Pressespiegel vom 05. Novemer 2009
Christoph Werz | 5. November 2009 | 09:57 Uhr
Total aufgeregt!
Nicht nur vor dem, was uns morgen alles in Friedrichroda zum Landeselterntag erwarten mag und welche tolle Begegnungen unsere Arbeit weithin bereichern mögen, nein,
total aufgeregt waren gestern auch rund 15 Gymnasiasten zur Ostthüringer Konferenz “Moderne Berufsorientierung” der IHK zu Gera.
Mit ihrem humorvollen Theaterstück und vielen kabaret reifen Einlagen stellten sie eindrucksvoll das Innenleben von Kindern und Jugendlichen auf ihrem Weg zu beruflicher Reife dar.
“Und dabei soll man sich (beruflich) orientieren können?!” resümierte eine Schülerin.
Kommentar des stellv. Vorsitzenden der Landesschülervertretung im anschließenden Podiumsgespräch: “Um Schüler zu begeistern, benötigt es begeisterte Lehrer. Einem gegenseitigen Geben und Nehmen stehen die Thüringer Schülerinnen und Schüler offen gegenüber.”
Auf den Punkt brachte es die “Stimme aus dem Publikum”. Als Landeselternsprecher lediglich aus der Zeitung von dieser Veranstaltung zu erfahren, sei nicht die gewünschte Form einer innovativen Informationskultur.
Nicht nur die IHK resümierte um eine Bewendung dieser Mängellage.
Zustimmende Bestätigung gab es auch aus den Reihen der angereisten Schulleiter, der Mitarbeiter verschiedener Schulämter sowie verschiedener Träger.
Wenn auch nur leise und wie so oft “diplomatisch”…
Lassen sie uns gemeinsam den guten Ideen Worte verleihen, diese deutlich hörbar machen und dann dem Gesagten Taten folgen lassen.
Auf einen spannenden Landeselterntag freut sich
Ihre LSV/GST
Quelle: OTZ, 5.11.2009
Die zweitwichtigste Entscheidung
IHK Ostthüringen will Berufsorientierung für Schüler ab Klasse fünf vorantreiben
Von OTZ-Redakteurin Constanze Alt Gera. Lange schon vorbei sind jene Zeiten, da die Söhne noch das Handwerk der Väter erlernten. Ist die Moderne doch gerade im Hinblick auf den beruflichen Werdegang des Einzelnen geprägt durch die Wahl aus einer Vielzahl von Optionen. Angesichts dieses Bildungspluralismus will die Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostthüringen künftig eine stärkere Berufsorientierung für Schüler ab Klassenstufe fünf vorantreiben. Ist doch die Entscheidung für einen bestimmten Beruf “die zweitwichtigste Entscheidung nach der Wahl des Ehepartners” – so sieht das zumindest IHK-Geschäftsführerin Ingrid Weidhaas. Damit diese gelinge, müsse bei der Hilfe zur als Prozess begriffenen beruflichen Orientierung bereits weit eher angesetzt werden, als in den Klassenstufen acht oder neun. Dies ist eine der tragenden gedanklichen Säulen, auf der gestern zu der dem Thema Berufsorientierung gewidmeten IHK-Konferenz in Gera insistiert wurde.
Geladen waren unter anderem alle Ostthüringer Schulleiter, etwa 30 Beschäftigte von Ostthüringer Bildungsdienstleistern, sowie Vertreter der Bundesagentur für Arbeit und der Arbeitsagenturen Gera, Jena und Altenburg.
Der zweite Pfeiler zielt auf eine stärkeres Engagement der Gymnasien bei der Einbindung in berufsorientierende Maßnahmen. Während dies insbesondere bei den Förderschulen gut funktioniere, habe die IHK festgestellt, “dass ganz viele Gymnasien überhaupt keine Berufsorientierung haben”, so Weidhaas. Ausnahmen wie das Geraer Zabelgymnasium, das Gymnasium in Zeulenroda oder das Saalfelder Gymnasium “Heinrich Böll” bestätigen aber auch hier die Regel.
