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	<title>Landeselternvertretung Thüringen &#187; Antje</title>
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	<description>Ein gemeinsamer Internetauftritt der Elternsprecher der Schulen im Freistaat Thüringen</description>
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		<title>Pressespiegel vom 11. Mai 2012</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 03:27:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mario Thiel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Thüringer Allgemeine: Stadtilm kooperiert mit Ilmenauern Stadtilm. Das Arnstädter Gymnasium war wohl nicht abgeneigt, aber die Goethe-Schule in Ilmenau schneller. Sie hat der Regelschule Stadtilm die Kooperation angeboten &#8211; und die Stadtilmer nahmen an. &#8220;Wir sind dabei, dass wir unsere Vereinbarung bis Ende Mai unterschreiben&#8221;, sagte Jens Günschmann, Leiter der Regelschule Stadtilm, auf Anfrage unserer [...]<h3>Ähnliche Beiträge:</h3><ol>
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			<content:encoded><![CDATA[<h5>Thüringer Allgemeine:</h5>
<h4>Stadtilm kooperiert mit Ilmenauern</h4>
<p>Stadtilm. Das Arnstädter Gymnasium war wohl nicht abgeneigt, aber die Goethe-Schule in Ilmenau schneller. Sie hat der Regelschule Stadtilm die Kooperation angeboten &#8211; und die Stadtilmer nahmen an.</p>
<p>&#8220;Wir sind dabei, dass wir unsere Vereinbarung bis Ende Mai unterschreiben&#8221;, sagte Jens Günschmann, Leiter der Regelschule Stadtilm, auf Anfrage unserer Zeitung. So eine Kooperationsvereinbarung ist eine Voraussetzung für den Start als Gemeinschaftsschule, sie soll den Schülern den Wechsel ans Gymnasium &#8211; oder in umgekehrte Richtung &#8211; erleichtern und in jedem Jahr ermöglichen. So soll die zeitliche Abfolge in Lehrplan-Inhalten kompatibel gestaltet werden. Auch Fremdsprachen sind ein Thema.<span id="more-6605"></span></p>
<p>Für das Goethe-Gymnasium spricht, dass es eng mit der Universität und dem beruflichen Gymnasium in Ilmenau zusammenarbeitet. Genau dorthin wechseln jetzt schon viele Stadtilmer Schüler nach dem Abschluss der 10. Klasse und legen ihr Abitur ab. Zu dritt wolle man einen Verbund für die Abiturklassen bilden, erklärte Günschmann weiter. Derzeit sei die Schule auch dabei, das Gemeinschaftsschul-Konzept an die Anforderungen des Kultusministeriums anzupassen. Man sei guter Hoffnung, am 3. September zu starten.</p>
<p>Natürlich könnten die Schüler auch an jedes andere Gymnasium gehen, stellt Günschmann klar. Und man werde auch weiter mit der Schule in Arnstadt gut zusammenarbeiten. Voraussichtlich im Herbst soll dort das Schulkonzept vorgestellt werden.</p>
<p>Die Änderung des Beschlusses, dass die Gemeinschaftsschule Stadtilm nicht mit dem Gymnasium in Arnstadt, sondern mit der Goethe-Schule in Ilmenau kooperiert, wird Ende Juni gefasst, informierte Landrat Benno Kaufhold am Mittwoch im Kreistag.</p>
<p>Antje Köhler  /  11.05.12  /  TA</p>
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<h4>Thüringer Wirtschaft will Kopfnoten zurück</h4>
<p>Thüringer Unternehmer fordern die Wiedereinführung der Kopfnoten auf dem Abschlusszeugnis der Schüler im Freistaat. Da es nicht einmal mehr eine schriftliche Beurteilung gebe, falle es den Personalleitern immer schwerer, sich ein Bild von Lehrstellen-Bewerbern zu machen, kritisieren Chefs aus Handwerk und Industrie. Der Bildungsminister verteidigt indes das bestehende System und sieht keinen Handlungsbedarf.</p>
<p>Erfurt. &#8220;Die Bezeichnung Kopfnote spiegelt nichts anderes wider wie die Tugenden, die wir im Handwerk schon seit jeher einfordern. Pünktlichkeit, Fleiß und Höflichkeit gehören zu den Grundlagen und sind im Handwerk wichtige Voraussetzung für den beruflichen Erfolg&#8221;, ist Thomas Malcherek, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Erfurt überzeugt.</p>
