Pressespiegel vom 16.11.2009 – mein letzter…
Alexander Grimm | 16. November 2009 | 21:40 Uhr
Hallo liebe Leser.
der 16.November in der Weltgeschichte…
Es ist nicht ganz einfach heute diesen Pressespiegel zusammenzusuchen, meine Gedanken zum Tag herunterzuschreiben
Viel ist passiert, ein wunderbares Wochenende mit einem wunderbaren Sonntagabend in Ilmenau liegt hinter mir und der Start in die neue Woche war so gut wie lange nicht mehr.
Alles in allem passt es. Irgendwann kommt man aber an den Punkt an dem sich einiges ändert.
Veränderungen – viele habe ich begleiten dürfen, viele habe ich mit Energie unterstützt – immer mit vielen Helfern an meiner Seite.
Danke dafür.
Vielen Dank für all die Jahre der Unterstützung, für die lieben, netten und sehr emotionmalen Momente, vielen Dank für die aufmunternden oder auch kritisch hinterfragenden Worte.
Ich hab es schon oft gedacht, immer wieder hab ich an diesen Moment gedacht, nun ist er gekommen.
Mein letzter Pressespiegel für die LEV — als U40
Mal sehen ob morgen irgendwas anders ist
Vielleicht versuch ich es mal mit nem kleinen Mittagsschlaf – braucht man im Alter ja
Halte dir jeden Tag dreißig Minuten für deine Sorgen frei,
und in dieser Zeit mache ein Nickerchen.
Abraham Lincoln – 16. amerik. Präsident
Proklamierte 1862 die Sklavenbefreiung
* 12.02.1809 – † 15.04.1865 in Washington
In diesem Sinne, lasst es Euch gut gehen… bis zum nächsten Mal
Euer Alex Grimm ![]()
——
FW
Regierung will Steuerstreit entschärfen
Die schwarz-gelbe Bundesregierung will in ihrer ersten Klausur den Streit über eine große Steuerreform entschärfen.
Berlin (dpa)
«Es wird darum gehen, ein gemeinsames Verständnis für die finanziellen Spielräume zu entwickeln und ein klares Bekenntnis für die Haushaltskonsolidierung abzulegen», hieß es am Montag aus Regierungskreisen in Berlin. Im Schloss Meseberg nördlich von Berlin wollen sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr Kabinett an diesem Dienstag und Mittwoch auf die Schwerpunkte für 2010 und die kommenden Jahre verständigen. Außerdem geht es um die Gesundheitsreform, den Klimaschutz und die Afghanistan-Politik.
Ob der Konflikt über die Besetzung eines Postens im Beirat der Vertriebenen-Gedenkstätte mit Vertriebenen-Präsidentin Erika Steinbach auf die Klausur ausstrahlt, ist offen. Der Bund der Vertriebenen entscheidet an diesem Dienstag über die Entsendung von Steinbach. FDP-Chef Guido Westerwelle beharrt wegen der Kritik Polens an Steinbach auf ihrer Ablehnung. Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer zeigte sich ebenfalls kompromisslos – aber zugunsten von Steinbach: «Die CSU steht an der Seite der Vertriebenen.»
Die FDP pocht auch auf eine große Reform des Steuersystems. «Wir brauchen ein niedrigeres, einfacheres und gerechteres Steuersystem», sagte Westerwelle. Er zeigte sich aber grundsätzlich offen für Kompromisse. Es sei nicht entscheidend, von großer oder mittelgroßer Steuerreform zu sprechen. «Entscheidend ist, was hinten rauskommt.» Die Voraussetzung für Wachstum sei eine Entlastung von Familien, kleineren und mittleren Einkommen sowie des Mittelstands. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sieht angesichts wachsender Schulden derzeit keine Spielräume für eine umfassende Steuerreform.
Die Kabinettsmitglieder wollen in Meseberg auch über die Gesundheitsreform debattieren. Dabei geht es um den Fahrplan für die geplante Expertenkommission. Die FDP will den Gesundheitsfonds abschaffen, die Union lehnt dies ab. In der Arbeitsmarktpolitik sollen konkrete Beschlüsse fallen, zum Beispiel über Erleichterungen für Hartz IV-Bezieher.
Auf einer regulären Kabinettssitzung geht es in Meseberg auch um die Verlängerung der Bundeswehreinsätze in Afghanistan (ISAF) und im Anti-Terror-Kampf (OEF) um jeweils ein Jahr sowie um die weitere UNIFIL-Mission. Die Minister sprechen generell über die Zukunft des Einsatzes in Afghanistan. Die Regierung steckt zudem die Position für den UN-Klimagipfel im Dezember in Kopenhagen ab. Merkel will weitere Rückschläge bei den internationalen Verhandlungen um den Klimaschutz verhindern und deshalb am Klimagipfel teilnehmen. Mit Beschlüssen zu längeren Atom-Laufzeiten wird auf der Klausur nicht gerechnet.
