Pressespiegel vom 18. März 2010
Sylke Wolf | 18. März 2010 | 19:18 Uhr
Liebe Eltern, liebe LeserInnen
Gedanken sind so vielfälltig, umfassend, unterschiedlich, stimmungsabhängig…… man findet zahlreiche Synonyme. Gedanken zeigen eine Auseinandersetzung meines ” Ich`s” mit dem mittelbaren und unmittelbaren Umfeld meines Lebens. Das gesprochene oder geschriebene Wort und die persönliche Haltung verleihen dem Gedanken Ausdruck, Farbe, Klang.
Baldige Schulanfänger sind langsam voller Vorfreude, fangen doch jetzt mancherort bereits die Zuckertüten in den Kindergärten an zu wachsen. Schüler der Abschlussklassen sind dagegen wohl eher im bevorstehenden Prüfungsfieber, welches sich immer näher kommend ankündigt. Beginn und Ende einer Schulzeit, aber weder Beginn und Ende der Gedankenwelt. Sie wird stetig reifer, im Austausch des Ichs mit der Umwelt.
Eng ist die Welt und das Gehirn ist weit.
Leicht beieinander wohnen die Gedanken.
Dort hart im Raume stoßen sich die Sachen.
Friedrich von Schiller
oder auch
Groß sind die, die sehen, dass geistige Macht stärker ist als materielle, und dass Gedanken die Welt regieren.
Ralph Waldo Emerson
Interessierte finden mehr zu Ralph Waldo Emerson hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Ralph_Waldo_Emerson , kurz gesagt steht er für das Prinzip – Lebe im Einklang mit der Natur und dir selbst
Damit entlasse ich Sie in einen neuen frühlingshaften, gedankenreichen Tag
Herzlichst Ihre Sylke Wolf
E-Mail-Rundbrief
Aktuelle Informationen aus dem Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
vom 18. März 2010
Inhalt
A) Thema des Monats
B) Statistikstelle des TMBWK
C) Hinweise auf Aktuelles / Veröffentlichungen
D) Wettbewerbe
E) Terminhinweise / Veranstaltungen
F) Verschiedenes
G) In eigener Sache
A) Thema des Monats
Ministerium informiert auf Regionalkonferenzen über Thüringer Gemeinschaftsschule
Das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur informiert auf insgesamt vier Regionalkonferenzen über die Thüringer Gemeinschaftsschule. Die erste Veranstaltung fand in Erfurt statt, die zweite in Suhl. Es folgen Foren am 12. April in Gotha und am 19. April in Hermsdorf. Staatssekretär Prof. Dr. Roland Merten stellt dabei das Konzept des längeren gemeinsamen Lernens vor und diskutiert mit Vertretern von Schulträgern sowie mit Kommunalpolitikern, Lehrern, Schülern und interessierten Eltern. Die hier gemachten Vorschläge sollen Eingang in die Vorbereitung der Gemeinschaftsschule finden. 1
Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie, unterstreicht: „Die Thüringer Gemeinschaftsschule basiert auf Freiwilligkeit. Gute Schule entsteht dort, wo alle Beteiligten überzeugt davon sind. Deshalb ist es wichtig, bereits im Vorfeld mit allen Beteiligten eine breite Debatte zu führen.“ Mit der Gemeinschaftsschule erhalte Thüringen erstmals eine Schulart, die alle allgemein bildenden Schulabschlüsse bis hin zum Abitur anbiete. Dies sei eine neue Qualität. „Die Entscheidung für eine Schule ist damit nicht mehr automatisch die Entscheidung für einen bestimmten Schulabschluss. Schüler und Eltern können sich dafür in der Gemeinschaftsschule länger Zeit lassen.“ Das biete auch eine bessere Gewähr dafür, dass soziale Gründe nicht mehr ausschlaggebend für einen bestimmten Schulabschluss seien. Der Gesetzentwurf für die Thüringer Gemeinschaftsschule, in der die Kinder bis zur achten Klasse gemeinsam unterrichtet werden, soll im Sommer im Kabinett beraten werden. Im Herbst soll der Landtag das Gesetz beraten und beschließen. In einer Pilotphase werden zu Beginn des neuen Schuljahres die ersten Thüringer Schulen als Gemeinschaftsschule an den Start gehen. Dafür gibt es bereits ein breites Interesse.
B) Statistikstelle des TMBWK
Schüler, die ihrer Schulpflicht nicht nachkommen – 1. Schulhalbjahr 2009/2010
Insgesamt gab es im o. g. Zeitraum an den Thüringer Schulen 6.366 Schüler (2,6 %), davon 2.230 Schüler (1,3 %) an allgemein bildenden und 4.136 Schüler (5,7 %) an berufsbildenden Schulen, die ihrer Schulpflicht nicht nachgekommen sind.
Wie zu erwarten war, fehlten die meisten Schüler in der Kategorie „1 bis 5 Tage“ unentschuldigt (allgemein bildende Schulen: 62 % / berufsbildende Schulen: 53 %).
An den allgemein bildenden Schulen fehlten 5 % und an den berufsbildenden Schulen knapp 9 % „40 Tage und mehr“ unentschuldigt.
C) Hinweise auf Aktuelles / Veröffentlichungen
Zu hoch gepokert?
Erste bundesweite Broschüre zur Glücksspielprävention
Erstmals liegt eine länderübergreifende Broschüre zum Thema Glücksspiel vor. Neben Hintergrundinformationen, Erfahrungsberichten und Ansprechpartnern überzeugt die Broschüre durch ihren aktuellen Bezug zur Lebenswelt der Betroffenen. Die Broschüre wendet sich an pädagogische Fachkräfte, Jugendliche und junge Erwachsene. Glücksspiel ist gerade für junge Menschen verlockend: Die zahlreichen Angebote wie z.B. im Internet oder in den Spielhallen sind leicht verfügbar. Die Aussicht auf das schnelle und einfach verdiente Geld lässt den Adrenalinspiegel steigen. Mögliche Risiken werden vernachlässigt, das Gefühl, alles im Griff zu haben, überwiegt. Doch Glückspielen kann süchtig machen. Ca. 8.000 Thüringer sind von dieser Sucht betroffen und schätzungsweise 3.800 Jugendliche im Alter von 13 bis 19 Jahren entsprechen den Kriterien von problematischen Glücksspielern. Die kostenfreie Broschüre kann beim Fachverband Drogen und Rauschmittel e.V. unter der E-Mail-Adresse: gluecksspiel@fdr-online.info angefordert werden.