<p>&#8220;Kopfnoten können einen ersten Eindruck vermitteln und schwächeren Schülern eine zusätzliche Chance einräumen. Ebenso wichtig ist jedoch, dass die Noten den jungen Menschen schon in der Schulzeit deutlich machen, dass von ihnen mehr erwartet wird als rein fachliche Leistungen&#8221;, sagte Malcherek.</p>
<p>&#8220;Mittlerweile sind für 38 Prozent der Firmen die sogenannten Soft Skills wichtiger als schulische Leistungen. Personalchefs vieler Firmen fordern daher eine Einschätzung der Persönlichkeit von Jugendlichen egal ob verbal oder per Note auf dem Bewerbungszeugnis&#8221;, unterstützt der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelkammer (IHK) Erfurt, Gerald Grusser, die Forderungen. &#8220;Die zuständigen Schulkonferenzen sollten dies nicht verhindern&#8221;, verlangte Grusser.</p>
<p>Thüringens Bildungsminister Christoph Matschie (SPD) sieht keinen Handlungsbedarf bei den Kopfnoten. Es gebe Kopfnoten ab Klasse 7, aber nicht auf den Abschlusszeugnissen. Die Schulen könnten auch entscheiden, auf Kopfnoten ganz zu verzichten, sagte er gegenüber unserer Zeitung.</p>
<p>Die Regelung existiere schon seit fast zehn Jahren, sei sehr flexibel und habe sich bewährt. Zudem könne anstelle von Kopfnoten auch mit Wortgutachten gearbeitet werden, die sehr aussagekräftig seien.</p>
<p>In Thüringen stünde also das ganze Spektrum der Möglichkeiten zur Verfügung. Die Schulen besäßen einen großen eigenen Handlungsspielraum.</p>
<p>Auch die Bildungsgewerkschaft GEW kann die Forderung nach dem Wiedereinführen von Kopfnoten nicht nachvollziehen. &#8220;Wir sind nicht davon überzeugt, dass dies eine objektive Einschätzung ist&#8221;, erklärte gestern der Landesvorsitzende, Torsten Wolf.</p>
<p>Wichtiger sei eine &#8220;stärkere Verzahnung zwischen Schule und Wirtschaft&#8221;, so Wolf weiter. Praktika und der Einsatz von mehr Schulsozialarbeitern könnte helfen, bestimmte Probleme rechtzeitig zu entschärfen.</p>
<p>Bernd Jentsch  /  11.05.12  /  TA</p>
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<h4>Junges Forum: Erfurter Schüler und Sebastian Krumbiegel</h4>
<p>Über Flüchtlinge, rechte Schläger und ein NPD-Verbot sprachen Erfurter Schüler der Edith-Stein-Schule mit dem Sänger Sebastian Krumbiegel. In der Aula der Schule stand der Leipziger Künstler Rede und Antwort und ermunterte die Jugendlichen auch zu mehr Courage in alltäglichen Situationen.</p>
<p>Wieso engagierst du dich zum Beispiel für Flüchtlinge?</p>
<p>Ich finde es immer wichtig, dass man die Einzelschicksale der Leute ein bisschen kennt. Das ist ja meistens Angst, die viele Leute vor Ausländern haben, die zu uns kommen. Dann wird behauptet, sie nehmen uns die Arbeitsplätze weg und die Frauen und so weiter.</p>
<p>Aber wenn man ihre Geschichte hinterfragt, kriegt man mit, dass den Leuten wirklich Respekt entgegenzubringen ist und dass sie wirklich schlimme Sachen erlebt haben. Sie kommen nicht zu uns, um dicke Autos zu fahren, sondern weil sie in ihren Heimatländern verfolgt werden.</p>
<p>Kannst du mal von einem Erlebnis erzählen?</p>
<p>Ich war zum Beispiel in Mali. Die Grundidee dieser Reise war die, den Weg eines jungen Mannes aus seinem Dorf in Mali über Mauretanien, zur Grenze und nach Europa zu dokumentieren. Er hat es aber nicht geschafft.</p>
<p>Sein Beweggründe waren aus meiner Sicht zu verstehen. Er hatte eine Familie, der es wirklich nicht gut ging. Er musste einfach versuchen, Geld woanders zu verdienen.</p>
<p>Das ist ein ziemlich komplexes Problem. Wie kann man das deiner Meinung nach lösen?</p>
