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« Future-Plan 2012 Pressespiegel vom 16. Juli 2012 »

Pressespiegel vom 06. Juli 2012

Mario Thiel | 6. Juli 2012 | 09:50 Uhr
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Thüringer Allgemeine:

Oldisleben: Rap auf dem Schulhof und Erlkönig zum Mitsingen für alle

“Doppel-U” begeisterte mit seinen Dichter-Interpretationen am Montag auf der “mega-Rock”-Schultour in Oldisleben.

Oldisleben. “Ey, Ihr seid ja voll krass drauf!” – Lautsprecher, eine Bühne und eine tolle Idee. Für 180 Mädchen und Jungen in Oldisleben endete der Schultag am Montag trotz Nieselregens nicht trüb: Als eine von zehn hatte ihre Schule die “mega-Rock”-Schultour mit Rapper “Doppel-U” an Land gezogen.

Wer ist dieser “Doppel-U” überhaupt? “Die Schüler haben natürlich vorher gegoogelt”, lächelt Schulleiterin Heike Wilke, die ebenfalls auf dem Schulhof steht. Im Internet werden sie gefunden haben, dass der Endzwanziger mit den tief hängenden Jeans und coolen Sprüchen Christian Weirich heißt, aus Jena stammt, die großen Dichter und Denker rappt und es mit seiner Interpretation von Schillers “Ode an die Freude” sowie 7500 Fans ins Guinness-Buch schaffte.

Dass es “Doppel-U” nicht nur versteht, die Erfurter Messehalle zu rappen, sondern auch viel weniger Publikum sympathisch zu unterhalten, bewies er in Oldisleben: Ob eigene Songs, mit Jonas und André an den Luftgitarren oder der “Erlkönig” zum Mitrappen für alle – das Eis brauchte nicht lange, um zu brechen. Bald waren alle Arme oben und schwenkten mit.

Auch die Schulleiterin freute sich, sie hatte den Rapper an die Schule geholt. “Die Mail kam 8 Uhr, 8.02 Uhr hab’ ich mich beworben”, lächelt Wilke, die Weirich schon in Erfurt erlebte.

Und begeistert waren auch die Schüler. Vielleicht auf ein Wiedersehen bei “mega-Rock”.

Kerstin Fischer / 03.07.12 / TA

 

 

 

Ein Jahr Gemeinschaftsschule in Aschara

Die Brückenschule Aschara ist seit 2011 eine von zwei Gemeinschaftsschulen im Unstrut-Hainich-Kreis. Für die Lehrer bedeutete das neue Konzept eine völlige Umstellung. Salza-Gymnasium ist Partner.

Aschara. Nur zwei Schulen im Unstrut-Hainich-Kreis erhielten vor gut einem Jahr die Genehmigung, von der Regel- zur Gemeinschaftsschule zu werden. Eine ist die Brückenschule Aschara. “Unsere Fünftklässler sind die ersten, die sich gemeinsam auf verschiedene Abschlüsse vorbereiten”, erklärt Schulleiterin Karin Giese.

Je nach Vorlieben und Leistungen können die Kinder für den Haupt- oder Realschulabschluss oder auch das Abitur büffeln. Bis Klasse 8 bleiben sie zusammen, können auch zwischen den Abschlüssen wechseln, ohne dass dies mit Sitzenbleiben oder Klassenwechsel verbunden wäre. Nach Klasse 8 wechseln die Kinder, die die Hochschulreife ablegen wollen, ans Gymnasium.

“Der Kooperationsvertrag mit dem Salza-Gymnasium ist inzwischen unterschrieben”, freute sich Karin Giese. Zwischen den Lehrern beider Schulen gibt es enge Absprachen, damit der Wechsel später reibungslos erfolgt. Vor allem bei den Fremdsprachen gebe es einige Besonderheiten zu beachten, erklärte Giese.

Aber auch in fast allen anderen Fächern gibt es Besonderheiten, die in den Lehrplan der Gemeinschaftsschule Eingang finden müssen. Die Ascharaer Lehrer mussten sich völlig umstellen, um dem Konzept gerecht zu werden.

Zielvereinbarungen für jeden Schüler

Mit jedem Kind werden Zielvereinbarungen getroffen. Im Unterricht sitzen nun Schüler, die drei verschiedene Niveaustufen haben. Das bedeutet, dass sie auch differenzierte Aufgaben lösen müssen.

Klassischer Frontalunterricht wird dem nicht mehr gerecht. Zunehmend wird nun in Kleingruppen gearbeitet. In Lernstunden werden zusätzliche Förderungen angeboten – sowohl für Leistungsschwächere als auch für Höherbegabte.

