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Pressespiegel vom 03. Mai 2012

Sven Senier | 3. Mai 2012 | 17:19 Uhr
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Gymnasiasten der Bergschule feiern letzten Schultag

Quelle: TA

Für 47 Schüler des Gymnasiums Bergschule war am Mittwoch der letzte Unterrichtstag. Den ausgelassenen Feiern folgen nun die anstrengenden Prüfungen.

Apolda. Schüler und Lehrer waren am Mittwoch am Apoldaer Gymnasium Bergschule leicht zu unterscheiden: am gelben Punkt im Ohr. Wohl wissend, was dem Kollegium bevorsteht, hat Schulleiterin Birgit Rosner Gehörschutz-Stöpsel verteilen lassen. Ihrem Stellvertreter Ulrich Gleitsmann, der schon vorgeschädigt ist, genügte das nicht - er brauchte noch ein dickes Paar Kopfhörer. So musste man auch nicht lange suchen, wenn man die Abiturienten finden wollte. Die von ihnen eigens zum Schulabschluss gegründete Band machte in der Turnhalle ordentlich Krach.

Zur Gaudi ihrer Mitschüler und der jüngeren Semester. Dabei ist Birgit Rosner froh, dass es beim Krach blieb. “Das ist ein netter Jahrgang”, fasst die Chefin zusammen. “Zwar haben einige ihre Ecken und Kanten, aber das gehört zur Jugend dazu.” Nicht nur sie erinnert sich an andere Rabauken. Auch die Absolventen 2012 haben als Fünft- und als Neuntklässler andere Chaoten erlebt. Schüler, die in der Schule annähernd den Betrieb lahmlegten. “So wollten sie nicht in Erinnerung bleiben”, legt Rosner die Motivation für die Vernunft dar. Ein sichtbares Zeichen der gemäßigten Töne waren die Gummibärchen, die auf den T-Shirts prangten und die die Stammkursleiter als Geschenk erhielten. Zum diesjährigen Motto “Abipunktur - Jeder Punkt kostet Nerven” suchten die jungen Leute ein passendes Maskottchen. Aber es sollte genadelt nicht wie eine Voodoo-Puppe aussehen. So verfiel man dem eher harmlosen Gummibärchen. Dennoch dürfte es zu den einschlägigen Feiern, zu denen der letzte Unterrichtstag gestern erst den Auftakt gab, heiß hergehen, versicherten die Absolventen vorab. Wie viele von ihnen exakt am Ende das Abitur schaffen, ist noch ungewiss. 47 Mädchen und Jungen jedenfalls hatten gestern ihren letzten Unterrichtstag. Morgen entscheidet die Prüfungskommission, ob sie zur Abitur-Prüfung zugelassen werden. Nächste Woche beginnen die drei schriftlichen Prüfungen, im Juni folgen die mündlichen. Am 18. Juni, wenn die Ergebnisse der Prüfungsarbeiten bekanntgegeben werden, kann sich jeder selbst ausrechnen, ob es für das Abitur-Zeugnis gereicht hat. Pläne machen die jungen Leute freilich schon jetzt. So wie Elisabeth Henkel. Die 18-Jährige, die mit gemischten Gefühlen auf ihre Schulzeit zurückblickt, fühlt sich gut auf das Leben vorbereitet. Sie will, wenn möglich, Humanmedizin studieren. Anh Tuan Truong (17), ein Apoldaer mit vietnamesischen Wurzeln, will hingegen einen Weg einschlagen, für den Deutschland mal berühmt gewesen ist – das Ingenieurwesen. Er sieht in einem technischen Beruf seine Zukunft.

Klaus Jäger / 03.05.12 / TA

HBS Elektrobau kooperiert mit und spendet an Regelschulein Pößneck

Quelle: OTZ

Die Regelschule Prof. Franz Huth aus Pößneck und die Fa. HBS Elektrobau aus Oettersdorf wollen künftig eng zusammenarbeiten. HBS verspricht der Schule in einem unbefristeten Kooperationsvertrag jährlich eine Spende von 1000 Euro und Unterstützung bei Projekten zur Berufsorientierung.

