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Pressespiegel vom 16. Januar 2010

Axel Hoppe | 16. Januar 2010 | 12:42 Uhr
Vorlesen mit webReader

Nordpark: Ski und Rodel gut

Quelle: Thüringer Allgemeine

Elf Grundschulklassen der Erfurter Riethschule bestreiten am kommenden Mittwoch den 2. Erfurter Skischultag. Außergewöhnlich, aber praktisch: Sie können zu Fuß anrücken. ERFURT (mao). “Eine der Wetterlage angepasste tolle Entscheidung des Erfurter Schulamts”, so kommentiert Gisela Völksch, Vorstand des SSV 02 und Vizepräsidentin des Thüringer Skiverbands, die Verlegung vom Rennsteig zum Nordpark mitten in der Stadt. Im Vorjahr waren 180 Schüler der Urbicher Grundschule mit Bussen zur Schmücke gefahren (LEV Pressespiegelteam berichtete). In Erfurt blühten damals Schneeglöckchen auf grüner Wiese. Für den Schulskitag können sich Grundschulen bewerben, die Schule mit dem überzeugendsten Sportkonzept bekommt den Zuschlag für die Teilnahme. Das Motto für die Erst- und Zweitklässler lautet “Spiel und Spaß im Schnee”. Dazu gehören Schneemannbau, Schlittenslalom, Schneeballziel und -weitwurf sowie Schneebrettlauf. Die Dritt- und Viertklässler versuchen sich unter professioneller Anleitung von Trainern (und unterteilt in Anfänger, Fortgeschrittene und Könner) im Skilanglauf und Rodeln. “Noch sind ein paar Probleme zu lösen, etwa die Bereitstellung von genügend Leihskiern für die Schüler”, so Völksch, “aber ich bin sicher, dass wir alles hinkriegen und am Dienstag einen tollen Wintersporttag erleben werden.” 15.01.2010

2400 neue Stellen für Erzieherinnen

Quelle: Thüringer Allgemeine

ERFURT: 2400 neue Stellen für Erzieherinnen Mit dem neuen Gesetz ist jetzt ein besserer Betreuungsschlüssel auf dem Weg. TA-Foto: Ralf EHRLICH Die Fraktionen von Union und SPD im Thüringer Landtag haben sich offenbar auf einen Entwurf für ein neues Kindergarten-Gesetz geeinigt. Nur an zwei Punkten sei man noch uneinig, diese beträfen aber nicht den Kern des Gesetzes, sagte CDU-Fraktionschef Mike Mohring heute auf einer Pressekonferenz in Volkenroda. So sei abgemacht, dass die Zahl der Erzieherinnen pro Kind sich nach den Vorgaben des Volksbegehrens “Für eine bessere Familienpolitik” richte. Dadurch würden ungefähr 2400 neue Stellen für Erzieherinnen geschaffen, erklärte Mohring. Uneinig sei man noch bei der Abschätzung der Folgekosten. Während die SPD fordere, dass allein das Land für die Kosten aufkommt, will die CDU das bisherige Finanzierungssystem beibehalten, nach dem Land, Kommunen und Eltern die Kosten tragen. Strittig sei auch noch, ob Elternverbände nur dann gefördert werden, wenn sie dem Arbeitskreis Familien beitreten. Das seien aber Details, an denen eine Einigung nicht scheitern werde. “Wir können uns schon mit den Fingerspitzen die Hand geben”, sagte Mohring. Eine Sprecherin der SPD-Fraktion bestätigte gegenüber “Thüringer Allgemeine” diese Angaben. 15.01.2010 19:10 Uhr Thüringer Allgemeine

Amokübung in leer stehender Schule

Quelle: Thüringer Allgemeine

ROTTENBACH: Amokübung in leer stehender Schule Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte üben seit heute Nachmittag in Rottenbach (Kreis Saalfeld-Rudolstadt) den Einsatz bei einem Amoklauf. Die Polizei hatte zuvor den Hinweis erhalten, dass in einer Schule ein bewaffneter Amokläufer unterwegs ist und um sich geschossen haben soll. Beamte der Polizeiinspektion in Saalfeld versuchten darauf, den Täter zu stellen und das Areal zu sichern. Etwa 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Rettungsdienste und vom Katastrophenschutz sind noch mit der Versorgung der zahlreichen verletzten Schüler und Lehrer beschäftigt. Die Übung findet in einem leer stehenden Schulgebäude am Ortsrand von Rottenbach statt. Damit der Einsatz echt wirkt, wurden mehreren Dutzend Laiendarstellern teilweise schwere Verletzungen angeschminkt. Pyrotschnik ist außerdem zum Einsatz gekommen und die Feuerwehr musste mehrere Brände löschen. Mehr zum Thema: 15.01.2010 14:12 Uhr TA

Evangelische Grundschule: Einfluss aufs Schulnetz?

