Pressespiegel vom 28. November 2009
Axel Hoppe | 28. November 2009 | 08:15 Uhr
Kickboxen mit dem Mehrfachweltmeister
Quelle: Freies Wort, Lokalredaktion Bad Salzungen
Oechsen – Im Rahmen eines Schulprojektes kam Kickboxer Michael Berk an die Grundschule Oechsen und zeigte den Schülern erste Grundtechniken des Kampfsportes. Mit im Gepäck hatte Berk zwei Goldmedaillen, die er kürzlich bei der Kickbox-Weltmeisterschaft im spanischen Huelva erkämpfte. Insgesamt ist es der sechste Weltmeistertitel, den der erst 23 Jahre alte Ausnahmesportler vorweisen kann. Hinzu kommen noch zahlreiche Deutsche Meisterschaften und Podestplätze bei internationalen Vergleichen. Berk betreibt Kickboxen seit elf Jahren und hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Heute leitet er sieben Kampfsportschulen, unter anderem in Köln, wo er an der Deutschen Sporthochschule immatrikuliert ist. Berk weiß, dass Kickboxen eher eine Randsportart ist und deutlich im Schatten der Volkssportart Fußball steht. Doch dienen gerade solche Stippvisiten wie an der Grundschule Oechsen dazu, Kickboxen salonfähig zu machen und mit Vorbehalten aufzuräumen. So ist Kickboxen vielmehr eine sportliche Herausforderung und die Überwindung innerer Ängste als eine effektive Methode, um einen Gegner auszuschalten. Noch vor Beginn der Übungsstunde mussten die Kinder versprechen, die erlernten Techniken nicht am Schulhof anzuwenden oder Mitschüler zu attackieren. Denn Kickboxen dürfe nur zu Selbstverteidigungszwecken eingesetzt werden, so Berk. Ganz ohne jegliche Vorbehalte stürzten sich die Grundschüler in die Trainingseinheit. Nach den Aufwärmübungen zeigte ihnen die Trainerin Anne Reinhold, die ebenfalls die nationale Meisterschaft gewinnen konnte, einige Schlag- und Kickkombinationen. Obwohl es für die Mehrheit der Schüler der erste Berührungspunkt mit Kickboxen war, ließen einige ihr Talent aufblitzen. Ihre Fähigkeiten bewiesen sie gleich im Anschluss daran am Sandsack oder im Duell gegeneinander. Spaßfaktor und sportlicher Ehrgeiz rückten dabei schnell in den Vordergrund. Für die beiden Trainer genießt jedoch der Sicherheitsgedanke oberste Priorität. Deshalb waren den Novizen Tritte oder Schläge auf den Kopf verboten. Schließlich gehe es um den Spaß, wobei niemand verletzt werden soll, so der Weltmeister. Der Euphorie der jungen Kickboxer tat dies keinen Abbruch. Direktorin Monika Denner war es wichtig, ihren Schülern während des Schulprojektes “Gesund und fit” attraktive Bewegungsangebote zu machen. “Die Kinder sollen während des Projektes den Zusammenhang zwischen gesunder Ernährung und sportlicher Aktivität zur Gesunderhaltung erkennen”, definiert Denner die Zielsetzung der Schule. Da sich die Kinder “gerne bewegen und sie aktiv werden sollen”, habe man die Idee gehabt, Michael Berk um eine Übungsstunde an der Grundschule zu bitten. Zudem “passt das gut in die Konzeption des Projektes und die Schüler lernen auch einmal eine andere Sportart kennen”, so Denner. Dass Kickboxen bislang nicht über den Status einer Randsportart hinauskommt, ist der Direktorin bewusst. Die Gründe hierfür sieht sie vor allem in dem organisatorischen und finanziellen Aufwand für die Eltern. Mit großen Augen bestaunten die Kinder gegen Ende der Übungsstunde die Weltmeistermedaillen, die Berk in Spanien gewonnen hat. “Ihr könnt sie zwar anfassen und anschauen, aber nicht umhängen. Das dürft ihr erst dann, wenn ihr selber Weltmeister seid.” Aus Erfahrung weiß der Kampfsportlehrer, dass die Kinder nach einer solchen Übungsstunde gerne mit Kickboxen anfangen möchten. Kann er am Ende zwei oder drei für seinen Sport begeistern, wertet er das als Erfolg. Während der Projekttage wird neben der sportlichen Betätigung die Gesunderhaltung durch eine verantwortungsvolle und ausgewogene Ernährung thematisiert. Man wolle den Kindern eine Anregung geben, wie man sich gesund und bewusst ernähren kann, sagt Schulleiterin Denner. Die Schüler erstellen unter anderem ein gesundes Frühstück oder ihnen wird veranschaulicht, wie viel Zucker in Lebensmitteln enthalten ist. So beispielsweise werden neben eine Cola-Flasche Zuckerstückchen gestellt, die den in der Cola-Flasche enthaltenen Zuckerwert widerspiegeln.
ma 27.11.2009
Schließen 2012 wieder Schulen?