Quelle: OTZ, 4.11.2009
Teddys im OP und Aspirin gegen Blutvergiftung
Nacht der Wissenschaft im Uniklinikum Jena
Jena (OTZ/Prager). Ärzte und Wissenschaftler machen am 13. November 2009 im Uniklinikum die Nacht zum Tag. Neugierige erwartet zur Langen Nacht der Wissenschaft in Jena ab 18 Uhr an 30 Stationen ein Einblick in Medizinforschung und Krankenversorgung. Neben traditionellen Publikumsmagneten wie der Anatomischen Sammlung oder dem Biomagnetsichen Zentrum mit seinen Großgeräten hat das Forschungszentrum in Lobeda 16 Stationen aufgebaut. Onkologen zeigen, wie sie im Blut nach wandernden Krebszellen fahnden. “Wir machen diese Zellen sichtbar und können sie so auszählen. Das ergibt Aufschlüsse darüber, wie wirksam eine Therapie beim Patienten tatsächlich ist und individualisiert die Chemotherapie deutlich stärker und wirksamer”, erklärt Prof. Dr. Katharina Pachmann. Veränderungen in der Organdurchblutung untersucht die Arbeitsgruppe Anhästhesie. “Wir können heute mit einem schnellen Test noch im OP die Blutgerinnung ermitteln”, sagt Dr. Ralf A. Claus. Damit können eine Blutvergiftung oder Störungen der Blutgerinnung rasch erkannt werden. Die Jenaer Forscher haben auch herausgefunden, dass Aspirin wesentlich das Risiko einer Blutvergiftung verringern kann.
Für Kinder haben sich die Mediziner ein besonderes Programm einfallen lassen. Eine OP wird am Teddy vorgeführt und ein kleiner Sandkasten erklärt den Magnetismus.
Quelle: OTZ, 3.11.2009
Schweinegrippe in mehreren Thüringer Schulen
Gera/Erfurt (OTZ). Die Schweinegrippe hat mehrere Schulen in Thüringen erreicht.
An der Regelschule “Otto Dix” in Gera-Untermhaus waren bereits am Freitag elf Fünftklässler nicht zum Unterricht erschienen, gestern gab es in derselben Klasse sieben weitere Krankheitsfälle. Von den erkrankten 18 Kindern wurden sechs positiv auf den neuen H1N1-Influenzavirus getestet. Die Klasse wurde vorsorglich nach Hause geschickt.
Bisher seien in Thüringen 58 Schüler an der Schweingrippe erkrankt, sagte der Sprecher des Kultusministeriums, Gregor Hermann, gegenüber Antenne Thüringen. Als weitere Beispiele nannte er das Sulzberger Gymnasium in Bad Salzungen mit fünf Fällen; an der staatlichen Grundschule in Steinach wurden laut Herrmann zwei Fälle gemeldet. Je einen Schweinegrippefall habe es am Gymnasium in Vacha und der Gesamtschule “Am Schwemmbach” in Erfurt gegeben. Über Fälle in Zeulenroda berichtete OTZ bereits. Schulschließungen seien im Freistaat derzeit aber nicht geplant, sagte Herrmann. >>www.otz.de
Quelle: TLZ, 4.11.2009
Politik in Jackentaschen
Erfurt. (tlz) Durch Staubwolken war die Bühne teilweise verdeckt, als Rise Against im August das Highfield Festival gerockt haben – dermaßen ausgelassen feierten die springenden Fans die Punkrocker aus Chicago. Dass es den Musikern nicht nur um Tanzen, Trinken und Spaß haben geht, verdeutlicht Sänger Tim McIlrath im TLZ-Gespräch. Trotzdem wollen sie am Samstag, 7. November, noch einmal mit ihren Erfurter Fans feiern: beim Konzert in der Thüringenhalle.Tim, hast Du das Highfield Festival in Erinnerung behalten – bei den vielen Konzerten, die Ihr spielt?
Oh ja! Die Show am Sonntagabend war einfach unglaublich. Ich habe großartige Erinnerungen daran; die deutschen Fans waren klasse drauf. Das haben wir auch bei anderen Konzerten schon so erlebt.
Dabei scheint es Euch nicht nur ums Feiern zu gehen, sondern Ihr legt Wert darauf, dass die Inhalte Eurer Songs rüberkommen…
Alle in der Band sind Vegetarier oder Veganer, wir unterstützen die Tierrechtsorganisation Peta. Natürlich wollen wir unsere Lebenseinstellung und unser Weltbild auch vermitteln.
Und das interessiert die Jugendlichen, die eine Punkrock-Show besuchen?
