Landeselternvertretung Thüringen

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Pressespiegel vom 3. Februar 2012

Ralf Schuhmann | 3. Februar 2012 | 12:37 Uhr
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Worte zum Tag

Liebe Eltern,
heute beginnen die einwöchigen Winterferien bei uns in Thüringen. Grund zur Freude für die Schülerinnen und Schüler des Freistaates für eine Woche Auszeit zu Hause, im Schnee, in der Schwimmhalle oder bei Freunden. Zensuren sind ein Thema, nicht immer schauen Eltern wohlgemut auf die “Giftzettel”. Gute Noten bedürfen ebenso des lobenden Kommentars wie nicht so gute. Auch eine hart erkämpfte vier in einem Hauptfach verdient ein Lob! Ein jedes unserer Kinder macht seinen eigenen Weg und dabei braucht es unsere Unterstützung, auch oder gerade wenn das “kritische” Alter der Pubertät erreicht oder gar überschritten ist.
Ich wünsche Ihnen und uns allen eine Woche Atempause, bevor es in die zweite Halbzeit geht!

Herzlichst,
Ihr Ralf Schuhmann

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Pressespiegel vom 25. Januar 2012

Ralf Schuhmann | 25. Januar 2012 | 21:15 Uhr
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Japanisch und Co.: Schnupperunterricht an der Salzmannschule

QuelleTA

Schulleiter Dirk Schmidt ist sich ganz sicher: Wer am Samstag in der Salzmannschule Schnepfenthal (Landkreis Gotha) am Schnupperunterricht in Japanisch, Arabisch oder Chinesisch teilnimmt, wird am Ende zumindest seinen Namen in der jeweiligen Sprache schreiben können.
Schnepfenthal. Die Fremdsprachen stehen natürlich im Vordergrund, wenn die Schule zum Tag der offenen Tür einlädt: Schließlich ist sie seit der Neuformierung im Jahr 2001 ein Spezialgymnasium für Sprachen, in dem der Unterricht in den Fremdsprachen weit schneller voranschreitet als an anderen Gymnasien. Schon von der 6. Klasse an – in Klasse 5 geht es mit Englisch los – lernen die Schüler eine der drei außereuropäischen Sprachen, in Klasse 8 und 9 folgt Unterricht in zwei weiteren Sprachen, wobei Spanisch, Französisch, Russisch und Italienisch zur Auswahl stehen. Ein Angebot, das in dieser Form seinesgleichen sucht, weshalb die derzeit etwa 400 Schüler nicht nur aus Thüringen, sondern aus dem gesamten Bundesgebiet an die Schule kommen, die im Vorjahr ihr zehnjähriges Bestehen feierte. Gleichberechtigt neben den Fremdsprachen stellen sich beim Tag der Tür aber auch die übrigen Fachbereiche vor: Schließlich steuern die Salzmannschüler nicht auf eine Art “Schmalspur-Abi” zu, sondern auf eine reguläre Reifeprüfung, bei der trotz des höheren Pensums in den Sprachen alle anderen Fächer nicht zu kurz kommen dürfen.

Begabung im Test nachweisen
Wer Schüler der Salzmannschule werden will, muss aber nicht nur sein Interesse bekunden, sondern seine Sprachbegabung auch in einem etwa sechsstündigen Test nachweisen. Pro Jahr, so Schulleiter Schmidt, gibt es dafür etwa 90 Anmeldungen, “um die 50 Kinder werden dann jeweils aufgenommen”. Im vergangenen Jahr waren es beispielsweise 48 Mädchen und Jungen, so dass zwei Klassen gebildet wurden. Bei 55 und mehr Kindern seien aber auch drei Klassen möglich.

