Landeselternsprecherin legt Ihr Amt nieder
Alexander Grimm | 15. Februar 2010 | 13:36 Uhr
Sehr geehrte Damen und Herren
Frau Carmen Frey, Landeselternsprecherin der Gesamtschulen in Thüringen hat mit sofortiger Wirkung ihr Amt innerhalb der Landeselternvertretung niedergelegt.
Sie begründete Ihren Entschluss folgendermaßen:
Hiermit erkläre ich meinen Rücktritt als Landeselternsprecherin für Gesamtschulen. Die Zusammenarbeit in der Landeselternvertretung ist in der Debatte über die geplante Einführung der Gemeinschaftsschule an eine Grenze gestoßen, die ich persönlich nicht weiter vertreten kann.
Leider mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass Carmen Frey sich nicht mehr in der Lage sieht, die Interessen der Thüringer Eltern in der Landeselternvertretung wahrzunehmen.
Sie erklärte hierzu gegenüber dem TMBWK schriftlich Ihren Rücktritt und begründet ihn damit, dass die Zusammenarbeit in der Landeselternvertretung in der Debatte über die geplante Einführung der Gemeinschaftsschule an eine Grenze gestoßen sei, die sie persönlich nicht weiter vertreten könne.
Der Landeselternvertretung gegenüber begründete sie ihren Schritt damit, dass es ihr aufgrund ihrer beruflichen Nähe zum Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur nicht möglich sei, auch bei ggf. konfliktträchtigen Themen entscheiden und auftreten zu können. Dieses Problem hatte sich für sie mit der Pressemitteilung der LEV vom 04.02.2010 so zugespitzt, dass sie nun die Konsequenzen gezogen hat.
Wir bedauern den Konflikt von Carmen, haben jedoch zu respektieren, dass gerade in der heutigen Zeit berufliches Fortkommen existenzielle Bedeutung hat. Für uns offenbaren sich hier die objektiven Grenzen der Demokratie in äußerst bedauerlichem Umfang.
Wir wünschen Carmen Frey, die gleichwohl weiterhin als Kreiselternsprecherin für Erfurt und Schulelternsprecherin der IGS Erfurt aktiv bleiben will, dass sie in diesen Funktionen nicht in solche, von ihr als unauflösbare empfundene, Interessenkollisionen gerät.
Für die Thüringer Gesamtschulen nimmt nunmehr der bisherige Stellvertreter Andreas Pusch die Funktion des Landeselternsprechers der Gesamtschulen wahr.
Zitate sind ein wesentlicher Bestandteil meiner Artikel, hierzu habe ich zwei gefunden…
„Nichts verschafft mehr Ruhe als ein gefasster Entschluss.“
Charles Maurice de Talleyrand-Périgog
oder von einem (mir) unbekannten Verfasser…
„Schneller Entschluß – Bringt oft Verdruß.“
Nun werden wir natürlich unverdrossen weiterhin unsere Ziele verfolgen, erfreuen uns daran dass wir nach anfänglicher holpriger Diskussion wieder in einem politisch und privat unabhängigen Austausch mit dem TMBWK stehen und auch stark in die Entwicklung der Thüringer Gemeinschaftsschule eingebunden sind. Das erste Gespräch zu diesem wichtigen Thema fand noch vor der Veröffentlichung des Konzeptes statt, auch heute wird es weitere Treffen von Elternvertretern mit dem TMBWK zu diesem Thema geben.
Dieser rege wiedererwachte Dialog ist auch ein Ergebnis auf unsere Position – Wir Eltern wollen, wir Eltern müssen mitgestalten – wenn Äußerungen wie
“Eltern sind die wichtigsten Partner der Schule” nicht zu Worthülsen verkümmern sollen.
„Zusammenkunft ist ein Anfang.
Zusammenhalt ist ein Fortschritt.
Zusammenarbeit ist der Erfolg.“
Henry Ford
Wir bleiben dran, versprochen.
Ihr/Euer
Alex Grimm








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