<p>Logisch, Deutschland ist nicht so groß, dass wir hier die ganze Welt aufnehmen können. Erst einmal finde ich ganz wichtig, dass man wirklich den Respekt den Leuten gegenüber ganz klar benennt. Wir sind ein reiches Land, ein mächtiges Land.</p>
<p>Bewegendes Wiedersehen mit dem Täter</p>
<p>Und Europa oder die sogenannte zivilisierte Welt hat sehr lange auf Kosten der sogenannten Dritten Welt gelebt. Die Bedingungen in diesen Ländern müssen verbessert werden. Wir sollten dafür sorgen, dass es den Menschen in der Dritten Welt besser geht. Sie haben ja auch keinen Bock, ihre Heimat zu verlassen.</p>
<p>Der junge Mann in Mali zum Beispiel hat geweint, als er weg musste. Natürlich würden alle lieber bei der Familie bleiben.</p>
<p>Und die Themen, die mit der Flüchtlingsproblematik selbstverständlich Hand in Hand gehen, sind Rassismus, Rechtsradikalismus, Antisemitismus. Diese Themen müssen wir in Deutschland angehen.</p>
<p>Du wurdest ja auch einmal von Rechten angegriffen. Wie war das?</p>
<p>Ich bin vor neun Jahren in Leipzig von zwei Glatzen im Park zusammengehämmert worden. Mich hat damals einer gerettet. Der Mann war sehr couragiert, er hat eingegriffen und die beiden verjagt. Die beiden Täter sind kurz danach gefasst worden, sind zu langen Haftstrafen verurteilt worden.</p>
<p>Vor Kurzem habe ich einen der Männer wiedergetroffen. Ich hatte einen Brief bekommen vom Weißen Ring, vom Opfer-Täter-Ausgleich. Denn dieser eine Täter wollte sich bei mir entschuldigen.</p>
<p>Ich habe mit ihm und seinem Therapeuten bestimmt eine Stunde geredet. Das war schon eine sehr heftige Erfahrung für mich. Da gingen natürlich die ganzen Filme von damals wieder an &#8211; und wir saßen dann beide da und heulten.</p>
<p>Was hat dir das gebracht?</p>
<p>Es war wirklich sehr bewegend und auch sehr lehrreich. Ich habe gelernt: Sei dankbar, sei froh über das, was du in deiner Kindheit erlebt hast.</p>
<p>Weil mir der Mann natürlich Dinge erzählt hat, die er erlebt hat. Dass er einen prügelnden Vater hatte, der Mutter und Kinder verdroschen hat. Dass er mit 15 von zu Hause wegging und Halt in der rechten Szene gefunden hat.</p>
<p>Und da könnte man dann sagen: Was kann er denn eigentlich dafür, dass er in die rechte Szene abgerutscht ist?</p>
<p>Mir zum Beispiel hätte so etwas gar nicht passieren können, ich war ein behütetes Kind. Das ist genau so ein weitschweifiges Problem wie das Flüchtlingproblem. Es gibt keine Ja- und Nein-Antworten, es gibt kein Schwarz und Weiß. Es gibt so viele Grautöne.</p>
<p>Hältst du ein NPD-Verbot für sinnvoll?</p>
<p>Also erst einmal kotzt es mich wirklich an, dass eine Partei wie die NPD, die wirklich jämmerliche und räudige Inhalte hat, mit Steuergeldern finanziert wird.</p>
<p>Aber es gab ja schon einmal einen Versuch, die NPD zu verbieten, und der ist gescheitert. Das hat ihr eigentlich noch mehr Auftrieb gegeben. Wenn du eine Partei wie die NPD einfach verbietest, verbietest du nicht die Gedanken. Die organisieren sich immer wieder anders. Es geht eigentlich darum, woanders anzusetzen, an Schulen oder auch in Kindergärten den Leuten Respekt beizubringen, den Leuten eine gute Bildung angedeihen zu lassen. Dann kommst du gar nicht erst so schräg drauf.</p>
<p>Im Alltag nicht über Sprüche hinweghören</p>
<p>Wie kann man im Alltag mit solchen rechten Tendenzen umgehen?</p>
<p>Wenn einer irgendetwas Rassistisches, Sexistisches sagt, wogegen sich mein Inneres sträubt, oder etwas nicht gerecht ist, dann sollte man sich ruhig trauen, freundlich, höflich, aber trotzdem sehr direkt zu sagen: Hör mal zu, so redest du nicht, wenn ich dabei bin.</p>