Quelle: Freies Wort, Lokalredaktion Zellea-Mehlis
Meiningen – Bis 2011 wird das Schulnetz im Landkreis Schmalkalden-Meiningen so bleiben wie es ist. Danach aber ist angesichts sinkender Schülerzahlen mit Schulschließungen zu rechnen. Im Moment gleicht die Debatte einem Stochern im Nebel. Wie es mit den Schulen im Landkreis Schmalkalden-Meiningen weitergeht, vermag niemand mit Sicherheit zu sagen – auch nicht Landrat Ralf Luther: “Im Moment gibt es viele Spekulationen mit sehr ernsten und objektiven Hintergründen. Konkretes können wir erst in den nächsten ein bis zwei Jahren sagen”, betonte der CDU-Politiker. In der Schulpolitik gibt es derzeit viele Fragezeichen. Nicht einmal für das von der neuen Landesregierung propagierte Modell eines längeren gemeinsamen Lernens existieren klare Vorstellungen. Ob und wann dieses Modell im Landkreis eingeführt wird, ist völlig ungewiss. Es gibt eine Reihe weiterer Fragen, die die Kreistagsmitglieder beschäftigen: Welchen Einfluss haben die beabsichtigte Gründung eines evangelischen Privatgymnasiums in Meiningen/Rohr und einer evangelischen Grundschule in Wasungen auf das Schulnetz? Müssen wegen des deutlichen Schwunds an Berufsschülern – die Zahl halbiert sich in den nächsten Jahren – Berufsschulen schließen? Trifft es auch die Außenstelle der berufsbildenden Schule für Soziales und Gesundheit in Schwallungen? Kommt es zu einer Fusion der Berufsschulen in Suhl und Zella-Mehlis sowie der Gymnasien Suhl und Zella-Mehlis? Wird in Jüchsen – wie vom Kreistag bereits 2003 beschlossen – eine neue Regelschule gebaut? Oder wird die vorhandene Regelschule in Obermaßfeld saniert und ein Teil der Schüler aus dem Grabfeld ins benachbarte Römhild (Landkreis Hildburghausen) geschickt? Die Entscheidung hat Einfluss auf die Grundschulen Vachdorf und Henneberg, Kühndorf und Benshausen sowie die Regelschulstandorte Bibra und Schwarza. “Lösung bis 2012″ In der Sache steckt eine gehörige Portion Brisanz, der Landrat weiß das. Doch er ist entschlossen, das zukünftige Schulnetz noch vor seinem Amtsende am 30. Juni 2012 festzuzurren: “Mein Ziel ist es, dass der Kreistag im Jahr 2011 alle Fragen diskutiert und Anfang 2012 eine Entscheidung herbeigeführt wird”, sagte er. Fakt sei, dass nicht nur die Zahl der Berufsschüler enorm sinke. Auch an den Grund- und Regelschulen werde es nach 2020 erneut zu einem deutlichen Rückgang der Schülerzahlen kommen. Auf die vage Schulnetz-Situation reagierten der Bildungs- und der Bauausschuss des Kreistages mit dem Rotstift: Sie strichen aus dem Entwurf des Haushaltsplanes 2010 vorsorglich alle Investitionsvorhaben an Schulen, deren Zukunft nicht sicher ist. Insgesamt wurden nach Auskunft des Landrats Maßnahmen mit einem Finanzvolumen von rund 26 Millionen Euro gestrichen.
hi 27.11.2009
«White IT»: Bündnis gegen Kinderpornografie
Quelle: Freies Wort
Zu einem Bündnis gegen Kinderpornografie haben sich Politik, Verbände und Technologie-Firmen zusammengeschlossen. Mit «White IT» soll vor allem die Strafverfolgung von Kinderpornografie im Internet und der Opferschutz verbessert werden. Berlin/Hannover (dpa) Ferner sollen technische, rechtliche und politische Möglichkeiten erörtert und geprüft werden. Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) und die Bündnispartner unterzeichneten die Vereinbarung am Freitag in Berlin. Damit sei auch die Internetseite www.WhiteIT.de mit weiterführenden Informationen freigeschaltet worden. In einer Grundlagenstudie sollen zunächst Herkunft, Verbreitung und Umgang mit kinderpornografischem Material erforscht werden. Erste Ergebnisse der Studie des Kriminalwissenschaftlichen Instituts der Uni Hannover sollen zur Computermesse CeBIT im März 2010 vorliegen. Einer der Bündnispartner ist der Fachverband Bitkom, in dem Firmen aus der Informationswirtschaft, der Telekommunikation und den neuen Medien zusammen geschlossen sind. Auch der Deutsche Kinderschutzbund gehört der Initiative an. Die Bündnispartner haben mit ihrer Unterschrift zugesagt, sich des Kampfes gegen Kinderpornografie auf allen Ebenen anzunehmen – «durch Selbstkontrolle, technische Lösungen, Prävention und rechtliche Maßnahmen», erklärte das niedersächsische Innenministerium.
www.WhiteIT.de
27.11.2009
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