D) Wettbewerbe
Fotowettbewerb „Bitte lächeln, alte Stadt“
Das Bundesministerium für Verkehr und Stadtentwicklung und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz haben gemeinsam einen Fotowettbewerb „Bitte lächeln, alte Stadt“ ausgelobt, an dem jeder, der fotografiert und jede Schule gemeinschaftlich teilnehmen kann. Weitere Informationen unter: http://bitte-laecheln-alte-stadt.de
Fotowettbewerb „Der Euro: Was bedeutet er für uns?“
Im Rahmen eines Informationsprogramms für die Bürger Europas ruft die Generaldirektion Wirtschaft und Finanzen der Europäischen Kommission Schüler zur Teilnahme an einem Fotowettbewerb zum Thema „Der Euro: Was bedeutet er für uns?“ auf. Der Wettbewerb richtet sich an junge Teams zwischen 14 und 18 Jahren, die mit ihren Beiträgen zum Ausdruck bringen, was sie über den Euro denken und was er für sie bedeutet.
Weitere Informationen unter: http://www.euroinphoto.eu
Bundeswettbewerb „Jugend debattiert“
In Thüringen können jetzt weitere Schulen in das Netzwerk aufgenommen werden. Rund 2.700 Schüler und 100 Lehrer an 26 Schulen haben sich im laufenden Schuljahr am Landeswettbewerb Jugend debattiert in Thüringen beteiligt. Bundesweit nehmen 90.000 Schüler und 4.500 Lehrer an rund 660 Schulen teil. Mit einer Unterrichtsreihe und einem bundesweiten Wettbewerb bringt Jugend debattiert Rhetorik in die Schule: Das Projekt fördert die sprachliche und politische Bildung ebenso wie die Meinungs- und Persönlichkeitsbildung von Schülern ab Klasse 8. Jugend debattiert ist ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Robert Bosch Stiftung, der Stiftung Mercator und der Heinz Nixdorf Stiftung auf Initiative und unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Kooperationspartner sind die Kultusministerkonferenz und das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Das Ministerium erhöht sein personelles und finanzielles Engagement und ermöglicht damit die Ausweitung des Projekts in Thüringen. Interessierte Schulen finden weitere Informationen im Internet unter http://www.jugend-debattiert.de/teilnahme
MÄRCHENLAND ruft zum 3. Internationalen Schülerwettbewerb auf
Der Internationale Schülerwettbewerb mit dem Motto „Das Geheimnis der vergessenen Bücher“ ruft deutschsprachige Schüler der 4., 5. und 6. Klassen auf, magische, gruselige und witzige Detektivgeschichten zu schreiben. In einem ergänzenden Malwettbewerb können Schüler zu den Kurzgeschichten auch Bilder einsenden.
Märchenland – das Deutsche Zentrum für Märchenkultur – bietet weitere Informationen unter http://www.maerchenland-ev.de/veranstaltungen/wettbewerb2010.html an. Einsendeschluss ist der 18. Juni 2010.
DenkT@g 2010 – Wettbewerb gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus
Durch die Konrad-Adenauer-Stiftung wurde im Januar der Jugendwettbewerb DenkT@g 2010 unter der Schirmherrschaft von Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert ausgerufen. Jugendliche zwischen 16 und 22 Jahren haben bis zum 31. Oktober 2010 die Möglichkeit, sich nicht nur intensiv mit den Themen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus auseinander zu setzen, sondern ihre Beiträge auch in Kleingruppen (mindestens zwei Personen) oder im Klassenverband als kreative und mediengerechte Internetpräsentationen zu erstellen. Anmeldung und weitere Informationen unter: http://www.denktag.de/
Wettbewerb „Europäisches Sprachensiegel 2010“
Das Europäische Sprachensiegel wird auf Initiative der Europäischen Kommission seit 1997 für Projekte vergeben, die auf nachahmenswerte und innovative Weise Menschen an das Fremdsprachenlernen heranführen, Fremdsprachenkenntnisse auf unterschiedlichem Niveau vermitteln und sich für die Verbesserung des Fremdsprachenunterrichts engagieren.
Das Thema des Wettbewerbs 2010 lautet: „Innovative Projekte zum Lehren und Lernen von Sprachen zur Berufsvorbereitung“ und wird erstmalig von der Nationalen Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit beim Deutschen Akademischen Austauschdienst ausgeschrieben. Der Wettbewerb richtet sich an Institutionen aus allen Bildungsbereichen – sowohl aus Schul- und Hochschulbildung als auch aus Berufs- und Erwachsenenbildung, die in Deutschland Fremdsprachenkenntnisse auf eine berufsorientierte Art und Weise vermitteln. Bewerbungs-schluss ist der 17. Mai 2010.
Weitere Hinweise zum Wettbewerb sowie den Bewerbungsbogen finden Sie unter folgender Adresse:
http://eu.daad.de/eu/europaeisches-sprachensiegel/13005.html
Jakob Muth-Preis
Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, die Deutsche UNESCO-Kommission und die Bertelsmann Stiftung engagieren sich für die gemeinsame Beschulung behinderter und nicht behinderter Kinder. In diesem Zusammenhang soll zum zweiten Mal der Jakob Muth-Preis an eine Schule vergeben werden, die sich der eigenen Einschätzung nach auf dem Weg zu einer „inklusiven Schule“ befindet. Genau Informationen über Qualitätskriterien und das Bewerbungsformular finden Sie unter: http://www.jakobmuthpreis.de. Noch bis zum 14. Mai 2010 können sich Schulen bewerben.
E) Terminhinweise / Veranstaltungen
Kampagne „Dein Tag für Afrika“ mit der Aktion Tagwerk e.V.
Der Verein Aktion Tagwerk e.V. ruft bereits zum achten Mal zum bundesweiten Aktionstag
„Dein Tag für Afrika“ auf, der am 22. Juni 2010 stattfindet. Alle Schulen haben die Möglichkeit, ihren Aktionstag an einem selbst gewählten Termin durchzuführen, um den Tag optimal in den Ablauf des Schuljahres zu integrieren. Schüler tauschen die Schulbank gegen einen Arbeitsplatz in einem Unternehmen oder stellen eigene Aktionen auf die Beine. Der Erlös der Aktivitäten kommt Bildungsprojekten in fünf Ländern Afrikas zugute. Neben der Spende steht auch die Sensibilisierung der Schüler für den Kampf um die Chancengleichheit in einer globalisierten Welt im Blickpunkt. Weitere Informationen unter: http://www.aktion-tagwerk.de
8. Bildungssymposium am 8. Mai 2010 an der Universität Erfurt
Das Motto des diesjährigen Bildungssymposiums lautet: „Gleiche Chancen in der Bildung“. Insgesamt werden über 150 Vorträge und Workshops angeboten, es gibt mehr als 50 Präsentationsstände.