Grünen-Chef Cem Özdemir sieht die Klausur als Zeichen für einen «fulminanten Fehlstart». Es passe nicht zusammen, die Steuern senken und mehr Geld für Bildung ausgeben zu wollen. Unions-Fraktionsvize Michael Fuchs erwartet konkrete Anstöße zum Sparen. «Wir brauchen wieder mehr Markt und nicht ständig neue Rettungsarien», sagte Fuchs der «Leipziger Volkszeitung» (Dienstag) mit Blick auf mögliche Unternehmenshilfen etwa für Opel.
Die CSU will sieben Wochen nach ihrem Fiasko bei der Bundestagswahl den Blick nur noch in die Zukunft richten. Darauf verständigte sich der CSU-Vorstand nach einer Wahlanalyse in München. Kritik an Parteichef Horst Seehofer blieb fast vollständig aus. Seehofer räumte aber eine gewisse Mitschuld an dem Wahlergebnis von 42,5 Prozent ein. «Ich bin Parteivorsitzender und verantwortlich.»
——
FW
Schwarzes Schaf und andere Werke
In der Steinbach-Hallenberger Kulturstätte wird seit vergangenem Freitag Buchkunst ausgestellt
Steinbach-Hallenberg – Künstlerbücher sind in
Buchhandlungen selten zu bekommen. “Sie sind Unikate und so verschieden, wie die Menschen selbst”, sagte Buchkünstlerin Susanne Nickel aus Halle zur Ausstellungseröffnung am Freitagabend im Steinbach-Hallenberger Heimathof. Dort sind unter der Überschrift “Buchgestaltung” bis Mitte Januar Künstlerbücher von acht Hobbykünstlern aus Greiz, Steinbach-Hallenberg, Schweina und Weimar zu sehen.
Getroffen haben sich Dieter Gollhardt, Freia Gratz, Regina Holland-Cunz, Helga Huhn, Judith Schwabe, Annett Triemer, Ines Ulbrich und Anja Schoenenburg während eines Workshops im Frühsommer. Über vier Tage lang beschäftigten sie sich mit dem Künstlerbuch und bekamen dabei fachmännische Anleitung von Susanne Nickel. Die Kontakte zu der in Roßdorf geborenen Künstlerin kamen durch die Steinbach-Hallenbergerin Regina Holland-Cunz zustande.
Für Workshop gewonnen
Susanne Nickels Arbeiten, die sie vor einiger Zeit bei einer Ausstellung in Schmalkalden zeigte, brachten Regina Holland-Cunz auf die Idee, die junge Frau für einen Workshop im Heimathof zu gewinnen. Susanne Nickel war von der Buchwerkstatt im Juni begeistert. Alle Teilnehmer seien auf diesem Gebiet zwar Laien gewesen, hätten aber von Beginn an konkrete Vorstellungen gehabt, die sie schließlich auch sehr diszipliniert umsetzten, so die Künstlerin. So gab Susanne Nickel lediglich künstlerische und technische Hinweise zur Umsetzung. “Es war ein hochkonzentriertes Arbeiten”, lobte sie.
Pro Teilnehmer entstand ein Werk, manch einer wagte sich auch an mehrere heran. Für die Hallenburgstadt ist eine derartige Ausstellung etwas Neues. Wobei das Interesse zur Eröffnung sehr groß war. Freia Gratz zeigte ihr Leporello zum Abriss der alten Steinbach-Hallenberger Schule mit dem Titel “Schwarzes Schaf”. Regina Holland-Cunz hatte ein Buch zu einem Gedicht von Friederike Mayröcker gestaltet. Dieter Gollhardt stellte seine Collagen aus. Anja Schoenenburg hatte das Thema Zeit künstlerisch und spielerisch umgesetzt. Und auch Susanne Nickel selbst zeigte einige ihrer Arbeiten. Die Buchkunst bezeichnete sie als eigenständiges Genre der bildenden Kunst. Die entstehenden Produkte seien verspielt, heiter, vielschichtig und vielsprachig.
Seit ihrer Kindheit zeichnet Susanne Nickel viel. Ebenso angetan ist sie von Büchern. In ihrer Familie sei das Buch immer präsent gewesen.
