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	<title>Landeselternvertretung Thüringen &#187; Kindergarten</title>
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	<description>Ein gemeinsamer Internetauftritt der Elternsprecher der Schulen im Freistaat Thüringen</description>
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		<title>Pressespiegel vom 15. Mai 2012</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 11:23:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Esser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kindergarten-Geburtstag in Tabarz groß gefeiert Seit 40 Jahren werden in der Kindertagesstätte &#8220;Käthe Kollwitz&#8221; in Tabarz Mädchen und Jungen betreut. Beim Familienfest zum Jubiläum wurde eine neue Balancierstrecke eingeweiht. Tabarz. &#8220;Hurra, hurra, die Kita, die wird 40 Jahr&#8221; &#8211; auf die Pumuckl-Melodie sangen Kinder, ihre Eltern und die Erzieher der Kindertagesstätte &#8220;Käthe Kollwitz&#8221; dieses Lied [...]<h3>Ähnliche Beiträge:</h3><ol>
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Kindergarten-Geburtstag in Tabarz groß gefeiert</h4>
<p><strong>Seit 40 Jahren werden in der Kindertagesstätte &#8220;Käthe Kollwitz&#8221; in Tabarz Mädchen und Jungen betreut. Beim Familienfest zum Jubiläum wurde eine neue Balancierstrecke eingeweiht.</strong></p>
<p><strong> </strong>Tabarz. &#8220;Hurra, hurra, die Kita, die wird 40 Jahr&#8221; &#8211; auf die Pumuckl-Melodie sangen Kinder, ihre Eltern und die Erzieher der Kindertagesstätte &#8220;Käthe Kollwitz&#8221; dieses Lied am Samstag gemeinsam mit Liedermacher Rainer Püschel im Festzelt. &#8220;Wir haben extra einen Text zu unserem Jubiläum gedichtet&#8221;, verriet Birgit Neunes, die Leiterin der Kindertagesstätte.</p>
<p>Vor dem bunten Familienfest hatte sie in einer Feierstunde die Geschichte der Kita Revue passieren lassen. &#8220;Im Sommer 1972 wurde an die Gemeinde Tabarz ein damals nagelneuer Kindergarten übergeben, der in seiner Bauform bis heute nahezu einzigartig ist: Jede der sechs Gruppen hat ihr eigenes Haus. Dazu kommt ein Haupthaus für die Funktionsräume&#8221;, erläuterte sie.<span id="more-6633"></span></p>
<p>Unter den Zuhörern waren viele ehemalige Kollegen, die sich wie die anderen Gäste auch noch über ein Programm der Hortkinder freuen konnten. Denn neben Zwei-bis Sechsjährigen im Kindergarten werden in der Kita &#8220;Käthe Kollwitz&#8221; auch Hortkinder bis elf Jahre betreut. Insgesamt besuchen derzeit 81 Kinder die Einrichtung. 14 Mitarbeiter sind für sie da. Träger der Kita ist die Kinderzentren Kunterbunt GmbH, zu der auch der andere Tabarzer Kindergarten, die &#8220;Villa Kunterbunt&#8221;, gehört.</p>
<p>In den 40 Jahren habe es immer wieder Veränderungen gegeben: neue Funktionsräume und Spielangebote wie eine Bewegungsbaustelle, ein Baumhaus, eine Sinnesstrecke und ein Barfußpfad sind entstanden. &#8220;Aber eines blieb die Einrichtung immer: Eine Kita mit Herz und viel Liebe zum Kind&#8221;, betonte Birgit Neunes. &#8220;Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass wir in unserem Team schon über viele Jahre zusammenarbeiten&#8221;, sagt die Leiterin.</p>
<p>Eine Fotoausstellung mit Bildern aus 40 Jahren Kindergartengeschichte fand viele interessierte Betrachter, und mancher Erwachsene erkannte sich auf einem der Schwarz-Weiß-Fotos als Kindergarten-Steppke wieder.</p>
<p>Zur Erinnerung an das Jubiläum wurden am Samstag besondere Souvenirs verkauft: Schürzen und Geschirrhandtücher, auf denen alle derzeitigen Kita-Kinder und die Erzieherinnen verewigt sind. &#8220;Die Mädchen und Jungen haben sich selbst gezeichnet, und die Hortkinder durften auch noch die Erzieher malen&#8221;, erklärt Birgit Neunes. Die Zeichnungen hätten schon in der Druckerei für viel Freude gesorgt, und auch bei den Festbesuchern kamen die Erinnerungsstücke gut an.</p>
<p>Weil es zum Geburtstag Geschenke gibt, brachte der Förderverein Tabarz einen 500-Euro-Scheck für die Kindertagesstätte mit. Und anlässlich des Jubiläums wurde am Samstag im Freigelände die neue Balancierstrecke eingeweiht und gleich eifrig von den Kindern genutzt. Sie ist der Abschluss eines Bewegungsprojektes. &#8220;Das haben wir zusammen mit dem Verein Symbioun aus Gotha veranstaltet. Dazu gehörten auch Elternabende und Weiterbildungen für die Erzieher zum Thema Bewegung&#8221;, machte Birgit Neunes aufmerksam.<br />
Claudia Klinger	/	15.05.12	/	TA</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Deutsches Jugendinstitut: Kita-Ausbau hat absoluten Vorrang</h4>
