen Schulstress sollen die Mädchen und Jungen hier mal auf andere Art Neues lernen, wozu sie sonst kaum Gelegenheit haben. Unterricht mit Spaß und Erholung seien angesagt.
Eine wunderbare Sache, wie auch Michael Hoidis, Geschäftsführer der Reinigungsfirma “Rahmer”, meint. Er und sein Technischer Leiter Gösta Foege entschieden sich nach Absprache mit dem städtischen Eigenbetrieb Kommunale Immobilien (KIJ) für eine Spende ihres Unternehmens an das Schullandheim von 300 Euro. Es ist genau der Betrag, der in einem gemeinsamen Umweltprojekt von Rahmer mit KIJ an der Berufsschule für Gesundheit und Soziales erwirtschaftet wurde.
Für jede Verpackung, die dort durch umweltgerechte Reinigung mit biologisch abbaubaren Rohstoffen eingespart wurde, zahlte Rahmer 50 Cent in einen Umweltfonds ein. Nach einem halben Jahr zog man Bilanz und konnte auf 300 Euro verweisen, die in der Initiative “Grüner Fußabdruck” erreicht worden sind.
Bei Rahmer und KIJ denkt man über eine Ausweitung der ökologischen Reinigung nach, die übrigens voll den heute üblichen, hohen hygienischen Anforderungen entspreche, wie Gunnar Liedtke von KIJ unterstreicht. So sollen künftig auch Kastanienschule, Saaletal- und Janisschule sowie eventuell der Campus der Universität in die Initiative einbezogen werden.
Auf dem “Stern” freut man sich unterdessen über das erste Ergebnis dieser Ökoaktion. Mit dem Geld sollen nun Bücher gekauft werden, aus denen Kinder Lehrreiches über die Natur erfahren sollen, was sie dann sogleich in der schönen Umgebung nachprüfen können.
Michael Groß / 16.05.12 / OTZ
Künstler und Schüler gestalten Schul-Treppenhaus
Der Geraer Maler und Grafiker Sven Schmidt gestaltet mit Schülern der Staatlichen Grundschule Plauensche Straße 165 das Treppenhaus zum 100-jährigen Schuljubiläum im Oktober 2012 zum Thema “Eine Stadt am Fluss”.
Gera. Ab Oktober wird sich die Weiße Elster wie ein blaues Band über drei Etagen durchs Schulhaus der Grundschule Plauensche Straße 153 schlängeln.
Zum Kunstprojekt “Eine Stadt am Fluss” hat der Geraer Maler und Grafiker Sven Schmidt Schüler der Schule (ehemals Wald- und Neulandschule) eingeladen.
Klassenlehrerin Heike Schrepel bat den Künstler um eine Idee für das Treppenhaus der Schule, die im Oktober ihr 100-jähriges Jubiläum feiert. Am Montag entwickelte Sven Schmidt vor den Mädchen und Jungen der Klasse 1/3 in der Kunstzone M1 seine Vorstellung der gemeinsamen Arbeit: “Drei große, fast raumhohe Paneele mit der Elster im Zentrum werden sich über drei Etagen ziehen. Auf ihnen entwickeln sich collagenhaft Stadtansichten, Geschichtliches, Gegenwärtiges, Florales, Architektonisches einfach alles zum Thema Eine Stadt am Fluss. Es soll eine lockere, muntere Geschichte werden.”
“Bei einem Schulzeichenwettbewerb”, so Klassenlehrerin Heike Schrepel, “setzten sich die Kinder bereits mit dem Thema auseinander.” Am Montag wurden die sechs besten Arbeiten gekürt. Die kleinen Künstler haben sich damit qualifiziert, mit dem “echten” Künstler Schmidt zusammen arbeiten zu dürfen. Es sind Leon Ahlbrecht, Fabian Senf, Nico Weidelt, Kevin Koschmieder, Florentine Reuter und Lilli Wiesner, die im Atelier mitwirken und “reinmalen”, wie Sven Schmidt sagt.
