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« Fragen auf die es (noch) keine Antworten gibt Ferien – Zeit zum Verweilen… nicht zum ausruhen »

Pressespiegel vom 30. Januar 2010

Axel Hoppe | 30. Januar 2010 | 08:39 Uhr
Vorlesen mit webReader

Bastelspaß und Winterwanderung

Quelle: Thüringer Allgemeine, Lokalredaktion Bad Langensalza

BAD LANGENSALZA. Endlich: Die Winterferien haben gestern begonnen. Die Schüler in der Region freuen sich darauf, mit Spaß und Spiel die Ferien zu verbringen. Nicht jedes Kind kann mit seinen Eltern in den Skiurlaub fahren – oft fehlt es an Geld. Dennoch können die Ferien zum Abenteuer werden.
Der Verein “Frauen für Frauen” hat für viele Familien in der Region große Bedeutung. Statt zu Hause vor dem Computer zu sitzen, besuchen Kinder von sechs bis zwölf Jahren diese Organisation. Das Ferienprogramm hält eine Menge bereit: Bastelstunden, Bowling, Kinobesuche oder Ausflüge in die Bibliothek. Den Unkostenbeitrag kann selbst der kleinste Geldbeutel aufbringen.
Insgesamt 14 Frauen, darunter die Vorstandsvorsitzende Antje Popp, sorgen nicht nur in den Ferien für ein buntes Angebot. “Der Tag reicht von Frühstück über Kaffeeklatsch bis hin zu interessanten Ferienveranstaltungen”, so die Kinderbetreuerinnen Annette Stübe und Toska Schaller. Meist ist der Andrang in den Sommerferien größer als in den Wintermonaten. “Im Sommer rechnen wir ungefähr mit 12 bis 16 Kindern und im Winter liegen die Zahlen bei acht Kindern.” Auch für die ganz Kleinen steht etwas im Programm, nämlich die Krabbelgruppe, zu der Mütter mittwochs um 10 Uhr eingeladen sind. Und in der Schulzeit wird wieder eine Hausaufgabenbetreuung für Kinder und Jugendliche angeboten.
Auch im Jugendzentrum XXL in Bad Langensalza erwartet die Schüler, die den Hort besuchen, eine aufregende Ferienwoche. Das Projekt haben Awo-Kreisverband, Kreissportbund, XXL-Mitarbeiter und der BUND mit Ehrenamtlichen auf die Beine gestellt. Unter dem Motto “Natur erleben” gibt es etwa täglich Winterwanderungen durch die nahe gelegenen Gärten. Auch Kreatives und sportliche Aktivitäten sind geplant. “Für Kinder, die malen oder für sich allein sein möchten, ist die Entspannungsecke im Maxi ideal”, so Monika Bajohr, die den Mädchentreff leitet.
Mehr als 800 Kinder aus 28 Grundschulen werden vom 1. bis 5. Februar im Jugendtreff XXL erwartet. Betreut werden sie sowohl von Hortnern als auch von ehrenamtlich Engagierten. Für eine kleine finanzielle Unterstützung in Höhe von 2,20 Euro wird auch für das leibliche Wohl der Kinder gesorgt. Befördert werden die Grundschüler kostenlos mit Omnibussen der Regionalbus GmbH, so dass schönen Ferientagen nichts mehr im Wege steht. Dann können auch die Hiergebliebenen von spannenden Erlebnissen berichten.
Von Maxi LENZ
30.01.2010

Gedankenspiele um Campus West

Quelle: Thüringer Allgemeine, Lokalredaktion Weimar

Für knapp 18 000 Schülerinnen und Schüler im Schulamtsbereich Weimar und Weimarer Land haben die Winterferien begonnen. Das Nachdenken über die Bildungslandschaft macht derweil keine Pause.
WEIMAR (rd). Wenn sich jemand derzeit über das Wetter freut, dann dürften es die Schulkinder sein. Auf 9800 in Weimar und 8200 im Weimarer Land wartet eine Woche Winterferien. Mit Ausnahme der 1188 Mächen und Jungen aus den ersten Klassen haben sie gestern ihre Halbjahreszeugnisse oder Einschätzungen erhalten. Weimars Bildungsausschuss hat sich derweil über die Fortsetzung des Schulsanierungsprogramms der Wohnstätte informiert. Danach werden in diesem Jahr Sanierung und Umbau der Cranachschule in Nord beendet, wo auch das Förderzentrum Sprache seinen Sitz bekommt. Noch 2010 soll mit der Sanierung der Herderschule begonnen werden. Danach folgen im Jahresabstand Schweitzer- und Musäusschule, Humboldtgymnasium und die Regelschule Schöndorf.
Die Sanierung der Herderschule wird von der Wohnstätte längst vorbereitet. Die Schulform allerdings birgt einige Unsicherheit. Denn im Freistaat wird über die Zukunft der Förderschulen diskutiert. Im Weimarer Bildungsausschuss herrschte aber zumindest darüber Einigkeit, dass deshalb die Sanierung des Gebäudes nicht aufgeschoben werden kann. Mancher Stadtrat fragte sich da schon eher, wie langfristig die Sanierung der Schule Mitte der 90er Jahre angelegt war, wenn jetzt schon wieder ein so immenser Aufwand nötig ist.
Zum Schulstandort Weimar West sehen die Stadträte keine Alternative. Alle drei Schulformen – Grundschule, Regelschule und Gymnasium – sollen dem Stadtteil erhalten bleiben, gleich wie sich Thüringens Schullandschaft verändert.
Einen Gedanken mehr verträgt allerdings der Umgang mit den Gebäuden. Nach Angaben des Ausschussvorsitzenden Peter D. Krause (CDU) könnten zwei Neubauten in Nachbarschaft der Musäusschule die Grund- und die Regelschule auf einem Campus zusammenführen und dennoch preiswerter sein als die Sanierung der Schweitzerschule. Auf deren Gelände wäre dann Platz für den Bau einer Drei-Felder-Sporthalle für alle drei Schulen.
29.01.2010

