Pressespiegel vom 17. November 2009
Ralf Schuhmann | 17. November 2009 | 08:40 Uhr
Gedanken zum Tag
Liebe Lesegemeinde des heutigen Pressespiegels,
der Worte wurden viel gewechselt, gelobt, geehrt, diskutiert, gehört, gesehen und gelacht – Friedrichroda ist inzwischen schon wieder knapp anderthalb Wochen Vergangenheit und trotzdem noch in allerbester Erinnerung. Wir konnten viel mit nach Hause nehmen, viele Erfahrungen und Eindrücke aus intensiven Gesprächen. Nun ist es an uns, die guten Vorsätze und Ideen umzusetzen, tagtäglich, im Sinne unserer Kinder.
Es grüßt Sie herzlich an disem leider etwas grauen Novembertag
Ihr Ralf Schuhmann
Ziel: Lernen ohne Drill und Gängelei
Quelle: FW
Neuhaus – Unter dem Thema “Demokratiepädagogik in Thüringen” stellte das Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (Thillm, Bad Berka) und das “Förderprogramm Demokratisches Handeln” (Jena) im Gymnasium Neuhaus am Rennweg neue und innovative Materialien zur Unterstützung von Lern- und Projektarbeiten an Thüringer Schulen vor.
Die gleichnamige Broschüre weist klar strukturierte und kompakte Beschreibungen von rund 30 Projekten auf, die in den vergangenen Jahren in Schulen Thüringens erfolgreich durchgeführt und dokumentiert worden sind. Sie zeigen, wie durch eine Symbiose von Lernen, Handeln und Verstehen in eigener Verantwortung und eigenem Tun Demokratie in der Schule umgesetzt werden kann.
Die neue Wanderausstellung in Form von Werbedisplays ergänzt die Broschüre, mit denen man die Diskussion in den Schulen anregen möchte. Sie kann von allen Schulen angefordert werden.
Aus 16 Schulen des Freistaates waren Schülervertretungen angereist, um ihre Projekte dazu vorzustellen, sich kennen zu lernen und zu informieren. Da das Neuhäuser Gymnasium gerade zu der Thematik des Tages eine Vorreiterrolle spielt und man dafür auch in Insiderkreisen bekannt ist, fand diese Präsentation auch hier am Rennsteig statt. Schulleiter Ralph Leipold meint: “Wir werben dafür, bewusst demokratisch zu handeln, lernen ohne Drill und Gängelung. Dazu gehört Demokratie zu leben, nach dem Begriff Habitus. Man muss spüren, dass Demokratie in der Gemeinschaft existiert, in der alle an diese Idee glauben. Und es gilt Demokratie als Lebensform mit zu gestalten.”
Anika Zitzmann (Scheibe-Alsbach) und Chris Schönefeld (Spechtsbrunn) gaben über ihr Projekt Auskunft, in dem sie sich mit der Demokratie in der DDR auseinander setzten. Dazu hat man gezielt Exkursionen unternommen, wie zum Beispiel ins Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen, Vorlesungen wurden besucht und Gespräche mit Zeitzeugen geführt. Für die Schüler war es wichtig, wie Anika Zitzmann berichtet, sich mit den Sichtweisen der Großeltern und denen der Lehrer auseinander zu setzen und sich ein Bild zu machen. “Wir haben gelernt, uns in der Gruppe während der Projektarbeit zu diesem Thema auseinander zu setzen, zu zeigen, dass man demokratisches Lernen miteinander verankern kann”, meint Chris Schönefeld.
Über die Aktivitäten der Regelschule in Köppelsdorf weiß Ute Hofmann (Lehrerin für Sozialkunde und Geschichte): “Wir beschäftigen uns viel mit verschiedenen Themen der Demokratie. Dazu spielt die Gewaltprävention bei uns eine große Rolle. Gerade die Situation unserer Lage im einstigen Sperrgebiet ist Thema und das haben wir auch mit einem Besuch im Deutsch-Deutschen Grenzlandmuseum Mödlareuth untermauert.”
Die Präsentation im Gymnasium zeigt in fünf Themenkreisen Projekte, wie Schulen des Landes ihre Projekte in das Lernen integrieren und diese damit auch für die Öffentlichkeit zugängig machen.
Die Ausstellung ist noch zwei Wochen im Gymnasium Neuhaus zu sehen. nk
Schulnetzplanung im Erbstromtal – ein Vabanquespiel
Eigenbericht/R.S.
