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« Pressespiegel vom 05. Oktober 2009 TRUCK-STOP Live-Konzert zugunsten der Finneck-Schule Sömmerda »

Pressespiegel vom 07. Oktober 2009

Martin Oeltermann | 7. Oktober 2009 | 10:27 Uhr
Vorlesen mit webReader

Guten Morgen liebe LeserInnen,

tatsächlich schon Mittwoch, Woche schon wieder fast rum? Fast rum sind auch die Anmeldemöglichkeiten zu den 22ten Landeselterntagen in Friedrichroda. Nur noch ganz wenige Plätze sind frei, daher bittet die LEV alle Interessierten sich per Mail an Alex Grimm zu wenden. Es gibt eine Warteliste aus der bei Absagen die Plätze neu vergeben werden. Somit ist also garantiert, dass auch diesmal die Landeselterntage mit viel Leben erfüllt sein und ein toller Erfolg werden. Wir freuen uns schon auf euch.

Eine schöne Restwoche und carpe diem im milden Klima!

Ihr/Euer Martin Oeltermann

Essen an Thüringer Schulen ist ungesund

Quelle: FW vom 7.10.2009 

Erfurt – An den Thüringer Schulen wird laut einer Erhebung zu ungesundes Essen ausgereicht. Bei der Zusammenstellung der
Speisepläne habe kein Anbieter die Anforderungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung erfüllt, sagte Alexandra Lienig, Projektleiterin der von der Thüringer Verbraucherzentrale getragenen Vernetzungsstelle Schulverpflegung, am Dienstag in Erfurt.

«Es wird erschreckend wenig Gemüse und dafür deutlich zu viel Fleisch angeboten.» Außerdem gebe es zu selten Fisch und vegetarische Gerichte. Das fast flächendeckend angebotene warme Mittagessen werde nur von weniger als der Hälfte der Schüler genutzt. An der Untersuchung hatten sich in diesem Frühjahr 382 Schulen aus ganz Thüringen beteiligt.

Von den befragten Schulen bieten nur zwei Prozent keine Mittagsverpflegung an, ergab die Umfrage. Nur 43 Prozent der Schüler essen in der Schule. An den Grundschulen ist der Anteil mit 69 Prozent noch recht hoch, an den Regelschulen liegt er mit 22 Prozent und an den Gymnasien mit 28 Prozent deutlich niedriger.

Die meisten Schüler verpflegen sich anderweitig. 31 Prozent von ihnen gaben an, das Schulessen sei zu teuer. Der Preis für ein Essen liege derzeit bei durchschnittlich 1,90 Euro. An dritter Stelle folge bereits der Geschmack, der bei 23 Prozent nicht den Vorstellungen entsprach.

Mehr als ein Drittel der Schulen halte das Essen drei Stunden und länger warm, kritisierte Lienig. «Darunter leiden nicht nur Aussehen und Geschmack, auch Vitamine und Mineralstoffe gehen verloren.» Unzureichend sei bei einigen Schulen ebenfalls die Zwischenverpflegung mit warmen Snacks, Kuchen, Süßigkeiten oder Limonade.

Die Verbrauchschützer bemängelten außerdem zu kurze Pausen für das Mittagessen sowie ein wenig einladendes Ambiente in den Speiseräumen. «Der Schüler ist Kunde und sollte letztlich auch so wahrgenommen werden», sagte Lienig. Sie könnten als Testesser oder mit einem Meckerkasten mehr einbezogen werden. Zudem sollte ständig kontrolliert werden, ob die Anforderungen an ein gesundes Schulessen erfüllt werden.

Das Kultusministerium forderte in einer Reaktion die Schulträger dazu auf, bei der Auswahl der Essensanbieter verstärkt auf Qualität zu achten. Die Landtagsfraktion Die Linke verlangte ebenfalls deutliche Schritte zur Verbesserung der Mittagsversorgung an den Schulen. Es sei ein fatales Signal gewesen, dass die CDU-Landesregierung 2005 den Landeszuschuss zum Mittagessen an Schulen gestrichen habe, sagte Fraktionsvorsitzender Dieter Hausold. Diese Fehlentwicklung müsse umgehend korrigiert werden. (dpa) dokument1.pdf

Prüfen und Bewahren

Schlagabtausch im Rathaus: Petersen-Forscher gegen Petersen-Schüler
Quelle: OTZ vom 6.10.2009 von Michael Groß Jena.