Pößneck. In diesen sollen Elektro-Berufe, wie sie in der bundesweit rund 450 Mitarbeiter zählenden Firmengruppe HBS ausgebildet werden, einer der Schwerpunkte sein. Die Firma aus dem Oberland habe nach guten Erfahrungen mit dem Duden-Gymnasium und der Goethe-Regelschule in Schleiz weitere Partner in der regionalen Schullandschaft gesucht und mehrere Einrichtungen angeschrieben. Gemeldet habe sich nur die Regelschule aus Pößneck, sagte HBS-Ausbildungsleiter Jörg Göthe. Die Firmengruppe beabsichtige, die Zahl der Ausbildungsplätze um etwa fünfzig Prozent auf 60 zu erhöhen, hieß es. Damit das in Zeiten schmaler Generationen auch klappt, will sich die Firma so früh wie möglich als Lehrstellen-Anbieter im Bewusstsein von Schülern und Eltern positionieren. “Es ist für uns eine wunderbare Möglichkeit, an Materialien für den Unterricht und die Arbeitsgemeinschaften zu kommen, die wir uns nicht leisten könnten”, war Schulleiter Roland Genzel begeistert. Die rund 250 Kinder und Jugendliche zählende Schule hat nun nach Agrarprodukte Ludwigshof eine zweite Kooperation mit einem Betrieb und HBS hat die Pößnecker bislang mit zwei Spezialkoffern beschert. Mit einem können Boden und Wasser untersucht werden, fast 100 Experimente seien möglich. Der andere enthält Maschinensysteme und sei etwa im Physikunterricht sehr hilfreich.

Zehntklässler Denny Franzky und HBS-Ausbildungsleiter Jörg Göthe werden sich künftig öfters sehen: Der Schüler hat sich schon für eine Industrieelektriker-Ausbildung in der Firma entschieden. “Was ich so gesehen habe vom Betrieb, das passt”, sagte der Junge. Nach Oettersdorf wird er mit dem Bus pendeln, bis er Führerschein und Auto hat. Was die Fahrerlaubnis anbelangt, hat er eine Sorge weniger: Den Führerschein Klasse B bekommen die HBS-Lehrlinge von ihrer Firma finanziert. Nicht nur Industrieelektriker, sondern auch Elektroniker für Automatisierungs- sowie für Informations- und Telekommunikationstechnik kann man bei HBS werden.

Marius Koity / 03.05.12 / OTZ

Grundstein für integrative Kindertagesstätte in Erfurt gelegt

Quelle: TLZ

Lang herbeigesehnt war der Tag der gestrigen Grundsteinlegung für eine integrative Kindertagesstätte in der Warschauer Straße 4: Bereits seit 2006 sucht das Christliche Jugenddorfwerk (CJD) nach einer Alternative für die bisherige Kita in der Berliner Straße.

Erfurt. Zunächst war eine Sanierung des alten Gebäudes erwogen worden, doch es stellte sich heraus, dass eine wirklich integrative Einrichtung am alten, zweigeschossigen Standort nicht erreichbar ist. Ende 2010 wurde der Bauantrag gestellt. Nun freut sich Kita-Leiterin Sandy Becker auf optimale Bedingungen im Neubau. Jede Gruppe erhält ein eigenes Reihenhaus, das durch einen Flur, die so genannte Dorfstraße, miteinander verbunden wird. Es gibt Therapie- und Förderräume, einen Speiseraum, einen großen Veranstaltungsraum und ein schönes Außengelände – wenn alles nach Plan läuft und im Sommer 2013 Eröffnung gefeiert wird. “Im Moment haben wir 80 Kita- und zehn Krippenplätze, hier stocken wir auf insgesamt 110 auf”, freut sich Sandy Becker. 50 Plätze davon sind für den integrativen Bereich. “Alles wird heller, größer, mit Platz für unsere Rollstuhlfahrer, jede Gruppe bekommt ihren eigenen Sanitärbereich”, sagt die Kindertagesstättenleiterin.

Rund vier Millionen Euro werden in den Neubau investiert – 3,2 Millionen kommen von der Stadt, 250.000 Euro von der Aktion Mensch und der Rest aus Eigenmitteln des CJD. Jeder Euro in die Zukunft der Kinder sei gut investiert, so Oberbürgermeister Andreas Bausewein, der dem Bau viel Glück wünschte. In zwei bis drei Jahren seien alle Kindereinrichtungen in Erfurt entweder grundsaniert oder durch einen Neubau ersetzt worden, erklärte er zur Grundsteinlegung. “Erfurt hat ein schönes Problem”, sagte er: Entgegen allen Unkenrufen der Statistiker wachse die Stadt und habe deutlich mehr Kinder als erwartet. Dass der Neubau gelingt, da ist Jugenddorfleiter Axel Stellmacher nicht bange: Nahezu täglich hätten Kinder der Einrichtung die Baustelle besucht und nach dem Rechten geschaut. Gestern sang eine Gruppe nicht nur zur Grundsteinlegung “Der Kluge baut auf Felsengrund”, sondern legte selbst mit Hand an, fügte Mörtel – “Matschepampe!” – an den mit Urkunde, Bibel und Zeitdokumenten gefüllten Grundstein und klopfte dreimal mit dem Hammer an das Mauerwerk, um dem weiteren Bauverlauf viel Glück zu wünschen.