<p>Das geht bei solchen kleinen Sachen los. Und wenn wirklich etwas passiert, hat man doch ein Handy. Oft reicht es ja, die Polizei zu rufen. Ich verlange von niemandem irgendwelche Heldentaten. Es geht ganz einfach nur darum, im täglichen Leben die Augen offenzuhalten und nicht über solche Äußerungen hinwegzuhören.</p>
<p>Du nimmst ja kein Blatt vor den Mund. Gibt es da Anfeindungen?</p>
<p>Eigentlich nicht. Klar gibt es immer irgendwelche Leute, die finden, ich solle mal lieber meinen Mund halten und beim Singen bleiben. Und gerade im Netz kann ja jeder irgendwie seinen Senf dazugeben. Ich lasse eben nicht alles an mich ran.</p>
<p>Woher nimmst du die Motivation für dein Engagement?</p>
<p>Ich merke, dass ich etwas tun kann. Das ist meine Motivation. Natürlich hat mir das Spaß gemacht, nach Mali zu reisen, weil diese Reise meinen Horizont enorm erweitert hat.</p>
<p>Auch der Humanismuspreis war eine coole Bestätigung für mich. Es war eben etwas ganz anderes, keine Goldene Schallplatte und kein &#8220;Echo&#8221;, was wir auch alles haben.</p>
<p>Unser Bundespräsident Joachim Gauck hat ein Grußwort geschickt und Frank-Walter Steinmeier hielt die Laudatio. Vor allem aber habe ich mich gefreut, dass meine Eltern hier in Erfurt dabei waren und gemerkt haben: Mensch, aus dem Jungen ist ja doch noch etwas geworden.</p>
<p>Sabine Spitzer  /  11.05.12  /  TA</p>
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<h4>Geld für Eisenacher Berufsschule aufgebraucht</h4>
<p>Die Stadt muss Auftragsvergaben und Planungsleistungen stoppen. Eisenach wartet vergeblich auf Bedarfszuweisungen. Überbrückungshilfe wurde beantragt, eine Genehmigung liegt noch nicht vor. Deshalb wird nicht weitergebaut.</p>
<p>Eisenach. Die Stadt muss ab sofort den Weiterbau der Berufsschule stoppen. &#8220;Es wird keine neuen Auftragsvergaben mehr geben&#8221;, teilte im Hauptausschuss der kommissarisch eingesetzte Baudezernent Sascha Schorr (CDU) mit. &#8220;Auch Planungsleistungen werden mit dem heutigen Tag eingestellt&#8221;, sagte Schorr weiter. Damit könne die Stadt nicht mehr garantieren, dass der Schulbetrieb wie geplant sichergestellt ist. Erteilte Aufträge sollen aber beendet werden.</p>
<p>Grund dafür: Es ist kein Geld mehr da. Die zugesicherte Bedarfszuweisung für dieses Jahr hat die Stadt Eisenach bislang nicht erhalten. Eine Überbrückungshilfe sei inzwischen beantragt, aber noch nicht genehmigt, erklärte Sascha Schorr den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses.</p>
<p>Der noch amtierende Oberbürgermeister Matthias Doht (SPD) verwies darauf, dass Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) erst im vergangenen Jahr schriftlich die Zahlung von 2,8 Millionen Euro Bedarfszuweisung für die so dringend notwendige Sanierung der Berufsschule im Palmental zugesichert habe. Gezahlt werden sollten die Gelder in drei Jahresscheiben, so der OB. Doht erinnerte, dass trotz der Ende des Jahres beschlossenen Änderungen im Finanzausgleichsgesetz des Freistaats Finanzminister Wolfgang Voß (CDU) in einem Gespräch am 15. Februar mündlich zugesichert habe, dass Eisenach diese Zuweisung in diesem Jahr erhält. Doch nun das! Noch am 27. April habe die Stadt an Voß Ministerium geschrieben und die Dringlichkeit angemahnt.</p>
<p>Ein weiteres Problem ist, dass mit den Geldern auch eine Entsorgungslösung entstehen sollte. &#8220;Diese Anbindung an die Karolinenstraße kann so zunächst nicht mehr realisiert werden&#8221;, so der Baudezernent.</p>
<p>&#8220;Die Schule muss modernisiert werden&#8221;, fordert der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Rainer Marschall. Für ihn ist die Fertigstellung des Ersatzneubaus mit der Hoffnung verbunden, wieder den Unterricht für diverse Ausbildungszweige zurückzuholen. Die Mehrzahl der Lehrlinge absolviere ihre schulische Ausbildung nicht mehr in Eisenach. Wer Tischler oder Sanitärinstallateur lernt, muss nach Gotha. Friseure und Kfz-Techniker fahren nach Bad Salzungen.</p>