“Wichtig war, den Unterricht von Anfang an flexibler zu gestalten”, betonte Giese. Sie sieht ihr Kollegium auf einem sehr guten Weg. Auch, was die zweite Fremdsprache betrifft, ist eine gute Lösung gefunden worden. Im ersten Halbjahr wurde für die Fünftklässler ein Basiskurs in Russisch oder Französisch angeboten. Im zweiten Halbjahr konnten die Kinder entscheiden, ob sie die Fremdsprache beibehalten. Zeitgleich stieg auch die Stundenzahl ähnlich, wie im Gymnasium.

Beibehalten wird die Brückenschule ihre praxisnahe Ausrichtung und enge Zusammenarbeit mit Unternehmen. Hier können die Schüler Praktika absolvieren. Unternehmer kommen auch in die Schule und geben Unterricht. Verstärken wird die Brückenschule ihr Angebot in punkto Studienvorbereitung.

Für den ersten Jahrgang der Gesamtschüler ist es bis zum Schulabschluss zwar noch weit. Die Lehrer haben dieses Datum aber sehr wohl im Blick. Denn lernen und sein Weltbild erweitern braucht seine Zeit.

Britt Mandler / 04.07.12 / TA

 

 

 

Bestes Abitur in der Geschichte des Kyffhäuser-Gymnasiums

Die 19-jährige Lisa Arndt erreichte nicht nur einen 1,0-Abschluss, sondern 885 von maximal 900 Punkten.

Bad Frankenhausen. Am Freitag bekommen die Abiturienten des Kyffhäuser-Gymnasiums Bad Frankenhausen ihre Zeugnisse, ist Abi-Ball. In den vergangenen Jahren gab es immer mal einen Schüler, der die Traumnote von 1,0 erreichte.

Das gibt es auch in diesem Schuljahr. Über die Bestnote kann sich Lisa Arndt freuen. Die 19-Jährige wohnt in Bad Frankenhausen. “Wir haben recherchiert und Bewertungssysteme verglichen. Sie ist die allerbeste Schülerin, die das Kyffhäuser-Gymnasium in der 21-jährigen Geschichte je hatte. Von den maximal zu erreichenden 900 Punkten bekam sie 885″, sagte Schulleiterin Silvia Exner im Gespräch mit unserer Zeitung.

“Lisa Arndt besticht durch ihre Leistungen, stellt sich nicht in den Vordergrund, ist still”, ergänzt sie. Und keine Frage, Schulleiterin sowie Schule sind sehr stolz auf Lisa Arndt.

“Auch, weil sie an unserer Schule geblieben ist und nicht an ein Spezial-Gymnasium wechselte”, betont Silvia Exner.

Bei einem 1,0-Durchschnitt erübrigt sich eigentlich die Frage nach den Lieblingsfächern und denen, wo die Begeisterung nicht so groß war. “Mathematik, Physik, Englisch, Chemie, das sind die Fächer, die ich gern gemacht habe. Sport war nicht so toll. Ich bin sportlich, fand aber das Fach an sich nicht so toll”, sagte die 19-Jährige auf Nachfrage unserer Zeitung.

Das Lernen sei ihr immer leicht gefallen. Anfang der 5. Klasse habe sie die Noten 2 und 1 gehabt. “In der 11. Klasse hatte ich aber nicht gedacht, das Abi mit 1,0 zu schaffen, fand eine 1,2 okay. Doch es lief gut, ich visierte die 1,0 an. Das Punktesystem, das für Abiturienten am Anfang kompliziert erscheint, machte das Ergebnis letztlich mit möglich. Aber geschenkt wird einem absolut nichts. Ja, das Lernen fällt mir leicht. Im Unterricht gut aufgepasst, da brauchte ich zu Hause nicht so viel machen. Klar, die Hausaufgaben mussten sein”, schilderte sie. Und mit Blick auf die Abiturprüfungen sprach sie von guten Konsultationen durch die Lehrer. “Ganz ohne innere Aufregung gingen die Prüfungen bei mir nicht ab”, erzählt sie.

Lisa Arndt will Physik studieren. Nein, Medizin liege ihr nicht, auch nicht Jura oder Lehramt. “Vielleicht arbeite ich mal in der Forschung. Mal sehen, was sich im Studium so entwickelt”, meint sie. Die naturwissenschaftlichen Fächer interessieren sie schon immer sehr. Bereits in der Grundschule begeisterte sie die Mathematik. “Ich bin mehr fürs logische Denken als fürs lange Erzählen”, sagt sie und schmunzelt dabei. In ihrer Freizeit trifft sie sich mit Freunden, besucht regelmäßig das Tierheim in Sondershausen, um Hunde auszuführen, und sie tanzt gern in der Gemeinschaft.