Auch wenn gerade der Anfang und die Umstellung auf den klar strukturierten Ganztagsschulbetrieb nicht leicht sind: Nur wenige Kinder wünschen sich an ihren Heimatort zurück. Bei den Kleinsten, den Fünft-klässlern, sind es nur ein bis zwei Kinder jährlich, die – zumeist weil sie Heimweh plagt – aufstecken, sagt Dirk Schmidt. “Einige dieser Kinder sind noch sehr jung, erst acht oder neun Jahre alt, wenn sie zum Beispiel in der Grundschule eine Klasse übersprungen haben oder schon mit fünf eingeschult wurden. Da ist der Trennungsschmerz mitunter zu groß.” Immerhin wohnen etwa 300 der 400 Schüler im Internat und können – wenn es die Entfernung überhaupt zulässt – allenfalls an den Wochenenden zu den Eltern fahren. Insgesamt verlassen zwischen dem 5. und dem 10. Schuljahr pro Jahr nur etwa fünf bis sechs Schüler das Gymnasium, weiß der Schulleiter. Alle anderen freunden sich mit dem Schulalltag, ihren Klassenkameraden und den hohen Anforderungen, die gestellt werden, an.

Besonders stolz ist Dirk Schmidt auf seine bislang drei Abiturjahrgänge, die belegen: Salzmannschüler sind sehr leistungsmotiviert. Allein von den 47 Abiturienten des vergangenen Jahres erreichten acht eine 1,0 – die Gesamtnote des Jahrgangs lag bei 1,7. Darüber hinaus sind es echte Persönlichkeiten, die Dirk Schmidt und seine Kollegen ins Leben entlassen. Die wenigsten davon entscheiden sich allerdings für ein Sprachenstudium, die meisten wählen derzeit gängige Richtungen wie Wirtschafts- oder Kommunikationswissenschaften, “aber ein wichtiges Handwerkszeug im Berufsleben sind Sprachkenntnisse – und spätestens dann kommt ihnen die Ausbildung an unserer Schule zugute”, sagt der Schulleiter.

Samstag, 28. Januar, 12 bis 17 Uhr, Tag der offenen Tür mit Schnupperunterricht und Präsentation von Projekten

Katholisches Gymnasium in Heiligenstadt präsentierte sich

Quelle TA

Zahlreiche Besucher nutzten am Samstag die Gelegenheit zur Besichtigung des katholischen Gymnasiums St. Elisabeth. Wer kam, wurde nicht enttäuscht, hatten doch Schüler und Lehrer in Alt- und Neubau der Schule für jeden Geschmack etwas vorbereitet. Das bunte Programm, bestehend aus Vorträgen, Führungen, einer Modenschau sowie offenen Theater-, Chor- und Orchesterproben, sorgte für Kurzweil bei Beteiligten und Zuschauern.
Heiligenstadt. Besonderer Höhepunkt war eine Kunstausstellung im Neubau, die plastische und gemalte Werke der Bergschüler zeigte. In den mit viel Liebe zum Detail gestalteten Fachräumen konnte gefragt, gespielt oder experimentiert werden. Internationale Küche wurde geboten. In der Turnhalle kamen junge Athleten unter Aufsicht der Sportlehrer und den Blicken ihrer Eltern auf ihre Kosten.

Eines der neugierigen Grundschulkinder war Pauline Böning aus Günterode: “Meine Schwester geht hier in die neunte Klasse. Und Herr Kaes ist unser Nachbar.” Der Schulleiter zeigte sich zufrieden mit der Resonanz: “Es ist schön, so viele interessierte Gesichter zu sehen. Die Vorbereitungen haben sich wirklich gelohnt.”

Am Dienstag wird Pauline wieder in der Bergschule zu Gast sein. Dann können interessierte Grundschüler den Unterricht in der fünften Klasse live erleben.

Bildungsausschuss des Kreises tagt in Bad Berka

Quelle TA

Der Ort, an dem sich der Bildungsausschuss des Weimarer Landes zur nächsten Sitzung trifft, ist mit Bedacht gewählt: In der Hexenberg-Grundschule Bad Berka sollen die Ausschussmitglieder am Dienstag die Ergebnisse der Standortanalyse zur Kenntnis nehmen und mit eigenen Augen nachvollziehen können.
Weimarer Land. Die Untersuchung über die räumlich beengten Bedingungen, die Schüler und Lehrer der größten Grundschule des Kreises seit Jahren beklagen, war vom Kreistag in Auftrag gegeben worden. “Wir werden prüfen, wie wir mit den Untersuchungsergebnissen in der Fortschreibung des Schulnetzplans umgehen”, sagt Ausschusschef Hans-Jürgen Häfner (SPD).

