Pressespiegel vom Montag 30.11.2009
Alexander Grimm | 30. November 2009 | 21:17 Uhr
Rasant.
Rasant ging die Woche vorüber, rasant wurden Spiegel erstellt, rasant gab es Reaktionen darauf und ebenso rasant war dann schon Freitag. Wochenende. Zeit zum Erholen, zum “Kraft tanken”. Hat geklappt. Es war ein wunderbarer Freitag und Samstag, rasant gefolgt von einem wunderbaren 1. Advent in Erfurt auf dem mittelalterlich angehauchten Wenigemarkt in Erfurt. Rasant wie sich Aussagen doch ändern.
Beispiel gefällig??? – Ein Dialog zwischen Papa und Tochter…
Hey meine kleine, magst du ein Bild mit dem
Sandmännchen auf der Bank haben?Papa, also hör mal, ich bin schon neun…
Ist doch egal, ich find das Sandmännchen doch auch noch gut…Paaaaapppppa! — Also — erst wenn man älter wird,
dann mag man auch das Sandmännchen wieder…
Details über die darauf folgende (fast schon peinliche) ![]()
Begegnung mit dem Weihnachtsmann spare ich mir hier.
Es wird nicht mehr lange dauern, dann darf Papa – wenn überhaupt – nur noch kurz vor der Schule anhalten statt mit hinein zu kommen.
Rasant eben.
Es wird rasant weitergehen, am kommenden Montag treffen wir unseren Staatssekretär Prof. Dr. Merten um über allerlei Dinge zu sprechen.
Ein volles Tagungprogramm verlangt uns eines ab – rasant sein, aber dennoch gründlich.
Drei Dinge kann man nicht zurückholen:
den Pfeil, der vom Bogen schnellte,
das in Hast und Eile gesprochene Wort,
die verpasste Gelegenheit.
Hadrat Ali
In diesem Sinne, kommen Sie gut durch die rasante Adventszeit, die rasante Woche, den rasanten Montagabend, ich habe fertig
Der 30. November in der rasanten Wikipedia – Weltgeschichte
Bis neulich, Ihr / Euer Alex Grimm
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FW
Bologna-Gipfel verlangt
Die vehementen Studentenproteste zeigen Wirkung: Die Hochschulrektorenkonferenz plädiert für einen «Bologna-Gipfel» mit allen Beteiligten. Bund, Länder, Hochschul- und Studentenvertreter müssten noch einmal eine Bestandsaufnahme der Probleme machen, dann könne man zu richtigen Lösungen kommen, sagte die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Margret Wintermantel, der «Welt am Sonntag». Sie forderte zugleich von der Politik mehr Geld und weniger Regulierungen.
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FW
Shanghai spielt mit
“Nüsschen” erneut vorn
Wartburgkreis – Die “Tauben Nüsschen” von der Regelschule Berka/Werra ließen sich nicht vom (Wochen-)Siegertreppchen werfen.
Michael Braun, Matthias Woiwode, Michael Albrecht und Kevin Schubert sind beim Planspiel Börse der Wartburg-Sparkasse mit einem Depotwert von 53 340,98 Euro zum wiederholten Male Wochensieger geworden.
Vorgestellt werden soll hier aber eine Spielgruppe, die auch bei der Wartburg-Sparkasse mitspielt – allerdings nicht im Geschäftsgebiet ansässig ist. Hinter den Buchstaben DLTT verbergen sich Daniel Linnemann und Tobias Taube. Diese beiden jungen Männer lernen derzeit an der Deutschen Schule in Shanghai, der größten deutschen Auslandsschule. Ihr Lehrer Hans Arlt kam vor drei Jahren auf die Wartburg-Sparkasse zu und fragte, ob seine Schüler beim Planspiel Börse mit dabei sein können. Inzwischen ist schon fast eine Tradition daraus geworden.