Anregungen vom Flohmarkt
Die Mutter arbeitete im Buchhandel, der Vater war Kunstlehrer, der Bruder Grafiker. Susanne Nickel studierte an der Hochschule für Kunst und Design in Halle und blieb in der Saalestadt “hängen”. Außer Künstlerbüchern gestaltet sie auch Grafiken und Collagen. Unter der Überschrift “Künstler an Schulen” bietet sie Kurse für Kinder an, die ihr viel Freude bereiten. Anregungen für ihre Arbeiten holt sie sich aus der Literatur.
Aber auch von Flohmärkten und aus Antiquariaten. Außerdem besucht sie, um sich inspirieren zu lassen, gern verschiedene Ausstellungen. Das Arbeiten während des Workshops in Steinbach-Hallenberg sei für sie sehr befruchtend gewesen. “Der Austausch in der Gruppe und die herzliche Stimmung haben mir sehr gut gefallen”, betonte sie während der Vernissage.
Ebenso sei die familiäre Atmosphäre während des Workshops bei ihr sehr gut angekommen. Ermöglicht wurde der Workshop durch den Förderverein Heimathof. Die Einnahmen, die man zum letzten Trödelmarkt aus dem Verkauf von Getränken und Bratwürsten erzielte, kamen den Workshopteilnehmern zugute.
Eva Marr, Vorsitzende des Fördervereins Heimathof, sprach – und damit sorgte sie für einen fröhlichen und ungezwungenen Tenor – zur Ausstellungseröffnung von der Verwandlung der Bratwurst in Kunst.
Weiter wies sie darauf hin, dass sich bei der Vorbereitung und Gestaltung von Workshop und Ausstellung neben Regina Holland-Cunz auch Ulrike Rönnecke sehr engagiert hatte.
Kurz vor dem Aufbau der Schau hatte man dann gemerkt, dass Vitrinen fehlten. Die hauseigenen befinden sich derzeit im Rathaus, wo auch die Korkenzieherausstellung zu sehen ist.
Kurzerhand ließ der Heimathofverein zwei kleine Vitrinen anfertigen. “Wir sind immer auf der Suche nach neuen Mitgliedern”, beendete Eva Marr ihre Ausführungen.
Nach der Eröffnung hatten alle Besucher die Gelegenheit, mit Susanne Nickel, aber auch mit den übrigen Workshopteilnehmern, ins Gespräch zu kommen. Die Ausstellungsstücke jedenfalls sprachen an – diskutiert wurde lange und sehr intensiv.
—
TLZ
Mit nützlichen Barrieren
Weimarer Land. (tlz) Es ist ein echtes Kampfziel: Bis Weihnachten soll die energetische Sanierung der Turnhalle an der Wartenbergschule in Niederzimmern unter Dach und Fach sein. Nachdem zuletzt bereits die Sanitär- und Umkleideräume des Gebäudes erneuert wurden, wird die gut 30 Jahre alte Einfelderhalle seit Mitte September mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II an Dach, Fassade, Fenstern und Türen so weit ertüchtigt, dass in der Heizperiode die Wärme möglichst im Gebäude bleibt und somit auf Dauer die Betriebskosten gesenkt werden. “Das ist – neben der Einsparung von Kohlendioxid – Ziel der energetischen Sanierung an elf Schulstandorten im Weimarer Land”, erklärt Ludwig Ertel vom Bauamt des Kreises. “Jede Kilowattstunde, die nicht erzeugt werden muss, hilft den CO2-Ausstoß zu verringern, was der Umwelt zugute kommt.”
Die Maßnahme in Niederzimmern, wo die Halle nur deshalb vier statt zwei Wochen geschlossen wurde, weil es mit dem Material-Nachschub haperte – “ansonsten arbeiten die Jungs nämlich sehr schnell” -, ist mit einem Umfang von rund 300 000 Euro eine der größten im Bereich Bildung, für die das Bauamt derzeit den Hut aufhat. Insgesamt stehen für elf Schulstandorte in diesem und im nächsten Jahr zirka 4,4 Millionen Euro zur Verfügung, von denen der Bund 75 Prozent schultert. Der Löwenanteil entfällt auf die Berufsbildende Schule in Schwerstedt, wo für rund 850 000 Euro sowohl das denkmalgeschützte Schloss – in diesem Jahr insbesondere im Kellerbereich – als auch das Mehrzweckgebäude mit Speisesaal und Küche gedämmt werden. Doch nicht nur die Belange des Denkmalschutzes gilt es bei der Ertüchtigung zu beachten, sondern mitunter auch die des Naturschutzes, wie das Beispiel Buttelstedt zeigt: Da in den Fugen des von allen drei Schularten genutzten Plattenbaus, dessen Westtrakt schon neue Fenster erhielt und der noch gedämmt werden soll, Mauersegler nisteten, mussten im Nordbereich an der Fassade eigens Nisthilfen geschaffen werden. Energetisch auf Vordermann gebracht wird aber auch die Buttelstedter Schulsporthalle, wo unlängst die Unterdecke gedämmt wurde und 2010 die Sanierung des Sanitärtrakts folgt.