<p><strong>Einen eindringlichen Appell zur Entideologisierung der Debatte um Betreuungs- und Erziehungsgeld richtet der Chef des Deutschen Jugendinstituts, Thomas Rauschenbach, an die Politiker. Im Interview mit unserer Zeitung mahnt er dazu, das Wohl der Kinder nicht aus dem Auge zu verlieren. Die Debatte wird für ihn zu oft nur unter dem Aspekt der Vereinbarkeit von Beruf und Familie geführt.</strong></p>
<p>Erfurt. Großes Lob erntete bei dem renommierten Experten für frühkindliche Bildung der Weg Thüringens auf diesem Gebiet. Rauschenbach war am Samstag beim Thüringer Bildungssymposium in der Uni Erfurt zu Gast.</p>
<p><strong>Wo steht eigentlich Thüringen in der frühkindlichen Bildung. Thüringen sagt immer, man sei weit vorn. Teilen Sie diese Einschätzung?</strong></p>
<p>Luft nach oben ist immer. Aber es gibt in der Tat in Thüringen bemerkenswerte Fortschritte. Die jüngsten Zahlen, die uns vorliegen, stammen vom März 2011. Damals war es erst ein halbes Jahr her, dass sich in Thüringen die Rechtslage zugunsten der Einrichtungen und der Kinder deutlich verbessert hatte. Und trotz dieser kurzen Zeit kann man schon sehen, dass sich in Thüringen einiges bewegt und dieses Land mit großen Schritten dabei ist, auf diesem Gebiet das Vorzeigeland Ostdeutschlands zu werden.</p>
<p><strong>Was hat sich positiv entwickelt?</strong></p>
<p>Es gibt einen deutlichen Zuwachs beim pädagogischen Personal in den Kindertageseinrichtungen. Hier macht das Land den bundesweit größten Sprung nach vorne. Außerdem erkennen wir eine für Ostdeutschland wichtige Entwicklung: Thüringen hat die Zahl der Vollzeitbeschäftigten innerhalb dieser wenigen Monate um mehr als 50 Prozent erhöht.</p>
<p><strong>Wer ist bundesweit eigentlich das Vorzeigeland?</strong></p>
<p>Wenn man den Betreuungsschlüssel in den Kitas zugrundelegt, dann ist das Rheinland-Pfalz.</p>
<p><strong>Luft nach oben ist immer, sagen Sie. Wo gibt es für Thüringen noch Stellschrauben?</strong></p>
<p>Thüringen ist dabei, beim Personalschlüssel, also den Personalressourcen in den Kitas, zum Westniveau aufzuschließen. Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung, die weitergehen muss. Aber man muss auch sehen, dass dieses Land von einem deutlich schlechteren Startplatz ausging &#8211; im Westen sind die Personalschlüssel aufgrund der vielen Halbtagsplätze traditionell besser.</p>
<p><strong>Kinder brauchen Anregungsmilieu</strong></p>
<p><strong>In Thüringen wird auch ein Landeserziehungsgeld gezahlt. Sie sind skeptisch gegenüber dem bundesweiten Betreuungsgeld, gilt das auch für das Landeserziehungsgeld?</strong></p>
<p>In Deutschland hat man in den letzten Jahrzehnten überwiegend eine monetäre Familienpolitik gemacht. Das heißt, man hat versucht, Familienpolitik durch finanzielle Zuwendungen zu gestalten. Dabei ist der Ausbau einer guten Infrastruktur für Familien viel zu oft auf der Strecke geblieben. Hier hat Deutschland großen Nachholbedarf, vor allem Westdeutschland. In Ostdeutschland sehe ich den Nachholbedarf weniger in der Menge als in der Qualität.</p>
<p><strong>Warum ist der Ausbau der Infrastruktur in Ihren Augen denn so wichtig?</strong></p>
<p>Um es ganz deutlich zu sagen: Von Geld allein lernen Kinder kein Deutsch, von Geld allein werden Kinder nicht kompetenter. Kinder brauchen &#8211; neben und zusammen mit dem Elternhaus &#8211; eine gute Betreuung und ein gutes Anregungsmilieu. Sie müssen mit Gleichaltrigen zusammenkommen, um voneinander zu lernen. Wenn man zu einer qualitativ guten Infrastruktur ein Landeserziehungsgeld zusätzlich zahlt, ist das in Ordnung. Aber an erster Stelle muss die Maxime stehen, dass die Infrastruktur so gut ist, dass die Eltern ihre Kinder dort mit voller Überzeugung hinbringen, weil es diesen nützt.</p>
<p><strong>Bei der Alternative Landeserziehungsgeld zu Ausbau der Infrastruktur&#8230;</strong></p>
<p>&#8230;hat der Ausbau der Infrastruktur Vorrang. Ich kenne zwar den Thüringer Landeshaushalt nicht im Detail, aber generell gilt: Ein Landeserziehungsgeld kommt einzelnen Kindern zugute, eine gute Infrastruktur kommt vielen Kindern zugute. Und in diese müssen wir erst einmal investieren. Ich bin mir sicher: Wir werden uns in Deutschland an die Erkenntnis gewöhnen, dass Kinderbetreuung auch für Drei- und Vierjährige einen deutlichen Mehrwert hat und dass der Kita-Besuch ebenso normal wird wie der Schulbesuch.</p>
<p><strong>Die Befürworter des Betreuungsgeldes argumentieren mit der Wahlfreiheit für Eltern.</strong></p>
<p>Die Wahlfreiheit gibt es gegenwärtig allenfalls im Osten. Im Westen suchen viele Eltern händeringend nach Betreuungsplätzen. Echte Wahlfreiheit ist das nicht. Zudem: Warum sollen Eltern ein Betreuungsgeld bekommen, wenn ihr Kind bei einer Tagesmutter oder einer Kinderfrau aufwächst? Diese Logik entspringt mehr einer mangelnden Wertschätzung der öffentlichen Kindertagesbetreuung als der Honorierung der elterlichen Erziehungspflicht, die im Übrigen alle Eltern haben.</p>