Das Team DLTT ist aus der vergangenen Spielwoche mit einem Depotwert von 51 198,50 Euro herausgegangen
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FW
Fast alles Geld für Jenaplan
Stadt will die Mittel aus dem Konjunkturpaket konzentrieren
Suhl – Was des einen Freud’ ist des anderen Leid. Diesen Spruch könnte man dem nun folgenden Text voranstellen. Denn weil eine Schule nun von Grund auf in Ordnung gebracht werden soll, müssen andere noch warten, bis sich auch bei ihnen etwas tut.
Der warme Regen namens Konjunkturpaket, ausgeschickt von der Bundesregierung zu Beginn des Jahres zur Ankurbelung der deutschen Wirtschaft in Zeiten der Finanzkrise, kam unverhofft übers Land und drang auch bis nach Suhl. Die Stadt nutzte die Gelegenheit, die wohl so bald nicht wieder kommt, und reichte im Juni Anträge für konkrete Vorhaben an das Thüringer Landesverwaltungsamt ein.
Fördertöpfe des Bundes
Und da die Bundesmittel auch für den Bildungsbereich – Schulen und Kindergärten – festgelegt waren, wurde nach Einrichtungen geschaut, wo das Geld am dringendsten verbaut werden müsste, weil Suhl dazu nicht allein in der Lage ist. In Absprache mit dem Stadtrat kamen daraufhin auf die Agenda die Jenaplanschule, die von Suhl-Nord in das ehemalige Gymnasiumsgebäude neben der Sporthalle “Wolfsgrube” ziehen wird, die Grundschule am Himmelreich, das Förderzentrum in der Aue und das Berufsschulzentrum am Lautenberg. Ausgerechnet hatte man auch schon, was man am sinnvollsten mit den rund 2,5 Millionen Euro vom Bund zu tun gedenke.
Der größte Batzen, etwa in Millionenhöhe, war für Jenaaplan gedacht, es folgte die Berufsschule am Lautenberg mit fast ebenso viel Investitionsgeld und schließlich das Förderzentrum mit etwa 160 000 Millionen Euro sowie die Grundschule am Himmelreich mit rund 350 000 Millionen zur Verbesserung der Gebäudesubstanz. Versteht sich, dass die Stadt für alles zudem einen Eigenanteil aufbringen muss. Aber immerhin, der Löwenanteil fließt über Steuergelder aus dem Fördertopf der Bundes.
Und nun hat man in der Stadtverwaltung die Rechnung noch einmal neu aufgemacht. Das wurde jüngst im Suhler Kulturausschuss bekannt. Der wollte sich an jenem Tag eigentlich über den Fortgang der Sanierungsarbeiten im künftigen Jenaplan-Gebäude informieren und hatte dazu auch eine Ortsbesichtigung eingeplant. Aus der wurde jedoch nichts, weil die Arbeiten noch nicht begonnen haben.
Bürgermeister Klaus Lamprecht, in dessen Verantwortungsbereich die Schulen und Kindergärten liegen, informierte warum. Nach gründlicher Sichtung der einzelnen Objekte habe die Verwaltung der Sanierung der Jenaplan-Schule Priorität eingeräumt.
Priorität gesetzt
Dass die ursprünglich vorgesehenen Gelder für diesen neuen Schulstandort eh zu knapp bemessen waren, hatte sich offenbar schnell herausgestellt, als sich Fachleute den Bau in der Judithstraße genauer ansahen. Will man die Schule in einen wirklich ordentlichen Zustand versetzen, und nichts halbherzig machen, braucht man mehr Geld dafür. Denn dort muss tatsächlich sehr viel gemacht werden, Fassaden, Fenster, ein Aufzug, ein Speiseraum. Wenn schon Schule, dann ordentlich, beispielsweise auch mit einer Aula, war in der Kulturausschuss-Runde zu vernehmen.