Auch wenn sie zum Studium die Region verlässt, so bleibt die Schulzeit in “sehr guter Erinnerung”, betont die 19-Jährige. “Denn ich kann nur Gutes über das Gymnasium und die Lehrer sagen. Deshalb bin ich auch nicht auf ein Spezial-Gymnasium gegangen. Meine Eltern haben mich immer unterstützt, sie ermöglichten es, dass ich ein Jahr nach Australien konnte. Da werde ich für einen Monat wieder hinfliegen, Freunde besuchen und reisen.”

Ingolf Gläser / 05.07.12 / TA

 

 

 

Offene Fragen zum Schulhof an Schule in Gera-Langenberg

In der Astrid-Lindgren-Grundschule in Langenberg gehen die Bauarbeiten endlich planmäßig voran. Ob der Bolzplatz künftig nach der Schule offen ist, hängt auch davon ab, inwieweit so die Grundstückswerte sinken.

Gera-Langenberg. Nach jahrelangem Hinhalten sehen die Grundschüler in Langenberg endlich, dass die Sanierung und Erweiterung ihrer alten Schule vorangeht. Vom Interimsgebäude, einer zuvor leerstehenden Plattenbauschule aus, können sie die Baugrube in unmittelbarer Nachbarschaft erblicken.

Hier wird gerade das Fundament für die neue Turnhalle sowie den Anbau an das historische Schulgebäude in die Erde gebaggert. Parallel werden im bestehenden Objekt die Fenster ausgetauscht, die Dachsanierung und Trockenlegung durchgeführt. Spätestens ab Ende Juli soll der Rohbau für Sporthalle, Foyer, Bibliothek und Mehrzwecksaal hochgezogen werden. “Wir liegen im Bauablaufplan”, sagt Bernd Kriebitzsch, Fachdienstleiter Bildung und Sport. Im Sommer 2013 soll das 4,1 Millionen Euro teure Vorhaben abgeschlossen sein. 250 Schüler haben dann hier Platz, 50 mehr als bislang. Gebaut wird nach längst gefassten Beschlüssen. Und nach dem Führungswechsel an Geras Rathausspitze wohl erst einmal unabhängig von der Zukunft der Grundschule Aga.

Mit den Neubauten wird der große Schulhof künftig geteilt, so kann neben einem Bereich mit Spielgeräten auch ein Bolzplatz angelegt werden. Dabei soll umgesetzt werden, was der Bildungsausschuss angesichts knapper Finanzen schon vor längerem anregte: die Öffnung der Schulhöfe auch außerhalb der Schulzeit. Konkret geht es um den Bolzplatz, der ohnehin eingezäunt werden muss und damit vom übrigen Gelände getrennt nutzbar ist. Der Mehraufwand für Tor und Zugang würde bei 15 000 Euro liegen.

Das Vorbild des “offenen Schulhofes” gibt es im nahen Jena. Gera kann von den Erfahrungen dort lernen. Und die heißen vor allem: “Es muss einen Schließ- und eine Reinigungsdienst geben”, erklärt Bernd Kriebitzsch auf Nachfrage. Denn mit Rücksicht auf Anwohner werde in Jena der Schulhof am Wochenende in den Mittagsstunden und abends abgeschlossen. Zudem muss gesichert werden, dass am Morgen, wenn die Schulglocke tönt, nicht noch unliebsame Hinterlassenschaften auf dem Platz liegen, Zigaretten und Bierflaschen etwa. Die Verwaltung veranschlagt für das Öffnen und die Kontrolle Kosten von noch einmal 15 000 Euro im Jahr.

Andererseits spart die Kommune, wenn sie im Viertel keinen weiteren Freizeitplatz anzubieten braucht. Deswegen fragte Stadtrat Andreas Schubert (Die Linke) im jüngsten Bildungsausschuss nach, ob die Idee des offenen Schulhofes in der Lindgren-Schule denn in der Bauphase berücksichtigt werde. Bernd Kriebitzschs “Ja” klang ein wenig gequält, denn noch ist nicht alles in trockenen Tüchern. Zum einen müsse der Ortsteilrat hinter dem Vorhaben stehen. Zum anderen ist der Zugang noch nicht geregelt. Denn durch die Umgestaltung würde dieser nur über die Ludwig-Haase-Straße möglich sein. Dort befindet sich derzeit die übergangsweise genutzte Plattenbauschule, die nach dem Auszug der Schüler abgerissen werden soll. Das Gelände will die Stadt, wie auch schon andernorts praktiziert, an Häuslebauer veräußern. Wie aber passt das mit dem Bolzplatz und dessen Zugang, der genau übers Gelände führen würde, zusammen? Wie weit senkt das Ballspiel den Verkaufspreis? Zugleich ist es die Möglichkeit, das Konzept “offener Schulhof”, das in Jena sehr gut angenommen werde, erstmal zu testen. Mit allem Für und Wider.