Im Moment diskutiert der Bildungsausschuss den zweiten Entwurf dieses Papiers, das dann für die Schuljahre 2012/13 bis 2017/18 gelten soll.

In Niederzimmern sei es laut Häfner das Ziel, den Standort für Grund- und Regelschule zu erhalten, sie aber unterm Dach eines Gebäudes zu versammeln, um Betriebskosten zu sparen. Weil das Gebäude der Grundschule nicht groß genug sei, um sämtliche Schüler von Klasse 1 bis 10 aufzunehmen, laufe es darauf hinaus, das Haus der Regelschule zu erhalten und so einzurichten, dass es die Grundschule aufnehmen kann.

In erster Lesung habe der Schulnetzplan Detailfragen zu dieser Zentralisierung unzureichend beantwortet. Vom aktuellen Entwurf glaubt Häfner aber, dass er die Zustimmung der Schulgemeinschaft finden könne. “An uns ist es jetzt, eine Zeitschiene vorzugeben.”

Vor Veränderungen steht auch die Schullandschaft Blankenhain. Der Grundschulteil des Förderzentrums soll von der Nonnengasse in das frühere Gymnasium umziehen. Mit der Blankenhainer Grundschule, die sich dort bereits eingerichtet hat, bildet das Förderzentrum dann eine Art Campus von durchaus neuartiger Prägung: Die Kooperation soll Förderschülern ermöglichen, je nach Bedarf und Begabung auch Unterrichtsangebote der Grundschule wahrzunehmen. Ein Pilotprojekt, das den Schulstandort aufwerten würde.

Vernichtung von Werten und Steuern

Quelle OTZ

Von einer Tragikkomödie, die da heißt Ziegenrücker Schule. Anderswo im Kreis jetzt hohe Investitionen notwendig.
Schleiz/Ziegenrück. Auch dieses Thema kam in den Tagen und Wochen vor der Landratswahl wieder ins Gespräch: Während in sehr vielen Schulen des Kreises in allernächster Zukunft hohe Investitionen notwendig werden, steht mit der ehemaligen Ziegenrücker Schule ein Objekt leer, das all das bietet, was anderswo schmerzlich vermisst wird .

Der Ziegenrücker Claus Irmscher machte in der vergangenen Woche in der Schleizer Wisentahalle auf das Problem aufmerksam, das ihm bei den vielfältigen Wortmeldungen zu schlechten Bedingungen in den Schulen immer wieder aufgestoßen sei. Der freiberufliche Autor sprach von “Steuergeldverschwendung”, “Vernichtung von Volksvermögen” und “Wertevernichtung”.

Er hat damit auch seinem Bürgermeister, Horst Maschke (parteilos), aus dem Herzen gesprochen. “Ich frage mich, wo es eine Schule mit solchen Bedingungen gibt”, sagt dieser OTZ gegenüber. Auf der Saale-Halbinsel stehe ein Schulgebäude mit einem großzügigen Speisesaal und eigener Küche sowie einer modernen Sporthalle; die Schule habe Garderoben auf den Fluren, genügend Klassenräume sowieso, einen Schulhof fernab von Verkehr, einen Schulgarten, ebenso eine extra Busanfahrt, einen separaten Fußweg und einen Parkplatz für die Eltern. Für die Pausen hätten die Schüler Bänke, Leseecke, Tischtennisplatte und Volleyballplatz im Grünen. Sogar eine Skaterbahn sei da.

All das habe auch einmal allerhand Geld gekostet und sei nach 36 bzw. nur 15 Jahren (Turnhalle) aufgegeben worden. “Natürlich haben wir auch den Gedanken an eine Wiederaufnahme des Schulbetriebes noch nicht ganz aufgegeben”, so der Ziegenrücker Bürgermeister. “Zumindest wollen wir aber dem neuen Landrat und dem ganzen Kreistag ans Herz legen, künftig sehr viel genauer nachzudenken und längerfristig in die Zukunft zu blicken, bevor entschieden wird, wofür wieder Steuergeld ausgegeben wird.”