<p>Fakten zur Berufsschule</p>
<p>Im Juli 2011 hat die Sanierung der Berufsschule im Palmental begonnen.</p>
<p>Seit Jahren hatte die Stadt um Fördermittel für den Bau der Berufsschule gekämpft.</p>
<p>Richtfest wurde im November 2011 gefeiert.</p>
<p>Die Bedarfszuweisung bekam die Stadt noch im vergangenen Jahr von der Ministerpräsidentin schriftlich zugesichert.</p>
<p>Viele Lehrlinge müssen zur Ausbildung schon nach Gotha und Bad Salzungen fahren.</p>
<p>Katja Schmidberger  /  11.05.12  /  TA</p>
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<h4>Leitartikel: Am Problem vorbei diskutiert</h4>
<p>Peter Rathay über den Sinn von Kopfnoten.</p>
<p>Es ist ein bescheidenes Zeugnis, was vielen Schulabgängern ausgestellt wird: Häufig, so klagt vor allen Dingen die Wirtschaft, fehlt es den jungen Menschen an sozialen Kompetenzen.</p>
<p>Die Kopfnoten sollen es nun richten. Wer schon nicht bei Fleiß, Ordnung und Verhalten überzeugen kann, der ist eben auch für eine spätere Ausbildung ungeeignet.</p>
<p>Doch kann eine Eins in Betragen auf dem Abschlusszeugnis wirklich Auskunft geben über das Engagement an der Drehmaschine?</p>
<p>An der Kopfnote scheiden sich die Geister, auch in Thüringen. Die Mehrheit der Bildungsexperten sieht in ihnen eine Abwertung der Schüler durch wenig aussagefähige und oft ungerechte weil subjektive Noten.</p>
<p>Das Handwerk dagegen erkennt in der Benotung der sogenannten Sekundärtugenden ein wichtiges Instrument für die Auswahl von Auszubildenden.</p>
<p>Dabei geht die Diskussion am Problem vorbei. Denn aus dem Lehrstellenmangel ist ein Lehrlingsmangel geworden. Viele Betriebe suchen händeringend nach Azubis &#8211; egal wie penibel sie ihre Hefte geführt oder wie häufig sie sich im Unterricht gemeldet haben.</p>
<p>Die Probleme des demografischen Wandels sind nur gemeinsam zu bewältigen: Etwa durch die gezielte Förderung lernschwacher Schüler oder die Angebote von Betriebspraktika. Die Eltern müssen den Lehrern zuhören &#8211; und umgekehrt.</p>
<p>Und die Wirtschaft muss mit der Höhe der Vergütungen und der Übernahme nach der Ausbildung ihren Teil beitragen.</p>
<p>Damit am Ende keiner sitzen bleibt.</p>
<p>Peter Rathay  /  11.05.12  /  TA</p>
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<h4>Immer mehr Kindern droht Diabetes</h4>
<p>Pommes, Chips und Cola sorgen dafür, dass aus einer Alterserkrankung mittlerweile ein Pubertätsphänomen wird.</p>
<p>Diabetes gilt für viele Menschen als Alterserkrankung. Ist dem wirklich so?</p>
<p>Der Typ 2 Diabetes wurde bisher als Altersdiabetes bezeichnet, da die Erkrankung meist ab dem 50. Lebensjahr entdeckt wurde. Da diese Form des Diabetes ohne Warnsignale wie Durst, Müdigkeit oder Gewichtsverlust daherkommt, erfolgte die Diagnose erst sehr spät. Doch mittlerweile zeigt sich, dass zunehmend mehr Kinder ab der Pupertät davon betroffen sind.</p>
<p>Und der Typ 1 Diabetes tritt ohnehin vorwiegend im Kindes- und Jugendalter auf.</p>
<p>Welche aktuellen Zahlen gibt es zur Erkrankungsrate von Kindern und Jugendlichen? Und welche Tendenz zeichnet sich hier ab?</p>
<p>In Thüringen leben zur Zeit etwa 800 Kinder und Jugendliche mit dem Typ 1 Diabetes. Sie werden von spezialisierten Kinderärzten behandelt. Die Erkrankungszahlen steigen leider Jahr für Jahr an. Auch beim Typ 2 Diabetes ist eine steigende Tendenz zu beobachten, wobei dazu keine genauen Statistiken vorliegen. Fakt ist nur, die Betroffenen werden immer jünger.</p>
<p>Wo sehen Sie die Hauptursache dafür, dass Diabetes im Kindesalter um sich greift?</p>