Es ist wirklich erstaunlich, wie viele Kids daran interessiert sind. Wir predigen ja nichts und sagen keinem, wie er leben soll. Wir geben Ideen und Denkanstöße.
Und das bei einem Konzert…
Ja, weil wir Dinge ansprechen, die mir meine Eltern, Lehrer oder das Fernsehen früher nicht unbedingt erzählt haben… Eine kritische Sicht auf Wirtschaft, Jagd, Tierversuche oder die industrielle Produktion von Lebensmitteln.
In Chicago hast Du das vermutlich selbst bei Konzerten erlebt.
Wir waren als Jugendliche bei den ganzen Hardcore-Konzerten in Chicago. Die Stimmung war in den 90ern politisch stark aufgeladen. Das war Teil der Show. Und es liefen Leute herum, die haben Flyer verteilt mit Infos über den Golfkrieg und anderen Dingen.
Und Du hast sie gelesen?
Manchmal habe ich sie direkt weggeworfen. Und meistens habe ich die Zettel einfach ungelesen in die Tasche gesteckt… Doch dann sitzt du ein paar Tage später herum, wartest auf den Bus oder die Bahn und findest plötzlich ein zerknülltes Papier in deiner Jackentasche. Du nimmst es raus und liest es. So funktioniert das doch. Auch heute. Die Leute interessieren sich doch für die Welt, in der sie leben.
i Rise Against, Sa, 7. November, 20 Uhr, Thüringenhalle, Werner-Seelenbinder-Straße. Verlosung: Guten Morgen/1. LokalseiteVon Martin Moll
Quelle: TLZ, 4.11.2009
Halbwissen der Kinder einen Rahmen geben
Altstadt. (tlz) Die Geschichte von Erika wollten sie Erfurter Viert- und Fünftklässlern erzählen. Die Geschichte einer jüdischen Frau, die als Baby den Holocaust überlebt hat. Doch gestern behielten Prof. Karin Richter und Dr. Monika Plath die Geschichte für sich: Aus keiner einzigen Erfurter Schule gab es eine Anmeldung; alle Stühle in der Kleinen Synagoge blieben unbesetzt.Die Dozentinnen der Uni Erfurt sind enttäuscht über die negative Resonanz. “Viele Schulen haben Bedenken, wenn es um dieses Thema geht”, sagt Karin Richter. Oft komme das Argument, dass die Eltern ihre Kinder für zu jung hielten, um über die Verfolgung und Ermordung von Juden zu sprechen. “Aber Neun- und Zehnjährigen wissen bereits soviel; schnappen Dinge aus dem Fernsehen, der Zeitung oder aus Gesprächen auf – aber einordnen können sie es nicht, wenn niemand mit ihnen darüber redet”, sagt Monika Plath. An zahlreichen Schulen in Thüringen und Sachsen haben die Erziehungswissenschaftlerinnen schon mit Kindern über Judenstern, Deportation oder Konzentrationslager gesprochen – in kindgerechter Form. Gerade Lehrer müssten daran interessiert sein, den Kindern in angemessener Weise die deutsche Geschichte zu erklären, sagen die Dozentinnen. Rechtsextreme Parteien, die fremdenfeindliche und antisemitische Musik auch in Thüringen an Schüler verteilen, würden auch nicht bis zur neunten Klasse damit warten. Auch deshalb sei frühe Aufklärung so wichtig.