<p><strong>Also steckt da Ideologie dahinter?</strong></p>
<p>Auf beiden Seiten steckt Ideologie dahinter. Wir müssen die familiale und die öffentliche Bildung und Betreuung endlich als eine Einheit betrachten, nicht als sich ausschließende Gegensätze. Es gibt berufliche und gesellschaftliche Erfordernisse für Eltern, die es ihnen nicht möglich machen, ihre Kinder rund um die Uhr zu betreuen. Deshalb brauchen Eltern die öffentlichen Einrichtungen. Der Versuch des Ausbaus der Betreuungsangebote für unter Dreijährige heißt doch nicht, dass die Eltern die Verantwortung für die Erziehung an den Staat abgeben. Vielmehr benötigen wir eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und öffentlichen Einrichtungen. Im Übrigen: Die meisten Kindergärten werden ja gar nicht vom Staat, sondern von Institutionen der Zivilgesellschaft wie Kirchen oder Sozialverbänden betrieben.</p>
<p><strong>Also der Aufruf zur Entideologisierung?</strong></p>
<p>Eindeutig. Es geht um das Wohl der Kinder. Die Diskussion wird zu oft nur unter dem Aspekt der Vereinbarkeit von Beruf und Familie geführt. Ich habe eine andere Herangehensweise. Für mich stehen die Kinder im Mittelpunkt. Wir müssen den besten Weg finden, sie zu fördern, ihnen Chancen zu eröffnen, sie voranzubringen. Als Vater war mir immer sehr bewusst, dass ich meinen Kindern überhaupt nicht die Vielfalt an Möglichkeiten zu Hause bieten kann, die ihnen in einer guten Kita zur Verfügung stehen.<br />
Ihr Ansatz ist also ein ganz anderer als der der Vereinbarkeit von Beruf und Familie?<br />
Das ist im Kern ein ökonomischer Ansatz. Mein Plädoyer rückt die Kinder in den Mittelpunkt. Es geht nicht um ein Entweder-Oder sondern um ein Sowohl-als-auch bei der Frage Erziehung zu Hause und in öffentlichen Einrichtungen. Kinder lernen im Kontakt mit Gleichaltrigen unheimlich viel voneinander. Diese Möglichkeiten müssen wir als Entwicklungschancen begreifen, abseits aller ideologischen Debatten.</p>
<p><strong>Eltern müssen gestärkt werden</strong></p>
<p><strong>Die Erziehungskompetenz der Eltern muss auch gestärkt werden?</strong></p>
<p>Das ist ein weiteres Thema. Familien haben heute eine unglaublich komplizierte Erziehungsaufgabe zu bewältigen. Die Einflüsse, denen Kindern ausgesetzt sind, sind vielfältig. Es gibt von Anfang an einen Wettbewerb mit den vielen anonymen Miterziehern, den Medien, den Freunden, dem öffentlichen Leben. Dadurch ist es wesentlich schwieriger geworden, Kindern bei dieser Vielfalt an Einflüssen so etwas wie eine verlässliche Orientierung zu geben. Alles muss man in dieser Gesellschaft lernen &#8211; nur Elternsein, das kann man angeblich einfach so, von Natur aus. Eltern brauchen aber Unterstützung, um nicht mit ihren Erziehungsunsicherheiten alleine zu bleiben.</p>
<p><strong>Wer könnte das leisten?</strong></p>
<p>Meine Vorstellung wäre, dass aus den Kindergärten Familienzentren werden, also Anlaufstellen für die ganze Familie, wo sich junge Eltern treffen, austauschen, voneinander lernen können. Ergänzende Lernangebote für Eltern könnten das Ganze noch unterstützen. Denn: Erziehung funktioniert nicht nur aus dem Bauch heraus, bestimmte Herangehensweisen kann man auch lernen.</p>
<p><strong>Der Übergang von der Kita in die Schule ist immer ein Knackpunkt. Was kann man besser machen?</strong></p>
<p>Kitas und Schulen sind immer noch viel zu oft zwei getrennte Welten. Das beruht einmal auf den unterschiedlichen Zuständigkeiten; aber auch die Anerkennungskultur und die Bezahlung sind sehr ungleich. Diese beiden Welten müssen besser zusammenarbeiten, sich besser verstehen. Und beide Seiten müssen wechselseitig mehr Respekt füreinander aufbringen. Eine Chance könnte dabei auch die Erweiterung der Ganztagsangebote an den Schulen sein.</p>
<p><strong>Was halten Sie von der Kommunalisierung der Horte?</strong></p>
<p>Aus sozialpolitischen Gründen bin ich der Meinung, dass alle pädagogischen Einrichtungen grundsätzlich in kommunale Verantwortung gehören, also in letzter Konsequenz auch die Schulen. Denn es geht dabei stets auch um die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort. Man muss dann aber klare Leitplanken einziehen. Finanzschwachen Kommunen muss ein Ausgleich gewährt werden. Sonst würde man neue Ungleichheiten schaffen. Und es muss landeseinheitliche Bildungsstandards geben.</p>
<p><strong>Sollten für Kitas auch weiterhin Elternbeiträge erhoben werden oder sollten Kitas so wie Schulen kostenfrei werden?</strong></p>