<p>Die Anlage für Typ 2 wird vererbt. Auslösende Faktoren sind Übergewicht, Bewegungsmangel und falsche Essgewohnheiten. Eine rechtzeitige Diagnose kann schwere Folgeerkrankungen am Gefäßsystem verhindern.</p>
<p>Lässt sich auch vorbeugen?</p>
<p>Beim Typ 1 ist eine Vorbeugung nicht möglich, beim Typ 2 schon. Hier wirken eine gesunde Lebensweise, viel körperliche Bewegung und die Verhinderung von Übergewicht präventiv. Eltern sollten darauf achten, dass ihre Kinder sich zucker- und fettarm ernähren, Sport treiben, draußen unterwegs sind, keine Stubenhocker werden. Wichtig ist, frühzeitig auf die Nahrungsmittelzusammensetzung zu achten, insbesondere die Angaben zu Zucker- und Fettgehalt kritisch zu betrachten.</p>
<p>Werden Thüringer Schulen in die Prävention einbezogen?</p>
<p>Der Deutsche Diabetikerbund hat die Aktion &#8220;Diabetes im Klassenzimmer&#8221; gestartet. In Grund- und Regelschulen und an Gymnasien laden wir Schüler ab 14 Jahren seit Anfang 2012 zu Veranstaltungen mit Diabetologen und Ernährungsberatern, um ihr Gesundheitsbewusstsein zu stärken.</p>
<p>Wie können Kinder und Jugendliche mit der Erkrankung im Alltag klarkommen?</p>
<p>Kinder mit Diabetes Typ 1 müssen exakt nach Plan leben, regelmäßig ihren Blutzucker messen, sich regelmäßig spritzen. Für sie gibt es eine sehr gute ärztliche Betreuung durch Diabetesberater und Ärzte. Und der Deutsche Diabetikerbund bietet im September zum Familienwochenende erstmals Schulungen für 3- bis 6-Jährige an, die dabei auch andere betroffene Kinder kennenlernen können.</p>
<p>Was sind Diabetes-Lotsen?</p>
<p>Diabetes-Lotsen werden vom Deutschen Diabetikerbund ausgebildet, um Menschen mit Diabetes im Alltag zu helfen, sich im Gesundheits- und Sozialsystem zurechtzufinden. Sie haben selbst die Krankheitserfahrung und stehen &#8211; gewissermaßen als Ergänzung zur ärztlichen Therapie &#8211; Betroffenen beim Bewältigen der Krankheit zur Seite. Radio Funkwerk bringt übrigens am Montag ab 15 Uhr eine Sendung mit einem Diabetes-Lotsen.</p>
<p>Bekommen Kinder mit Diabetes automatisch einen Behindertenausweis?</p>
<p>Automatisch nicht, er muss beantragt werden. Und er setzt natürlich ein ärztliches Attest voraus. Kinder mit Typ 1 Diabetes haben einen Anspruch darauf, bei Typ 2 Diabetes ist das nicht so. Im Alltag macht sich der Behindertenausweis aber erst wirklich bei einer Schwerbehinderung ab 60 oder 70 Prozent bemerkbar. Eltern bekommen wegen des höheren Aufwandes eine Steuererleichterung. Es gibt Ermäßigungen.</p>
<p>Rät der Diabetikerbund zu einer Beantragung?</p>
<p>Wir haben die Erfahrung gemacht, dass ein Schwerbehindertenausweis bei der Jobsuche nicht immer förderlich ist. Nicht jeder Arbeitgeber ist für soziale Belange sensibilisiert. Das ist nicht schön, aber es ist die Realität, wie sie Diabetiker leider auch erleben. Wer als Kind einen Schwerbehindertenausweis hat, der kann ihn aber später wieder abgeben, wenn er befürchtet, dass er hinderlich für die Berufswahl wird.</p>
<p>Britta Hinkel  /  11.05.12  /  TA</p>
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<h4>Zahl der Neueinstellungen für junge Lehrer soll steigen</h4>
<p>Geschichten wie diese gibt es viele: Studium erfolgreich beendet, aber keine Stelle in Thüringen. Viele junge Leute, die Lehrer werden wollen, haben in den vergangenen Jahren dem Freistaat den Rücken gekehrt.</p>
<p>Erfurt. Meistens, weil sie hier keine Stelle fanden oder ihnen so unattraktive Konditionen angeboten wurden, dass sie lieber den Verlockungen benachbarter Bundesländer mit vollen Stellen und Verbeamtungen folgten. Die Folge einer solchen Personalpolitik ist klar: Die Kollegien in Thüringen sind überaltert. Derzeit liegt der Altersdurchschnitt der Lehrer bei 51 Jahren. Das wirkt sich letztlich auch auf den Krankenstand aus und begründet zum Teil den Unterrichtsausfall. Lediglich acht Prozent der Pädagogen sind unter 40 Jahren. Etwa 1400 Lehrer befinden sich derzeit in der Ruhephase der Altersteilzeit.</p>