Beim Wahlforum gab der CDU-Kandidat, Schulamtsleiter Thomas Fügmann , eine gewisse Fehleinschätzung zu. “Wir dachten, dass die meisten Schüler sich nach Ranis orientieren würden.” Da würde man in Schleiz jetzt drei Klassen weniger haben zog er die Verbindung zu der mittlerweile in der Goethe-Schule entstandenen Misere. Auch die FDP, wie Volker Ortwig einräumte, habe der Schließung unter einer falschen Voraussetzung zugestimmt, nämlich der, dass eine Weiternutzung gesichert wäre. Dagegen gewesen sei die UBV, erklärte Andreas Scheffczyk der aber vergaß, dass seine Fraktion bei der ersten Abstimmung nicht teilgenommen und damit selbst ein klareres Ergebnis als die damalige eine Stimme Mehrheit f ü r die Schule verhindert hat. Mit sechs oder sieben Stimmen Mehrheit wäre es dem Landrat sicherlich schwerer gefallen, bei der nächsten Sitzung einen weiteren Abstimmungsversuch zu starten, bei dem es dann eine Stimme mehr g e g e n die Schule gab.

Dagegen war auch die Linksfraktion, die, wie Thomas Hofmann beim OTZ-Forum erläuterte, auch einen möglichen Kompromiss mitlieferte die Ziegenrücker vorerst als Schulteil an die Raniser Schule anzugliedern. Das fand bei den anderen Fraktionen allerdings kein Gehör.

Die Stadt Ziegenrück steckte nach der Negativ-Entscheidung viel Kraft in die Aufgabe, Nachnutzer zu finden. Drei Optionen haben sich aber mittlerweile zerschlagen. Nachdem man erfahren habe, wie viele Mängel es auch in der Raniser Schule gibt, wieviel Geld ein Schulzentrum in Bad Lobenstein braucht und was auch noch in der Schleizer Regelschule zu bauen und zu finanzieren ist, fragt sich Horst Maschke und der Stadtrat aber zunehmend wieder öfter, warum man der Ziegenrücker Einrichtung nie eine Chance gab.

Zumindest den Schülern auf den Dörfern wäre es sicherlich egal, so der Bürgermeister gegenüber OTZ, ob ihr Schulbus nun nach Schleiz, Bad Lobenstein, Ranis oder eben nach Ziegenrück fährt. Egal wäre es aber nicht für den Kreishaushalt, aus dem jetzt viel Geld für die Investitionen an anderen Schulen fließen muss. Das Ganze sei irgendwie tragikkomisch.

Englischstunde mit Schweden in der Berufsschule Schleiz

Quelle OTZ

Ausländische Schulleitung zum Erfahrungsaustausch mit Schülern und Lehrern in der Berufsschule Schleiz. Angehende Industrieelektriker interessieren sich für Ausbildungsdauer, praktische Berufsbereiche und Ferien in Skandinavien.
Schleiz. Gestern, 8 Uhr, im Staatlichen Berufsbildungszentrum Saale-Orla, Schulteil Schleiz am Löhmaer Weg: Knisternde Aufmerksamkeit im Englischunterricht. Schülerinnen und Schüler, die eine Ausbildung als Industrieelektriker absolvieren, lauschten gespannt, was Göran Svaren, Direktor eines Gymnasiums der Elektrikerbranche aus Nyköping, Schweden, und seine Kollegin Sara Sjöberg berichteten. Natürlich wurde nur Englisch gesprochen. Doch den konzentrierten Gesichtern der Schüler sah man an, dass sie die schwedischen Gäste gut verstanden.