<p>Alles Geld vom Staat muss zunächst in eine gute Infrastruktur gesteckt werden. Wenn diese gut ausgebaut ist, dann kann man im nächsten Schritt über Beitragsfreiheit nachdenken. Grundsätzlich muss aber gelten: Bei keinem Kind darf der Kita-Besuch am Geld scheitern. Ich halte es derzeit für zumutbar, dass Eltern dazu einen kleinen Beitrag leisten. In München kostet beispielsweise ein Parkplatz für drei Stunden mehr als man derzeit für einen Kita-Platz pro Kind und Tag aufwenden muss.</p>
<p><strong>Ihre zentrale Botschaft an den Bildungskongress in Thüringen?</strong></p>
<p>Erstens: Es ist vieles in Sachen Bildung in Deutschland besser geworden. Zweitens: Auch in Thüringen hat sich vieles positiv entwickelt. Aber drittens haben wir in Deutschland noch immer das Problem, dass die Kluft zwischen Gewinnern und Verlierern des Bildungssystems viel zu groß ist. Das heißt: Wir müssen aufpassen, dass wir nicht einen Großteil der jungen Menschen abhängen und die Gesellschaft durch Bildung nicht integrieren, sondern spalten.</p>
<p>Hartmut Kaczmarek	 /	 14.05.12	 /	 TLZ</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Heinrich-Heine-Schule Jena bezieht neu aufgesetzte Etage</h4>
<p><strong>Die neu aufgesetzte Etage der Heinrich-Heine-Schule mit sechs Unterrichts- und drei Gruppenräumen wird von den &#8220;Robben&#8221; bezogen. Die Grundschule in Jena-Ost geht mit weiter steigenden Schülerzahlen in Richtung Vierzügigkeit.</strong></p>
<p>Jena. Die &#8220;Robben&#8221; sind die ersten, die Besitz ergriffen haben von der neuen, jetzt fertiggestellten Etage der Heinrich-Heine-Schule. Das zusätzliche Geschoss wurde im vergangenen Dreivierteljahr auf den hinteren, zur Saale befindlichen Gebäudeflügel aufgesetzt und bringt nun der Grundschule neun zusätzliche Räume sechs für den Unterricht und drei für Individualförderung.</p>
<p>Nagelneue Schulbänke, Stühle und Schränke stehen schon in den Räumen, die Tafeln wurden gestern Nachmittag aufgebaut. Der erste Raum ist auch schon bezogen und wird genutzt von den &#8220;Robben&#8221;, einer der jahrgangsgemischten Gruppen der 1. und 2. Klassen.</p>
<p>&#8220;Die neue Etage soll vor allem unseren Jüngsten vorbehalten sein, also der Schuleinführungsphase&#8221;, sagt Schulleiterin Karin Arnold. Sie ist froh, dass nun die räumliche Situation etwas entspannter geworden ist. Denn die Grundschule, die eigentlich dreizügig konzipiert war, musste auf Vierzügigkeit umsatteln, um den steigenden Schülerzahlen zu entsprechen. 310 Schüler sind es derzeit, ab dem neuen Schuljahr werden es 340 sein, und ein Jahr später wird dann eine durchgehende Vierzügigkeit mit ca. 370 Schülern erreicht. Dass in direkter Nähe mit Dualingo und Leonardo zwei zusätzliche Grundschulen (bei Leonardo noch im Aufbau) hinzugekommen sind, tut der Heine-Schule nicht weh. Der Zulauf hält weiter an.</p>
<p>Das habe man auch wieder am Freitagnachmittag gespürt, als man zum Schulfest und zum Tag der offenen Tür eingeladen hatte und viele Eltern auch von künftigen Schülern kamen und sich umsahen, natürlich vor allem die neue Etage in Augenschein nahmen, wie die Schulleiterin erzählt.</p>
<p>Im Erdgeschoss können jetzt auch zwei Horträume eingerichtet werden, da mit dem neuen Geschoss Klassen unten ausziehen können. &#8220;Auch haben wir endlich wieder einen extra Musikraum und ein Kabinett für Englisch und Ethik, berichtet Karin Arnold. Denn in der Heine-Grundschule gibt es Englisch schon im Ergänzungsunterricht ab Klasse 1.</p>
<p>Der Bau der zusätzlichen Etage auf der Heinrich-Heine-Schule wurde durch den städtischen Eigenbetrieb Kommunale Immobilien getragen und kostete 1,15 Millionen Euro. Es wurde außerdem ein Fahrstuhl angebaut, der alle Stockwerke verbindet und damit auch behinderten Schülern barrierefreien Zugang ermöglicht.</p>
<p>Das Schulfest brachte übrigens zwischen 1500 und 2000 Euro (noch haben nicht alle Teilnehmer abgerechnet) durch Verkaufsstände der Eltern ein. Dort verkauften sie Kuchen, Bratwürste, nicht mehr benötigtes Spielzeug, Pflanzen und manches mehr. Der Erlös soll nun mit in die Finanzierung des Zirkusprojekts fließen, das Ende Juni zum Schuljahresausklang stattfinden und alle Schüler mit einbeziehen soll.</p>
<p>Michael Groß	 /	 15.05.12	 /	 OTZ</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Projekttage an der Bio-Landschule in Langenwetzendorf</h4>
<p><strong>Noch bis Mittwoch sind Projekttage an der Bio-Landschule in Langenwetzendorf. Gestern drei Schriftsteller und ein Schauspieler aus der Region zu Gast.</strong></p>
<p>Langenwetzendorf. Für Liv erfüllt sich ein wahrer Traum: Sie darf zum Biathlon-Wettkampf mitfahren. Doch irgendjemand versucht, ihre Teilnahme zu verhindern und Liv gerät in echte Gefahr.</p>