Im Mittelpunkt des Bildungssymposiums stehen das längere gemeinsame Lernen, die Gemeinschaftsschulen und die frühkindliche Bildung. Zu den Referenten des diesjährigen Bildungssymposiums gehören unter anderem Prof. Andreas Schleicher (OECD Paris), Prof. Klaus Klemm (Universität Duisburg-Essen) und Prof. Gerald Hüther (Universität Göttingen). Der Ausstellungsbereich in der Mensa, im Lehrgebäude 1 und im Audimax ist dem Thema „Kulturland Thüringen – Kulturelle Jugendbildung“ gewidmet. Weitere Informationen sind im Internet unter http://www.bildungssymposium.de/ zu finden. Neben der Anmeldung steht dort auch das Programmheft zum Download bereit. Darüber hinaus wird das Programmheft an alle Thüringer Schulen und Kindertagesstätten verteilt.
Bundesweite Dekade-Aktionswoche
Das Nationalkomitee für die UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005-2014) ruft vom 17. bis 26. September 2010 zur Teilnahme an der dritten bundesweiten Dekade-Aktionswoche auf. Während dieses Zeitraumes sollen an möglichst vielen Orten in ganz Deutschland Veranstaltungen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung stattfinden.
Ziel ist es, eine breite Öffentlichkeit mit den Ideen und Konzepten der Nachhaltigkeit vertraut zu machen und entsprechende Aktivitäten anzuregen. Große Konferenzen können ebenso angemeldet werden wie Projekttage oder Tage der offenen Tür. Wichtig ist jedoch, dass das Angebot zumindest zwei der drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – nämlich Ökologie, Ökonomie und Soziales – abdeckt. Außerdem sollen die Aktivitäten dezidiert als Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung erkennbar sein.
Alle Schulen und Bildungseinrichtungen, die sich an der bundesweiten Dekadewoche vom 17. bis 26. September 2010 beteiligen wollen, sind aufgerufen, ihre geplanten Aktivitäten, Vorhaben bzw. Projekte für die Erfassung in einer a) bundesweiten und b) Thüringer Programmbroschüre unter http://www.bne-portal.de/aktionstage online anzumelden und die Kopie (vor Absenden in Word kopieren) dieser Anmeldung bis zum 30. Juni 2010 per E-Mail an das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (Anke.Schroepfer@tmbwk.thueringen.de) zurückzumelden (Veröffentlichung voraussichtlicht im Internet unter http://www.bne-portal.de bzw. http://www.unesco.de).
Europawoche vom 2. bis 10. Mai 2010
Zum 16. Mal beteiligt sich Thüringen in diesem Jahr an der Europawoche, die vom 2. bis 10. Mai bundesweit stattfinden wird. Schulen, Hochschulen, Vereine und andere Institutionen sind aufgefordert, sich aktiv an Projekten zu europarelevanten Themen zu beteiligen oder zu initiieren. Die geplanten Veranstaltungen und Projekte werden in einer Thüringer Programmbroschüre zusammengeführt.
Falls Schulen Aktivitäten in der Europawoche planen, können Sie diese bis zum 19. April 2010 anmelden, sodass das Projekt in die Broschüre mit aufgenommen werden kann. Die Broschüre wird im Internet unter http://www.eiz-thueringen.de veröffentlicht.
Die Anmeldung kann per E-Mail an Heinz.Hoffmann@tsk.thueringen.de gesendet oder per Fax: 0361/ 37 92 302 geschickt werden.
Treffen Junger Autoren 2010
Zum 25. Mal findet in Berlin vom 25.bis 29. November 2010 das Treffen Junger Autoren statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden im Rahmen des 25. bundesweiten Wettbewerbs “Treffen Junger Autoren” ermittelt. Zur Teilnahme am Wettbewerb sind Kinder und Jugendliche aller Schularten und Ausbildungswege ab 10 Jahre eingeladen. Der Wettbewerb wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie im Zusammenwirken mit Kultusministerien der Länder, der Bundesvereinigung Kulturelle Jugendbildung e.V., dem Bundesverband der Friedrich-Bödecker-Kreise e.V. und dem Arbeitskreis für Jugendliteratur e.V. von den Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH, Geschäftsbereich Berliner Festspiele, durchgeführt. Genauere Informationen und die Bewerbungsunterlagen können unter folgenden Adressen angefordert und bis zum 15. Juni 2010 eingereicht werden: jugendwettbewerbe@berlinerfestspiele.de;
http://www.treffen-junger-autoren.de; http://www.berlinerfestspiele.de;(Bewerbungsbogen als Download). Einzelaustauschprogramme des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW)
1. Heinrich-Heine-Programm (kurzfristiges Einzelschüleraustauschprogramm des Deutsch-Französischen Jugendwerks)
Das Programm richtet sich vor allem an Schülerinnen und Schüler der 10. und 11. Klassen, die Französischkenntnisse auf dem Niveau B1 des Europäischen Referenzrahmens für Sprachen nachweisen können. Der Aufenthalt im Ausland dauert zwischen 3 und 8 Wochen. Während dieser Zeit besuchen die Schüler mindestens 2 Wochen den Unterricht im Partnerland mit ihrem Austauschpartner. Einschreibeformulare für Schüler sind erhältlich über das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur:
Ansprechpartnerin in Thüringen: Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Referat für EU- und Internationale Angelegenheiten, Petra Sawadogo, Werner-Seelenbinder-Straße 7, 99096 Erfurt, Tel.: (0361) 3794286, E-Mail: Petra.Sawadogo@tmbwk.thueringen.de
2. Brigitte-Sauzay-Programm (mittelfristiger Einzelschüleraustausch des Deutsch-Französischen Jugendwerks)
Das Programm richtet sich vor allem an Schülerinnen und Schüler der 8. und 11. Klassen, die seit mindestens zwei Jahren Französisch lernen. Der Aufenthalt im Ausland dauert 3 Monate. In Einzelfällen kann die Aufenthaltsdauer auch auf 8 Wochen (davon mindestens 6 Wochen Schule) begrenzt werden.
Die Formulare sind bei den jeweils zuständigen Schulbehörden erhältlich. Die Entscheidung über die Teilnahme am Austausch und die Aufnahme eines Partnerschülers wird von den verantwortlichen Lehrern und dem Schulleiter getroffen.