Es bedeutet in der Konsequenz, dass das Geld fast nur noch für eine Schule reicht. Unter Abwägung der Verhältnisse an den anderen, zur Sanierung vorgesehen Schulen, habe Oberbürgermeister Jens Triebel vorgeschlagen, die verbleibenden rund 500 000 Euro am Berufsschulzentrum auf dem Lautenberg einzusetzen. Das habe dann erst einmal Vorrang. Alles andere müsse zurück gestellt werden.
Zur Stadtratssitzung am nächsten Mittwoch, dem 2. Dezember, soll dazu ein neuer Beschluss gefasst werden, damit dann endlich mit der Sanierung begonnen werden kann. Doch eines ist auch Fakt, mit umfangreicheren Baumaßnahmen wird sich der geplante Einzugstermin zu Beginn des nächsten Schuljahres nicht halten lassen. Lamprecht meint vorsichtig optimistisch, “doch eher das erste Halbjahr 2011″. Die Schulleitung wisse bereits Bescheid.
Das etwas längere Warten dürfte angesichts einer modernen, neuen Schule weder Lehrer, noch Schüler noch Eltern irritieren. An der Jenaplanschule ist man ganz andere Härten gewöhnt. Gab es viele Jahre in der Kommunalpolitik nur ein halbherziges Bekenntnis zur Perspektive dieser Bildungseinrichtung – umgezogen ist man auch zur Genüge und sitzt nun schon seit geraumer Zeit wieder in katastrophalen Umständen in Suhl-Nord – wird die Freude auf die neuen schönen Aussichten überwiegen. Dann hätte die Stadt endlich einmal Nägel mit Köpfen für dieses alternative Schulmodell gemacht, das in dieser Region seinesgleichen sucht, und ihr damit auch eine Perspektive gegeben.
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FW
Landrat und Lokalpolitiker knöpfen sich das Schulnetz vor
Sinkende Schülerzahlen im Landkreis Schmalkalden-Meiningen werden bis zum Jahr 2012 wohl zu neuen Entscheidungen führen. Danach aber ist angesichts sinkender Schülerzahlen mit Schulschließungen zu rechnen.
Im Moment gleicht die Debatte einem Stochern im Nebel. Wie es mit den Schulen im Landkreis Schmalkalden-Meiningen weitergeht, vermag niemand mit Sicherheit zu sagen – auch nicht Landrat Ralf Luther (CDU): “Im Moment gibt es viele Spekulationen mit sehr ernsten und objektiven Hintergründen. Konkretes können wir erst in den nächsten ein bis zwei Jahren sagen”, betonte der CDU-Politiker im Gespräch mit dieser Zeitung.
In der Schulpolitik herrscht im Moment ein Gewimmel von Fragezeichen. Nicht einmal für das von der neuen Landesregierung propagierte Modell eines längeren gemeinsamen Lernens gibt es klare Vorstellungen. Ob und wann dieses Modell im hiesigen Landkreis eingeführt wird, ist völlig ungewiss. “Uns fehlen die wesentlichen Informationen vom Freistaat. Da ist noch viel zu viel offen”, sagte der Kreischef.
Keine Antworten
Es gibt eine Reihe weiterer Fragen, die die Kreistagsmitglieder beschäftigen und in nächster Zeit in Atem halten werden:
Welchen Einfluss haben die beabsichtigte Gründung eines evangelischen Privatgymnasiums in Meiningen/Rohr und einer evangelischen Grundschule in Wasungen auf das übrige Schulnetz?
Müssen wegen des deutlichen Schwunds an Berufsschülern – die Zahl halbiert sich in den nächsten Jahren – Berufsschulen schließen? Trifft es auch die Außenstelle der berufsbildenden Schule für Soziales und Gesundheit in Schwallungen?
Durch das freiwerdende Gebäude im Top-Zustand würden die Grundschulen Oepfershausen, Wernshausen und Roßdorf bedrohlich ins Wanken geraten.
Kommt es zu einer Fusion der Berufsschulen in Suhl und Zella-Mehlis sowie der Gymnasien Suhl und Zella-Mehlis?
Wird in Jüchsen – wie vom Kreistag bereits 2003 beschlossen – eine neue Regelschule gebaut?