<p>Liv ist Protagonistin des Jugendthrillers &#8220;Ausgebremst&#8221; von Susan Müller aus Triebes. Aus ihrem ersten, im Dezember 2011 erschienenen, Buch las die 41-jährige Schriftstellerin gestern 33 Schülern der Bio-Landschule in Langenwetzendorf vor. Die veranstaltet für das Team der Klassen 5/8 noch bis zum Mittwoch Projekttage unter dem Motto &#8220;Steckenpferde auch in Thüringen zu finden&#8221;.</p>
<p>Aufgeteilt in sieben Gruppen befassen sich die Schüler mit Wissenswertem aus dem Freistaat in den Bereichen Kultur, Kunst, Sprache, Technik, Tiere, Musik und Handwerk. &#8220;Und da Thüringen ja auch als das Land der Dichter und Denker bekannt ist, haben wir für unsere Schüler drei Schriftsteller und einen Schauspieler aus der Region eingeladen&#8221;, sagte Lehrer Thomas Hetzheim.</p>
<p>Während Susan Müller aus ihrem Thriller vorlas und sich danach den Fragen der Schüler stellte, las zur gleichen Zeit in einem anderen Raum die Pausaerin Carmen Klemm aus ihrem Erstlingswerk &#8220;E-Mails aus dem Sabbatjahr&#8221;. Ein Jahr lang war die 50-Jährige mit einem Bastelprojekt in der Welt unterwegs. Aus ihren E-Mails, die sie von ihren Reisen nach Hause schrieb, verfasste sie das Buch.</p>
<p>Über Sprache und Dialekt konnten im Raum 215 Schüler der fünften und achten Klasse mit Schauspieler Wilfried Pucher aus Hainsberg diskutieren. Der Greizer Schriftsteller Winfried Arenhövel stellte sich und seine schreibende Tätigkeit Schülern der Klasse 5 vor.</p>
<p>Unter dem Motto der Projekttage besuchen die Schüler des Teams 5/8 heute die Vogtlandhalle in Greiz. Danach bekommen die Fünftklässler eine Führung durch die Greizer Bibliothek, die Achtklässler besuchen die Vereinsbrauerei in Greiz.<br />
Am Mittwoch um 17 Uhr schließlich wollen die Schüler im &#8220;grünen Klassenzimmer&#8221; auf dem Hof ihrer Schule interessierten Eltern vorstellen, was sie während der Projekttage zum Thema haben zusammentragen können. Dazu wird es ein Maifeuer geben.</p>
<p>Am 1. Juni schließlich präsentieren die Teams 5/8 und 6/9 sowie die Siebtklässler um 17.30 Uhr im Kulturhaus in Langenwetzendorf eine kleine Schulrevue unter dem Titel &#8220;Thüringen, unser zu Hause&#8221;. Innerhalb von 90 Minuten werden sie dann präsentieren, wie schön unser Freistaat Thüringen ist.</p>
<p>Ute Flamich	 /	 15.05.12	 /	 OTZ</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Gymnasiasten aus Siebleben messen sich im Hochsprung</h4>
<p><strong>Tom Greiner und Christopher Kolbe stellen neue Schulrekorde im Hochsprung auf.</strong></p>
<p>Gotha. Das Gefühl bekommen nach der Hallensaison draußen zu springen und als Standortbestimmung für das am Dienstag startende Kreisfinale &#8220;Jugend trainiert für Olympia&#8221; im Volkspark-Stadion waren hauptsächliche Faktoren, auch in diesem Jahr Hochsprung mit Musik durchzuführen, umriss Sportlehrer und Initiator Oliver Falck die 12. Ausgabe des schulinternen Wettbewerbs am Gustav-Freytag-Gymnasium Siebleben. Er passte zudem gut zu den Feierlichkeiten zum 20. Geburtstag der Schule, der im Ekhoftheater festlich begangen wurde. &#8220;Der Wettbewerb hat sich gut etabliert und wird freiwillig von den Schülern angenommen&#8221;, freut sich Falck über die gute Resonanz nach dem regulären Unterricht. Auf drei Anlagen wurden die besten Hochspringer ermittelt, aber auch &#8220;die motorischen Fähigkeiten, die im Unterricht gelernt wurden, im Wettbewerb angewendet&#8221;, so der Sportlehrer.</p>
<p>Die Technikfreeks der Schule sorgten für die musikalische Umrahmung, dabei Musik ertönte, die motivierend auf die Bewegung im Freien wirkte.</p>
<p>Mit Tom Greiner (6. Klasse, 1,55 m) und Christopher Kolbe (5. Klasse, 1,50 m) wurden zwei neue Schulrekorde aufgestellt. Die beiden Sportler der LG ohra energie nutzen diesen Wettkampf gerne als zusätzliches Training, weiß Falck, und das, wie man sieht mit Erfolg. Ob es nur ein Trainingserfolg war, wird das Kreisfinale zeigen.</p>
<p>Hans-Jürgen Kehr	 /	 12.05.12	 /	 TA</p>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 05:59:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven Senier</dc:creator>
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		<description><![CDATA[LEG, Aufbaubank und Stadt bauen in Erfurt Kita im Brühl Quelle: TLZ Bislang verrät nur das Bauschild die Pläne. Cornelia Germann vom Brühl e.V. freut sich auf den neuen Betriebskindergarten, der noch mehr Leben ins Viertel bringt. Foto: Lydia Werner Bislang verrät nur das Bauschild die Pläne. Cornelia Germann vom Brühl e.V. freut sich auf [...]<h3>Ähnliche Beiträge:</h3><ol>
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			<content:encoded><![CDATA[<h4>LEG, Aufbaubank und Stadt bauen in Erfurt Kita im Brühl</h4>