Hilfe bei der Vermittlung von Austauschpartnern in Frankreich, vorrangig in den Thüringer Partnerregionen Picardie und Auvergne, erhalten Sie im Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Ansprechpartnerin in Thüringen: Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Referat für EU- und Internationale Angelegenheiten, Petra Sawadogo, Werner-Seelenbinder-Straße 7, 99096 Erfurt, Tel.: (0361) 3794286, E-Mail: Petra.Sawadogo@tmbwk.thueringen.de
Das Deutsch-Französische Jungendwerk (DFJW) kann den Teilnehmern einen pauschalen Fahrtkostenzuschuss gewähren. Der Antrag dazu ist über die Schulverwaltung und das TMBWK einzureichen bei: DFJW, Anett Wassmuth, Molkenmarkt 1, 10179 Berlin, Tel.: (030) 288 757 15, Fax: (030) 288 757 88, E-Mail: wassmuth@dfjw.org
Bundesweiter EU-Projekttag an Schulen am 10. Mai 2010
Seit 2007 wird alljährlich ein bundesweiter EU-Projekttag an Schulen durchgeführt, der ursprünglich von Bundeskanzlerin Merkel zu Beginn der deutschen Ratspräsidentschaft initiiert wurde. In diesem Jahr findet der bundesweite EU-Projekttag am 10. Mai 2010 statt.
Ministerpräsidenten, Minister, Abgeordnete und EU-Beamte besuchen deutsche Schulen und beteiligen sich an Europaprojekten und Diskussionsrunden. Mit dem EU-Projekttag soll das Interesse und Verständnis der Schülerinnen und Schüler an der Europäischen Union geweckt und gestärkt werden. Die Thüringer Schulen sind aufgefordert, diesen Tag mit kreativen Ideen eigenverantwortlich zu gestalten. Ansprechpartner im Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur: Dr. Olaf Zucht (E-Mail: Olaf.Zucht@tmbwk.thueringen.de; Tel: 0361/37 94 592)
Jeder Schule steht kostenfrei ein Informationspaket zu. Bei Bedarf können die Schulen weitere Sätze der z. T. kostenpflichtigen Materialien unmittelbar bei der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) bestellen. Für den Versand der kostenfreien Ansichtsexemplare bittet die bpb um postalische oder Per-Fax-Zusendung des Online-Bestellformulars mit Schulstempel; das Bestellfax ist abrufbar unter: http://www.bpb.de/euprojekttag.
Fortbildung für Lehrer zum „Jugendschutz im Internet sowie Möglichkeiten des medienpädagogischen Handelns“
Die Vermittlung von Kenntnissen zu den Themen Virtuelle Welten, Kauf im Internet, Chat und Instant Messaging, Social Networks und zum Gesetzlichen Jugendmedienschutz sowie zu Möglichkeiten medienpädagogischen Handelns sind Gegenstand der Schulung. In Form von aktiver Computerarbeit, Diskussionen, aber auch im Rahmen von Gruppenarbeit werden anhand konkreter Beispiele die Inhalte vermittelt. Umfangreiches Schulungsmaterial wird bereit gestellt. Die Fortbildung findet am 16./17. Juni 2010 in Brotterode statt. Weitere Informationen finden Sie auf dem Thüringer Schulportal unter https://www.schulportal-thueringen.de/web/guest/bildung_medien/start. Lehrkräfte können sich ab sofort über TIS anmelden.
Fortbildungskurse für deutsche Lehrkräfte in Belgien 2010
Kursangebot der flämischen Gemeinschaft:
«Motivierung im Französischunterricht»
(Kurssprache: Französisch, gute passive Englischkenntnisse von Vorteil)
Termin: 26.09.- 01.10.2010
Ort: Ostende/Brügge
Kursangebot der französischen und deutschen Gemeinschaft:
«Apprentissage des langues étrangères»
(Arbeitssprache: Französisch und Deutsch)
Termin: 17.10. – 24.10.2010
Ort: Brüssel
Bevorzugte Zielgruppe: Multiplikatoren und Lehrkräfte des Sekundarbereichs II (auch berufsbildende Schulen)
Die Kurskosten und die Kosten für Unterkunft und Verpflegung werden von der belgischen Seite übernommen. Die Reisekosten sind von den Kursteilnehmern zu tragen. Die Bewerbungsunterlagen sind in Kürze abrufbar unter:
http://www.kmk-pad.org/de/lehrkraefte-im-schuldienst/ oder
http://www.thueringen.de/de/tmbwk/eu_internationales/bildung/allgemein_bildende_schulen/lehrer/
Die Bewerbungsunterlagen sind bis zum 19. Mai 2010 an das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Ref. 24 zu senden. Für Anfragen steht Ihnen Referat 24 (Frau Uthleb, Tel. 0361 3794253, E-Mail: Anja.Uthleb@tkm.thueringen.de) zur Verfügung.
Thüringer JuniorAkademie
Das Bildungscamp Christes organisiert seit 2008 im Auftrag des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur mit Koordinierung durch „Bildung und Begabung e.V.“ in Bonn im Freistaat Thüringen die Thüringer JuniorAkademie. Diesjährig wird vom 18. Juli bis 30. Juli 2010 die JuniorAkademie in Zella-Mehlis durchgeführt. Die JuniorAkademie in Thüringen steht offen für Jugendliche aller Schularten der Klassen 7 bis 9, die zu besonderen Leistungen befähigt sind, über eine hohe Leistungsbereitschaft verfügen und großes Interesse am Besuch einer solchen Akademie haben. Die Bewerbung mit der entsprechenden Empfehlung erfolgt per E-Mail oder per Post bis zum 14. Mai 2010 an das Bildungscamp Christes e.V., Meininger Str. 21b, 98547 Christes (E-Mail: bildungscamp@aol.com). Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.bildungscamp.de
F) Verschiedenes
START-Schülerstipendium für engagierte Jugendliche mit Migrationshintergrund
In Thüringen werden ab sofort wieder gesellschaftlich engagierte und leistungsstarke Schüler mit Migrationshintergrund für das START-Stipendienprogramm gesucht. Mindestens neun Stipendienplätze stellt die START-Stiftung – ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung – gemeinsam mit fünf Partnern für das Schuljahr 2010/11 zur Verfügung. Vom 1. März 2010 bis zum 30. April 2010 können sich interessierte Schüler der Klassenstufen 9 und 10 (bei 13-jähriger Schulzeit) bzw. 8 und 9 (bei 12-jähriger Schulzeit) unter http://www.start-stiftung.de bewerben.