Oder wird die vorhandene Regelschule in Obermaßfeld saniert und ein Teil der Schüler aus dem Grabfeld ins benachbarte Römhild (Landkreis Hildburghausen) geschickt? Die Entscheidung hat Einfluss auf die Grundschulen Vachdorf und Henneberg, Kühndorf und Benshausen sowie die Regelschulstandorte Bibra und Schwarza.
“Lösung bis 2012″
In der Sache steckt eine gehörige Portion Brisanz, der Landrat weiß das. Doch er ist entschlossen, das zukünftige Schulnetz noch vor seinem Amtsende am 30. Juni 2012 festzuzurren: “Mein Ziel ist es, dass der Kreistag im Jahr 2011 alle Fragen diskutiert und Anfang 2012 eine Entscheidung herbeigeführt wird”, sagte er. Fakt sei, dass nicht nur die Zahl der Berufsschüler enorm sinke. Auch an den Grund- und Regelschulen werde es nach 2020 erneut zu einem deutlichen Rückgang der Schülerzahlen kommen.
Auch die Frage, ob in Meiningen eine Schule schließt, steht im Raum. Um die aktuelle Situation zu verdeutlichen, verwies der Landrat auf die Entwicklung.
So sei die Zahl der Pennäler am Meininger Gymnasium von einst über 1500 Schülern auf noch rund 680 Schüler gesunken. An der Regelschule Am Kiliansberg drücken gerade einmal noch 123 Mädchen und Jungen die Schulbank, an der Bechstein-Grundschule sind es 105.
Auf die derzeit vage Schulnetz-Situation reagierten der Bildungs- und der Bauauschuss des Kreistages mit dem Rotstift: Sie strichen aus dem ersten Entwurf des Haushaltsplanes 2010 vorsorglich alle Investitionsvorhaben an Schulen, deren Zukunft nicht sicher ist. Insgesamt wurden nach Auskunft des Landrats Maßnahmen mit einem Finanzvolumen von rund 26 Millionen Euro gestrichen.
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FW
Von Theaterpflicht, Fröschen und Seemännern
Mit einem Varieté voll kultureller Anspielungen, Witz und Charme wurden die neue Räume eingeweiht
Von Linda Hellmann
Zella-Mehlis – Wie schön könnte eine Allgemeine Theaterpflicht sein: Wenn die Kinder vormittags in die Schule gehen müssen, dann könnten die Menschen doch verpflichtet werden, ins Theater zu gehen. “Dem Schüler graut vor der Schule, aber er geht gerne hin, weil er muss”, sagt Cornelia Kieck in ihrem Glitzeroutfit auf der Bühne bevor sie vorrechnet, wie sich die Theaterpflicht auf Kulturleben und Theaterstätten auswirken würde.
Von Kulturmuffeln war am Freitagabend im Ratskeller keine Spur. Waren die 75 Besucher doch gekommen, um bei dem Stück “Liebe, Lachen, Tod und Teufel” vom Kieck-Theater die Wiedereröffnung der Bibliothek zu feiern. Passender hätte zu diesem Anlass das literarische Varieté nicht sein können. Über eine Stunde lang kombinieren Schauspielerin Cornelia Kieck und Gitarrist Thomas Kieck Musik mit Literatur von Goethe bis Tucholsky. Zitate aus Werken, Gedichten oder von den Schriftstellern selbst wie “Nur wer die Sehnsucht kennt, weiß was ich leide” und “Die Summe unseres Lebens sind die Stunden, die wir lieben” sind geschickt in das Programm eingearbeitet und gespickt mit witzigen Einlagen, die sich um die unterschiedlichsten Beziehungssituationen drehen.