<p>Quelle: TLZ</p>
<p>Bislang verrät nur das Bauschild die Pläne. Cornelia Germann vom Brühl e.V. freut sich auf den neuen Betriebskindergarten, der noch mehr Leben ins Viertel bringt. Foto: Lydia Werner Bislang verrät nur das Bauschild die Pläne. Cornelia Germann vom Brühl e.V. freut sich auf den neuen Betriebskindergarten, der noch mehr Leben ins Viertel bringt. Foto: Lydia Werner<span id="more-6468"></span></p>
<p>Kran und Baufahrzeuge und Bauarbeiter auf dem Gelände zwischen Lauentor und Rudolfstraße arbeiten noch nicht für den neuen Kindergarten, der dort im August 2013 bezugsfertig stehen soll. Es sind insgesamt acht Stadthäuser, Fünfgeschosser, die dort entstehen.<br />
Brühlervorstadt. Und zum krönenden Abschluss erhält der künftige dritte Betriebskindergarten sein Domizil im Erdgeschoss und 1. Stock der beiden Stadthäuser an der Ecke zum Justizzentrum.</p>
<p>Bauherren sind im Falle des Kindergartens die Stadt Erfurt und die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) Thüringen. Zur feierlichen Enthüllung des Bauschilds hatten sich Oberbürgermeister Andreas Bausewein und LEG-Geschäftsführer Frank Krätzschmar gestern Michael Schneider , Vorstand der Thüringer Aufbaubank, und Silvia Germann, Vorsitzende des Vereins Erfurt-Brühl, eingeladen. Die Bank repräsentiert die Partnerunternehmen, die die Hälfte der geplanten 2,5 Millionen Euro investieren. Auch die Stadtwerke-Gruppe ist mit im Boot. Die andere Hälfte steuert die Stadt Erfurt bei und sichert sich damit einen Anteil von 60 Plätzen in dem Betriebskindergarten, die öffentlich vergeben werden können.</p>
<p>120 Mädchen und Jungen im Alter von einem bis sechs Jahren sollen ab August nächsten Jahres das neue Haus mit Leben füllen. Als Betreiber der &#8220;Kita im Brühl&#8221; steht die Arbeiterwohlfahrt fest. &#8220;Das Konzept hat uns überzeugt&#8221;, so Krätzschmar. Hinter den Kulissen liefen die Vorbereitungen für die neue Einrichtung schon seit rund zwei Jahren.</p>
<p>Dass von den städteplanerischen Anforderungen her an dieser Stelle Fünfgeschosser stehen müssen, kommt der momentan sehr hohen Nachfrage nach zentrumsnahem Wohnraum entgegen. Die Kinder sollen sich in den unteren beiden Etagen und auf einem Freigelände mit viel Grün wohlfühlen. Die oberen Etagen werden Wohnungen beherbergen wie bei den übrigen Stadthäusern, die die LEG auf dem Grundstück errichten lässt.</p>
<p>Was im Brühl so läuft, interessiert den Verein Erfurt-Brühl ganz besonders. Kein Wunder also, dass die Vorsitzende Silvia Germann in die Vorbereitungen für das Projekt eingebunden war, zumal der LEG-Geschäftsführer auch als Vorstandsmitglied im Verein aktiv ist. &#8220;Wir sind froh, wenn sich etwas bewegt, obwohl sich im Brühl ja schon viel getan hat&#8221;, sagte sie gestern. Neue Wohnungen bedeuten auch neue Bewohner des Brühls, und Kindergartenplätze seien ohnehin sehr gefragt.</p>
<p>Lydia Werner / 19.04.12 / TLZ</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Schüler im Saale-Orla-Kreis an den Esstisch locken</h4>
<p>Quelle: OTZ</p>
<p>Sieben Schulen aus dem Landkreis wollen mit Hilfe von Studenten der Weimarer Universität bessere Rahmenbedingungen für das Schulessen finden und somit auch mehr Schüler dafür begeistern.<br />
Schleiz. Konfuzius soll einst gesagt haben: &#8220;Essen und Beischlaf sind die beiden großen Begierden des Mannes&#8221; eine Theorie, über deren Richtigkeit sich sicher streiten lässt. Fakt ist jedoch, dass sowohl Männer als auch Frauen ohne das eine Leben könnten, ohne das andere jedoch nicht. Essen ist allgegenwärtig und ein Thema, das inzwischen auch die regionale Politik für sich entdeckt hat.</p>
<p>&#8220;Das Thema steht wirklich im Fokus&#8221;, freute sich Landrat Thomas Fügmann (CDU) darüber, dass &#8220;wir im Schulessen sogar bundesweit Schlagzeilen machen&#8221; wohlgemerkt keine negativen. Im Rahmen des Konzeptwettbewerbs &#8220;Schulessen Regional, Gesund und Gut&#8221;, zu dem die Leader-Aktionsgruppe Saale-Orla aufgerufen hat, versammelten sich am gestrigen Mittwoch Vertreter von Schulen, der Aktionsgruppe und der Verwaltung. Zusätzlich kamen Professoren und Master-Studenten von der Universität Weimar in die Kreisstadt. Die ausgezeichneten Schulen sind das Gymnasium und die Michaelisschule Bad Lobenstein, die Schleizer Regelschule, die Grundschulen Neunhofen und Neustadt sowie das Gymnasium und die Grundschule der Rennstadt, die ein gemeinsames Projekt anstreben.</p>