Katrin Wiesner / 05.07.12 / OTZ

 

 

 

Grundschule in Triptis hat viele Stärken

Mit einem Festakt feiert die Schule offiziell ihr 20-jähriges Bestehen

Triptis. Die Grundschule in Triptis kann sicherlich nicht mit dem äußeren Erscheinungsbild ihrer Bauhülle punkten, ihre weiteren Voraussetzungen sind aber überzeugend. Das zeigte gestern der amtierende Leiter der Grundschule “Am Morgenberg” in Triptis, Ralf Köhler, in seiner Ansprache zum Festakt anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Schule auf.

“Die Grundschule hat erträgliche Klassengrößen, ein großes gepflegtes Gelände, eine Regelschule als Nachbar, die Synergieeffekte anbietet, und überdurchschnittlich engagierte Eltern”, nannte Ralf Köhler die Stärken der Bildungseinrichtung. Zudem seien das vielseitige Pädagogenteam, der junge Schulförderverein und die in der Stadt angesiedelte Wirtschaft wertvolle Stützen für die Arbeit der Schule. Sichtbares Zeichen dieses guten Miteinanders waren einerseits die zum Festakt anwesenden Vertreter aus Triptiser Unternehmen, andererseits das leckere Büfett des Schulfördervereins, der insgesamt den Hauptanteil an der noch bis Freitag stattfindenden Festwoche zum Schuljubiläum gestemmt hatte.

“Die Grundschule hat sich in der Stadt große Anerkennung und Wertschätzung erworben”, weiß der Triptiser Bürgermeister Berthold Steffen (Freie Wählergemeinschaft). Hinsichtlich des Zustandes des Schulgebäudes ließ er wissen, dass er sich dafür einsetzen werde, dass aus dem derzeit “hässlichen Entlein ein schönes” wird. Zuständig für das Schulgebäude ist der Landkreis Saale-Orla. “Wir werden vielleicht zum 25-jährigen Schuljubiläum schon den einen oder anderen Fortschritt erkennen können”, hofft der Bürgermeister.

Schon jetzt und ganz konkret unterstützt die Stadt Triptis den Schulförderverein. Für dessen weitere Arbeit übergab Berthold Steffen 200 Euro an die Vereinsvorsitzende Gisela Rudolph.

Sandra Hoffmann / 05.07.12 / OTZ

 

 

 

Große Unterschiede bei Schulabgang ohne Abschluss

Der Prozentsatz der Jugendlichen, die die Schule ohne Abschluss verlassen, ist in Deutschland einer neuen Studie zufolge äußerst unterschiedlich. Demnach machen in Wismar rund 25 Prozent keinen Schulabschluss, in Forchheim sind es nur 2,5 Prozent.

In Deutschland bestehen zwischen den Kommunen dramatische Unterschiede beim Anteil der Schulabgänger ohne einen Hauptschulabschluss. Während in Wismar in Mecklenburg-Vorpommern mehr als jeder vierte Jugendliche die Schule ohne Abschluss verlässt, ist es im bayerischen Forchheim nur jeder 40. Jugendliche, wie aus der vom Deutschen Caritas-Verband vorgestellten Studie “Bildungschancen vor Ort” hervorgeht. Insgesamt verließen demnach bundesweit im Jahr 2009 mehr als sieben Prozent der Jugendlichen die Schule ohne Abschluss.

Entscheidenden Einfluss darauf, wie viele Jugendliche keinen Schulabschluss schaffen, haben der Caritas-Studie zufolge der Anteil der Förderschüler und die Arbeitslosenquote des jeweiligen Kreises. “Die Förderschule kann sich offensichtlich als bildungspolitische Sackgasse erweisen”, erklärte Caritas-Präsident Peter Neher. Hohe Arbeitslosigkeit wirke vermutlich auch im Bildungssystem demotivierend und habe soziale Folgen, die sich auf die Kinder negativ auswirkten.

Einen bereits wesentlich geringeren Einfluss auf die Quote der Schulabgänger ohne Abschluss haben der Studie zufolge der Anteil der Beschäftigten ohne abgeschlossene Berufsausbildung, der Anteil ausländischer Schüler und das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf. Keine nachweisbare Rolle spielt demnach die Pro-Kopf-Verschuldung einer Stadt oder eines Kreises. Damit könne das Argument nicht länger gelten, “dass verschuldete Kreise weniger Möglichkeiten haben, ihren Jugendlichen zu einem Hauptschulabschluss zu verhelfen”, zeigte sich Neher überzeugt.