Vom Entwurf zeigten sich die Co-Kunstschaffenden bereits sehr angetan. Lasse meinte: “Die Weiße Elster gehört einfach zu Gera, deshalb finde ich die Geschichte gut.” Josef ergänzt: “Es sieht schon schön aus, wie der Fluss so die drei Bilder entlang läuft.”Während unten ein Fundament gesetzt ist, strebt der Fluss nach oben einem leuchtenden Gelb entgegen, für die Schüler unschwer als “Sonne!!”zu erkennen.
Viele neugierige Fragen musste Sven Schmidt in dieser aufregenden Schulstunde beantworten. Ob das wertvollste Gemälde in der Galerie M1 vielleicht 300 Milliarden Euro wert sei? Wie er das Malen in sich entdeckt habe? Wie er sich seine Mitarbeiter aussuche? Diese Frage nutzte der Künstler sofort geschickt, um an seine künftigen Schülerkollegen zu appellieren: “Bei einem Gemeinschaftsprojekt muss sich einer auf den anderen verlassen und sich einordnen können.”Am Ende gab der Vielgefragte auch noch Autogramme.
Anfang Oktober wird das Gemeinschaftswerk eingeweiht und die 100-jährige Schule einen neuen Namen erhalten. Bis dahin fließt noch etwas Wasser die Elster hinunter, ehe sie sich ins Schulhaus verzweigt. Schulleiterin Roswitha Dix freut sich: “Dieses Projekt, das vom Schulförderverein, durch Spenden und von Sven Schmidt selbst getragen wird, passt wunderbar in unser Schulkonzept und eröffnet eine bleibende, originelle Gestaltung.”
Elke Lier / 16.05.12 / OTZ
Quelle: TA
Unfallkasse Thüringen warnt vor Kick- und Waveboards
Die Unfallkasse Thüringen appelliert an Eltern, ihre Kinder nicht mit sogenannten Kickboards oder Waveboards zur Schule fahren zu lassen. Sichere Alternativen sind Roller mit großen Rädern und verkehrssichere Fahrräder.
Auf Wave- oder Kickboard sind die Kinder oft genauso schnell unterwegs wie ihre Schulkameraden auf dem Fahrrad. Allerdings haben Fahrräder vergleichsweise große Räder und eine Bremse. Ihnen können deshalb kleine Hindernisse oder eine schlechte Beschaffenheit des Weges nichts anhaben.
“Ist ein Kind dagegen auf dem Waveboard, eine Art Skateboard mit nur zwei Rollen, oder auf dem kleinen leichten Kickboard unterwegs, verliert es schnell die Kontrolle über das Fahrzeug. Es stürzt ungebremst auf Gehweg oder Straße”, erklärt Renate Müller, Geschäftsführerin der Unfallkasse. Selbst eine komplette Schutzausrüstung, bestehend aus Helm sowie Schonern für Knie, Handgelenke und Ellbogen, kann da wenig ausrichten.
Wird das Kind zum Beispiel über die Lenkstange des Kickboards geschleudert, schlägt es häufig mit dem Gesicht, der Hüfte oder der Schulter auf der Straße auf. Dafür gibt es keinen Schutz.
Ein zusätzliches Risiko stellen Schultasche und Sportbeutel dar. Der Ranzen schränkt die Bewegungsfreiheit des Kindes schon beim normalen Fahren ein, muss dann noch der Sportbeutel in der freien Hand getragen werden, fehlt diese Hand auf dem Kickboard zum Gegensteuern. Die Fahrt wird zu einem unkalkulierbaren Risiko.
Die Unfallkasse Thüringen ist die gesetzliche Schülerunfallversicherung im Freistaat.
16.05.12 / TA
Weimarer Projekt gibt Schulverweigerern zweite Chance
Das Projekt “Schulverweigerung – Die 2. Chance” unterstützt mit Hilfe der Bürgerstiftung lernschwache Schüler. Für unsere Zeitung berichtet die Projekt-Koordinatorin Heidi Hildebrandt von einem Beispiel.