Von Frauen und Männern
Wie im Titel versprochen dreht sich alles um Liebe, Lachen, Tod und Teufel. In einem Monolog wird beschrieben wie der Tod heute leise Auto fährt, Champagner schlürft oder auf einem Laserstrahl reitet. Mit künstlerischer Freiheit wird ein Nebensatz mit dem Bezug zur Aktualität versehen: “Oder auf der Schweinegrippe”. Die Kiecks behandeln das ernste Thema Tod mit der richtigen Portion Humor. Das Publikum applaudiert, bei Worten über Liebe und Tod gleichermaßen.
Besonders Cornelia Kiecks Dialoge mit einem fiktiven Partner sorgen für Lachen. “Wenn Frauen allein sind, dann sind sie viel alleiner als Männer”, rechtfertigt sie sich an einer Stelle für einen Theaterbesuch mit einem Seemann. Der Alltag nach vielen Beziehungsjahren wird ebenfalls aufgegriffen, wenn über neues Styling und Weight Watchers – “ein Verein, wo du es bereust, dass du Pudding gegessen hast” – nachgedacht wird. “Man muss viele Frösche küssen, bis man einen Prinz findet”, sagt sie drei grüne Bälle jonglierend. Thomas Kieck begleitet sie auf der Gitarre und schlägt passend zur Szene bedächtige, mysteriöse und lustige Töne an.
Gesellschaftskritik setzen sie mit einer Vertonung von Otto Reutters “Mit der Uhr in der Hand” um und auch die Kultur wird nicht vergessen. Da wird beispielsweise von der Narkose durch das Buch, das den Leser wie mit einem Lasso fängt und bis Seite 367 nicht los lässt, erzählt. “Wer wird denn Kokain schnupfen – die Stimulanz unserer Großmütter aus der Inflation. Es gibt doch Bücher”, sagt Cornelia Kieck.
Auch der letzte Platz besetzt
Mit der gelungenen Mischung des literarischen Varietés vom Kieck-Theater war es ein kurzweiliger Abend, passend zum Anlass der Wiedereröffnung. “Die Vielseitigkeit hat mir gefallen. Gesang, Musik, Zaubertricks, das Gesamtpaket”, sagt Lätizia Ludwig. Und auch bei der Literatur von Faust bis zur Moderne sei sicher für jeden etwas dabei gewesen. “Es war ein tolles Publikum”, sind sich die Kiecks nach dem Aufritt einig. “Sie waren immer dabei, auch die, die in der hintersten Ecke gesessen haben”, sagt Cornelia Kieck. Das Publikum kann auf viele weitere tolle Abende hoffen. Bibliotheksleiterin Andrea Pfütsch versprach zu Beginn, dass nun noch mehr Veranstaltungen in den neuen Bibliotheksräumen stattfinden sollen
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FW
Wunschzettel für den Profi
Ein bunter Weihnachtsmarkt in Meiningen wurde offiziell eröffnet
Meiningen. Manche Gerüche, so sagte Pfarrer Christoph Knoll in der Stadtkirche, gibt es nur auf dem Weihnachtsmarkt. Am ersten Adventwochenende war es jetzt wieder so weit: Die Gerüche, die altbekannten, zogen über den Meininger Markt. Und Kinder waren so aufgeregt, dass sie beim Anblick des Weihnachtsmannes vergaßen, wo sie eigentlich wohnen.
Der Weihnachtsmann war noch nicht ein paar Schritte aus der Stadtkirche gegangen, wo der Weihnachtsmarkt 2009 offiziell eröffnet worden war – da streckte ihm ein Kind bereits seinen Wunschzettel entgegen. Ein paar Meter weiter konnte Klein-Lea mit hochroten Wangen vor lauter Aufregung nicht den Ort nennen, in dem sie zu Hause ist. Aber der Meininger Weihnachtsmann wäre nicht Profi, hätte er ihr nicht darüber hinweg geholfen: „Zuhause wohnst Du gewiss, mein Kind“, sagte er weise. Der langbärtige stattliche Mann, hinter dessen Maskerade sich Eberhard Köhler verbirgt, und das Christkind Kristina Wormsbecher waren gestern die wohl an häufigsten fotografierten und angesprochenen Gestalten im bunten Treiben auf dem Markt und in den angrenzenden Straßen, wo Geschäfte geöffnet hatten.