Schülerstipendium FairTalent jetzt auch in Thüringen
Nach dem Erfolg des Stipendienprogramms „Fit für Verantwortung“ startet die Roland Berger Stiftung das Programm FairTalent, das durch die Deutsche Bank ermöglicht wird. FairTalent fördert begabte, sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche in den Bundesländern Hessen, Sachsen und Thüringen. Pro Bundesland werden 50 Plätze vergeben. Die Bewerbungsunterlagen wurden Anfang Februar an die Schulen verschickt. Bewerben können sich Kinder und Jugendliche von der 1. Grundschulklasse bis zur 11. Klasse der allgemein bildenden Schulen. Das Ziel der Förderung ist das Erreichen der Hochschulreife. Weitere Informationen unter: http://www.rolandbergerstiftung.org/
VCD-Jugendkampagne „FahrRad! Fürs Klima auf Tour“ 2010
Teilnahmemöglichkeiten für Schulklassen und Jugendgruppen an der Jugendkampagne „FahrRad! Fürs Klima auf Tour“ des Vereins „Verkehrsclub Deutschland E.V. (VCD)“. Die Teilnehmer sollen das Fahrrad nicht nur auf dem Weg zur Schule, sondern auch in der Freizeit einsetzen. Durch die real erradelten Kilometer werden sie eine 2.641 Kilometer lange virtuelle
Radtour durch Deutschland – mit Exkursionsmöglichkeiten ins europäische Ausland – symbolisch bewältigen. Die Jugendlichen sollen zwischen 12 und 18 Jahren alt sein. Voraussetzung ist die Koordination durch eine Lehrkraft oder im Freizeitbereich durch Gruppenleiter oder Trainer. Anmeldungen sind im Internet unter http://www.klima-tour.de möglich.
G) In eigener Sache
Alle Bezeichnungen gelten für beide Geschlechter.
Redaktionsschluss für den nächsten Rundbrief ist am 15. April 2010.
Ihr Ansprechpartner im TMBWK in Sachen Internet-Präsentation und Rundbrief:
Gerd Schwinger, Pressesprecher
Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Postfach 90 04 63, 99107 Erfurt
Telefon: (0361) 37 94 606
Telefax: (0361) 37 94 638
Internet: http://www.thueringen.de/de/tmbwk/aktuell/pressedaten/newsletter/
Fünf Thüringer Nachhaltigkeitsprojekte ausgezeichnet
Umweltminister Jürgen Reinholz (CDU) kann sich über fünf Thüringer Nachhaltigkeitsprojekt-Preisträger freuen.
Fünf Thüringer Nachhaltigkeitsprojekte sind am Mittwoch in Köln vom Nationalkomitee der UN-Dekade “Bildung für nachhaltige Entwicklung” ausgezeichnet worden. “Die Projekte zeigen, wie der abstrakte Begriff Nachhaltigkeit mit Leben erfüllt werden kann”, sagte Umweltminister Jürgen Reinholz (CDU).
Erfurt/Köln. “Kreativ wird vermittelt, wie wir schonend mit den vorhandenen Gütern umgehen und sie für unsere Kinder und Kindeskinder bewahren können”, fügte er hinzu.
Ausgezeichnet wurden laut Ministerium das Streuobstwiesenprojekt “Von der Blüte bis zum Most” im Naturpark Kyffhäuser sowie die Projekte “Prima-Klima-Lebensstil” des Verbandes Naturpark Thüringer Wald, “Energiegarten – Lehrveranstaltungen zur Entwicklung des Orts- und Landschaftsbildes mit Erneuerbaren Energien” der Fachhochschule Erfurt, “Gesünder leben lernen» der Staatlichen Grundschule «Heinrich Heine» in Uhlstädt sowie “Kurs 21 – Kooperationsnetz von Unternehmen der Region und Schulen im 21. Jahrhundert” des Bildungswerks der Thüringer Wirtschaft und des Landkreises Altenburger Land.
Die Projekte erhalten mit ihrer Auszeichnung eine Fahne, einen Stempel, eine Urkunde sowie das Logo der UN-Dekade mit dem Zusatz “Offizielles Projekt der Weltdekade”, mit dem sie in der Öffentlichkeit werben können.
Dem Umweltministerium zufolge ist die Dekade “Bildung für nachhaltige Entwicklung” eine internationale Bildungsinitiative der Vereinten Nationen. Die Staaten hätten sich dabei verpflichtet, in den Jahren 2005 bis 2014 das Konzept “Nachhaltigkeit lernen” zu stärken. Die Deutsche UNESCO-Kommission koordiniere die Aktivitäten zur UN-Dekade in Deutschland.
Korbwürfe auf Englisch
17.03.10 / ddp
Rollstuhlbasketball auf Englisch und ein Integratives Spielsportfest – Kinder und Jugendliche bekommen einiges geboten beim Verein Reha-Sport-Bildung in Elxleben.
Elxleben/Erfurt. Sport auf Englisch – das haben die Schüler des Erfurter Sportgymnasiums schon zweimal erlebt, dank Taz Capasso. Der US-amerikanische Nationalspieler aus Denver/Colorado ist Gastspieler beim Oettinger RSB Team Thüringen in der 2. Bundesliga im Rollstuhlbasketball – und wie das gespielt wird, zeigte er den Mädchen und Jungen in Theorie und Praxis.
Über die sportlichen Hintergründe von Rollstuhlbasketball erfuhren sie ebenso etwas wie über Capassos Alltag in den USA – alles auf Englisch. Danach ging es in die Sporthalle. Für das praktische Training hatte der Thüringer Behinderten- und Rehabilitationssportverband, der die außergewöhnlichen Schulstunden organisiert hatte, eigens zehn Sportrollstühle mitgebracht, damit Kinder und Lehrer sich ausprobieren konnten – Rollstuhlbasketball kann durchaus auch von Menschen ohne Behinderung gespielt werden. Drehungen und Stops, das Aufnehmen des Balls, Passen und Korbwürfe, alles wurde geübt. Und bei der abschließenden Partie Jungen gegen Mädchen zeigten sich die Mädchen als eindeutig besseres Team. Jeder bekam eine Urkunde vom Workshop und ein Autogramm von Capasso.
Die Azubis und FSJler des Vereins Reha-Sport-Bildung in Elxleben bereiten in Eigenregie das Integrative Spielsporfest vor.