Weimar. Max (Name geändert) ist still und zurückhaltend. Er hat drei Geschwister. Er würde gern Fußballspieler werden. Gerade wiederholt er die 5. Klasse, denn Max hat eine Lese-Rechtschreibschwäche und braucht deshalb besondere Förderung.
Max Schwäche ist eine starke, anhaltende Störung der Schriftsprache und äußert sich in Problemen, die gesprochene Sprache in die geschriebene Sprache umzusetzen und umgekehrt.
Es wird davon ausgegangen, dass in Deutschland vier Prozent der Schüler von einer solchen Lese-Rechtschreibschwäche betroffen sind. Wird sie frühzeitig erkannt, kann sie meist ausgeglichen werden.
Bis zum Besuch der Regelschule konnte Max in einem für ihn förderlichen Umfeld lernen. Die Probleme traten damit nicht mehr so stark auf. In der Regelschule jedoch sanken die Noten ab, die Fehlzeiten schnellten in die Höhe.
Max litt häufig an Übelkeit, Kopf- und Bauchschmerzen, verpasste Unterrichtsstoff und in der Folge ebenso den Anschluss an seine Klasse. Er wurde in das Projekt “Die 2. Chance” aufgenommen, um dieser passiven Form der Schulverweigerung zeitnah entgegen zu wirken.
Im September des vergangenen Jahres dann der Neustart: Wiederholung der Klasse und ein paar Wochen später noch einmal ein Wechsel in die viel kleinere Parallelklasse. Denn Max ist nur bedingt belastbar und empfindet eine laute, geräuschvolle Lernumgebung als störend. Schulisch hatte er nun die besten Voraussetzungen, um an der Regelschule so gut wie möglich lernen zu können.
Die Mitarbeiter des Projektes “Schulverweigerung – Die 2. Chance” setzten parallel dazu alles daran, dass Max Schwierigkeiten umgehend aufgefangen werden konnten: Für Max wurde eine Lerntherapie ins Auge gefasst. Die alleinerziehende Mutter wurde bei der Antragstellung bei den entsprechenden Behörden unterstützt. Sie ist im Rahmen ihrer Möglichkeiten bemüht, sich um die Vielfalt der Problemlagen ihrer Kinder zu kümmern.
Der Fonds “Erziehung/Ausbildung für Kinder mit Lernhandicaps” der Bürgerstiftung Weimar war hier ein Segen für Max. Er ermöglicht Kindern und Jugendlichen durch Förderung, ihre Lernhandicaps zu verbessern beziehungsweise auszugleichen. Er ermutigt sie, ihre Lebens- und Berufsträume zu entwickeln und umzusetzen. Die schnelle, unbürokratische Hilfe machte es innerhalb kürzester Zeit möglich, dass Max noch in diesem Schuljahr seine Lerntherapie beginnen konnte.
Das Projekt “Schulverweigerung – Die 2. Chance” wird Max zu seinen ersten Terminen zur Therapie begleiten. Seine Mutter wird indes weiter unterstützt, den Bedarf aller ihrer Kinder unter einen Hut zu bekommen. Max kann damit in ein paar Jahren hoffentlich seinen Berufstraum erfüllen.
Heidi Hildebrandt / 16.05.12 / TA
Erfurter Schule verabschiedet sich von Schultafel und Schwamm
Erfurts Schulen sind gut mit Computertechnik ausgestattet, aber viele Lehrer können kaum damit umgehen. Beliebt sind vor allem die interaktiven Whiteboards, auf denen mit Stiften geschrieben wird.
Erfurt. An der Grundschule “Thomas Mann” in der Halleschen Straße gibt es seit dem vorigen Jahr keine grünen Schultafeln mit Kreide und Schwamm mehr. Sie wurden ersetzt durch so genannte Whiteboards, interaktiv, höhenverstellbar und mit Nahdistanzbeamer. Das modernste, was derzeit in der Schule so verwendet wird. Die Lehrer haben sich extra qualifiziert, um mit diesen neuartigen Schultafeln umgehen zu können.