Morgen um 18.30 Uhr möchte Karin Richter in der Kleinen Synagoge, An der Stadtmünze 4/5, mit Lehrern darüber sprechen, wie sie mit Kinder über den Holocaust reden können – und hofft auf mehr Resonanz als gestern. Von Martin Moll
Quelle: TA, 5.11.2009
Kommentar: Erwartungen
Nun gilt es. Seit gestern ist Christoph Matschie Thüringer Kultusminister. Nun wird er zeigen müssen, was die einst weithin schallende Kritik an der Kulturpolitik der CDU wert war. Gewiss, er hat ein Finanzproblem, aber das hatten seine Vorgänger auch. Der neue Minister hat ein anderes Gewicht im Kabinett als seine Vorgänger, er ist zweiter Mann in der Regierung und erster des Koalitionspartners, ohne den nichts geht. Auch an diesem Gewicht wird seine Kulturpolitik zu messen sein. Die Besetzung der beiden Staatssekretäre in seinem Ministerium wenigstens scheint kein gutes Zeichen: Keiner der beiden Herren ist ein ausgewiesener Kulturpolitiker. Natürlich, mit der Bildungspolitik, ein Thema der SPD, kann Matschie gewinnen, aber mit der Kulturpolitik kann er scheitern. Der Theologe wird anstehende Entscheidungen in der Theaterfinanzierung nicht lang verrhetorisieren können: Eure Rede aber sei ja; ja, nein, nein. Was darüber ist, das ist von Übel.Von Henryk GOLDBERG
Quelle: TA, 5.11.2009
Tatort Haifisch
Ein Stück Holz ist ein Stück Holz ist ein Stück Holz, es sei denn, es fängt plötzlich an zu quengeln. Tischler Geppetto lässt sich weichklopfen und schnitzt statt eines Tischbeins eine Holzpuppe daraus. Die Folgen sind bekannt – einerseits. Andererseits: Den Pinocchio am Theater Rudolstadt muss man gesehen haben. Ungelogen.
RUDOLSTADT. Carlo Collodis Holzbengel, wie er in Rudolstadt und ab heute auch in Nordhausen über die Bühne purzelt, hat das Wesen seiner Existenz erkannt: “Es gibt nichts Besseres, als eine Erfindung zu sein – dann könnt ihr was erleben.” Und ob er was erlebt. Und dafür braucht es in der Inszenierung, die Regisseur Thomas Blubacher nach der Märchen-Fassung von Max Eipp auf die Bretter stellt, weder gewaltige Szenenbilder noch einen großen Darstellerstab. Drei Schauspieler genügen: Aischa-Lina Löbbert, die die Rolle des Titelhelden anlegt wie den dazugehörigen hautengen Anzug mit Holzmaserung und die für gut eine Stunde nicht Pinocchio spielt, sondern Pinocchio ist; Marcus Ostberg und Stefan Kreißig, die alle übrigen Rollen verkörpern, Geppetto und Theaterdirektor, Fee, Puck, Brieftaube, Marionette, Krähe, viele andere. Sie wechseln in manchmal schwindelerregendem Tempo von einem Charakter zum nächsten, der Zuschauer, der da mitkommen will, ob fünf Jahre alt oder 55, braucht Fantasie, und um die geht es hier. Es gibt nichts Besseres, als eine Erfindung zu sein – aber Erfindungen auf ihren Erlebnisreisen zu begleiten, das ist auch nicht schlecht. Von Frauke ADRIANS
Quelle: TA, 4.11.2009
Lillifee hilft Rosalie
19 Prozent der Kinder finden Märchen spannend, 12 Prozent lieben das Happy End und zehn Prozent finden, dass einem Märchen zu lauschen genau wie Träumen sei, ergab eine Umfrage. Jetzt können die kleinen Leser eine märchenhafte Geschichte schreiben.
SAALFELD. Prinzessin Lillifee hat kein passendes Ballkleid und Feenkönigin Rosalie (Foto) sucht Bella Blaustern. Auch eine Krone schützt vor Kummer also nicht. Doch wenn sich der Märchenadel gegenseitig hilft, wird sicher wieder alles gut. Aber ohne Unterstützung der Untertanen geht es meistens nicht – und so verlässt sich auch Rosalie, die ihr Reich in den Saalfelder Feengrotten hat, darauf. Beim Geschichten-Wettbewerb der TA wartet sie bei ihrer verzweifelten Suche nach Bella Blaustern auf die Hilfe der Thüringer Sagengestalten.
Quelle: TA, 4.11.2009
Schulstunde in der Messe
Am 11. November erklärt Deutschlands bekanntester Geschichtslehrer, der Historiker Prof. Guido Knopp, im multimedialen Vortrag “Die deutsche Einheit -Wie es wirklich war” die Wende.
ERFURT. Mit vielen Bildern, spannenden Filmen und Berichten von prominenten Zeitzeugen vermittelt der ZDF-Geschichts-experte Guido Knopp unterhaltsam wie fachkundig die Geschichte der deutschen Einheit, wie sie wirklich war. Tickets für diese Multimedia-Schulstunde am 11. November um 20 Uhr in der Messehalle gibt es in allen Presse- häusern der TA. FSK 16 lädt zum 20-jährigen Mauerfall 20 Thüringer Schulklassen ein.
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