Weitgehend abgeschlossen ist unterdessen die erste Phase der Sanierung der Schulsporthalle in Isseroda. Dort wurden die Heizkörper erneuert, Fenster ausgetauscht und die Außenwände von innen gedämmt, da der Denkmalschutzstatus eine Außendämmung nicht zuließ. Sobald der Sportunterricht wieder ins Freie verlegt werden kann, folgt 2010 die Dämmung von Türen und Dach. Ebenfalls im kommenden Jahr soll der Boden der Sporthalle an der Blankenhainer Grundschule saniert werden, während die energetische Ertüchtigung des Schulgebäudes selbst bereits “auf einem guten Weg ist”.
——
TLZ
Sozialministerin in Gera Schirmherrin für Unicef
Von Sylvia Eigenrauch Gera. Die 35 Mitglieder der Unicef-Arbeitsgruppe Gera haben seit gestern eine neue Schirmherrin.
Thüringens Sozialministerin Heike Taubert (SPD) aus Ronneburg übernahm die Aufgabe von Volker Blumentritt (SPD) aus Jena. Er war bis Ende September Bundestagsabgeordneter und hatte die Schirmherrschaft vier Jahre inne. “Wir freuen uns ganz besonders”, jubelte Claudia Poser, Leiterin der Gruppe. Sie gestand, dass sie die Zusage schon vor der Berufung von Heike Taubert zur Sozialministerin erhalten hatte. “Ich kann jetzt noch anders auf die Arbeit von Unicef aufmerksam machen”, sagte die Ministerin. Sie sprach von einer langjährigen Zusammenarbeit mit der Gruppe, die in der Region das Gesicht des Kinderhilfswerkes der Vereinten Nationen ist.
“Ich selbst habe eine behütete Kindheit gehabt, meine Kinder haben sie auch haben dürfen. Jetzt will ich etwas in die Gesellschaft hinein geben, deutschland- und weltweit”, sagte Heike Taubert. Sie sprach an, dass es ganz wichtig sei, dass viele, denen es gut geht Hilfebedürftige unterstützen. Ebenso wie ihr Schirmherr-Vorgänger und Geras Sozialdezernentin Christiane Neudert (Die Linke) bekundete Heike Taubert mit einem farbigen Handabdruck, dass sie für die Aufnahme der Kinderrechte auf Überleben, auf Bildung, Schutz und Beteiligung für alle Kinder ins Grundgesetz eintritt. Weitere Handabdrücke sammelt Unicef Gera am Freitag, dem 20. Jahrestag der UN-Kinderrechtskonvention, von 11 bis 13.30 Uhr vor den Arcaden.
Der scheidende Schirmherr Volker Blumentritt versprach, auch künftig zu helfen. Noch stecke die Jenaer Unicef-Außenstelle in den Kinderschuhen. Dass der Bundestagsabgeordnete seine Wiederwahl in Gera verlor, mache ihn noch immer traurig. Keineswegs traurig sei er aber, wenn er das Ehrenamt an Frau Taubert weiter gebe. Bei ihr wisse er es in guten Händen. “Wenn wir die Sensibilität für unsere Kinder hinkriegen, sind Menschen auch bereit, für Kinder im Ausland zu spenden”, meinte er.
——
TLZ
Werbung für die Bildungsprämie
Gera. Rund um die Bildungsprämie drehte es sich gestern vor dem Kultur- und Kongresszentrum/Ecke Schlossstraße in der Geraer Innenstadt. Die Werbetour des Bundesministeriums Bildung und Forschung für Prämiengutscheine oder Weiterbildungssparen soll vor allem Berufstätige mit geringem Jahreseinkommen ansprechen.
“Zielgruppen sind solche Branchen wie Frisöre, Gebäudereiniger oder Menschen, die im Bereich des Maschinenbaus tätig sind”, erläutert Merle Rietschel, die eines von vier Beratungsmobilen begleitet.