<p>Zusammen mit den Studenten wollen die Schulen kreative Lösungen zur Verbesserung der Situation des Essens finden. In einer kurzen Vorstellungsrunde wurde gleich deutlich, wo der Schuh besonders drückt: Nahezu alle Schulleiter bemängelten unzureichende Räumlichkeiten für die Schulspeisung. Passend dazu liegt der Schwerpunkt des Projektes auf der Verbesserung der Raumsituation sowie der Ausstattung und so ist es auch kein Zufall, dass die Gäste aus Weimar alle Architektur bzw. Produktdesign studieren.</p>
<p>Seitens der Nachwuchsakademiker war vor allem die Freude darüber groß, dass die Schulen den Mut haben, mit ihnen zusammenzuarbeiten. Positiv sei zudem, dass Essen ein sehr reales Thema sei und die jungen Frauen und Männer dadurch den &#8220;Elfenbeinturm&#8221; Universität verlassen und ihre Ideen im &#8220;wahren Leben&#8221; einbringen könnten ein Aspekt der vor allem für die mitgereisten Professoren wichtig ist.</p>
<p>Dennoch könnte die gewisse Praxisferne die Studenten nun einmal haben auch ein Vorteil sein, denn Alexander Pilling, Koordinator der Leader-Aktionsgruppe, appellierte, &#8220;nicht nur naheliegende Aspekte zu durchleuchten, sondern auch unkonventionelle Wege zu gehen.&#8221; Landrat Fügmann forderte die Studenten auf: &#8220;Bringen Sie sich wirklich ein und versuchen Sie, Ihre Vorhaben umzusetzen.&#8221;</p>
<p>Die Erwartungen an das Projekt sind hoch. Während die Leiterin der Grundschule Neunhofen, Karin Freund, von &#8220;Oasen zum Essen im Grünen&#8221; träumte, sicherte ihr Schleizer Kollege, Ralf Köhler, den Studenten fast schon resignierend freie Hand zu, da man mit dem Latein am Ende sei.</p>
<p>Beim gestern eingeläuteten Planungsprozess wurden jeder Schule Studenten zugeordnet, die nun gemeinsam mit den Bildungseinrichtungen Lösungen erarbeiten wollen. Die Ergebnisse werden voraussichtlich im Juli präsentiert.</p>
<p><em>Schulessen Regional, Gesund und Gut</em></p>
<ul>
<li>&#8220;Schulessen Regional, Gesund und Gut&#8221; ist ein von der Leader-Aktionsgruppe Saale-Orla initiierter Wettbewerb für Schulen im Saale-Orla-Kreis.</li>
<li>Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung kreativer Lösungen zur Verbesserung der Raumsituation sowie der Ausstattung.</li>
<li>Sieben Schulen wurden für den nun folgenden Planungsprozess ausgewählt.</li>
<li>Dafür werden die Schulen mit Master-Studenten der Bauhaus Universität Weimar zusammenarbeiten.</li>
<li>Langfristige Ziele sind die Erhöhung der Teilnehmerzahl am Schulessen und des Anteils regionaler Produkte, die Verbesserung der Qualität von Speisen und Rahmenbedingungen sowie der Wechsel hin zu regionalen Schulessen-Anbietern.</li>
</ul>
<p>Alexander Hebenstreit / 19.04.12 / OTZ</p>
<h4>Beste &#8220;Klasse Handwerk&#8221; Südthüringen kommt aus Geisa</h4>
<p>Quelle: TA<br />
Eine super große Überraschung gab es jetzt in Geisa für die 19 Schülerinnen und Schüler und der Klassenleiter Bernd Hollenbach der Klasse 8a der Regelschule in Geisa. Von 30 Schulklassen die sich aus Südthüringen zum Onlinewettbewerb &#8220;Klasse Handwerk. Die Profis von morgen!&#8221; anmeldeten, gingen die Geisaer als die Sieger hervor.<br />
Suhl. Die Schülerinnen und Schüler nahmen die Glückwünsche von Friedhelm Enke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Südthüringen entgegen.</p>
<p>Vom 9. Januar bis 4. April 2012 lief der Onlinewettbewerb und aus Südthüringen hatten sich 32 Klassen mit über 650 Schülern für diesen Wettbewerb angemeldet. Insgesamt machten 93 Klassen aus Thüringen beim Wettbewerb &#8220;Klasse Handwerk!&#8221; mit 1840 Schülern aus Thüringen mit und beantworteten den Online-Fragebogen.</p>
<p>Das Finale bestreiten am 23. April zur Messe &#8220;KinderKult&#8221; in Erfurt, neben der Klasse 8a aus Geisa, die Klasse 8 der Staatlichen Regelschule &#8220;Friedrich Myconius&#8221; in Gotha sowie die Klasse 8 der Comenius-Schule in Weida. Die drei Klassen treten dort zum Team-Wettkampf an. 10 spannende praktische Aufgaben sind mit Geschick, Logik, Schnelligkeit, Wissen und Augenmaß zu lösen.</p>
<p>Die Siegerklasse erhält 1000 Euro für die Klassenkasse. Der 2. und 3. Platz sind mit 500 beziehungsweise 300 Euro dotiert.</p>
<p>&#8220;Wir haben es mit diesem Wettbewerb geschafft, viele hundert Schülerinnen und Schüler für wichtige Themen rund um Wirtschaft, Gesellschaft, Naturwissenschaft, Ausbildung und Beruf zu interessieren. Das war unser Ziel und die große Teilnehmerzahl von fast 2000 Schülern, davon in Südthüringen 650 zeigt, dass dieser Wettbewerb von den Schulen, von Lehrern wie den Schülern ganz hervorragend angenommen wurde&#8221;, betont Friedhelm Enke.</p>