<p>Lehrerverband und Bildungsgewerkschaft GEW haben schon seit Monaten Alarm geschlagen. Jetzt hat auch SPD-Bildungsminister Christoph Matschie offiziell eine Kurskorrektur vorgenommen. Er will die Lehrerschaft in Thüringen deutlich verjüngen, bittet aber gleichzeitig um Verständnis, dass eine solche Maßnahme ihre Zeit brauche. Matschie hat aus seiner Sicht jetzt die Aufräumarbeiten einer fehlgeleiteten Personalpolitik der vergangenen 20 Jahre CDU-Politik zu leisten. Und das geht eben nicht von heute auf morgen.</p>
<p>Die Zahl der Neueinstellungen soll weiter steigen, sagt er jetzt. 380 neue Stellen gibt es in diesem Jahr, dazu kommen noch 220 Stellen aus der Aufstockung von Floating-Stellen. Mindestens die gleiche Zahl, natürlich am liebsten noch mehr, will Matschie im kommenden Jahr dem Finanzminister abringen. Auch das wird noch einmal durch 430 zusätzliche Stellen aus dem Bereich der Floating-Stellen aufgestockt. &#8220;Damit liegen wir deutlich über den vom Lehrerverband geforderten 500 Stellen&#8221;, sagt Gerd Schwinger vom Bildungsministerium.</p>
<p>Wohin die Reise gehen könnte, hat SPD-Bildungsexperte Peter Metz vor kurzem bei einer Veranstaltung des Lehrerverbandes in Apolda deutlich gemacht. Er sprach von SPD-Überlegungen, die Zahl der Lehrerstellen 2013 um 500 und 2014 um 600 Stellen zu erhöhen. Das allerdings muss erst einmal beim Finanzminister durchgesetzt werden.</p>
<p>Auch an einer anderen Stellschraube will Matschie drehen. Junge Lehrer werden von benachbarten Bundesländern immer wieder mit der Verbeamtung geködert. Hier kündigte Matschie eine Entscheidung bis zum Sommer an, ob auch Thüringen diesen Schritt gehen will oder nicht.</p>
<p>Pädagogen pochen auf 500 Stellen</p>
<p>Darüber hinaus soll auch ermittelt werden, in welchen Fächerkombinationen Bedarf bestehe. Dort, wo an den Schulen konkret der Schuh drücke, solle der fachspezifische Lehrerbedarf abgedeckt werden, hieß es im Bildungsministerium. Dies werde dann Bestandteil der Zielvereinbarungen mit den Hochschulen. Um den Unterrichtsausfall weiter zu begrenzen, will das Ministerium zudem das Modell &#8220;Geld statt Stelle&#8221; ausweiten. Schulen könnten so ihren Bedarf an Lehrern zu einem Teil selbst abdecken. Ein solches Vorhaben stößt allerdings beim Thüringer Lehrerverband auf große Skepsis. Der Vorsitzende Rolf Busch spricht von einer &#8220;Notmaßnahme&#8221; und einem &#8220;allerletzten Mittel&#8221;, zu dem die Politik greifen dürfe.</p>
<p>Die Ankündigungen Matschies, mehr junge Lehrer einstellen zu wollen, findet zunächst einmal die Zustimmung von Busch. Allerdings verlangt er, dass der Minister auch konkrete Zahlen für den Einstellungskorridor nennen müsse. Busch verweist auf die Erfahrungen der vergangenen Jahre, als es in Sachen Personalpolitik im Hause von Christoph Matschie immer eine sprunghafte Politik gegeben habe. 500 Stellen mehr pro Jahr seien in der Koalitionsvereinbarung zwischen CDU und SPD festgeschrieben worden, darauf poche der Lehrerverband auch. Dann sei das Ganze auf 300 Stellen heruntergefahren, schließlich wieder auf 380 hochgefahren worden. &#8220;Der Minister ist als Tiger gesprungen, als Bettvorleger gelandet, mittlerweile rappelt er sich wieder auf und will eine Wildkatze werden&#8221;, fasst Busch das Hin und Her zusammen.</p>