Andere Schulen hätten so etwas auch gern, sagt Ralf Hahlbeck, Sachgebietsleiter für IT-Technik im Amt für Bildung. Derzeit stehen in Erfurts Schulen immerhin schon rund 5000 Computer. Geld für die Hightech-Anschaffungen ist im Moment allerdings ausreichend da, allein 2012 gibt es für Erfurts Schulen 600.000 Euro, und zwar über ein EU-Programm. Die Stadt muss nur 12,5 Prozent beisteuern, denselben Anteil das Land.
Wie die Mindestausstattung der Schulen aussehen muss, regelt derzeit für alle Schularten eine Empfehlung des Kultusministeriums vom März 2011. Als Mindeststandard wird danach für eine Grundschule mit 120 Schülern und einer Bibliothek die Anschaffung von 10 Computern angesehen, dazu Internetzugang, ein Computerkabinett und auch eine interaktive Schultafel, also solch ein Whiteboard. Für Regelschulen mit 360 Schülern und zwölf Klassen sind unter anderem 20 Computer vorgesehen, zwei Beamer und drei Computer mit Internetzugang in der Schulbibliothek sowie möglichst vier Whiteboards.
Für die Gymnasien wird noch entsprechend nachgelegt: 25 Computer, drei Beamer, sechs Whiteboards . . .
Die Wünsche der Schulen werden alljährlich vom Amt für Bildung bis Februar abgefragt. Die Ausstattung der Schulen sei gut, heißt es. Die Whiteboards stehen bei vielen ganz oben auf der Liste. Das Amt frage aber ab, welches Modell, welche Ausstattung gewünscht wird und welcher Lehrer damit umgehen kann, sagt Amtsleiter Dr. Werner Ungewiss. Schließlich dürfe die teure Technik nicht sinnlos in der Ecke stehen. Die gezielte Nachfrage, ob es dafür geschulte Lehrer an der Schule gäbe, führe jedoch häufig dazu, dass die Schulen ihren Wunsch zurückziehen.
Nachfragen nach Fortbildung an derartiger Technik lägen dem Lehrerfortbildungsinstitut Thillm in Bad Berka nicht vor, gab dort ein Sprecher auf TA-Anfrage Auskunft.
Jedoch würde diese von den Herstellern meist in Form von Basisschulungen mit verkauft. Wenn die Anschaffung der Technik mangels Kenntnissen der Lehrer abgelehnt wird, gibt es aber auch keine Basisschulungen. Ein Kreislauf. Oder die Schulen zahlen selbst, über ihr Budget.
Im nächsten Jahr läuft die EU-Förderung für die technische Ausstattung der Schulen jedoch aus. Wie es dann weitergehen soll, ist den Schulen derzeit völlig unbekannt. Dann allerdings werden ihre jetzigen Laptops und Computer schon bald veraltet sein. Und auch die Whiteboards sind dann nicht mehr der letzte Schrei – künftig sollen Schüler auf Flachbildschirmen schreiben. Nicht mehr mit Kreide, nicht mit Stiften, sondern mit den Fingern.
In den USA, hört man, würden Computer und Laptops derzeit aus Klassenzimmern wieder verbannt. Man wolle sich, heißt es, wieder mehr auf die Pädagogik konzentrieren.
Angelika Reiser-Fischer / 16.05.12 / TA
Quelle: TLZ
Weimarer Gemeinschaftsschule: Kein Patronat für Wieland
Nach einer fast einjährigen Debatte folgte der Kulturausschuss dem Votum der Schulkonferenz: Weimars erste Gemeinschaftsschule soll künftig Staatliche Gemeinschaftsschule – Jenaplanschule Weimar heißen.
Ob Christoph Martin Wieland damit als Namenspatron endgültig ausgedient hat, ist unklar.
Weimar. Bei vier Ja- und drei Nein-Stimmen sowie zwei Enthaltungen fiel eine denkbar knappe Entscheidung, die noch durch den Stadtrat zu bestätigen ist.