Quelle: Thüringer Allgemeine

SÖMMERDA. Der geplante Aufbau einer Evangelischen Grundschule in Sömmerda wird aufmerksam verfolgt. Die Linksfraktion wollte den Landrat beauftragen, den Kreistag über den konkreten Planungsstand dafür zu unterrichten, fiel mit ihrem Antrag aber durch. Besonders um Konsequenzen für vorhandene Grundschulstandorte, Schülerzahlen, den Schülertransport und finanzielle Auswirkungen ging es der Fraktion Die Linke bei ihrem Antrag in der jüngsten Kreistagssitzung. Der Landrat sollte beauftragt werden, dem Kreistag Bericht zu erstatten zum konkreten Planungsstand einschließlich der Standortentscheidung für eine Evangelische Grundschule in Sömmerda. In der Begründung zu diesem Beschlussvorschlag bezog sich der Fraktionsvorsitzende Ralf Hauboldt auf Veröffentlichungen im Lokalteil Sömmerda der “Thüringer Allgemeine” zu diesem Thema, wo auf den Standort Einstein-Regelschule verwiesen wird. Die Stiftung Finneck und die Evangelische Schulstiftung in Mitteldeutschland unterzeichneten zur Aufnahme des Betriebes im Schuljahr 2010/2011 bereits einen Kooperationsvertrag für dieses Schulprojekt (TA berichtete). “Noch im November 2009 hatte der Landrat auf Anfrage der Fraktion Die Linke im Kreistag Sömmerda die Situation als nicht öffentlichkeitstauglich eingeschätzt”, führt die Linksfraktion weiter an. Da dieser Sachverhalt aber zu einem mittelbaren Eingriff in die Schulnetzkonzeption des Landkreises führe, sei zu prüfen, ob eine Entscheidung im Kreistag herbeizuführen ist.”Ich bin es leid, aus der Presse den Sachstand in Erfahrung zu bringen”, so Hauboldt. Es entstehe hier ein Mitbewerber im Grundschulbereich und der Kampf um jede Grundschule im Landkreis sei in der Vergangenheit immens gewesen, die Schülerzahl teilweise sehr dünn. Dieter Gawlich (Linke) betonte, er sei grundsätzlich für die Schaffung der Grundschule, aber es werfe doch einige Fragen auf. Schülerzahlen und Lehrerstunden würden tangiert und die Räumlichkeiten seien keine dauerhafte Lösung. Auch SPD-Fraktionschef Jörg Hopfe äußerte, eine solche Grundschule durchaus für überlegenswert zu halten, aber Informationen über die Auswirkungen seien doch nötig. Als “überzogen” bezeichnete Landrat Rüdiger Dohndorf (CDU) das Ganze. Informationen habe es in den Ausschüssen gegeben, der Antrag der Linken sei entbehrlich. Bei der Evangelischen Grundschule handele es sich um eine Schule in freier Trägerschaft, die nichts mit dem Landkreis zu tun habe. Das Recht dazu sei im Schulgesetz niedergeschrieben, die Genehmigung erteile das Kultusministerium. Der Schulträger habe keinen Anspruch auf Finanzen aus dem Kreishaushalt. Er miete vier Räume in der Einstein-Schule, die nicht benötigt werden. In Punkto Schülerzahlen sei diese Schule genauso ein Einflussfaktor wie Wegzüge etc. “Dass das so gravierend ist, dass unsere Grundschulen zusammenbrechen, kann ich mir nicht vorstellen”, so Dohndorf. Über den Antrag der Linken wurde dann gar nicht abgestimmt. Von Ilona STARK 15.01.2010