<p>Der Wettbewerb war für die 8. Klassen der Thüringer Regel-, Gesamt- und Förderschulen ausgeschrieben. Insgesamt hatten sich 118 Klassen, davon in Südthüringen 30 Klassen, seit Januar für den Wettbewerb registrieren lassen. Den Online-Fragebogen haben insgesamt 93 der angemeldeten Klassen beantwortet. Genau 1840 Schülerinnen und Schüler aus 93 verschiedenen Schulen saßen in den letzten Wochen vor den Schulcomputern und haben den Fragenkatalog durchgearbeitet. Damit hat fast jede dritte teilnahmeberechtigte Schule an diesem Wettbewerb teilgenommen.</p>
<p>Ellen Mangold / 19.04.12 / TA</p>
<h4>Lehrermangel für Ilmenauer Schulen noch kein Thema</h4>
<p>Quelle: TA</p>
<p>Die Thüringer Lehrerschaft ist im Durchschnitt 50,9 Jahre alt. Die Zunahme des Krankenstandes führt nicht nur zu einer steigenden Belastung der Lehrkräfte, sondern auch zu Ausfallstunden. Letztere gibt es auch an Ilmenauer Schulen, wobei diese momentan mit dem grundlegenden Problem fehlender Lehrkräfte nicht zu kämpfen haben.<br />
Ilmenau. Das Staatliche Berufschulzentrum Ilmenau hat etwa 900 Schüler, die von 54 Lehrkräften betreut werden. Schulleiter Frank Macholdt kann sich nicht beklagen, wobei er sagte, dass der &#8220;Kampf&#8221; um Personal schon schwierig sei. Die Anzahl der Ausfallstunden halte sich aber in Grenzen, ebenso an der Grundschule &#8220;Am Stollen&#8221;.</p>
<p>Grund hierfür ist unter anderem § 61 des Landesbeamtengesetzes. Nach diesem sind Lehrerinnen und Lehrer verpflichtet, über ihre individuelle Pflichtstundenzahl hinaus Mehrarbeit zu leisten, wenn die dienstlichen Verhältnisse es erfordern. Drei Stunden Mehrarbeit pro Monat sind Pflicht, ausgenommen sind Lehrer mit bestimmten Arbeitszeitmodellen.</p>
<p>&#8220;Mit Hilfe der Mehrarbeitsstunden stopft man eine Lücke, die man woanders aufreißt&#8221;, meint Dieter Kuchorz, Schulleiter des Staatlichen Gymnasiums &#8220;Am Lindenberg&#8221;. Mit Beginn des zweiten Halbjahres schieden dort zwei Kollegen altersbedingt aus. Diese unterrichteten Mathematik, Deutsch und Musik daran fehlt es nun. Das Kultusministerium schrieb die Stellen aus und auch Bewerber gab es. &#8220;Diese haben in den alten Bundesländern wohl bessere Konditionen vorgefunden&#8221;, mutmaßt der Pädagoge. Am Lindenberg gehen 620 Jungen und Mädchen zur Schule, unterrichtet werden sie von 56 Lehrkräften. Fällt von diesen nur einer für eine Woche aus, müssen etwa 26 Stunden durch Kollegen vertreten werden. Den Plan dazu entwirft der stellvertretende Schulleiter Eckhard Sommer. Er musste im letzten Monat 88 Vertretungsstunden planen. &#8220;Wir stoßen allmählich an unsere Kapazitätsgrenze&#8221;, so Sommer gestern. Die Mehrarbeit ist für Lehrer, die aber in Anbetracht der Situation freiwillig aushelfen, eine zusätzliche Belastung, weiß Kuchorz aus Erfahrung. Hin und wieder müsse man Stunden ausfallen lassen.</p>
<p>&#8220;Das lässt sich nicht vermeiden&#8221;, erklärte Volker Rusch von der Ilmenauer Goetheschule. 560 Schüler lernen an der Einrichtung mit 57 Lehrerinnen und Lehrern &#8211; &#8220;eine noch auskömmliche Situation&#8221;. Rusch kennt jedoch die Einstellungsproblematik und sagt: &#8220;Dort muss das Land umdenken und mit Blick auf die alten Bundesländer gleiche Bedingungen schaffen.&#8221; Die Goetheschule hat aufgrund von zwei Langzeiterkrankten einen Engpass bei den Naturwissenschaften, was schwer zu kompensieren sei, da Lehrer in diesem Fachbereich selten sind. Dennoch könne man viel Ausfall vermeiden. &#8220;Wir haben ein Stück weit auf einer Insel der Glückseligkeit gelebt&#8221;, so Volker Rusch zur Personalsituation. Kollegin Barbara Schneider von der Geschwister-Scholl-Regelschule spricht sogar von einer sehr komfortablen Lage &#8211; 28 Lehrkräfte bei 207 Schülern. Von Lehrermangel kann auch Sabine Domhardt, Leiterin der Ziolkowski-Grundschule, nicht reden. Zwar habe man eine Langzeitkranke, doch deren Fächer werden mit Hilfe der benachbarten Regelschule abgedeckt.</p>
<p>Auch wenn die Ilmenauer Schulen vom Lehrermangel noch weitgehend unberührt blieben, haben andere Schulen schwer damit zu kämpfen. So zum Beispiel die Regelschule in Stadtilm. Mit 40 Lehrkräften hat diese auf dem Papier einen personellen Überhang. Doch sechs langfristig Erkrankte machen daraus einen Mangel, berichtete Schulleiter Jens Günschmann. Hauptsächlich fehlen Lehrer für die sogenannten MINT-Fächer: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.</p>
<p>Fakt ist, dass seit Anfang der 90er Jahre die Zahl der Schüler und Lehrer sank. Die SPD sprach in ihrem Regierungsprogramm für die Jahre 2009 bis 2014 von 8000 Lehrerinnen und Lehrern, die bis 2019 altersbedingt in den Ruhestand gehen. Laut Kultusministerium entsteht an Regelschulen ab 2015 wachsender Personalbedarf, an Gymnasien und Berufsbildenden Schulen ab 2016. An Grundschulen bestehe ständig wachsender Bedarf.</p>
<p>Henry Buchberger / 19.04.12 / TA</p>
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