Erfolgreiche Kommunen zeichnen sich nach Worten des Caritas-Präsidenten dadurch aus, dass sich “alle entscheidenden Akteure vor Ort aktiv für benachteiligte Kinder und Jugendliche” einsetzten. “Wo ein Bürgermeister, ein Schulamtsdirektor, die Leiterin eines Sozialamtes oder freie Träger sich das klare Ziel setzen, für benachteiligte Jugendliche etwas zu tun, dort schaffen mehr Jugendliche einen Abschluss”, erklärte Neher.

John Macdougall / 05.07.12 / AFP

 

 

 

Junge Pädagogen warten in Eisenach auf freie Lehrerstelle

Bis gestern wusste Richard Horlbeck (26) noch nicht, ob und wo er in acht Wochen, mit Beginn des neuen Schuljahres unterrichtet. Thüringen lässt sich Zeit. Der gerade mit dem Referendariat fertig gewordene Gymnasiallehrer für Mathematik und Informatik aus Eisenach möchte gerne in Thüringen bleiben.

Eisenach. Mit seiner Fächerkombination hat er Hoffnung auf einen Vollzeitjob. Er rechnet jedoch mit allem – auch dass er nach Hessen, Baden-Württemberg oder gar ins Ausland geht, um als Lehrer zu arbeiten. In den alten Bundesländern, weiß Horlbeck, haben die neuen Lehrer ihr Begrüßungsgeld samt Beamtenstatus schon in der Tasche, in Thüringen gibt es von den Schulämtern nur Zu-, aber keine Absagen, bedauert der Junglehrer. Wer keine Zusage erhalte, lebe im Tal der Ahnungslosen.

Der Gang zum Briefkasten ist momentan der wichtigste Weg des Tages. Auch am Martin-Luther-Gymnasium Eisenach hat er sich beworben. An der kirchlichen Schule allerdings verdienen Lehrer deutlich weniger als im Staatsdienst. Das würde der 26-Jährige in Kauf nehmen, um in der Heimat bleiben zu können.

Eine Stunde Fahrzeit zur Arbeit wäre für Christiane Zager (27) kein Problem. Aber die Regelschullehrerin für Geschichte und Sozialkunde findet in der Region seit zwei Jahren keinen Job als Lehrerin. Zwei Direktoren, darunter ihrer Referendarschule in Mihla, haben sich für sie stark gemacht. In Mihla verlassen zum Schuljahr vier Lehrer die Schule, dazu gibt es Langzeitausfälle. Aber das Land bewilligt zu wenig neue Stellen, für Geschichte/Sozialkunde gleich gar nicht. Christiane Zager fragt sich, wofür sie sieben Jahre auf Kosten des Staates studiert und einen Masterabschluss mit Durchschnitt 1,8 hat.

Sie ist in Eisenach verheiratet, will nicht von Thüringen weg. Sie will Thüringer Schüler auf das Leben vorbereiten und dafür sorgen, dass das die Region jene Fachkräfte bekommt, nach denen die Wirtschaft gerade so laut ruft. 26 Stellen im Regelschulbereich hatte das Schulamt Westthüringen beim Kultusministerium beantragt, zwei wurden genehmigt, erfuhr die junge Lehrerin. Heute ist sie schlauer als zu Studienzeiten. “Heute würde ich ein Hauptfach mit studieren.” Gerne würde Christiane Zager das Fach Sport am Thüringer Institut für Lehrerfortbildung nachholen, dafür muss sie aber eine Stelle nachweisen können, sagt die Eisenacherin. Am 20. Juli ist ihr letzter Arbeitstag an der Regelschule Behringen. Zweieinhalb Monate arbeitete sie dort im Projekt “Geld statt Stelle”. Es sollte quasi der Übergang zur festen Stelle im Schuldienst sein, aber auch in diesem Jahr geht sie leer aus.

Wieder zum Arbeitsamt? “Das ist demotivierend hoch zehn”, sagt die junge Lehrerin. Mit ihrem Mann hat sie schon diskutiert, ob sie sich in Sachsen oder Bayern bewerben soll, wo Lehrer eingestellt werden. Aber ist das im Sinne des Erfinders, fragt Christiane Zager. Eine Wochenend-Ehe, nur weil Thüringen trotz definitiven Lehrermangels und angeblich 500 neuen Lehrerstellen (steht im Koalitionsvertrag) kaum Lehrer einstellt. Ein Dreivierteljahr hatte sie mit einem Job in der Wirtschaft überbrückt, dann sogar die Verdiensteinbuße für “Geld statt Stelle” in Kauf genommen. Die Regelschule Behringen hat seit fünf Jahren keinen Lehrer für Geschichte und Sozialkunde. Viele junge Lehrer hängen derzeit sprichwörtlich in der Luft, wissen nicht, wo sie im nächsten Schuljahr arbeiten.