Sie und ihr Team hatten bereits gestern alle Hände voll zu tun, den Anfragen am Beratungsmobil nachzukommen. Ihr zur Seite stand u. a. Frank Zimmermann, Sachgebietsleiter für Aus- und Weiterbildung der Industrie- und Handelskammer Ostthüringen (IHK).
Die IHK gehört zu den Partnern des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, die die Möglichkeiten der Bildungsprämie vor Ort publik machen. “Wir geben die Informationen rund um diese staatliche Finanzierungsmöglichkeit von Weiterbildung an verschiedene Träger von Erwachsenenbildung weiter, die in diesem Rahmen konkrete Angebote unterbreiten”, erklärt er näher. Dazu gehören beispielsweise die Volkshochschulen in ganz Ostthüringen, die Industrie- und Handelskammer Ostthüringen selbst, das Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft in der Geraer Keplerstraße oder auch das MBZ Bildungs- und Innovationszentrum Meuselwitz im Kreis Altenburger Land. In diesen Beratungsstellen können sich Interessierte über die Bildungsprämie informieren und sie beantragen.
Unter Regie der Industrie- und Handelskammer Ostthüringen wurden bis dato rund 30 solcher Beratungsgespräche geführt, für etwa ein Drittel der Interessierten konnten Bildungsgutscheine ausgereicht werden. Eine Zahl, die steigen soll, geht es nach Frank Zimmermann. Immerhin gibt es diese Möglichkeit der staatlichen Unterstützung für Weiterbildungswillige bereits seit Ende vergangenen Jahres. Doch startete die bundesweite Werbekampagne dafür erst am 7. November dieses Jahres. Und während in Nordthüringen laut Merle Rietschel die Nachfrage nach der Bildungsprämie bereits sehr gut ist, hinke die Region Ostthüringen in dieser Hinsicht noch etwas hinterher.
“Deshalb”, so Frank Zimmermann, “versprechen wir uns von der jetzigen Werbekamagne mit Info-Mobil, reichlich Info- und Anschauungsmaterial des Bundesministeriums wirklich einiges, um die Sache hier in Ostthüringen ordentlich zum Laufen zu bringen.”
Die Resonanz auf das gestrige Angebot des Informationsstandes auf Rädern war jedenfalls vielversprechend. Sowohl zahlreiche einzelne Interessierte als auch ganze Gruppen nahmen Merle Rietschel und Frank Zimmermann beim Wort und fragten ihnen die sprichwörtlichen Löcher in den Bauch.
Bis Anfang Dezember sind insgesamt vier Info-Mobile in Sachen Bildungsprämie deutschlandweit unterwegs und an 110 Tourstationen in 96 Städten präsent. Heute macht das Info-Mobil in Zwickau, am Donnerstag in Plauen, am Freitag in Schwarzenberg, Aue und Chemnitz Halt.Bildungsprämie kompaktMit dem Prämiengutschein übernimmt der Staat Kosten für Weiterbildungskurse und -prüfungen bis maximal 154 Euro jährlich. Einen Prämiengutschein bekommen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Selbstständige, deren Jahreseinkommen 20 000 Euro bzw. 40 000 Euro (z. B. gemeinsam veranlagte Ehepartner) nicht übersteigt. Prämiengutscheine sind in einer von derzeit rund 400 Beratungsstellen in ganz Deutschland erhältlich. Dort werden persönliche Voraussetzungen geprüft, Weiterbildungsziele definiert, passende Angebote bzw. geeignete Anbieter benannt.
——
TLZ
Hat vor Freude geweint
Jena/Eisenach. (tlz) Sie begleitet Schwerstkranke und Sterbende an ihren letzten Lebenstagen – und spendet Hoffnung und Mut. Sie unterstützt die Angehörigen, die wissen, dass sie bald einen geliebten Menschen verlieren. Edeltraud Komischke ist eine von vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern, die ihre Zeit und Kraft darauf verwenden, dass Menschen in Würde und nicht allein sterben müssen. Seit acht Jahren engagiert sich die 67-jährige Jenaerin in der Hospizarbeit in Thüringen. Seit 16 Jahren unterstützt sie den Verein “Hilfe für die Kinder in Tschernobyl” in Jena.
Am Donnerstag wird Edeltraud Komischke – gemeinsam mit elf weiteren Thüringer Bürgern – für ihre langjährige ehrenamtliche Arbeit mit der “Thüringer Rose” geehrt. Die Auszeichnung wird vom Thüringer Sozialministerium auf der Wartburg bei Eisenach verliehen.