Zumindest die Verwaltung habe bis zum Schluss an einem Kompromiss gearbeitet, der vom Ausschuss abgelehnt worden sei, bestätigte der Vorsitzende Dirk Möller . Die Idee, das gesamte Schulgelände am Standort Sophienstiftsplatz 1 und Gropiusstraße 1 als “Wieland-Forum” zu etablieren, sei der untaugliche Versuch, dem großen Dichter und Aufklärer Wieland (1733-1813) ein Alibi-Patronat zu verleihen.
Laut Möller könne die Politik lediglich dem Votum der Schulkonferenz folgen oder es ablehnen. Den Stadträten stehe es allerdings nicht zu, die Diskussion mit eigenen Vorschlägen zu bereichern.
So war die Schulkonferenz der Wielandgrundschule laut Erlass des Bildungsministeriums berechtigt gewesen, für die Gemeinschaftsschule einen Namen vorzuschlagen. Dass die Schulkonferenz als höchstes gewähltes Mitsprache-Gremium einen demokratischen Findungsprozess angestoßen habe und die Entscheidung durch Nachwahlen gleich zweimal bestätigt worden sei, sei ein gewichtiges Argument. Der Ausschuss, so Möller, suche weiterhin nach anderen Formen, um die Erinnerung an Christoph Martin Wieland jenseits von Oßmannstedt wach zu halten.
“Der Name Wieland verschwindet nicht”, sagte die Beigeordnete Janna de Rudder (ptl.) mit einem Verweis auf Wielandplatz, Wielandstraße, Wielanddenkmal. Sie bringt zumindest Verständnis für den Wunsch der Schule auf, sich auch im Namen mit der Jenaplanpädagogik identifizieren zu wollen. Die Schulleiterin Ilka Drewke zeigte sich mit Blick auf den ausstehenden Ratsbeschluss vorsichtig optimistisch.
“Ich glaube, dass Unfrieden gestiftet wurde, weil man demokratische Prozesse nicht verstanden hat.” Drewke verwies auf ein Treffen der Mitglieder der Schulkonferenz mit OB Stefan Wolf (SPD), bei dem drei Schüler ihren Standpunkt verdeutlichten. “Warum soll eine Schule nicht so heißen, wie sie ist?” Formal sei es ohnehin so gewesen, dass die Wielandgrundschule mit Jenaplan-Profil zum 1. August 2011 aufgelöst und eine neue Gemeinschaftsschule errichtet wurde. “Eine neue Schule braucht einen neuen Namen.”
Die Wogen in der Debatte schlugen hoch, so dass selbst im Schulförderverein zwei Mitglieder isoliert waren. Sie traten zurück, scheiterten allerdings später bei dem Versuch, wiedergewählt zu werden. Schwerer wog indes der Einwurf des Direktors der Gedenkstätte Buchenwald, Volkhard Knigge, der Erfinder der Jenaplan-Pädagogik habe sich mit dem Nationalsozialismus gemein gemacht.
Thorsten Büker / 16.05.12 / TLZ
Quelle: Pressemitteilung GRIPS Theater
GRIPS Theater für die Menschenrechte: SOS for Human Rights – Jetzt einladen für Juni und den Herbst 2012
Theatraler Appell für Flüchtlingsschutz, Bleiberecht und Kinder- & Menschenrechte
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Theaterbegeisterte, liebe Freunde,
das mobile GRIPS Theaterstück SOS for Human Rights von Susanne Lipp für Menschen ab 12 – verbunden mit der gleichnamigen Kampagne von Jugendliche ohne Grenzen, GRIPS Theater Berlin, PRO ASYL, Borderline Europe, Flüchtlingsrat Berlin, Flüchtlingsrat Brandenburg, GEW und Berliner Beratungsstelle für junge Flüchtlinge BBZ – WeGe ins Leben e.V. und unterstützt durch viele weitere Organisationen – ist inzwischen über 100 mal in der Bundesrepublik, Österreich und Belgien aufgeführt worden.