Auf Englisch Fragen zu stellen oder zu antworten, trauten sich nicht alle, aber doch einige der jungen Leute. Und so entspann sich eine lebhafte Diskussion unter Fachleuten. Wenn eine Seite Schwierigkeiten mit dem Verstehen oder Sprechen hatte, griff Bärbel Mauersberger, Englischlehrerin im Schleizer Berufsbildungszentrum, ein. Alles Mögliche wollten die Auszubildenden im ersten Lehrjahr wissen. Offensichtlich interessierte sie sehr, wie das in Schweden in einer ähnlichen Einrichtung läuft. Sie fragten nach Ausbildungsdauer, Ausbildungsmodus und den Bedingungen in praktischen Berufsbereichen. Natürlich interessierte sie die Dauer der Ferien, aber auch vieles andere. Es fiel kaum auf, dass in dem Klassenraum Schweden und Deutsche ein Thema in Rede und Gegenrede erörterten. Ohne Zweifel konnte Bärbel Mauersberger stolz auf ihre Schüler sein. Tom Knödler aus Zeulenroda und Thomas Bartel aus Feldberg diskutierten so eifrig in der Fremdsprache, als hätten sie schon Berufserfahrungen in einem englischsprachigen Raum gesammelt.

Entstanden war die Verbindung durch die Initiative des Fachbereichsleiters Elektro, Joachim Schulze. “Wir suchten Schulen, die ein ähnliches Ausbildungsprofil haben”, erklärte er. Dabei stieß man auf die Bildungseinrichtung in Schweden. Bärbel Mauersberger und Joachim Schulze nahmen ein paar Tage Urlaub und besuchten diese Schule. Es zeigte sich, dass beide Ausbildungszentren Interesse an einer Zusammenarbeit und einem Schüleraustausch haben. “Jetzt wollen wir ein gemeinsames Projekt im Rahmen der EU beantragen”, erklärte Mauersberger.

Die Auszubildenden freuten sich über die außergewöhnliche Englischstunde. Es schien so, als hätte sie noch ein wenig länger dauern können. “Mir hat das sehr gut gefallen”, sagte Thomas Bartel. “Es war interessant und man konnte mal seine Englischkenntnisse anwenden. Es war toll zu sehen, dass wir die beiden Lehrer verstanden haben und sie uns.”

Göran Svaren und Sara Sjöberg wohnten in einem Hotel in Neustadt. Am Mittwoch war Anreise und gestern ging es zurück nach Schweden. Ihre Schule wurde erst 2007 eröffnet und es sei nützlich, Erfahrungen in anderen Einrichtungen speziell bei der praktischen Ausbildung zu sammeln, berichteten sie. “Die Gegend hier gefällt uns sehr gut”, sagten die Lehrer. Sie wollen auf alle Fälle mit ihren Familien wiederkommen und Urlaub in dieser Region machen.

Interessant fanden die schwedischen Gäste auch die praktischen Ausbildungsmöglichkeiten. Sie besuchten das HBS in Oettersdorf und “Starkstrom e.G.” in Bad Lobenstein. Mit hilfreichen Erfahrungen und gemeinsamen neuen Ideen ging die Reise zurück.

Mühlhauser Pestalozzi-Förderschule versorgt bedürftige Kinder mit Frühstück

Quelle TA

In der Pestalozzi-Förderschule in Mühlhausen versorgt die Diakonie jeden Morgen bedürftige Kinder mit Frühstück. Finanziert wird das Projekt ohne staatliche Zuschüsse, weshalb Spenden dringend benötigt werden.
Mühlhausen. Der Nebel lähmt die Stadt mit seiner grauen Kälte. 6 Grad sind es draußen. Es ist 8 Uhr morgens.

In der Pestalozzi-Förderschule im Johannistal sind die Kinder trotz des trüben Wetters aufgekratzt. Bianca Hanf ist mit dem Transporter der Diakonie vorgefahren. Sie verteilt kleine Plastiktüten mit Frühstück. Kinder aus bedürftigen Familien, so berichtet Schulleiterin Eva Hundeshagen, erhalten so ein kostenloses Pausenbrot.

Jennifer und Justin Sidon stehen an diesem trüben Tag auf dem Schulhof und warten auf Frühstück. Die 13 und 11 Jahre alten Geschwister kommen aus einer Familie mit 7 Kindern. 5 von ihnen besuchen die Pestalozzi-Förderschule.