Das Wichtigste an ihrer Arbeit sei, für die Menschen da zu sein und sich Zeit für sie zu nehmen, sagt die gebürtige Kahlaerin, die 1965 gemeinsam mit ihrem Mann Bernd (66) nach Jena gezogen ist. Mehr als 30 Jahre arbeitete sie als Sekretärin im Thüringer Energieversorger-Unternehmen. “Mit 55 bin ich in den Vorruhestand gegangen. Den ganzen Tag zu Hause bleiben und nichts tun, das aber wollte ich nicht.” Über ihre Cousine sei sie zur Hospizarbeit gekommen. Seitdem hält Edeltraud Komischke Sitzwachen, betreut Senioren zu Hause und im Pflegeheim, kümmert sich um Menschen mit unheilbaren Krankheiten und um die Angehörigen.
Eine Patientin hat die Rentnerin ein knappes Jahr lang besonders intensiv betreut. “2006 begleitete ich ein 18-jähriges Mädchen, das an Leukämie erkrankt war. Sie lag in der KIM in Lobeda-Ost und war nicht ansprechbar. Ihr Gesicht war ganz blau. Es war nicht klar, ob sie etwas mitbekommt”, sagt Edeltraud Komischke, die die junge Frau mindestens drei Mal wöchentlich besuchte. Mit der Zeit sei es dem Mädchen besser gegangen. Sogar eine Kur habe sie noch mitgemacht. “Am 25. Dezember 2007 habe ich die Nachricht von ihrem Tod bekommen: Heiligabend ist sie zu Hause gestorben.”
Wenn Edeltraud Komischke daran denkt, erfasst sie auch heute noch tiefe Trauer. “Bei jungen Menschen ist der Tod schwerer zu begreifen”, sagt sie. “Das war wirklich nicht einfach für mich.”
Ihre Erlebnisse kann die Rentnerin in einem Gesprächskreis mit sechs bis acht anderen ehrenamtlichen Hospiz-Mitarbeitern verarbeiten. Hier tauscht man sich aus, erzählt von seinen “Fällen”, bekommt Rat und Trost. “Wir zünden Kerzen an und gedenken der Verstorbenen”, sagt Edeltraud Komischke. Manchmal besucht sie auch die Trauerfeier eines Verstorbenen. “Da lässt es sich leichter Abschied nehmen.”
Damit umzugehen hat die ehrenamtliche Hospiz-Mitarbeiterin gelernt. Ihr Verhältnis zum Thema Tod und zu Krankheiten habe sich verändert – zum Positiven. “Meine Arbeit zeigt mir immer wieder, was wirklich wichtig ist im Leben. Man wird geerdet”, sagt sie. Vor dem Tod habe sie keine Angst, eher davor, auch einmal so leiden zu müssen wie viele derjenigen, die sie auf ihrem letzten Weg begleitet hat. Einen guten Ausgleich zur Hospizarbeit findet die Rentnerin in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit im Tschernobyl-Verein. Zwei Mal im Jahr kommen 20 Kinder aus sechs weißrussischen Dörfern für vier Wochen nach Jena. “Unsere Aufgabe ist es, sie zu betreuen und ihnen den Aufenthalt in Jena so schön wie möglich zu gestalten”, sagt Edeltraud Komischke, die selber schon in Weißrussland war. “Das Schöne ist, dass sehen können, dass die Hilfe direkt bei den Betroffenen ankommt.”
Dass sie nun mit der “Thüringer Rose” ausgezeichnet werden soll, sei ihr richtig nahe gegangen. “Ich habe geweint vor Freude”, sagt die Jenaerin. “Es gibt so viele Menschen, die diese Auszeichnung verdient hätten, trotzdem hat auch meine Familie gesagt: Mutter, da hat es die Richtige getroffen.”
Gemeinsam mit ihrem Mann, ihren Kindern Jens (48) und Annett (45) und deren Ehepartnern, wird Edeltraud Komischke am 19. November nach Eisenach fahren, um dort die Ehrung entgegenzunehmen. “Das ist Labsal für die Seele, aber ich hätte auch so weitergemacht.” Für ihre Arbeit als ehrenamtliche Helferin gibt sich Edeltraud Komischke kein Limit. “Ich denke, dass ich diese Arbeit noch viele Jahre machen werde”, sagt sie.Edeltraut Komischke.
——
TLZ
Nachwuchs nicht nur “parken”
Erfurt. (tlz) Wer Fachkräfte will, muss sich um deren Nachwuchs kümmern – und dabei ist schon lange nicht mehr von “weich” die Rede. Kinderbetreuung ist zum knallharten Faktor geworden, nach dem Investoren die Standorte aussuchen, an denen sie investieren, und Beschäftigte die Unternehmen wählen, für die sie arbeiten wollen. Die Flexibilität, die den Arbeitnehmern abverlangt wird, beanspruchen sie auch in der Betreuung ihrer Sprösslinge – und um Erfurt in dieser Hinsicht fit zu machen, gibt es “Kinderbetreuung 24″.