Die nächste Tour mit Aufführungen u. A. in Berlin, Köln und Moers im Juni steht vor der Tür. Hier suchen wir noch Anschluss-Aufführungsmöglichkeiten.
Wir wollen unser Engagement auch im Herbst 2012 fortsetzen. Hierbei können alle mithelfen, indem Sie SOS for Human Rights in ihre Schule, ihr Kulturzentrum, zu einer passenden Veranstaltung oder auch in ihr Theater vor Ort einladen!
Bei Interesse zögern Sie also nicht, uns zu kontaktieren!
Mit besten Grüßen,
Das Team SOS for Human Rights
Kontakt & Informationen:
Janina Reinsbach Mail: info@sos-for-human-rights.eu Tel: 0049 176 75 46 42 16 c/o GRIPS Klosterstraße
Magz Barrawasser Mail: sos@grips-theater.de Tel: 0049 176 / 38 53 84 43 Klosterstrasse 68
Tourorganisation SOS for Human Rights Fax: 0049 30 24 74 97 76 D-10179 BERLIN
SOS for Human Rights
Der Inhalt in Kürze
Jamila, Naisha und Kerim mussten aus unterschiedlichen Gründen ihre Heimat Afghanistan, Ghana respektive Deutschland verlassen. Auf der langen und gefährlichen Flucht kreuzen sich ihre Wege…
SOS for Human Rights ein Stück über Menschenrechte, Rassismus in der Gesellschaft und der Suche nach einem selbstbestimmten Leben.
Im Anschluss an jede Vorstellung (1:15) ist die Möglichkeit eines Publikumsgesprächs (30 min) gegeben.
facebook: http://de-de.facebook.com/pages/SOS-for-Human-Rights/102240036516100
Quelle: Pressemitteilung Ensemble Radiks
Theater zu Medienkompetenz und Cyber-Mobbing
“Fake oder War doch nur Spaß” für Schülerinnen und Schüler ab 12 Jahren. Das Stück setzt sich mit der Problematik Cyber-Mobbing und Mobbing auseinander und soll darüber hinaus einen verantwortungsvollen Umgang mit neuen Medien anregen.
Aufführung und Nachgespräch können als pädagogisches Modul dienen, um Jugendliche für diese Themenbereiche zu sensibilisieren.
Wie unser erfolgreiches Stück “Und dann kam Alex” zum Thema Gewaltprävention entstand auch „Fake“ in Zusammenarbeit mit Psychologen und erfahrenen Pädagogen.
Mit “Fake” waren wir auch zum “Deutschen Präventionstag” 2012 in München eingeladen.
Derzeit befinden wir uns in der Vorbereitung einer Tournee an Schulen und Jugendeinrichtungen in Thüringen, mit der wir zum Schuljahresbeginn vom:
10. September bis 5. Oktober 2012
an Thüringer Einrichtungen gastieren wollen.
Wir haben in den vergangenen Jahren mit verschiedenen Partnern auf Landes – und Bundesebene in Kooperation Aufführungen und Tourneen zum Thema “Gewaltprävention” durchgeführt. Eine Auswahl dieser Partner können Sie auch unter “Referenzen” in unserer Web-Seite einsehen.
Über uns:
Das Ensemble Radiks ist ein Zusammenschluss von erfahrenen Theaterpädagogen, professionellen Regisseuren und Schauspielern. Seit fünf Jahren treten wir mit unseren mobilen Produktionen in Kinder- und Jugendeinrichtungen, an Schulen und Theatern in ganz Deutschland auf.
Bei Auswahl und Inszenierung der Stücke achten wir gleichermaßen auf niveauvolle, ansprechende Unterhaltung und aktuelle Themenorientierung. www.ensemble-radiks.de
Für Rückfragen oder Anregungen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung. Sie können uns per Mail kontaktieren: ensemble@ensemble-radiks.de oder erreichen uns telefonisch und per Fax unter: 030 53216600 oder 030 52698183 .