Panna Cotta und Garnelencocktail

Quelle: Thüringer Allgemeine, Lokalredaktion Leinefelde

EICHSFELD. Tradition hat der Schulausscheid im Bereich Gastronomie der Staatlichen Berufsbildenden Schule für Gesundheit, Soziales und Wirtschaft in Nordhausen. Aus dem dritten Lehrjahr beteiligten sich 38 Auszubildende an einem theoretischen Ausscheid, in dem sich fünf Kochlehrlinge und fünf zukünftige Restaurantfachleute für den Praxiswettbewerb qualifizierten.
Aufgrund einer Kooperationsvereinbarung mit dem Internationalen Bildungs- und Sozialwerk, Kyffhäuser Berufsförderungszentrum, konnten sich die junge Leute dort auf den Wettbewerb vorbereiten, dessen Höhepunkt die Präsentation eines Vier-Gänge-Menüs war. Die angehenden Köche und Restaurantfachleute stellten unter den Augen der gestrengen Jury ihr Können unter Beweis. Als beste Restaurantfachfrau setzte sich Katharina Bust vom “Haus des Handwerks” in Heiligenstadt gegen die Konkurrenten durch. Bei den Köchen siegte Sebastian Gebauer vom Neustädter Hof. Beide vertreten beim Landeswettbewerb des Hoga-Fördervereins in Erfurt die Schule.
Mit hervorragend zubereiteten Speisen wie Garnelencocktails, im Speckmantel gebratenen Schweinemedaillons und Panna Cotta auf Ananas sowie mit einem fachgerechten Service am Tisch bedankten sich die Auszubildenden bei den eingeladenen Sponsoren. Ohne deren finanzielle Unterstützung wäre der Gastronomiewettstreit nicht möglich, hieß es. Trotz knapper Kassen findet der Wettbewerb seit Jahren viel Zustimmung bei den ausbildenden Restaurants, Hotels und Bildungseinrichtungen.
Und auch im kommenden Jahr sollen die jungen Leute bei einem weiteren Wettstreit wieder zeigen können, was sie alles gelernt haben.
29.01.2010