Nadelöhr für Schulbus zu eng

Quelle: Thüringer Allgemeine , Lokalredaktion Weimar

Etwa 40 Schüler aus dem Nordkreis kamen gestern zu spät zum Unterricht nach Buttelstedt. Auf dem Weg vom kleinen Weiden in die Stadt wurde ihr Schulbus in einen Unfall verwickelt. BUTTELSTEDT. Die Engstelle in Buttelstedts Raupengasse gilt als schmalste Passage der Stadt, auf der Busse und Lkw fahren dürfen. “Schon im Sommer ist es dort problematisch, durchzukommen. Im Winter ist es wirklich riskant”, sagt Reinhard Brüggemeier, dessen Schwerstedter Omnibusbetrieb im Auftrag der OVG u. a. den Schulbus-Verkehr im nördlichen Weimarer Land absichert. Gestern Morgen wurde das Nadelöhr einem seiner Fahrer zum Verhängnis. Der Schulbus hatte bereits etwa 40 Kinder aus Ramsla, Schwerstedt, Krautheim, Haindorf und Weiden an Bord, als er auf dem Rückweg in Buttelstedt die Raupengasse passieren wollte. Der zum Straßenrand geschobene Schnee und parkende Pkw hatten die schmale Fahrbahn noch weiter eingeengt. Beim Versuch, im Schritttempo auf den Gehweg auszuweichen, rutschte der Bus jedoch vom Bordstein und rammte einen parkenden Golf. Glück im Unglück: Keinem der Kinder im Bus stieß dabei etwas zu. Und auch der Schaden an den Fahrzeugen schien sich in Grenzen zu halten. Konsequenzen hatte der Vorfall dennoch: Bis die Polizei die Unfallaufnahme beendet hatte, vergingen etwa eineinhalb Stunden. So lange mussten die Schüler drinnen ausharren und kamen deshalb zu spät zum Unterricht – erst recht jene, die in Buttelstedt umsteigen wollten, um ans Gymnasium nach Mellingen zu gelangen. Die Schüler aus Nermsdorf – die letzte morgendliche Station des Schulbusses – warteten gestern sogar gänzlich vergebens auf ihre Fahrgelegenheit zur Schule.”Wenn sich an der Parksituation in der Raupengasse nichts ändert, können wir Weiden wohl nicht mehr anfahren”, will Brüggemeier dort nicht nochmals Unfallrisiken eingehen müssen. Den Buttelstedter Ortsteil mit einem Kleinbus anzusteuern, reiche angesichts der dortigen Schülerzahl nicht aus. Und selbst ein Bus, der nur 19 Sitzplätze bietet, sei schon zu breit, um gefahrlos durchs zugeparkte Nadelöhr zu fahren. Das Problem, das dem Schulbus- und Linienverkehr im Nordkreis daraus entstehen würde, räumte Buttelstedts Bürgermeister aber noch gestern aus dem Weg. Kraft seines Amtes ordnete Joachim Ulrich nach Absprache mit dem Ordnungsamt der VG und der Verkehrsbehörde des Kreises in der Raupengasse Halteverbot an. Der Bürgermeister geht davon aus, dass der Stadtrat die Entscheidung auf seiner nächsten Sitzung mitträgt.Für die Anlieger der Raupengasse bedeutet das, ihre Fahrzeuge ab sofort einige Meter weiter entfernt abzustellen – auf den neuen Parkflächen, die die Stadt in der Grünsee angelegt hat. Zuvor sieht sich die Kommune aber in der Pflicht, dort Schnee zu schieben. Von Jens LEHNERT 15.01.2010

Kooperationspartner für Ratsgymnasium

Quelle: Thüringer Allgemeine , Lokalredaktion Erfurt

Am Donnerstag wurden im Rahmen von KURS 21 Kooperationsnetz Unternehmen der Region und Schulen drei neue Kooperationen zwischen dem Evangelischen Ratsgymnasium Erfurt und dem Augusta-Viktoria-Stift Erfurt, der Christophorus-werk Erfurt gGmbH und dem Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Kreisverband Erfurt, geschlossen. Bereits im Vorfeld der Ratifizierung fanden erste gemeinsame Aktivitäten in der Schule statt. Schwerpunkt aller drei Kooperationen ist die Vorstellung der Berufsbilder in den Unternehmen, verbunden mit Betriebsbesichtigungen. Darüber hinaus werden Praktikumsplätze für die Schülerinn und Schüler zur Verfügung gestellt und Seminarfacharbeiten begleitet. Es sollen Schautafeln der Schule und der Unternehmen entstehen, die wechselseitig über die Kooperation informieren. Im Kunstunterricht entstandene Bilder der Schülerinnen und Schüler sollen im Rahmen einer Vernissage im Augusta-Viktoria-Stift ausgestellt werden. Mit dem Christophoruswerk sind gemeinsame Musikprojekte geplant. Im Rahmen der Projekttage der Schule bietet die Johanniter-Unfall-Hilfe für die Schüler die Ausbildung zum Schulsanitäter an. Diese Ausbildung soll der Vorbereitung auf eine medizinische Ausbildung oder ein medizinisches Studium dienen. 15.01.2010 TA