„Wir haben ja auch den schönsten Weihnachtsmann in Meiningen, obendrein mit einer schönen Stimme“, hatte Pfarrer Christoph Knoll in der Kirche gesagt. Bläser hatten die gemeinsame Eröffnungsveranstaltung eingeleitet – „Macht hoch die Tür, das Tor macht weit“ intonierten sie unter anderem. Symbolisch war das wohl zu verstehen, denn Kirchgemeinde, Stadt und Händler luden gemeinsam alle auf den Markt ein, die sich auf den Advent einstimmen wollen. Die musikalische Andacht zu Beginn passte da bestens. Christoph Knoll sprach über das Warten, die Erwartung – die heute allzuoft zum Wettlauf mit der Zeit bis Heiligabend verkommt. „Wir Menschen vergessen sogar, dass wir Gott vergessen“, sagte er – aber die Sehnsucht bleibe. Sehnsüchte zu erfüllen, das gehe nicht auf Kommando. Er wünschte allen Besuchern des Weihnachtsmarktes, dass sie nicht rast- und ruhelos darüber hetzen, sondern im Advent auch „innehalten, um das gegenwärtige Leben zu bedenken und eventuell zu korrigieren“. Die Stadtkirche sei dafür offen. Auch die Bläser lassen mehrfach in den nächsten Wochen ihre Instrumente erklingen.
Christkind Kristina Wormsbecher, Viertklässlerin aus der Chronegk-Schule Meiningen, verströmte große Herzlichkeit und kindliche Freude, als sie in der Stadtkirche ein Gedicht aufsagte, endend mit: „Ich wünsch der ganzen Welt nur Einigkeit und Frieden.“ Die Herzen erwärmte auch der Weihnachtsmann, der mit tiefer Stimme ein „Alle Jahre wieder“ erklingen ließ. In die Fürbitten teilten sich Bürgermeister Reinhard Kupietz, Pfarrer Christoph Knoll, Barbara Wagner vom den Markt ausrichtenden Südthüringer Messe- und Ausstellungsservice und Frau Holle Silvia Prüfer.
Draußen erwartete sie der Trubel des Marktes, wo es viel zu entdecken gibt: In der Nachbarschaft der nicht wegzudenkenden Glühwein-, Süßigkeiten und Bratwurststände, die den guten Geruch verbreiten, gibt es Stände mit vielerlei Geschenkideen. Von Glasbläserei aus Steinheid über Holzsspielwaren bis zu nützlichen Dingen wie warmen Schals und Mützen, von Holzschnitzkunst bis zu Kork- und Korbwaren reicht die Palette. Mit einem Infostand ist „Frauen helfen Frauen“ vertreten, und der Lionsclub Meiningen verkauft samstags und sonntags für einen karitativen Zweck. Unter der Woche sind Mitarbeiter von Sozialeinrichtungen in der Hütte des Klubs anzutreffen. Viel Spaß hatten die Kinder beim Basteln in der warmen Bastelstube, und auch ein bisschen Jahrmarktatmosphäre mit Karussell und Mini-Eisenbahn durfte nicht fehlen. Zuckerwatte und erstmals sogar Nürnberger Lebkuchen gehören zu den Leckereien, die niemand missen möchte.
Und was gehört noch zum nahenden Weihnachtsfest? Ein Baum natürlich. Auch den kann man auf dem Meininger Weihnachtsmarkt erwerben – meist Nordmanntannen, die im Sauerland auf Schieferboden satt dunkelgrün gewachsen sind. Zehn Jahre alt ist eine etwa mannshohe Tanne, erklärte der Verkäufer, der die Bäume selbst anpflanzt und groß zieht. Auch für ihn heißt es lange warten – warten, bis es das passende Weihnachten für seine Bäume wird.