Es bleibt auch nach der Podiumsdebatte vom Montagabend im mit gut 200 Leuten prall gefüllten Rathaus so, wie in dieser Zeitung bislang beschrieben: Auf der einen Seite steht die Lebensleistung des Jenaer Reformpädagogen Peter Petersen ( 1854-1952) mit seiner weltweit anerkannten Musterschule und seinem Jena-Plan – auf der anderen Seite Petersens schriftliche Hinterlassenschaft mit be- und erdrückenden Zitaten, die ihn zumindest in großer Nähe der Nazi-Ideologie, ja sogar als Antisemit und Kriegstreiber erscheinen lassen, wie aus jüngsten Forschungen des Frankfurter Wissenschaftlers Dr. Benjamin hervorgeht.
Dabei kann der Jenaer Universitäts-Professor, der von 1923 bis 1950 als Chef der Universitäts-Schule wirkte, noch heute auf eine starke Schar von Verehrern zählen. Seine einstigen Schüler brachen am Montag jede Menge Lanzen für ihn. Zahlreich und kämpferisch waren sie erschienen und warfen beachtenswerte Argumente in die Runde. Seine Schule in der Grietgasse sei ein Fluchtort in der Nazizeit und auch nach 1945 bis zur Schließung durch die DDR-Behörden 1950 gewesen. Hier hätten – so der extra aus Berlin angereiste Ex-Petersenschüler Dr. Peter Hoffmann – auch nach 1938 noch vier Kinder jüdischer Abstammung, elf Schüler aus kommunistischen Familien, ein schwerstbehindertes Kind und eine Lehrerein der Bekennenden Kirche gelernt und gewirkt.

Die bekannte Jenaer Keramikerin Ulli Wittich-Großkurth und auch Ex-Petersenschülerin, deren Schwester, das schwerstbehinderte Kind war, hob das soziale Miteinander in jener Schule hervor, die individuelle Förderung und die humanistische Achtung, die jedes Kind hier erfahren habe.

Andere versuchten, Verständnis für Petersen zu wecken. Er sei verbogen worden durch die Nazis, habe unter dem Druck einer drohenden Schließung seiner Schule gestanden. “Herr Ortmeyer, Sie haben keine Diktatur erleben und sich nicht anpassen müssen!”, rief ein pensionierter Lehrer dem Petersenforscher vor. Auch der Vorwurf eines willkürlichen Umgangs mit Petersens Zitaten war in der Debatte zu hören.

Der emeritierte Historiker und Kenner der Jenaer Universitätsgeschichte, Prof. Jürgen John, führt ebenfalls Verteidigendes für Petersen ins Feld: Erinnerungskultur müsse sperrige Vergangenheiten aushalten. Außerdem verwies er auf anerkannte Persönlichkeiten wie Ernst Haeckel, der auch Sozialdarwinist und Befürworter des 1. Weltkrieges gewesen sei, oder Richard Wagner und Martin Luther, die sich oft mit antisemitischen Äußerungen hervorgetan hätten.

Außerdem verwies Prof. John darauf, dass sich bereits vor Jahren eine wissenschaftliche Tagung mit Petersen auseinandergesetzt habe. Doch musste er zugeben, dass dies seinerzeit kein öffentliches Echo ausgelöst habe. Zudem musste sich John die Kritik vom Jenaer Stadtrat Prof. Thomas Deufel gefallen lassen, es wäre wünschenswert gewesen, dass die ernsthafte Petersendiskussion nicht von außen, sondern von hiesigen Wissenschaftlern gekommen wäre.