Unterstützt vom Thüringer Wirtschaftsministerium und dem Europäischen Sozialfonds werden drei Jahre lang gemeinsam mit Eltern, Unternehmen sowie privaten und öffentlichen Kinderbetreuungseinrichtungen neue Formen der Betreuung von Kindern zwischen zwei und zwölf Jahren entwickelt und erprobt von Projektleiterin Dr. Sigrun Fuchs und ihren Mitarbeiterinnen Dr. Maxi Stapelfeld und Caroline Strautz. Projektträgerin ist die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG).
Die verkaufsoffenen Sonntage gehörten zu den ersten Gelegenheiten, bei denen das Team angesetzt hat: “Gemeinsam mit dem Familienzentrum am Anger haben wir in diesem Jahr erstmals Kinderbetreuung angeboten”, sagt die dreifache Mutter Dr. Sigrun Fuchs, die 1996 aus Weimar nach Erfurt zog. Beruhigter arbeiten konnten die einen, entspannter einkaufen die anderen: “Auf diese simple Idee war bislang einfach niemand gekommen”, nennt Fuchs einen ersten Erfolg des “Klinkenputzens”. Denn das haben sie und ihr Team seit Projektstart im März dieses Jahres hauptsächlich getan, den Bedarf bei den Unternehmen und das Angebot bei den Trägern, die Kinderbetreuung anbieten, erfasst.
An verkaufsoffenen Sonntagen getestet
Auf diese Weise fanden die Händlervereinigung Citymanagement und das Familienzentrum am Anger für die verkaufsoffenen Sonntage zusammen, auf diese Weise wollen Fuchs und ihre Mitarbeiterinnen noch viele weitere Partner zusammenführen, die miteinander ganz unterschiedliche Angebote entwickeln sollen – angepasst an die individuelle Situation.
Dass die LEG sich dabei engagiert, kommt nicht von ungefähr: Zum einen gehört Investorenwerbung zu ihren Aufgaben, zum anderen profiliert sie sich selbst als familienfreundliches Unternehmen, zum Beispiel mit der LEG-Sommerschule. “Kein Mensch hat so viel Urlaub wie Kinder Ferien. Und wer Kinder unterschiedlichen Alters hat, muss zudem noch mit unterschiedlichen Schließzeiten von Kita und Hort leben”, zeigt die Projektleiterin das Eltern-Dilemma auf. Also bot die LEG-Sommerschule fünf Wochen Programm in Erfurt sowie in Ferienlagern – zunächst gedacht für die Firmen im Brühl. Mittlerweile ist die Nachfrage auch von anderen Seiten groß, 2010 soll die Sommerschule ausgeweitet werden.
Die Zeitungsgruppe Thüringen ZGT gehörte zu denjenigen, die Mitarbeitern in diesem Jahr die Möglichkeit bot, ihre Kinder dort anzumelden; Partner der LEG war die AWO mit ihrer Kita “Brühler Gartenzwerge”. Denn es gehe nicht darum, Kinder nur zu “parken”: “Das Angebot muss Qualität haben, darauf achten auch die Eltern. So sind zum Beispiel konstante Bezugspersonen wichtig”, nennt Fuchs Kriterien.
Einen Verbund wie bei der Sommerschule empfiehlt das Projektteam, wenn Unternehmen etwas für die Eltern unter den Beschäftigten tun wollen, aber denken, wegen geringer Kinderzahl lohne sich das nicht. “Bedarf ermitteln, Ideen entwickeln, auch mal “spinnen” – und am Ende können sich kreative, innovative Konzepte ergeben”, sagt Fuchs. Auch dabei will das Team von “Kinderbetreuung 24″ mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Oft erleichterten auch schon die kleinen Dinge es den Eltern, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen – Zeiten für Konferenzen oder Besprechungen könnten sich nach den Familienmüttern oder -vätern richten: “Das ist meist kein Problem, nur keiner kommt drauf, von dieser Seite heranzugehen”, plädiert die Projektleiterin auch für einen Perspektivenwechsel – als Lobbyarbeit für Familien.