Maria Amling, Lehrerin für Mathe/Chemie, die am Elisabeth-Gymnasium ihr Referendariat beendet hat, hätte die Schule gerne behalten. Aber da führte kein Weg hinein. Die Statistik des Kultusministeriums vom Lehrerüberschuss, sagt Christiane Zager, trüge. Alle Lehrer im Floating-Modell, die schon im Ruhestand sind, seien dort mit aufgeführt. Und die hohe Zahl der Burnout- und Krankheitsfälle würde in kleiner Statistik festgehalten. An hiesigen Gymnasien fallen viele Stunden aus oder es gibt nur Vertretung. Das Ernst-Abbe-Gymnasium hatte unlängst nicht am Leichtathletik-Regionalausscheid “Jugend trainiert für Olympia” teilnehmen können, weil alle Sportlehrer als “Feuerwehrmänner” im Unterricht gebraucht wurden. Der Chef des Schulamtes, Gerhard Lorenz, war am Mittwoch für eine Stellungnahme übrigens nicht zu erreichen.

Jensen Zlotowicz / 05.07.12 / TLZ

 

 

 

Chinesische Kunst an der Salzmannschule in Schnepfenthal

Rund 120 der 400 Schüler der Salzmannschule in Schnepfenthal lernen Chinesisch. Frau He ist hier seit Oktober vorigen Jahres Sprach-Gastlehrerin.

Schnepfenthal. Ihr Ehemann, Herr Zhao Bo, ist Künstler, der sich der Landschaftsmalerei und der Kalligrafie, einer tausende Jahre alten Form des künstlerischen Ausdrucks, verschrieben hat. Er stellt nun bis zum Ende des Monats in der alten Aula der Salzmannschule jeweils zwölf Kunstwerke beider Genres aus.

Am Donnerstag wurde die Ausstellung durch Schulleiter Dirk Schmidt eröffnet. Er betonte, dass die Exposition eine von 500 kulturellen Aktivitäten in Deutschland sei, mit der an die Aufnahme bilateraler Beziehungen zwischen China und der Bundesrepublik vor 40 Jahren erinnert werden soll.

Kunstlehrer Günther Schiering gab zu Beginn der Veranstaltung einen kurzen Exkurs in Landschaftsmalerei und Kalligrafie sowie die Vita des Künstlers. Die Sparsamkeit der Mittel sei, so Schiering, prägend für chinesische Kunst. Dieser Ausdrucksform habe sich Zhao Bo, der aus einem kunstsinnigen Elternhaus stammt, verschrieben.

Er studierte von 1995 bis 1999 an der Sichuan Kunstakademie in der Fakultät für Chinesische Malerei, bekam den Bachelor-Abschluss und fügte erfolgreich bis 2003 ein Masters-Studium an. Seit 2008 stellt der Künstler seine Werke aus. Für Deutschland war es gestern seine persönliche Premiere.

Der 35-Jährige lieferte im Anschluss einen beeindruckenden Beweis seines Könnens. Er fertigte unter den Augen der ca. 40 Schüler in der alten Aula mit Tusche, die aus dem Ruß verbrannten Holzes gewonnen wird, auf Reispapier eine meterlange Kalligrafie an, die er der Salzmannschule zum Geschenk machte. Das Kunstwerk soll einen angemessenen Platz im Schulgebäude finden, so Schulleiter Dirk Schmidt.

Die Landschaftsbilder und Kalligrafien können bis zum 31. Juli montags bis freitags jeweils von 8 bis 16 Uhr in der historischen Aula im Klostermühlenweg besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.

Michael Keller / 06.07.12 / TA

 

 

 

Grundschüler freuen sich über gestiftete Zeitungsabonnements

Die staatliche Grundschule “Thomas Müntzer” in Möbisburg ist eine von mehr als 400 Thüringer Schulen, die durch die Aktion Lesepaten für ein Jahr Abonnements der TA, TLZ und OTZ bekam, um die Schüler mit dem Medium Tageszeitung vertraut zu machen.

Möbisburg. Das von der Zeitungsgruppe Thüringen (ZGT) ins Leben gerufene und vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur unterstützte Projekt konnte als Lesepaten Unternehmen wie die Erfurter Industrie- und Handelskammer (IHK), die Optiker-Kette Fielmann oder die Thüringer Aufbaubank gewinnen. Sie stiften die Jahres-Abos, die auch von den Schülerinnen und Schülern der Thomas-Müntzer-Grundschule rege frequentiert werden.

Lesebegeisterung zu wecken und über die Lektüre der Zeitung Zugang zu verschiedensten Themen des Lebens zu bekommen, steht hier in besonderem Fokus.

Im vergangenen Jahr war es der Vater eines Schülers, der mit seinem Unternehmen zum Lesepaten wurde. Aufgrund seines Engagements liegen in der hauseigenen Schulbibliothek seit September 2011 täglich aktuelle Zeitungen aus.