Es ist nichts Besonderes, was da in den Frühstücksbeuteln liegt. Ein Brot mit Käse, eins mit Wurst. Joghurt oder Obst, mitunter Schokoriegel. “Wir merken deutlich, wie sich die Aufmerksamkeit verbessert hat”, sagt die Schulleiterin.

Vor dreieinhalb Jahren habe das Diakonische Werk Eichsfeld-Mühlhausen mit dem Projekt angefangen, führt Geschäftsführer Reiner Engel aus. “Es ist eine Tatsache, dass von der Armut der Eltern vor allem die Kinder betroffen sind. Derzeit stellen wir für sie 130 Frühstücksbeutel zur Verfügung.”

An der Pestalozzi-Förderschule für Lernbehinderte hat Eva Hundeshagen schon bei der Schulanmeldung Kinder aus Hartz-IV-Familien angesprochen. Allein hier erhalten 37 von rund 220 Schülern ein derartiges Pausenbrot.

Nun sei es nicht so, dass die Eltern sich das Frühstück nicht leisten könnten. Man habe mehrmals mit den Eltern gesprochen. Vielmehr fehle es an der Ordnung im Tagesablauf. “Wenn die Kinder morgens in die Schule gehen, liegen die Eltern womöglich noch im Bett”, sagt die Schulleiterin und hält das Phänomen für gesellschaftliche Verwahrlosung.

“Wir haben mitunter auch Schüler, für die das Pausenbrot der Kindertafel das erste Essen am Tage ist.” Für andere ist es eine Unterstützung, um mit dem geringen Haushaltsbudget auszukommen.

Beim Einkauf gibt es nicht mal einen Rabatt
Während die sogenannten Tafeln, die es in vielen Städten gibt, das unverbrauchte Essen von Restaurants oder Läden abholen, um es Bedürftigen zu geben, geht man hier einen anderen Weg. Die Kindertafel kauft regelmäßig frische Lebensmittel. Am Donnerstag fahre sie die Supermärkte für den Großeinkauf ab, sagt Bianca Hanf: “Rabatte kriegen wir nicht.”

“30 Cent kostet ein Pausenbrot”, erklärt Reiner Engel. Insgesamt werden durchschnittlich 130 Portionen an 3 Schulen vergeben. Kein Pausenbrot bleibt übrig. Die Diakonie bestreitet das Projekt aus den eigenen Kosten. “Auf Grund unserer bisherigen Erfahrungen gehen wir von einem Jahresbedarf für den Einkauf von Lebensmitteln von rund 8000 Euro aus. Hinzu kommen Personal- und Sachaufwendungen von etwa 3000 Euro.” Staatliche Zuschüsse gibt es nicht.

In der Wärmestube der Diakonie in der Karl-Marx-Straße kann man anschauen, wer die Pausenbrote schmiert. Roswitha Pohl steht jeden Morgen um 4 Uhr auf. “Kurz vor 6 schließe ich das Haus auf, dann wird das Frühstück für die Kindertafel gemacht”, sagte die 57-Jährige. Unterstützt wird sie von weiteren sechs ehrenamtlichen Helfern. Aber sie können nicht jeden Morgen dabei sein.

Eine soziale Ausgrenzung der Schüler schließt Eva Hundeshagen aus. Im Unterricht sei darüber gesprochen worden. “Im Frühjahr haben wir sogar die Pausen geändert, damit die Schüler ungestört das Frühstück einnehmen können”, sagt die Schulleiterin. Dennoch sei es schon vorgekommen, dass Kindern das Pausenbrot gestohlen wurde.

Informationen zur Aktion “Thüringen hilft”
Alle Spenden werden auf einem Konto gesammelt.
Konto: 10 8000 530
BLZ: 520 60410 (EKK Eisenach)
Kennwort: Thüringen hilft

Über die Verwendung der gesammelten Spenden entscheidet dann ein Beirat.

Dem Beirat gehören Vertreter der Thüringer Allgemeine, der Ostthüringer Zeitung und der Diakonie Mitteldeutschland an.

Profitieren sollen von den Spenden in Thüringen Menschen in Not.