Sie haben es schon gelesen. Im Erbstromtal zwischen Ruhla und Wutha-Farnroda sollen im kommenden Jahr zwei von vier Grundschulen geschlossen werden. In Anbetracht eines wissentlich kumulierten Sanierungsstaus an zwei Schulen ersteinmal ein guter Gedanke – könnte man meinen. Problematisch nur, dass bei einer Schließung viele Grundschüler nun den PNV nutzen müssen – mit allen negativen Konsequenzen. Pöbelei und Rauchen an der Bushalte sind da noch die kleineren Übel – sollte man denken. Größere Kinder verhalten sich den Kleineren gegenüber nicht immer kollegial. Wie sensibel aber Schulanfänger sind, weiss jedes Elternteil selbst gut genug. In der kleinsanierten Grundschule Ruhla (Politiker wollen nachhaltig und weitsichtig handeln – leider ist das Gegenteil der Fall) wird zukünftig kein qualitativ hochwertiger Unterricht mehr stattfinden können. Alle Räume sind intensiv genutzt, mehr Kinder kann die Schule nicht verkraften ohne Abstriche an Angeboten oder Projektarbeit machen zu müssen. Sparen wir an der Bildung? Sicher der absolut falsche Weg im Technologieland Deutschland. Kurze Wege für kurze Beine, ein Grundschulstandort in unmittelbarer Nähe, das ist ein Stück Lebensqualität, auf das die Eltern und Kinder ein absolutes Anrecht haben. Dies gilt es zu verteidigen! Sparen ist wichtig, aber nicht an dieser Stelle! Ein weiteres Problem stellt der Hort dar. Seit wenigen Monaten in kommunaler Trägerschaft und in der Hoffnung auf Verbesserung hat sich die Personalsituation z.T. in das Gegenteil verkehrt. Ein Betreuungsschlüssel von 1:29 z.Zt. in Ruhla ist für Erzieher und Kinder unzumutbar. Zukünftig wird dann Hort in den Klassenräumen stattfinden – Stand 1989. Die demografische Entwicklung im Erbstromtal ist relativ stabil, über Jahre hinweg konnten gleiche Schülerzahlen festgestellt werden. Vielleicht ist es 20 Jahre nach der politischen Wende angebracht wieder auf die Straße zu gehen – für den Erhalt unserer Schulen!
Ziel: Lernen ohne Drill und Gängelei
Quelle: TA
Aus 16 Schulen des Freistaates waren Delegationen in Neuhaus
Anlässlich des “Jahres der Demokratie 2009″ wurde eine Broschüre erarbeitet, die Praxisbeispiele und Angebote vermittelt. Schülervertreter aus 16 Schulen des Freistaates waren zur Präsentation zugegen.
Neuhaus – Unter dem Thema “Demokratiepädagogik in Thüringen” stellte das Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (Thillm, Bad Berka) und das “Förderprogramm Demokratisches Handeln” (Jena) im Gymnasium Neuhaus am Rennweg neue und innovative Materialien zur Unterstützung von Lern- und Projektarbeiten an Thüringer Schulen vor.
Die gleichnamige Broschüre weist klar strukturierte und kompakte Beschreibungen von rund 30 Projekten auf, die in den vergangenen Jahren in Schulen Thüringens erfolgreich durchgeführt und dokumentiert worden sind. Sie zeigen, wie durch eine Symbiose von Lernen, Handeln und Verstehen in eigener Verantwortung und eigenem Tun Demokratie in der Schule umgesetzt werden kann.
Die neue Wanderausstellung in Form von Werbedisplays ergänzt die Broschüre, mit denen man die Diskussion in den Schulen anregen möchte. Sie kann von allen Schulen angefordert werden.
Aus 16 Schulen des Freistaates waren Schülervertretungen angereist, um ihre Projekte dazu vorzustellen, sich kennen zu lernen und zu informieren. Da das Neuhäuser Gymnasium gerade zu der Thematik des Tages eine Vorreiterrolle spielt und man dafür auch in Insiderkreisen bekannt ist, fand diese Präsentation auch hier am Rennsteig statt. Schulleiter Ralph Leipold meint: “Wir werben dafür, bewusst demokratisch zu handeln, lernen ohne Drill und Gängelung. Dazu gehört Demokratie zu leben, nach dem Begriff Habitus. Man muss spüren, dass Demokratie in der Gemeinschaft existiert, in der alle an diese Idee glauben. Und es gilt Demokratie als Lebensform mit zu gestalten.”
Anika Zitzmann (Scheibe-Alsbach) und Chris Schönefeld (Spechtsbrunn) gaben über ihr Projekt Auskunft, in dem sie sich mit der Demokratie in der DDR auseinander setzten. Dazu hat man gezielt Exkursionen unternommen, wie zum Beispiel ins Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen, Vorlesungen wurden besucht und Gespräche mit Zeitzeugen geführt. Für die Schüler war es wichtig, wie Anika Zitzmann berichtet, sich mit den Sichtweisen der Großeltern und denen der Lehrer auseinander zu setzen und sich ein Bild zu machen. “Wir haben gelernt, uns in der Gruppe während der Projektarbeit zu diesem Thema auseinander zu setzen, zu zeigen, dass man demokratisches Lernen miteinander verankern kann”, meint Chris Schönefeld.