Während der Hofpausen, nachmittags nach der Schule und zur Lesezeit vor dem regulären Unterrichtsbeginn zwischen 7.30 Uhr und 8.00 Uhr stöbern die Erst- bis Viertklässler angeregt im druckfrischen Blatt.

“Lesen ist an unserer Schule ein ganz wichtiger Aspekt”, betont Leiterin Brita Bank-Dimar. “Wichtige Ereignisse wie der Tsunami in Japan oder auch die Fußball-EM werden mitunter anhand der Artikel im Unterricht besprochen.”

Dass die Grundschüler bereits kleine Nachwuchs-Journalisten sind, beweisen sie mit der eigenen Schülerzeitung “Thommys Grundschulwelt”, die zum Ende eines jeden Halbjahres erscheint.

Den gestrigen Mittag nahmen sie, die Lehrerschaft und Schulleiterin Bank-Dimar zum Anlass, sich bei ZGT-Verkaufsleiter Stefan Felgenhauer sowie Michaela Fredebold, Maike Wintzen und Sarah Schmidt, die sich um die Verteilung der Patenschaften kümmern, zu bedanken. Diese brachten ihrerseits genügend neuen Lesestoff für die Schüler mit.

“Im kommenden September bekommen wir ein neues Abo gestiftet”, verrät Brita Bank-Dimar glücklich.

Anne Martin / 06.07.12 / TA

 

 

 

Für die Sicherheit im Straßenverkehr trainierten die Schüler der Friedrich-Reimann-Grundschule in Zeulenroda-Triebes.

Zeulenroda-Triebes. “Linken Arm rausstrecken, Tabea!”, ermahnte Victor das Mädchen. Sie folgte und fuhr mit ihrem Fahrrad davon. Victor durfte gestern beim Verkehrssicherheitstraining mit Klaus Kaiser und Britta Wobst von der Kreisverkehrswacht Nordhausen in der Friedrich-Reimann-Grundschule in Zeulenroda-Triebes Polizist spielen. Seine Aufgabe war es zu überprüfen, ob sich die Kinder beim Fahrradfahren an die Verkehrsschilder halten. Danach wurde gewechselt und auch Victor konnte, freilich mit Helm auf dem Kopf, den Parcours auf dem Drahtesel bewältigen.

Von 9 bis etwa 11 Uhr waren Erst- und Zweitklässler der Schule sowie sieben Kinder des Förderzentrums Zeulenroda in der Sporthalle aktiv. Weil es bereits am Morgen geregnet hatte, mussten die jungen Sportler statt auf den Platz in die Halle ziehen. In zwei Gruppen eingeteilt, wurde dort entweder bei Klaus Kaiser Fahrrad gefahren oder wurden bei Britta Wobst diverse Bewegungs- und Balancespiele durchgeführt. Die Kinder machten ihre Sache ganz gut, trotzdem stellte Lehrerin Annelie Oelsner fest, dass sich die Mehrheit aller Jungen und Mädchen im Allgemeinen heutzutage viel zu wenig bewegen. Schon leichte Übungen fielen vielen Kindern schwer, teilweise, weil einfach das Körpergewicht am Ausführen der Übung hindere.

Das Verkehrssicherheitstraining sei eine sehr schöne Sache. Denn es bereitet die Schüler schon jetzt auf die Radfahrprüfung in der vierten Klasse vor, sagte Annelie Oelsner.

Zwei Mal im Jahr, im Herbst im Kyffhäuserkreis und im Sommer in der Region um den Landkreis Greiz sei die Kreisverkehrswacht an je 25 Einrichtungen mit dem Projekt “Bewegung in der Schule” unterwegs, sagte Klaus Kaiser. Außerdem seien die Mitarbeiter regelmäßig, zwischen 40 bis 50 Mal im Jahr, in Berufsschulen präsent. Mit dabei hätten sie dann unter anderem Brems- und Überschlagssimulator, sagte Klaus Kaiser.

Ute Flamich / 06.07.12 / OTZ

 

 

 

Neuer Schulhof für die Schule im Andreasried

Schule im Andreasried weihte gestern den vierten Abschnitt bei der Schulhofgestaltung ein.

Berliner Platz. “Unsere Schüler haben heute einen besonderen Tag erlebt”, sagte gestern Gabi Mans, Direktorin der Schule im Andreasried. Nach der Urkundenvergabe für die Fünft- bis Zehntklässler beim Sportfest traf man sich im Schulhof zur Einweihung von gleich fünf neuen Spiel- und Freizeitangeboten: einer Seilschaukel, einer Kletterwand, einem Steh-Karussell, einem Balancegerät sowie dem “Eulennest”. Letzteres ist ein überdachter Treff zum “Abhängen” und Reden.