Unabhängig von Religion soll dabei geholfen werden – auch wenn die Diakonie Partner der Aktion ist.

Jeder Spender hat das Recht auf eine Spendenquittung.

Wer bei der Überweisung im Verwendungszweck seine Anschrift mitteilt, erhält seinen Beleg für das Finanzamt automatisch zugeschickt.

Der ganz normale Wahnsinn der Pubertät

Quelle Focus Schule

Dienstag, 24.01.2012, 06:17 · von FOCUS-Online-Autorin Melania Botica
Pubertierende stehen an der Schwelle zur Erwachsenenwelt. Sie lösen sich von den Eltern und das mitunter lautstark.
In der Pubertät wird Kassensturz gemacht. Wer glaubt, renitente Teenager mit strengen Regeln bändigen zu können, treibt sich selbst nur in den Wahnsinn. Die Erziehung ist dann vorbei.
Gestern saß noch das süße Kind am Frühstückstisch und heute ist es ein pickeliges, unbeherrschtes Wesen, das seine Eltern mit unkontrollierten Wutausbrüchen terrorisiert, mit Türen knallt und sich obendrein noch die Haare pink färbt. Dieses beängstigende Bild haben viele Eltern, wenn sie an Pubertät denken. Die gute Nachricht: es wird nicht so schlimm, wie viele erwarten.

Erwachsene hören nicht gern, dass nicht die Teenager das Problem sind, sondern deren Eltern, denen es schwerfällt, mit dem rotzfrechen, leicht reizbaren und streitlustigen Nachwuchs umzugehen. Ein Wort zum Trost: Die rotzige Art leben Teenager meist nur zu Hause aus. Fragen Eltern Freunde und Bekannte, erfahren sie meist, dass die Heranwachsenden sich außerhalb der eigenen vier Wände zuckersüß und höflich zeigen.

Wie rau die See wird und wie hoch die Wogen während der Pubertät schlagen, hängt von der vorangegangenen Erziehung ab. Wer jetzt noch in letzter Minute versucht, die Versäumnisse aus der Vergangenheit nachzuholen, wird scheitern. Denn während der Pubertät wird Kassensturz gemacht: „Eltern kriegen genau die Teenager, die sie verdienen“, sagt Ralph Dawirs, Professor für Neurobiologie und Leiter der Forschung der Kinder- und Jugendabteilung für Psychische Gesundheit.

Augen zu und durch
Mit dem Eintritt der Geschlechtsreife wird das Gehirn der Jugendlichen auf Loslösung und Machtübernahme gepolt. Die Heranwachsenden verabschieden sich nicht nur von ihrer Kindheit, sie müssen sich mit den körperlichen Veränderungen auseinandersetzen und sich ihren Platz in der Welt suchen. Es liegt in der Natur der Sache, dass dies nicht ohne Blessuren für beide Seiten abläuft. Und dass der Familienfrieden empfindlich gestört wird, gehört ebenfalls dazu. „Eltern müssen hinnehmen, dass sie auch mal vom Nachwuchs angebrüllt werden, wenn ihm was nicht passt“, sagt Dawirs. Durch diese – meist lautstarken – Auseinandersetzungen trainieren Jugendliche ihre Konfliktfähigkeit, lernen für ihre Meinung einzustehen und auch Kompromisse zu schließen.

Leider hat es Mutter Natur versäumt, gepeinigten Eltern eine Bewältigungsstrategie mitzugeben. Es schaltet sich kein schützender biologischer Mechanismus ein, der das Nervenkostüm in dieser Phase stärkt und gegen die aufkommenden Stürme wappnet. „Das einzige, das Eltern bleibt, ist beiseite zu treten und den Irritationen Raum zu gewähren“, sagt Dawirs.

Pubertät ist ein kulturelles Phänomen
Die Pubertät ist in der Geschichte der Menschheit noch ein recht neues Phänomen, das keine biologischen, sondern kulturelle Ursachen hat. Durch die Einführung von Werkzeugen zur Zeit des Homo habilis, vor etwa zwei Millionen Jahren, wurde die Kinheit verlängert. Aus kulturevolutionärer Sicht war es wichtig, das Wissen vom Gebrauch der Werkzeuge weiterzugeben, damit der Mensch nicht alles immer wieder neu erfinden muss. „Der Schüler wurde geboren“, so Dawirs. Eine physiologische Bremse im Gehirn zögerte die Geschlechtsreife und damit den Eintritt in die Erwachsenenwelt hinaus.