Derweil liefen und laufen beim Verein Reha-Sport-Bildung in Elxleben, bei dem die Zweitliga-Rollstuhlbasketballer zu Hause sind, die Vorbereitungen zum Integrativen Spielsportfest für Kinder, das am Sonntag, 22. März, um 10 Uhr im Landessportzentrum in der Osterlange 13 beginnt. Gestaltet wird es komplett von den Azubis und den Freiwilligen im Sozialen Jahr des Vereins. Sie treffen Entscheidungen, übernehmen Verantwortung und arbeiten im Team zusammen. Das Fest haben sie selbstständig erarbeitet und geplant, werden es eigenständig durchführen und kontrollieren.
Sie haben Stations- und Staffelspiele vorbereitet, für Einzelne und für Mannschaften. Nach der Mittagspause gibt es ein freies Spielangebot mit Fußball, Badminton, Bowling, kleinen Spielen mit Schwungtuch und Luftballons sowie vielem mehr. Und zum Abschluss gibt es auch eine Siegerehrung. Mitmachen können alle Kinder von acht bis 14 Jahren; dabei sind schon die Christophorus- und die Körperbehindertenschule aus Erfurt sowie die RSB Rolli Kids – der Nachwuchs der Rollstuhlbasketballer. Anmeldungen fürs Spielsportfest unter Tel. (03 62 01) 811-0
Bildungsmodell soll auf mehr Kommunen übertragen werden
17.03.10 / TLZ
Das Bildungsministerium will das Bildungsmodell «Neue Lernkultur in den Kommunen» (Nelecom) auf mehr Thüringer Kommunen übertragen. Foto: Andrea Fricke
Das Bildungsministerium will das Bildungsmodell «Neue Lernkultur in den Kommunen» (Nelecom) auf mehr Thüringer Kommunen übertragen. Die Erfahrungen mit den elf Kommunen, die an der zweijährigen Pilotphase teilgenommen hätten, seien positiv, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Montag in Erfurt.
Erfurt. Ziel sei es gewesen, Partner in den Kommunen, die mit Erziehung und Bildung zu tun haben, zusammenzubringen. Zu den Partnern können laut Sprecher Familien, kulturelle und soziale Einrichtungen, Vereine, Kirche oder Wirtschaft gehören. So hätten sich Schüler des Gymnasiums Dingelstädt als Babysitter für junge Familien ausbilden lassen. In Mühlhausen seien Leseomas und -opas in Kindergärten und Grundschulen gegangen, um dort den Kindern vorzulesen.
Der CDU-Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Bildungsausschusses Mario VoigtMario Voigt lobte das Projekt. Damit sei das Konzept der eigenverantwortlichen Schule um eine kommunale Dimension erweitert worden. «Die Weichen wurden in Richtung auf eine Bildungslandschaft gestellt, die junge Menschen optimal fördert, sie beteiligt und einbezieht», sagte er.
Das Projekt «Nelecom» startete den Angaben nach im März 2008 an vier Kommunen, an die weitere sieben Kommunen in einem Netzwerk angeschlossen waren. Unterstützt wurde es vom Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung.
NELECOM – Was ist das? siehe Thüringer Bildungsmodell nelecom http://www.nelecom.de
15.03.10 / ddp
Die 40-Stunden-Woche
Ganztagsschule
Schule von morgens bis abends klappt nur, wenn das pädagogische Konzept stimmt. Was eine gute Ganztagsschule ausmacht und woran Eltern erkennen, ob sie etwas taugt.
Von FOCUS-SCHULE-Redakteurin Anke Helle
Bei einer Ganztagsschule entscheidet das pädagogische Konzept Für unsere Nachbarn in Frankreich oder England gehört sie seit Jahrzehnten zum Alltag. Auch in Deutschland setzt sie sich immer mehr durch: die Ganztagsschule. Im Jahr 2008 verbrachten fast zwei Millionen Schüler jede Woche etwa 40 Stunden an der eigenen Schule. Das sind 75 Prozent mehr als noch vier Jahre zuvor. Ein Boom, der nicht zuletzt auf ein vier Milliarden Euro umfassendes Förderpaket der Bundesregierung zurückzuführen ist.
DIE Ganztagsschule gibt es hierzulande bis heute nicht. Stattdessen existieren drei verschiedene Arten: Die „offene“ Ganztagsschule, an der Eltern ihre Kinder freiwillig für ein Nachmittagsprogramm anmelden können. Dieses hat jedoch meist nur den Charakter einer Hausaufgabenbetreuung. In der „gebundenen“ Form sind alle Schüler verpflichtet, am Ganztagsunterricht teilzunehmen. „Teilweise gebundene“ Schulen bieten je nach Klasse beide Möglichkeiten an.
Qual der Wahl: Jede Variante hat Vor- und Nachteile. „Eine Familie sollte die Schule aussuchen, die zu den individuellen Bedürfnissen passt“, sagt Thomas Schnetzer von der Uni Dortmund. Der Ganztagsschulexperte erklärt: „Trotz aller Unterschiede gibt es Kriterien, die jede gute Ganztagsschule erfüllen sollte.“ FOCUS-SCHULE hat die wichtigsten zusammengestellt. Ob eine Schule die Voraussetzungen erfüllt, lässt sich bei einem Besuch und im Gespräch mit der Schulleitung feststellen. Infos unter www.ganztaegig-lernen.de. Ganztagsschul-Check
19.03.2007
Unterricht am Nachmittag – top oder Flop?
Pädagogik
Keine Frage: An einer Ganztagsschule sollte der pädagogische Anspruch bei allen Aktivitäten im Vordergrund stehen. Trotzdem bedeutet das nicht, dass die Schüler immer pauken müssen. Im Idealfall stehen Konzentrations- und Entspannungsphasen im ständigen Wechsel. Das Problem: Im traditionellen 45-Minuten-Unterricht besteht kaum Spielraum für eine individuelle Anpassung des Rhythmus. Sinnvoller sind deshalb 60- oder sogar 90-minütige Lerneinheiten. Zudem schaffen immer mehr Schulen die Unruhe stiftende Pausenglocke ab. Stattdessen können Lehrer in Eigenregie entscheiden, wann ihre Schüler Erholung benötigen.
Individuelle Förderung
Einer der wichtigsten pädagogischen Vorteile der Ganztagsschule ist die Nähe der Lehrer zu ihren Schülern. Das Verhalten der Kinder beim Mittagessen und im Zusammenspiel mit den Freunden gibt den Pädagogen Aufschluss über die Persönlichkeit ihrer Schützlinge und bildet damit eine gute Basis, um den Einzelnen auch im Unterricht nach seinen individuellen Bedürfnissen fördern zu können. Ein gut durchdachter Tagesablauf bietet zudem Raum für selbstbestimmte Lernzeiten. In diesen sollen Schüler eigenständig arbeiten und eventuelle Wissenslücken schließen. Gerade in diesen Phasen ist es wichtig, dass fachlich qualifiziertes Personal zur Verfügung steht, das sowohl auf Schwächen als auch auf Stärken eingehen kann. Der Vorteil: Die tägliche Übung des Gelernten lässt Hausaufgaben in der Regel überflüssig werden.