Raus in den richtigen Winter

Quelle: Thüringer Allgemeine , Lokalredaktion Sömmerda

LANDKREIS. So viel weiße Pracht lockt geradezu, sich mit Schlitten oder auf Ski hinauszumachen. Kölledaer Regelschüler erlebten dabei gestern eine richtige Gaudi. In Buttstädt kommt die Schlitten-Sammlung im Förderzentrum zum Einsatz, in Haßleben geht´s aufs Eis und in Nöda auch auf die Schanze. Den Schulranzen brauchten Sechser und Neuner der Kölledaer Regelschule gestern nicht, stattdessen waren alle verfügbaren Schlitten gefragt. Für die Großen ging´s nach Battgendorf auf den Kirschberg. “Ich habe mir das vorher angeschaut. Die Schlittenstrecke war noch jungfräulich. Als Kind, kann ich mich erinnern, haben wir manchmal fast Schlange gestanden, um dort runterzufahren”, ist auch Klaus Rößler, Sportlehrer und stellvertretender Schulleiter an der Regelschule, aufgefallen, dass Kinder mit Schlitten im Stadt- und Dorfbild rarer geworden sind. Und dies nicht nur, weil es weniger Mädchen und Jungen gibt. Bewegen, und noch dazu an Winterluft, konnten sich die Kölledaer Schüler, die gestern auf Wandertag gingen, ausreichend. Denn vor dem Rodelspaß stand der Anmarsch zum Schlittenberg. Für die beiden sechsten Klassen ging es dabei zu Fuß hinauf zum Kammerforst bei Burgwenden (die Schlitten wurden per Autos transportiert). “Das ist schon ein bisschen anstrengend bei dem Schnee”, weiß Klaus Rößler. Dafür waren die Schlittenabfahrten umso schöner (an eine Möglichkeit zum Aufwärmen mit Würstchen und heißen Getränken war übrigens auch gedacht) und rück zu fuhren die Schüler mit dem Bus. Auch in Battgendorf entwickelte sich der Wandertag zu einer richtigen Schnee-Gaudi, bei der sich zeigte, dass natürlich auch Neuner noch Spaß am Rodeln haben können. Zumal die ganze Truppe dann noch Schlitten an Schlitten gebunden eine “Ausfahrt” per Traktor unternahm. Kleine Einlagen wie eine Schneeballschlacht und Tauziehen sorgten dafür, dass die Schüler immer in Bewegung blieben. Ausgeruht und aufgewärmt wurde dann im Jugendclub in Battgendorf. Die Rostwürste schmeckten nach der Wandertags-Gaudi doppelt gut. “Und vielleicht haben wir den ein oder anderen animiert, auch am Wochenende den Schlitten rauszuholen”, hofft Klaus Rößler, der gestern noch einmal den Schlittenberg aus seinen Kindertagen hinab sauste. Von 15 Rodeln aus DDR-Zeiten, die noch im Haus lagerten, profitiert in diesem schneereichen Winter das Förderzentrum in Buttstädt. So brauchen Schüler nicht extra einen Schlitten mitzubringen, wenn es, wie diese Woche für fast alle Klassen, im Sportunterricht hinaus Richtung Loh geht. “Die Kinder haben zwar erst ein bisschen verdattert geschaut und gesagt, das hätte doch nichts mit Sport zu tun”, schmunzelt Gudrun Henning, verantwortliche Sportlehrerin. Am Schlittenberg angekommen, sei dann jedes Kind mindestens 20 Mal runtergesaust. “So lange noch Schnee liegt, nutzen wir das aus”, blickt Gudrun Henning auf weitere avisierte Rodel-Termine kommende Woche voraus. Eine Klasse hat ihre Klassenfahrt extra in den Februar gelegt. In der Hoffnung, dass auch dann noch in Zella-Mehlis Schnee liegt und die Schüler sich dort auch mal beim Skilaufen ausprobieren können. Die Haßlebener Grundschüler haben es da näher. Sie brauchen nur über die Straße zu gehen und können dort Eishockey und Eislauf betreiben. Die Feuerwehr legte mitten im Ort eine prima Eisfläche an. “Die Sportstunden finden jetzt alle dort statt”, freut sich Grundschul-Leiterin Gudrun Mikolajczyk über diese Möglichkeit. Und das Eis-Quadrat lockt auch an den Nachmittagen die Kinder mal weg vom virtuellen und ins richtige Winter-Leben. “Ein Gejuchze ist das jetzt immer auf der Warthe”, berichtet Nödas Bürgermeister Gerd Riedel von einer keineswegs als solche empfundenen “Lärmbelästigung” auf dem 1a Rodelberg. “Sogar Hüpfe-Schanzen haben die Kinder eingebau. Es ist fast so wie bei uns früher.” Von Anett HÄDRICH und Katrin MÜLLER 15.01.2010

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