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TLZ
Forschung über Bildung und Freiheit gefördert
Jena/Erfurt. (ddp/tlz) Das Bildungsministerium fördert zwei Projekte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit insgesamt 555.000 Euro. «Damit wird ein Beitrag geleistet, bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft oder der nächsten Runde der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder erfolgreich zu sein», sagte Bildungsminister Christoph Matschie (SPD) am Montag in Erfurt.
Sein Ministerium unterstütze bis Ende 2011 eine Forschungsgruppe aus Philosophen, Soziologen, Rechts- und Politikwissenschaftlern mit 273.000 Euro. Sie sollen «konzeptionelle Grundlagenforschung zu den Leitbegriffen Bildung und Freiheit vorantreiben». Ein internationales Promotionskolleg mit dem Titel «Zeitstrukturen des Sozialen» werde bis Herbst 2012 mit 282.000 Euro gefördert.
In der Projektförderung des Bildungsministeriums stünden von 2008 bis 2011 7,7 Millionen Euro Landesmittel zur Verfügung. Hinzu kämen 19,4 Millionen Euro für die Förderung der Forschungsinfrastruktur sowie 35 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung
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TLZ
Neues Leben für Opfer: Kinderarche in Tröbnitz
Weimar. (tlz/at/mar) Es ist ein tragisches Schicksal: Mit 3 Jahren missbraucht, mit 7 Jahren vom Vater krankenhausreif geschlagen und mit 10 zum ersten Mal im Heim. Es gibt Kinder, die haben mit 16 schon den schlimmsten Leidensweg durchgemacht. Erwachsene nennen sie dann: “verhaltensauffällig”.
Die Kinder fallen auf, weil sie nicht sprechen. Sie fallen auf, weil sie nicht ruhig sitzen können oder niemanden direkt in die Augen sehen. Sie fallen auf, weil ihre Knochenbrüche nicht richtig verheilt sind und sie unter chronischen Schmerzen leiden.
Diese Kinder können nicht irgendwo untergebracht werden. Diese Kinder brauchen ein ganz spezielles Zuhause. In der Kinderarche in Tröbnitz geben Betreuer, Psychologen und Ergotherapeuten den Kindern einen neuen Start ins Leben. Das kostet viel Geld. Für Extras bleibt nichts übrig. Deshalb gibt es im Garten keine Spiel- und Freizeitgeräte und keine Sitzecke für gemeinsame Abende. Erst recht ist kein Geld mehr für Träume da. Die Kinder wünschen sich Baumhäuser. Mit den Spenden für “Thüringen sagt Ja zu Kindern” zeigen Sie den Kindern, dass es auch ganz spezielle Menschen gibt, die an sie denken.
Die Kinderarche ist eines von sieben Projekten, die in diesem Jahr von der Aktion “Thüringen sagt Ja zu Kindern” unterstützt werden.
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TLZ
Jeder Zehnte auf staatliche Hilfen zur Mindestsicherung angewiesen
Wiesbaden (AFP) – In Deutschland erhält jeder Zehnte vom Staat finanzielle Hilfen zur Existenzsicherung wie Hartz-IV-Leistungen. Am Jahresende 2008 waren 8,1 Millionen Menschen auf Leistungen der sozialen Mindestsicherung angewiesen, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Dafür wurden demnach 41,6 Milliarden Euro ausgegeben. Zu den staatlichen Leistungen zählen vor allem das Arbeitslosengeld II und die Sozialhilfe.
Die staatlichen Hilfen wurden am häufigsten in den Stadtstaaten und im Osten Deutschlands in Anspruch genommen. In Berlin erhielt jeder Fünfte finanzielle Hilfen zur Sicherung des Lebensunterhaltes. In Bayern und Baden-Württemberg erhielt dagegen nur jeder Zwanzigste Leistungen zur Existenzsicherung.