Jungen richtig fördernAchtung, Pubertät

Über die Zeit verschob sich die Pubertät immer weiter nach hinten. Doch in den vergangenen Jahren haben Forscher wieder einen Rückwärtstrend festgestellt. Im Jahr 2010 fanden Forscher des Cedars Sinai Medical Centers in Los Angeles heraus, dass Heranwachsende heute vier Jahre früher in die Reifezeit kommen als noch vor 150 Jahren. Mädchen bekommen heute im Schnitt im Alter von 13 Jahren die Menstruation, statt mit 17 Jahren. Laut einer Untersuchung der Kopenhagener Universitäts-Klinik setzt sich dieser Trend weiter fort. Forscher um Anders Juul, Chef der Abteilung für Wachstum und Reproduktion an der Uni Kopenhagen stellten fest, dass sich seit 1990 der Beginn der Pubertät bei Jungen und Mädchen für jedes Geburtsjahr um zwei Monate nach vorne verschiebt. Doch warum sie immer früher einsetzt, wissen Forscher noch nicht.
…
Eltern und Heranwachsende: Der ganz normale Wahnsinn der Pubertät – weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/schule/familie/erziehung/pubertaet/tid-24826/eltern-und-heranwachsende-der-ganz-normale-wahnsinn-der-pubertaet_aid_704293.html

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Eine Zahnfee namens Zahnrettungsbox

Ralf Schuhmann | 11. November 2010 | 19:15 Uhr
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Wer kennt die Problematik nicht? Ob Schulhof, Schulsport oder auch in der Freizeit, es gibt viele Möglichkeiten, dass sich unsere Kinder die Zähne teilweise aus dem Mund katapultieren. Bisher war der Zahn rettungslos verloren und ein teurer Ersatz die Folge.

Doch Politik und Kassen haben einen Weg gefunden:
Ein ausgeschlagener Zahn kann jetzt wieder implantiert werden. Dazu muss er im richtigen Nährmedium aufbewahrt werden. Hier kommt die Zahnrettungsbox ins Spiel. Bei der Box handelt es sich um einen Behälter mit einem wirksamen Nährmedium, das den ausgeschlagenen Zahn bis zu 48 Stunden schützt, so dass er durch den Zahnarzt eingesetzt werden kann und wieder anwächst. Dies ist gerade bei Kindern und Jugendlichen wichtig, da ein solcher Zahn noch lange erhalten bleiben soll und Ersatz oft nicht oder nur schwer möglich ist.

Die Landeselternvertretung Thüringen begrüßt die Initiative der FDP-Landtagsfraktion in Kooperation mit der IKK Thüringen, der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Thüringen und Unternehmen aus der Thüringer Wirtschaft.

In den nächsten Wochen erhalten die Grundschulen Thüringens diese Zahnrettungsboxen durch die IKK. Für die Regelschulen und Gymnasien werden für die Erstausstattung 500 Zahnrettungsboxen aus der Initiative bereit gestellt. „Damit wird bis zum Jahresende die Notfallausrüstung aller Thüringer Schulen mit dem Hilfsmittel ergänzt sein“, freut sich der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Marian Koppe, der die Initiative gestartet hatte.

Die Landeselternvertretung fordert die derzeit Beteiligten auf, nicht bei dem Erreichten zu verbleiben, sondern Sorge dafür zu tragen, dass alle Thüringer Schularten versorgt werden und die Anwendung der Zahnrettungsbox jedem Schüler und jeder Lehrkraft in Fleisch und Blut übergeht. Darüber hinaus muss eine Nachbelieferung der Schulen gewährleistet werden.

„Ein Zahn, ein hohler, macht mitunter sogar die faulsten Leute munter“, sprach schon Wilhelm Busch.

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