Einen nicht unerheblichen Aspekt unterstrich der Osnabrücker Wissenschaftler Dr. Torsten Schwan, der sich seit 13 Jahren mit Petersen befasst: “Es gab nie die Gefahr, dass Petersens Schule in Jena geschlossen werden sollte. Alles, was Petersen geschrieben habe, ist aus freien Stücken geschehen.” Er habe sich auch freiwillig dem Nazi-Führungskreis der Jenaer Universität um den berüchtigten Rektor und Rasse-Hygieniker Karl Astel angeschlossen.

All dies habe Petersen, wie Ortmeyer meint, vor allem deshalb getan, weil er seinen Jena-Plan von Hitler als das zentrale deutsche Schulmodell anerkannt haben wollte – ähnlich wie das Diktator Mussolini in Italien mit Maria Montessoris Schulkonzept getan hatte.

Immerhin schreibt Petersen auch von Adolf Hitler als zu preisenden Volkserzieher, von verpflichtender rassischer Hochwertigkeit des Nordens, von rasseseelischen Kräften und davon, dass Kultur nicht einfach wirtschaftliche Folge sei, sondern es gelte: “Auf die Rasse kommt es an!” Petersen fordert in seine Schriften unter anderem einen völligen Bruch mit dem Liberalismus und der Gleichheit der Völker. Der Reformpädadoge spricht zudem von einem “Verbrechen” und von “seelischer Entartung”, wenn man weiße, gelbe und schwarze Menschen miteinander mische. Vieles davon ist nachzulesen in dem von der Goethe-Universität Frankfurt/Main herausgegebenen Heft zur NS-Pädagogik, das Ortmeyer im Rathaus ausgelegt hatte.

Ortmeyer machte seine Forderung auch noch einmal klar: Der Petersenplatz in Jena sollte umbenannt werden. Doch diese Entscheidung liegt nun beim Kulturausschuss des Stadtrates, betont Jenas Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter. Er machte noch einmal deutlich, dass die Stadt Jena das Problem ernst nehme und stellte drei Alternativen in den Saal – entweder man belasse den Namen Petersenplatz, oder man nenne den Platz anders, oder aber man setze dem Namensschild noch eine Kommentierung hinzu, die deutlich mache, dass sich die Stadt damit auseinandergesetzt habe.

Fast versöhnlich klang der Schlusskommentar des Jenaer OB, der Paulus zitierte: Prüfet alles und behaltet das Gute!

Die dritte Veranstaltung zur Petersendebatte findet am 26. Oktober, 17 Uhr, im Rathaus statt. Dann diskutieren im Rathaus die Professoren Edelstein und Retter sowie Jenaplan-Schulleiterin Gisela John sowie Schüler und Elternvertreter dieser Jenaer Schule.

Mehr über Peter Petersen

Nicht spielen können

Mindestens eine Million Kinder sitzen weltweit in Gefängnissen – mehr als die Hälfte von ihnen ohne Gerichtsverfahren, wie aus dem aktuellen Unicef-Bericht zur Verletzung von Kinderrechten hervorgeht.
Quelle: TA vom 7.10.2009

KÖLN. Düster sieht die Situation für viele Heranwachsende auch im Bereich der Bildung aus: Rund 150 Millionen Kinder unter 15 Jahren gehen kaum oder gar nicht zur Schule, weil sie hart arbeiten müssen. Besonders betroffen sind Jugendliche in den Gebieten Afrikas südlich der Sahara. Hier muss mehr als ein Drittel der Kinder zwischen fünf und 14 Jahren arbeiten, um überleben zu können.

Vor allem ohne Geburtsurkunde haben junge Menschen in Entwicklungsländern laut Unicef kaum Aussichten auf einen Platz in der Schule und sind krimineller Ausbeutung schutzlos ausgesetzt. Kinder und Erwachsene, deren Geburt nicht registriert wurde, sind im Endeffekt unsichtbar für die jeweiligen Staaten, in denen sie leben, heißt es in dem Bericht. Das hindert sie daran, Schutz und Hilfe in Anspruch zu nehmen, auf die sie ein Recht hätten. Es kann sie auch daran hindern, ihre staatsbürgerlichen Rechte in Anspruch zu nehmen.