Außerschulische Angebote
An Ganztagsschulen vermischen sich die Bereiche Unterricht und Freizeit. Kinder, die nach 16 Uhr nach Hause kommen, haben keine Lust mehr auf Schwimm- oder Flötenkurse. Durchdachte Schulkonzepte integrieren solche Angebote in den Stundenplan. Etwa durch Kooperationen mit den örtlichen Musik- oder Sportvereinen. Auch hier spielt die individuelle Förderung eine große Rolle: Ein vielfältiges Angebot erlaubt es den Schülern, sich in Bereichen auszuprobieren, die sie sonst vielleicht nicht kennen gelernt hätten (z.B. im Tischlern). Für gebundene Ganztagsschulen besonders attraktiv sind Projekte, die Unterricht und außerschulische Angebote miteinander verknüpfen. Etwa ein Förster, der die Kinder auf Abenteuertrips in den Wald mitnimmt und dessen Fundstücke in Biologie und Kunst betrachtet und verarbeitet werden.
Qualifiziertes Team
Mit der Ausweitung der Stunden entstehen auch neue Einsatzgebiete: Wenn die Eltern am Nachmittag als Zuhörer oder Hausaufgabencoach wegfallen, braucht es einen Ersatz zum Seelestreicheln und Grenzensetzen. Die Folge: Das klassische Personal braucht für ein Ganztagsprogramm Verstärkung. Im Idealfall ist ein Team aus Sozialarbeitern und -pädagogen vor Ort, die bei schulischen und persönlichen Problemen zur Seite stehen. Die Zuständigkeitsbereiche der Lehrkräfte müssen klar definiert sein. Gleichzeitig ist eine enge Zusammenarbeit, etwa zwischen Lehrern und Sozialarbeiter, aber unverzichtbar. Um Koordinationsprobleme zu vermeiden, ist die Stelle eines Ganztagsleiters sinnvoll. Er behält den Überblick und koordiniert das innerschulische Netzwerk.
Ansprechendes Ambiente
An keinem Ort verbringen unsere Kinder mehr Zeit als an der Ganztagsschule. Deshalb ist es wichtig, dass sich die Schüler dort wohlfühlen. Ruhige Farben an den Wänden und gemütliche Möbel sind für die richtige Atmosphäre ebenso wichtig wie ein großräumiges Schulgelände, das Raum zum Toben und Rennen bietet. Auch ein Schülercafé für den Snack zwischendurch und ein Ruheraum für alle diejenigen, denen der Trubel zu viel geworden ist, gehören zur Grundausstattung. Eine Rückzugsmöglichkeit im Ganztagsbetrieb brauchen aber nicht nur die Kleinen: Lehrkräfte, die über einen eigenen Arbeitsbereich verfügen, bereiten sich dort besser vor als auf einem beengten Sitzplatz im überfüllten Lehrerzimmer.
Gesundes Mittagessen
Neben dem fachlichen Unterricht sollte auch das soziale Lernen eine zentrale Rolle in jedem Ganztagskonzept spielen. Eine jahrgangsübergreifende Mittagspause gibt den Schülern die Gelegenheit, Kontakte zu anderen Klassen zu knüpfen. Eine gute Mensa ist deshalb so großzügig ausgestattet und gebaut, dass zumindest ein Großteil der Kinder gleichzeitig darin essen kann. Damit auch nach dem Essen genug Zeit zum Tratschen, Spielen und Toben bleibt, sollte die Mittagspause mindestens eine Stunde dauern. Problematisch: Eine warme Mahlzeit ist leider an einigen deutschen Schulen immer noch kein Standard. Dabei ist nicht nur das ein Muss, sondern auch die Auswahlmöglichkeiten im Menü: etwa ein tägliches Alternativgericht für Vegetarier.
Rechenfehler kapieren
Mathematik
Subtrahieren ist für Grundschüler oft schwieriger als addieren. Warum das so ist und was sie brauchen, um in Mathe mitzukommen.
Von FOCUS-SCHULE-Redakteurin Simone Scheufler
Nicht jedes Kind mit Rechenproblemen hat eine Dyskalkulie Elf minus neun ist eins, glaubt Katrin. Weil nur eine Zahl dazwischen liegt, die Zehn. Auch wenn der Lösungsansatz nicht korrekt ist, unlogisch ist er nicht. Er folgt einer ganz eigenen Systematik, leider aber der falschen.
Doch selbst wenn das Ergebnis stimmt, muss der Weg dorthin noch lange nicht geradlinig richtig verlaufen. Wer wie Max bei Mathe-Aufgaben lieber an den Fingern abzählt, statt im Kopf zu rechnen, bedient sich gern verschiedener Tricks. Der trainierte Zähler glaubt beispielsweise, dass das mit der Elf in der Aufgabenstellung gar nicht so gemeint sein kann. Will man nämlich durch Rückwärtszählen zum richtigen Ergebnis kommen, muss man ein Zahlwort weiter unten anfangen, also bei der Zehn. Sein Trick hat funktioniert, wenn die Lehrerin ein lachendes Gesicht unter die Hausaufgaben malt und Mama und Papa zufrieden sind.
„Rechenschwache Kinder sind in der Regel auf der Stufe des zählenden Rechners stehengeblieben“, erklärt Katja Rochmann die eigenwillige Herangehensweise an die Welt der Mathematik. Die Diplomsoziologin arbeitet als integrative Dyskalkulietherapeutin am Osnabrücker Zentrum für mathematisches Lernen. Sie erzählt von einem Erstklässler, der bei oben gestellter Aufgabe gleich zu Beginn kapituliert, als er feststellen muss, dass an seinen Händen nur zehn Finger sind. Von elf runterzuzählen ist für ihn nicht möglich, die Aufgabe somit unlösbar. Doch selbst clevere Zähler scheitern an ihrer Methode spätestens, wenn sich der Zahlenraum in der zweiten Klasse bis 100 erweitert.
Zählen ist nicht gleich Zählen. Alle Kinder nähern sich so dem Rechnen, wenn sie in die Schule kommen. Nur wissen manche, wenn sie von eins bis fünf zählen, dass die zuletzt genannte Zahl die Größe der Gesamtmenge angibt. Im Fachjargon nennt man das den kardinalen Zahlenbegriff: Das heißt, die Menge fünf beinhaltet auch eins, zwei, drei und vier. An dieses Vorwissen können viele Kinder in der ersten Klasse anknüpfen. Andere haben bei der Einschulung diese Fertigkeiten noch nicht entwickelt.