Über die Aktivitäten der Regelschule in Köppelsdorf weiß Ute Hofmann (Lehrerin für Sozialkunde und Geschichte): “Wir beschäftigen uns viel mit verschiedenen Themen der Demokratie. Dazu spielt die Gewaltprävention bei uns eine große Rolle. Gerade die Situation unserer Lage im einstigen Sperrgebiet ist Thema und das haben wir auch mit einem Besuch im Deutsch-Deutschen Grenzlandmuseum Mödlareuth untermauert.”
Die Präsentation im Gymnasium zeigt in fünf Themenkreisen Projekte, wie Schulen des Landes ihre Projekte in das Lernen integrieren und diese damit auch für die Öffentlichkeit zugängig machen.
Die Ausstellung ist noch zwei Wochen im Gymnasium Neuhaus zu sehen. nk
Kölleda: Bald ein Schmuckstück
Quelle: FW
Die Wippertus-Grundschule Kölleda wird in den kommenden fünf Jahren grundlegend saniert. Für die über 200 Schüler und das Lehrerkollegium bedeutet dies momentan einiges an Aufregung und Koordination – und die Aussicht auf eine richtig schmucke Schule.
KÖLLEDA. Gleich zwei Baustellen begleiten den Schulalltag der Wippertusschüler seit einigen Wochen. Das Haupthaus erhält auf der Hofseite neue Fenster und die Remise wird energetisch saniert.Um den Unterricht so wenig wie möglich zu stören, nutzten die Handwerker im Haupthaus insbesondere die Herbstferien. Während dieser zwei Wochen wurden die Fenster in den Klassenräumen erneuert, die Flure und andere Räume kamen anschließend während laufenden Schulbetriebs dran. Allerdings erfolgten die meisten Arbeiten nach Unterrichtsschluss in den Nachmittagsstunden und an den Wochenenden. “Man muss sich arrangieren, aber wir sind froh, dass es vorwärts geht”, sagte Schulleiterin Karla Goerke.Die Sanierung an der Remise, die als Projekt innerhalb des Konjunkturpaketes II in diesem Jahr zusätzlich möglich wurde, beeinträchtigt das Schulleben indes kaum. Das Nebengebäude war so baufällig, dass es ohnehin nicht mehr genutzt werden konnte, die darin befindliche Wohnung war im Sommer leer gezogen worden. Da sich die Remise am Schulhof-Rand befindet, geht durch die Bauarbeiten auch nur wenig Platz für die Kinder verloren. Seit September laufen die Arbeiten, die sich noch bis ins kommende Jahr ziehen werden. Als erstes standen ein neues Dach, Wärmedämmung, der Abriss einer Garage und neue Fenster im Dachgeschoss auf dem Plan, 2010 folgen der Außenputz, die Komplettierung der Fenster und der Einbau einer Heizung. Die Gesamtkosten betragen 773 000 Euro, davon fließen 447 000 Euro Fördermittel.Auf die künftige Nutzung der Remise freuen sich Schüler, Erzieher und Lehrer schon. Für den Ganztagsbetrieb der Schule entstehen im Obergeschoss drei sogenannte Differenzierungsräume, so Karla Goerke. In kleinen Gruppen könne man dort arbeiten, zum Beispiel in der Schuleingangsphase. Der bisherige Tanzraum ist für kreative Tätigkeiten vorgesehen. Einen neuen Tanzraum ganz professionell mit Spiegel (TA berichtete) hat der handwerklich begabte Hausmeister der Schule bereits im Haupthaus eingerichtet, freut sich die Schulleiterin. Unters Dach der Remise zieht die Schulbibliothek und wenn es möglich ist, wünschen sich die Kölledaer auch noch eine Schülerküche in dem Nebengebäude. Bisher befindet sich diese im Haupthaus im Keller unter nicht so optimalen Bedingungen, die Räume müssen trockengelegt werden.Mit den Handwerkerfirmen gebe es eine supergute Zusammenarbeit, lobt Karla Goerke, die Schule werde regelmäßig in die Bauberatungen einbezogen. Und aus der Remise werde ein kleines Schmuckstück.Insgesamt ziehen sich die Sanierungsarbeiten an der Wippertusschule über fünf Jahre. 2010 kommen die Fenster an der Straßenseite des Hauptgebäudes dran, später auch der Hort und das Außengelände. Für die derzeit 234 Schüler, davon 180 Hortkinder, und das Kollegium bedeutet dies einiges an Aufregung und notwendiger Koordination. Doch die Schulleiterin weiß: “Wir beißen die Zähne zusammen und hinterher wird es richtig schön.” Ilona STARK
Für Sie gefunden: Lese- und Hörtipp:
Der Letzte Zirkusdirektor der DDR
Last, but not least,
Der 17.November in der Weltgeschichte
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