Sie können nicht reisen, weil sie keinen Pass besitzen, sie können nicht heiraten, nicht wählen, kein Bankkonto eröffnen. Die Urkunde könnte auch Kinder vor illegaler Rekrutierung für Armeen schützen, als Kind verheiratet zu werden oder durch gefährliche Arbeit ausgebeutet zu werden. Eine offizielle Geburtsurkunde weist auch die Eltern aus, was vor illegaler Adoption schützen kann. Allein 2007 kamen dem Bericht zufolge 51 Millionen Kinder zur Welt, ohne dass ihre Geburt registriert wurde.

Mehr als 18 Millionen Kinder wachsen laut UN-Kinderhilfswerk in Familien auf, die aufgrund von Kriegen oder Naturkatastrophen aus ihrer Heimat vertrieben wurden.

Auch das Problem der Kinderheirat ist weltweit weiterhin stark verbreitet: Jedes dritte Mädchen in Entwicklungsländern wird demnach als Kind verheiratet. In den Ländern Niger, Tschad und Mali liege der Anteil sogar bei über 70 Prozent. Die betroffenen Mädchen werden besonders häufig Opfer von häuslicher Gewalt oder sexuellen Übergriffen, zu denen auch Vergewaltigungen durch den Ehemann zählen.

Thaler Schule: Eltern schreiben Hilferuf an künftige Ministerpräsidentin von Thüringen

Mit einem offenen Brief wollen Elternsprecher der Grundschule Thal die Kreisverwaltung in Bad Salzungen davon abbringen, die Schule in absehbarer Zeit zu schließen. Den Hilferuf übermittelten sie gestern auch an Christine Lieberknecht (CDU) und Christoph Matschie (SPD).
Quelle: TA vom 7.10.2009 von Sven-Uwe Völker

THAL/WARTBURGKREIS. In dem drei Seiten langen, eng bedruckten Brief hagelt es Kritik. Das Vorgehen der Kreisverwaltung sei zeitlich geschickt kalkuliert. Vor einem Jahr seien die Prüfvermerke mehrerer Schulen, darunter der in Thal, durch den Kreistag aufgehoben worden. “Wir sahen den Bestand unserer Schule mittelfristig als gesichert an und haben bis zur Wahl die Füße stillgehalten”, schreiben die Eltern. Freilich: “Ein dummes Gefühl blieb.” Nachdem nun alle Wahlen stattgefunden haben, würde die Katze aus dem Sack gelassen. Zudem stünden die Herbstferien bevor, so dass wenig Zeit bleibe, um zu reagieren. Viele Betroffene fragten sich: “Sind Familien mittlerweile nur noch eine lästige Randerscheinung?”

Die Eltern übermitteln nicht nur geballten Groll, sie machen sich mit Argumenten für die Thaler Schule stark. Zu den Folgen einer Schließung schildern sie: Kinder und Eltern müssten längere Anfahrtswege zur Breitenbergschule in Ruhla in Kauf nehmen. Das sei umso aufwendiger, weil berufstätige Eltern ihren Arbeitsort oft in genau entgegengesetzter Richtung hätten. Selbst wenn Ruhla auf der Karte nur einen Katzensprung entfernt scheine – Einheimische wüssten, “wie weit Ruhla gerade im Winter entfernt sein kann”. Für Familien bringe das tägliche Umwege, Verspätungen (eine Baustelle in Ruhla reiche) und andere Erschwernisse. Die Alternative lautet Schulbus. Knapp zusammengefasst: “Die Kinder verlieren ein Stück heile Welt.” Auch urteilen die Eltern, es dürfe nicht sein, dass jahrelang an der Schule gespart werde und der entstandene Sanierungsstau als ein Grund für die Schließung angeführt werde. Statt dessen plädieren sie für den Ausbau von Thal als zentralen Grundschulstandort im Erbstromtal.