Frank Karmeyer / 03.05.12 / TLZ

Sicher mit dem Rad: Ausbildung für Viertklässler startet in Hermsdorf

Quelle: OTZ

Gestern Auftakt der Fahrradausbildung für Schüler der vierten Klassen des Saale-Holzland-Kreises. Theoretische Kenntnisse werden im Unterricht vermittelt.

Hermsdorf. Die Fahrradhelme passten den 21 Mädchen und Jungen der Klasse 4 b aus der Hermsdorfer Friedensschule wie angegossen. Diese hatten sie von zu Hause mitgebracht. Und für das passende Fahrrad auf dem Parcours sorgten die beiden Polizisten Lutz Friese (50) und Heinz Zänker (50). Mit geschulten Blick taxierten sie die Schüler und vertrauten jedem der Kinder je nach Körpergröße das richtige Rad an. Mit einem lockeren Spruch: “Hier mein Sonnenschein, das Fahrrad passt zu dir, das hat sogar eine tolle Federung”, nahm Heinz Zänker zudem den Kindern ein kleines bisschen die Aufregung vor der ersten praktischen Übungsstunde im Hermsdorfer Verkehrsgarten. Für 248 Schüler aus 14 Klassen und neun Grundschulen, darunter Stadtroda, Tröbnitz, Ottendorf, Schlöben, Bad Klosterlausnitz, Weißenborn, in Hermsdorf aus dem Förderzentrum “Christophorus” sowie den beiden Grundschulen “Friedensschule” und “In der Waldsiedlung” wurde gestern der Auftakt zur diesjährigen Fahrradausbildung vollzogen. Vier praktische Übungseinheiten erwartet die Jungen und Mädchen in den nächsten Wochen. “Mit dieser Art der Ausbildung wollen wir die Sicherheit für radelnde Kinder im Straßenverkehr deutlich erhöhen”, nennt Lutz Friese das Ziel. Voraussetzung sei, wenn man sich mit einem Fahrrad im Straßenverkehr bewegen will, dass das Rad verkehrssicher ist, darauf machten die beiden erfahrenen Polizisten eindringlich aufmerksam. Und natürlich müsse man auf der Straße Regeln einhalten. “Ohne die geht es nicht, dann kann es lebensgefährlich werden”, mahnten beide. So spielen in den Übungsstunden die Vorfahrt mit und ohne Verkehrsschilder (gleichrangige Kreuzung) eine Rolle, ebenso das nicht ganz unproblematische Verhalten beim Linksabbiegen. “Und immer darauf achten, dass ihr klar und deutlich Handzeichen beim Abbiegen gebt”, ruft Lutz Friese den Kindern in Erinnerung. Und munter nahmen die zumeist zehnjährigen Mädchen und Jungen den Parcours in Angriff. Robin bereitet das Fahrradfahren keine Sorgen. Vor sechs Jahren sei er das erste Mal aufs Rad gestiegen. Aber die Verkehrszeichen müsse er noch lernen , bekennt er. Für Ben ist das alles Spaß und er spüre keine Spur von Anstrengung, meint er selbstbewusst. Optimistisch gehen auch die Mädchen Kristin, Lisa, Michelle, Celina und Samantha den Kurs an. Die Regeln wollen sie schnell erlernen, “damit wir uns sicher im Straßenverkehr bewegen können”, sind sie sich einig. Und vor der Prüfung nach der vierten Übungsstunde kennen sie keine Angst. “Das packen wir”, sind sie felsenfest überzeugt und radeln den Verkehrsgarten entlang.

Anja Herold schaut derweil von der Seite aufmerksam ihren Schülern zu. “Theoretische Grundkenntnisse werden jeweils im Heimat- und Sachkundeunterricht im Vorfeld behandelt, so dass die Schüler auf die praktische Übung vorbereitet sind”, erzählt sie. Derweil greifen die beiden Verkehrserzieher immer wieder mal korrigierend ein. “Zeichen geben nicht vergessen” oder “denkt an den Schulterblick”, schallt es immer wieder über den Platz. Die erste Übungseinheit sei für die Kinder ohnehin die Schwierigste, meint Lutz Friese, der gemeinsam mit Heinz Zänker seit letztem Jahr für die Fahrradausbildung verantwortlich ist. Den Polizisten macht diese Tätigkeit Spaß, auch wenn man manchmal starke Nerven brauche, geben sie zu.

Andreas Schott / 03.05.12 / OTZ

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