<p>GEW-Chef Torsten Wolf weist darauf hin, dass in den nächsten 18 Monaten etwa 700 Referendare in Thüringen ihre Ausbildung beenden. &#8220;Wir können es uns nicht mehr erlauben, auch nur einen Referendar ziehen zu lassen&#8221;, sagt er. Und er vergleicht die Thüringer Zahlen mit denen im benachbarten Niedersachsen. Dort will man 2500 neue Lehrer einstellen. &#8220;Für Nordthüringen ist Niedersachsen ganz nah&#8221;, sagt Wolf.</p>
<p>Hartmut Kaczmarek und die Agenturen  /  10.05.12  /  TLZ</p>
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<h4>Chefgespräche in Erfurt: Komfortable Schüler-Lehrer-Relation nur auf dem Papier</h4>
<p>Nächste Woche beginnen in Erfurt die sogenannten Chefgespräche. Dabei rücken die Minister nacheinander bei Finanzressortchef Wolfgang Voß (CDU) an, um mit ihm über ihre Ausgaben-Spielräume im nächsten Jahr zu feilschen. Ein Ringen zwischen Wunsch und Wirklichkeit.</p>
<p>Erfurt. Den Anfang bei den Chefgesprächen macht Kultusminister Christoph Matschie (SPD). Neben vielen anderen Problemen muss der Jenaer seinem Kabinettskollegen Voß irgendwie beibiegen, dass er 380 zusätzliche Stellen für junge Lehrer und Erzieher braucht. Obwohl es rechnerisch einen Lehrerüberhang an den rund 900 staatlichen Schulen gibt. Matschie spricht von einer &#8220;etwas verrückten Situation&#8221;.</p>
<p>Die aber habe nicht er zu verantworten. Um fast die Hälfte sei die Zahl der Schüler in den letzten 20 Jahren, als Schulpolitik in CDU-Hand war, zurückgegangen. Reagiert wurde darauf mit diversen Teilzeitmodellen, um Entlassungen zu vermeiden. Das seien zwar &#8220;nachvollziehbare Kompromisse&#8221; gewesen, sagt der heutige Kultusminister. Aber die entfalteten nun Langzeitwirkung.</p>
<p>Eine davon ist die Ruhephase von aktuell rund 1400 Altersteilzeit-Kollegen. Sie sitzen noch auf Stellen, ohne in der Schule zu sein. Ihre Zahl wird bis 2015 sogar noch steigen. Desweiteren haben die Lehrer im Floating-Modell demnächst wieder Anspruch auf 90 Prozent der Vollbeschäftigung, was 220 Stellen bedeutet, die nicht für Neueinstellungen zur Verfügung stehen. Die brauchte der Minister aber dringend, denn es gibt ausgesprochene Mangelfächer im Schuldienst. Vereinzelt Naturwissenschaften, aber massiv Latein, Französisch, Musik. Auch Religionslehrer seien nicht genügend da. Beim Landeselterntag gab es geharnischte Schelte wegen des Unterrichtsausfalls.</p>
<p>Der ist auch einem vergleichsweise hohen Krankenstand geschuldet. &#8220;Das Durchschnittsalter der Lehrerschaft liegt heute bei 51 Jahren, nur noch acht Prozent sind jünger als 40&#8243;, sagt Matschie wie zur Entschuldigung. Große Gruppen gingen erst ab 2017 in den Ruhestand. Dann aber richtig. Bis zu 1000 Pädagogen pro Jahr würden sich von diesem Zeitpunkt an in die Rente verabschieden. Weil die nicht so schnell zu ersetzen sind, müsse der künftige Bestand eben schon im Vorgriff aufgebaut werden. Wenigstens teilweise.</p>
<p>Insofern bröckelt auch die Aussagekraft von Bildungs-Rankings, etwa der Initiative Neue soziale Marktwirtschaft, die Thüringen gern weit vorn sieht. Wichtiges Kriterium ist die Schüler-Lehrer-Relation, die für den Freistaat einen Durchschnitt von 11,4:1 ergibt. Auf dem Papier. Würden nur die wirklich zur Verfügung stehenden Lehrer eingerechnet, &#8220;lägen wir vermutlich im Bundesdurchschnitt von 14,3:1&#8243;, räumt der Kultusminister nun ein. Schule funktioniere zwar nie problemfrei und reibungslos. Aber man stehe jetzt personell vor einer Herausforderung, die es &#8220;so noch nicht gegeben hat&#8221;.</p>
<p>Vielleicht überzeugt das den Finanzminister. Als Matschie mit ostdeutschen Amtskollegen in Brüssel war, um nach EU-Fördergeldern zur Lösung des Lehrerproblems zu fragen, hörte er nur &#8220;massive Vorbehalte&#8221;.</p>
<p>Volkhard Paczulla  /  10.05.12  /  OTZ</p>
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