Bundesweit sammeln die Projektmitarbeiterinnen Ideen, prüfen, ob diese auf Erfurter Gegebenheiten umgemünzt werden können. Und wollen Unternehmer und Träger so lange begleiten, bis neue familienfreundliche Ansätze in den Normalbetrieb überführt sind: “Das nennt man dann Nachhaltigkeit”, schmunzelt Dr. Sigrun Fuchs. Entstehen wird auch ein Leitfaden, in dem erfolgreiche Erfurter Ideen publiziert und in Thüringen zur Nachahmung empfohlen werden.
Zur Nachahmung empfohlen wird auch, was aus Freyburg (Unstrut) am Donnerstag bei einer Fachtagung vorgestellt wird: ein privates Pflegeheim samt Kita mit Nacht- und Wochenendbetreuung. “Das Wochenendangebot wurde in zwei Jahren nur fünfmal genutzt”, sagt Fuchs, “Eltern geben ihre Kinder nicht ohne Not in Fremdbetreuung.” Aber seit es die Kita gebe, habe die Geschäftsführerin keine Probleme mehr, qualifiziertes Personal zu finden…
Ähnliche Beiträge:
- Pressespiegel vom 26. Oktober 2009 Hallo liebe Leser, noch knapp zwei Wochen müssen wir noch bis zu unserer 22. Landeselterntagen warten. Die Anmeldungen sind eingegangen, die Teilnahme wurde von uns bereits bestätigt. Danke für das Interesse. Die Zimmer sind reserviert, Stühle werden gerückt, das Infomaterial lagert (noch) auf Paletten, der Koch wetzt bereits die...
- Pressespiegel vom 07. Oktober 2009 Guten Morgen liebe LeserInnen, tatsächlich schon Mittwoch, Woche schon wieder fast rum? Fast rum sind auch die Anmeldemöglichkeiten zu den 22ten Landeselterntagen in Friedrichroda. Nur noch ganz wenige Plätze sind frei, daher bittet die LEV alle Interessierten sich per Mail an Alex Grimm zu wenden. Es gibt eine Warteliste aus...
- Pressespiegel vom Montag 30.11.2009 Rasant. Rasant ging die Woche vorüber, rasant wurden Spiegel erstellt, rasant gab es Reaktionen darauf und ebenso rasant war dann schon Freitag. Wochenende. Zeit zum Erholen, zum “Kraft tanken”. Hat geklappt. Es war ein wunderbarer Freitag und Samstag, rasant gefolgt von einem wunderbaren 1. Advent in Erfurt auf dem...
- Pressespiegel vom 28. Oktober 2009 Guten Morgen liebe LeserInnen, endlich bildet sich auf Bundes- und Landesebene die Regierung, Madonna macht den Spatenstich für eine Mädchenschule in Afrika, Özdemir von den Grünen fordert eine Deutschquote an Problemschulen und in Taiwan schlucken Nachhilfeschüler Feuer. Entsprechende Kritiken lassen natürlich nicht auf sich warten und so ist im...
- Pressespiegel vom 25.März 2009 Liebe Leser, der 25. März hat es in sich. Wußten Sie schon, daß an diesem Tag im Jahre 1811 Napoleon den Anbau von Zuckerüben anordnete oder die Russen 1961 den letzten Testhund mit Sputnik 10 ins All schossen? 1957 unterzeichnete man die römischen Verträge und 1966 vollbrachte man die Erstbesteigung...
- Pressespiegel vom 05. Oktober 2009 Montag. Mal wieder. Der Tag von Dienstag. Mal wieder. Diesmal ist alles anders. Morgen wird unser Freund Bernd Sprechert im engsten Familienkreis beigesetzt. Ich wurde gebeten mitzuteilen, dass all jene, die Bernd die letzte Ehre erweisen wollen, sich nach der familiären Feierstunde (6.Oktober 2009 ca. 13.20 Uhr) vor der...
- Ferien-Pressespiegel vom 3.2.2009 Liebe Pressespiegelleser, gestern konnte Alex nicht widerstehen, einen Pressespiegel zu machen. Ich heute auch nicht! Schließlich können oder wollen nicht alle in den turbulenten Skiurlaub fahren, um vielleicht mit angeschlagenem Kopf und Gliedern zurück zu kommen. Deshalb darf ich Sie auch in den Ferien mit aktuellen Informationen versorgen. Genießen Sie trotzdem die Zeit...







Alles Gute, lieber Alex.
Wilkommen im “Club”…
…und Gottes reichen Segen!
Ich wünsche Dir auch alles Liebe und Gute, lieber Alex (mir ist leider Deine Handy-Nummer verloren gegangen…)
Dir lieben Alex alles Gute, Glück, Gesundheit und Wohlergehen..und willkommen im Club!