Kehraus in der Schule

Quelle: Thüringer Allgemeine, Lokalredaktion Bad Langensalza

WEBERSTEDT. Ihren Hausmeister fordern die Schüler der Regelschule Weberstedt zurück. Weil der Kreis pleite ist, mussten sie ihn an das Gymnasium Großengottern abgeben. Die Mädchen und Jungen befürchten, dass sie ihren Titel Umweltschule nicht mehr verteidigen können.
Sechs Busse stoppen allmorgendlich an der Regelschule “Am Nationalpark Hainich”, um Kinder aus 13 Orten in den kalten Januar zu entlassen. Damit die Fahrzeuge überhaupt das Schulgelände erreichen, muss Günter Schenk Schnee schippen. Bis vor kurzem hatte er noch Unterstützung. Doch der zweite Hausmeister, Baldo Rechtenbach, muss nun seinen Dienst in Großengottern verrichten. Der Grund: Wegen der angespannten Haushaltslage im Kreis können Hausmeisterstellen nicht mehr besetzt werden. Als Folge musste die Schule Weberstedt Baldo Rechtenbach abgeben.
Das ärgert Eltern, Lehrer und vor allem die Schüler. Letztere fordern deshalb: “Wir wollen unseren Hausmeister zurück.” Die Schulsprecherinnen Annika Launer und Sarah Baumbach beriefen bereits sämtliche Klassensprecher ein. Sie sollen Idee sammeln, ob und mit welchen Aktion die Schüler ihrer Forderung Nachdruck verleihen können. “Der Kreis präsentiert sich als kinderfreundlich und dann wird so etwas über unseren Kopf hinweg entschieden”, sind Annika und Sarah sauer. “Unseren Titel Umweltschule verdanken wird auch Herrn Rechtenbach”, machen sie deutlich. Denn bei den 20 Umweltprojekten half er bei der Umsetzung und Erhaltung. Nun befürchten die beiden 15-Jährigen, dass die Schule ihren Titel nicht halten kann, da er jedes Jahr verteidigt werden muss. Auch bei der Verschönerung ihrer Klassenräume packten die beiden Hausmeister immer gern mit an. “Dafür wird wohl keine Zeit mehr sein”, befürchten die Schüler.
Schulleiter Klaus Ludewig sieht voraus, dass einige Arbeiten künftig liegenbleiben werden. “Dabei stehen andere Schulen noch schlechter da”, weiß er, dass einige Einrichtungen gänzlich ohne Hausmeister auskommen müssen. Dennoch: Es gebe immer Notsituationen, wo schnell Hilfe gebraucht wird. Etwa wenn die Heizung ausfällt. Auch verweist er auf die 24 000 Quadratmeter große Außenfläche. Schüler sollen nicht in dessen Pflege einbezogen werden. “Ihre Aufgabe ist es hier, zu lernen”, steckt Ludewig klare Grenzen. Das Landratsamt sei Träger der Schule und müsse dafür sorgen, dass diese auch funktioniert. Wobei der Schulleiter nicht allein das Landratsamt verantwortlich machen will. Auch das Landesverwaltungsamt, das über die Kreisausgaben entscheidet, müsse seine Verantwortung erkennen.
Ulrike Theune, Pressesprecherin des Landratsamtes, bedauert die Situation. Auch sie hoffe, dass sich die finanzielle Lage des Kreises bald entspanne und neue Hausmeister eingestellt werden können.
Der Weberstedter Schulleiter Klaus Ludewig indes geht vom schlimmsten Fall aus. “Kann der Schulbetrieb nicht aufrecht erhalten werden, informiere ich das Schulamt und schicke die Schüler nach Hause.”
Von Sabine SPITZER
29.01.2010

Kleinen Beinen entgegengekommen

Quelle: Thüringer Allgemeine, Lokalredaktion Sömerda

BERUHIGEND: Mit dem Schulbus sicher vom Kirchberg in die Neustadt können jetzt die sechs- bis elfjährigen Grundschüler dank günstigem Kompromiss fahren.
GREUSSEN. Der Förderverein der Greußener Grundschule hat gekämpft, brachte Landratsamt samt Regionalbusunternehmen an einen Tisch. Der gefundene Kompromiss sorgte jetzt zur Elternversammlung für Erleichterung. Der Schulbus bringt die Kinder wieder sicher und günstiger zur Schule.
Von Petra HELLNER GREUSSEN. 18 Jahre konnten die Grundschüler vom Greußener Wohngebiet Kirchberg sicher und gratis mit dem Schulbus in die Neustadt-Schule fahren und wieder nach Hause. Im vorigen Sommer beschloss der Kyffhäuserkreis sparend, Schluss damit. Die Strecke wurde nachgemessen. Ganze 200 Meter fehlten an den zwei Kilometern, ab denen der Kreis den Schulbus rollen lässt. Widersprüche der Eltern, die um die Sicherheit ihrer sechs- bis elfjährigen Kinder auf dem Weg u.a. über die und an der Bundesstraße 4 entlang und durch die Neustadt fürchteten, wurden abgeschmettert. Man könne keine Gefahr erkennen, hieß es vom Kreis. Das Landesverwaltungsamt erteilte dem Widerspruch gegen die Abschaffung des Schulbusverkehrs gleichfalls eine Abfuhr, bat Dutzende Eltern noch mit je 45 Euro Gebühren zur Kasse (TA berichtete). Dass zur Elternversammlung jetzt über einen gefundenen, von allen begrüßten Kompromiss, informiert werden konnte, ist dem fortwährenden engagierten Einsatz des Schulfördervereins um Vorsitzenden Ulf Umann und Stellvertreterin Christa Sedelmaier und erreichtem Entgegenkommen von Kyffhäuserkreis Landkreis und der Regionalbus GmbH zu verdanken.
Der Schulbus bringt die Kinder vom Kirchberg wieder sicher zur Schule in die Neustadt und zurück, zu günstigeren Preisen. Und das voraussichtlich gleich nach den heute startenden einwöchigen Winterferien. Auf elf Euro pro Monat (statt gut 30 Euro) konnte man sich im Treffen mit Landratsamt und Regionalbus GmbH demnach unter anderem einigen. Das heißt für die Eltern, 55 Euro bis zum Schuljahresende pro Kind. Von den Eltern geht das Geld an den Förderverein, der im Paket ans Busunternehmen überweist. Mindestens zehn Kinder müssen zusammenkommen. Das sollte nicht das Problem sein. Schon zum Elternabend sagten mehr Muttis und Vatis zu. Im aller äußersten Notfall, wenn die 55 Euro nicht gleich aufzubringen sind, will der Förderverein vorfinanzieren, “Ratenzahlung” möglich machen. Petra HELLNER
29.01.2010

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