Der Großteil der Hilfen entfiel auf das Arbeitslosengeld II und das Sozialgeld, das vor allem Kinder bekommen. Auf diese sogenannte Hartz-IV-Leistungen waren sieben Millionen Menschen angewiesen. Sozialhilfe benötigten 821.000 Menschen. Dazu kamen 153.000 Asylbewerber, die staatliche Hilfen bekamen. Knapp 60.000 Menschen erhielten Ende 2006 Leistungen aus der Kriegsopferfürsorge.
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TLZ
Kränze und Sterne aus Eigenproduktion
Jetzt kann es Advent werden: Johanna freut sich über einen Adventskranz, den sie beim Bastelnachmittag in der Evangelischen Grundschule Gotha mit ihrer Mutter gebunden hat. All die Jahre hat Steffi Born ihren Adventskranz gekauft. Das sei praktisch gewesen. Es geht auch anders: mit anderen zusammen basteln. Zweig an Zweig binden, mit Kerzen und Beiwerk schmücken. Schon das löst Adventsstimmung aus. Genau das will das Tradition gewordene Weihnachtsbasteln in der Evangelischen Grundschule Gotha bewirken. Steffi Born, deren Tochter Johanna jetzt dort die erste Klasse besucht, hat das nun erstmals miterlebt. “Wunderschön”, sagt sie. Ihre Tochter hält stolz den eigenhändig gebundenen Adventskranz im Arm. Sie waren nicht die einzigen Glücklichen. Samstag herrschte in Klassenzimmern und Fluren der Schule in Gotha-West großes Gewusel. Neben Adventsgestecken wurden Schneemänner, Elche, Windlichter und vieles mehr gebastelt. Der Renner: Aureliussterne. Maren Kobojek hatte diese schon vorher angefertigt, um die Nachfrage abdecken zu können.
Mit Staunen registrierte Schulleiterin Susanne Fiedler den großen Zuspruch: “So voll war es noch nie bei uns zum Adventsbasteln.” Das liegt auch daran, dass die Grundschule mittlerweile dreizügig arbeitet und 260 Schüler zählt. Hinzu kamen Fünftklässler der neu eröffneten Evangelischen Regelschule, viele von denen hatten zuvor die Grundschule in Gotha-West besucht. Außerdem nutzen Ehemalige die Gelegenheit zum Besuch, sagt Fiedler. Der Bastelnachmittag biete eine schöne Plattform, um ins Gespräch zu kommen. Lehrer und Erzieher sehen es auch als ihren Tag der offenen Tür an. Daran knüpft sich auch eine Spende an. Nach Abrechnen der Unkosten bekommt traditionell die Villa Regenbogen vom Erlös eine Spende für die Arbeit mit Behinderten. Diesmal sollen auch Kinderhospiz und Klostermühle beschenkt werden.
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TLZ
Gründerpreis für Schüler: Jetzt bewerben
Erfurt. (ddp/tlz) Kultusminister Christoph Matschie (SPD) hat Schüler in Thüringen zur Teilnahme am Wettbewerb zum Deutschen Gründerpreis aufgerufen. «Sie eignen sich durch die Teilnahme unternehmerisches Denken an und können ganz ohne Risiko testen, ob sich ihre Geschäftsidee umsetzen lässt», sagte Matschie am Montag in Erfurt. Beim Wettbewerb sollen Schüler im Team ein Geschäftskonzept entwickeln und ein fiktives Unternehmen gründen, teilte das Projektbüro des Preises mit. In einem Planspiel sollen sie das Berufsleben eines Existenzgründers kennenlernen. Echte Unternehmer stünden den Schülern beratend zur Seite.
Das Planspiel von ZDF, Sparkassen, Porsche und dem Magazin «Stern» werde seit 1999 ausgerufen. Bisher hätten mehr als 40.000 Schüler daran teilgenommen. Im vergangenen Jahr beteiligten sich deutschlandweit 1217 Schülerteams, 57 davon aus Thüringen. Beim aktuellen Wettbewerb seien Schüler noch bis zum 12. Februar aufgerufen, sich zu bewerben. Es gebe Geldpreise von insgesamt 6000 Euro.
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