Das Problem mit dem Teile-Ganze-Konzept
„Es gibt wesentliche Gründe, warum sich Kinder mit der Subtraktion so schwer tun: Ihnen ist nicht geläufig, dass sich plus und minus in Umkehroperationen aufeinander beziehen“, erklärt Rochmann. „Wird die eine Rechenart nicht verstanden, bleibt dies nicht ohne negative Folgen für die andere Rechenoperation.“ Ein Beispiel: Liegen vier Würfel auf dem Tisch und man fügt drei hinzu, wissen die meisten Kinder: „Dazutun“ bedeutet „Plusrechnen“, also 4 + 3 = 7. Nimmt man von sieben Würfeln drei weg und schiebt sie zur Seite, sagen sich manche: „Hier liegen 4 und dort 3, also rechne ich 4 – 3.“ So kommen sie zwangsläufig auf das Ergebnis 1.
„Die Kinder gucken auf die Würfel, wie sie sie bei der Addition betrachtet haben“, analysiert Rochmann den Mathe-Irrtum. „Sie haben die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Rechenoperationen nicht verstanden. Das Teile-Ganze-Konzept von Plus und Minus ist ihnen fremd.“ Bei einer Addition fügt man zwei Teile zu einer Gesamtmenge zusammen. Bei der Subtraktion nimmt man aus der Gesamtanzahl einen Teil heraus, und einer bleibt übrig. „Kinder, die diesen Zusammenhang verstanden haben, lösen Aufgaben wie 3 + 4 = 7 und 7 – 3 = 4 spielend, weil das für sie gar keine neue Anforderung mehr ist“, sagt Rochmann. Dann sind auch Platzhalteraufgaben wie – 4 = 3 kein Problem. Daran scheitern Schüler, die die Logik der Rechenoperationen nicht kapiert haben. Bilanz ziehen
Falsche Rechenstrategien sollten noch während der Grundschulzeit verbessert werden Noch mehr üben hilft dann nicht. „Wenn man mit einem Kind übt, das kein Verständnis dafür hat, was geübt wird, nimmt es sich hier und da mal ein Bruchstück mit. Mathe wird so zu einem Erlernen von Tricks. Kombiniert mit Zählverfahren ist das eine ungesunde Mischung“, warnt Expertin Rochmann, weil so Fehlstrategien verfestigt und perfektioniert werden könnten. Trotzdem kann man auch mit falschen Methoden auf richtige Ergebnisse kommen, wenn die angeeigneten Tricks zufällig auf die Aufgabenstellung passen. Sobald sich diese aber ändert, blickt das Kind nicht mehr durch und weiß noch nicht einmal, warum. Schließlich ist es ja genauso vorgegangen wie immer.
Beherrschen Jungen Mathematik besser als Mädchen?
Gefragt von Schule Wächst sich das aus? „Dagegen spricht schon der hierarchische Aufbau der Mathematik. Man braucht alles Vorwissen für den nächsten Stoff“, sagt Rochmann. So werden die Basisrechenarten – Plus und Minus – in der zweiten Klasse verknüpft mit der Multiplikation und Division. Die Multiplikation ist das fortgesetzte Addieren gleicher Teilmengen, also 3 2 = 2 + 2 + 2 = 6. „Geteiltrechnen“ ist einerseits die Umkehrung der Multiplikation und gleichzeitig auch eine Subtraktion, weil man immer gleich große Teile von einer Gesamtmenge wegnimmt: Bei 12 : 4 nimmt man von 12 immer 4 weg, genau dreimal.
In Ruhe nochmals erklären
Am Ende der ersten Klasse empfiehlt Rochmann, Bilanz zu ziehen, wenn sich die Fehler häufen. Falsche Rechenstrategien haben sich dann noch nicht verfestigt. Das Wichtigste sei, zuerst herauszufinden, wie die Kinder zu ihren falschen Ergebnissen kommen. Die Expertin weiß aus Erfahrung: „Nicht jedes Kind mit Rechenproblemen hat eine Dyskalkulie. Vielen hilft es schon, wenn man ihnen eine Sache nochmals in Ruhe erklärt. Wie Eltern bei Mathe-Stress unterstützend eingreifen können
- Am Ende der ersten Klasse sollten Kinder Platzhalteraufgaben wie 7 – = 2 lösen können. Benutzt ein angehender Zweitklässler beim Rechnen – versteckt oder sichtbar – noch seine Finger zum Zählen, sollten Eltern alarmiert sein. Besprechen Sie mit dem Lehrer, was zu tun ist.
- Bilanz ziehen nach einer gewissen Zeit des Übens: Hat das Geübte Bestand? Oder muss man immer wieder von vorn anfangen? Macht das Kind Fortschritte? Kann es Aufgaben auch ohne Hilfe der Eltern erledigen? Dauern die Mathe-Hausaufgaben unverhältnismäßig lange?
- Schwachstellen finden: Was hat das Kind nicht verstanden? Wie kommt es zu seiner Lösung? Welche Irrtümer haben sich entwickelt? Mit der Analyse der Rechenprobleme sind Eltern in der Regel überfordert. Die Situation zu Hause ist oft schon angespannt, sodass man sich besser professionelle Hilfe von Lehrern oder Lerntherapeuten holt.
- Infos und Adressen zu außerschulischen Hilfen (wie Dyskalkulie-therapeuten) finden Eltern zum Beispiel unter www.arbeitskreis-lernforschung.de. Dort kann man kostenlos „Symptomfragebögen“ für Vorschule, Grundschule und Mittelstufe herunterladen.
„Bloß kein minus… … lieber plus!“ (Arbeitskreis des Zentrums für angewandte Lernforschung, 9,80 Euro) erklärt an vielen Beispielen, wie Lehrer rechenschwache Kinder fördern können.
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Klasse Sylke, Deine Ansage ist Poesie. Fiel mir vorhin gar nicht gleich auf
Danke, dass Du nun immer regelmäßig mit zum Spiegelteam gehörst. BTW: Das Lob geht aber auch an Alex, Ralf, Axel und Martin für die Stunden, die Ihr hier in die Seiten investiert habt.
Lieber Sören, das Lob und der Dank gehören auch dir und Nico. Ohne Euch wären diese Seiten sicher kein Mercedes mit Vormarsch in Richtung Porsche.