Doch das waren nicht alle Überraschungen. Auch der neue, von den Schülern selbst mit aufgebaute Kamin im Lehmhaus wurde gebührend bewundert. So bietet der Schulhof auch für die älteren Schüler einen Anreiz, “mehr raus zu gehen”, hofft die Schulleiterin. Sie verwies auf das Leitbild der Körperbehindertenschule: Sie soll ein attraktiver Ort des Miteinanders sein. Als Ganztagsschule ist man von 7 bis 15.30 Uhr Lebensmittelpunkt der Heranwachsenden.

Spielpädagoge Peter Kirchner freute sich, dass nach dem Hartplatz, der Eulenburg-Spielgerätelandschaft und der Sandkiste das “vierte Puzzle” der Schulhofgestaltung eingefügt ist. In der von ihm geleiteten Arbeitsgruppe hatten die Schüler ihre Wünsche eingebracht.

Bei der Erfüllung halfen Spenden der Sparkasse, vom Förderverein, vom Sparkassen- und Giroverband, von der Thüringer Staatskanzlei sowie eine vor Jahren der Schule zugedachte üppige Erbschaft. Bei der Umsetzung von Ausschreibung bis Sicherheitsabnahme brachte sich die städtische Abteilung Gebäudemanagement voll ein.

Iris Pelny / 06.07.12 / TA

 

 

 

In Gera gibt es thüringenweit die meisten Schulabbrecher

Die Quote im Ostthüringer Oberzentrum Gera ist mit 16,5 Prozent doppelt so hoch wie in den Nachbarkreisen. Aber es gibt auch einen Lichtblick: In Thüringen erreichen deutlich mehr Schüler als anderswo in den ostdeutschen Bundesländern mindestens einen Hauptschulabschluss – doch im Bundesvergleich liegt der Freistaat zurück.

Berlin. Die regionalen Unterschiede in Thüringen sind bei den Schulabbrechern erheblich: Landesweites Schlusslicht ist die Stadt Gera, wo die Quote der Schulabgänger ohne Abschluss mit 16,5 Prozent doppelt so hoch ist wie in den Nachbarkreisen Greiz und Altenburger Land.

Das geht aus einer Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) und des Caritasverbandes hervor. Der Untersuchung mit Daten von 2009 zufolge verließen in Thüringen 9,45 Prozent eines Jahrgangs die Schule ohne Hauptschulabschluss, im Bundesdurchschnitt waren es 7,18 Prozent. Deutlich schlechter schnitten die anderen neuen Länder ab: In Sachsen etwa lag die Abbrecherquote bei 11,4 Prozent, in Sachsen-Anhalt bei 13 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommen sogar bei 16,2 Prozent mehr als doppelt so hoch wie der Bundesdurchschnitt. Im Kreis Wismar schafft mehr als jeder vierte Jugendliche keinen Abschluss.

Die Unterschiede innerhalb der Bundesländer sind groß, auch in Thüringen: In Erfurt lag die Abbrecherquote bei 11,2 Prozent, in Suhl bei 14,4 Prozent, in Eisenach bei 13,1 Prozent, im Saale-Orla-Kreis dagegen bei 8,5 Prozent, im Kreis Greiz bei 7,99 Prozent, im Altenburger Land bei 8,27 Prozent und im Wartburgkreis bei nur 5,7 Prozent.

Warum die Abbrecherquote so differiert, konnte die Studie zwar nicht vollständig klären ein Zusammenhang mit hoher Arbeitslosigkeit sei aber nachweisbar, auch der Anteil der Förderschüler sei ein Faktor.

Die betroffenen Jugendlichen hätten eingeschränkte Perspektiven, bekämen nur schwer einen Ausbildungsplatz und seien damit öfter von Arbeitslosigkeit bedroht. Die Studie habe zugleich gezeigt, dass Schüler dort erfolgreicher seien, wo Kommunen, Kirchen und Vereine benachteiligten Jugendliche und ihre Familien förderten. “Zentrale Voraussetzung ist der politische Wille”, sagte Caritas-Präsident Peter Neher. “Wir brauchen eine Bildungsdebatte, die Chancen und Potenziale auslotet.”

Im Bundesvergleich schneiden Baden-Württemberg, Bayern und Niedersachsen am besten ab.

Christian Kerl / 06.07.12 / OTZ

 

 

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  7. Pressespiegel vom 10. Mai 2012 Hortbetreuung der Stadt Apolda steht auf der Kippe Quelle: TLZ Noch immer wissen die Horterzieher in kommunaler Beschäftigung nicht, was ab August aus ihren Arbeitsplätzen wird. Eltern organisierten Unterschriftenaktion und basteln Zeichen ihres Protestes gegen die Unsicherheit. Apolda. Bereits im März mussten sich neun Hortnerinnen und Hortner der Stadt Apolda...
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