Zu den Vorteilen heißt es in dem Brief: Die Schule befinde sich in einmaliger, zentraler Lage und zudem in einer grünen, verkehrsberuhigten Zone. Die Schulwege aus Thal und Kittelsthal seien zu Fuß zu bewältigen. Großeltern oder Verwandte könnten die Kinder abholen, auch wenn sie kein Auto besitzen. Im unmittelbaren Umfeld befinden sich Kindergarten, ein großer Parkplatz, Sportplatz, eine Tennishalle sowie das Schwimmbad, das von den Hortkindern im Sommer rege genutzt werde. Wald und Wiesen seien nahe. Der Hort habe ausreichend Räumlichkeiten. In den Ferien würden zusätzlich Kinder aus Seebach aufgenommen.

Aktuell haben nur 55 Kinder Unterricht. Ab 2010 seien aber wieder steigende Schülerzahlen zu erwarten, teilten die Elternsprecher in ihrem Brief mit.

Weiter schreiben sie, sicherlich befinde sich das Gebäude in einem verbesserungswürdigen Zustand. Der sei aber Folge “eines langjährigen Sanierungsstaus, welcher durch den Landkreis und die Schulverwaltung verursacht wurde”. Seit dem Erlass des Prüfvermerks über den Fortbestand der Schule im Jahr 2005 sei zum Gebäudeerhalt nichts Nennenswertes mehr getan worden. “Die Schule ist jedoch weder marode, noch ist irgendwo Gefahr im Verzug.” Dass vor wenigen Wochen die obere Hortetage gesperrt wurde, weil die gesetzlich vorgeschriebenen Fluchtwege nicht ausreichten, sei ein Umstand, den “jahrelang niemanden interessiert” habe. Mit dem Anbau einer Fluchttreppe lasse sich dies aber lösen.

Wie Amokläufe verhindert werden können

Quelle: Handelsblatt vom 30.09.2009

Weniger gefährliche Waffen, Verbot von Killerspielen, Alarmsignale und sichere Türknäufe an Schulen: Mit 83 Empfehlungen für gesetzliche und bauliche Maßnahmen will der „Expertenkreis Amok“ das Risiko von Amoktaten mindern.

HB STUTTGART. Ein Appell an die Eltern und Tipps für mehr Sicherheit: Ein halbes Jahr nach dem Amoklauf von Winnenden im März haben zwei Gremien ihre Ergebnisse vorgestellt. Der Expertenkreis Amok schlägt Alarmsysteme und sichernde Drehknöpfe in Schulen, Funkruf-Geräte (Pager) für Schulleiter und missbrauchssichere Brandmelder vor. Die Geräte gehörten zu den insgesamt 83 Empfehlungen des Abschlussberichts, den das Gremium am Mittwoch vorlegte. Das Aktionsbündnis Amoklauf forderte unterdessen eine konsequentere Erziehung und ein Einmischen der Eltern in das Leben ihrer Kinder.

„Erziehung bedeutet den Abschied von einem grenzenlosen Liberalismus, der nichts anderes ist als die Tarnkappe der Gleichgültigkeit“, sagte die Sprecherin des Bündnisses, Gisela Mayer, bei einer Tagung in Bad Boll. Mayer hatte ihre Tochter, die als Lehrerin an der Albertville-Realschule arbeitete, bei dem Amoklauf verloren. Am 11. März hatte ein 17 Jahre alter Schüler mit einer großkalibrigen Pistole binnen weniger Stunden 15 Menschen und danach sich selbst erschossen.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) bezeichnete die Expertenvorschläge als „maßvoll“. Sie würden sich im Haushalt wiederfinden. „Allerdings wird man die Grenzen des Haushalts nicht verkennen dürfen.“ Kultusminister Helmut Rau (CDU) bezifferte allein die Kosten für die Ausrüstung der Schulen mit Türknäufen, die sich von innen verriegeln lassen, auf 30 bis 50 Mio. Euro. Es gebe rund 100 000 Schulräume im Land.

In den Schulen im Südwesten würden bislang nicht einmal die elementaren Grundsätze für Sicherheit befolgt, kritisierte der Leiter der Abteilung für Sicherheit im Karlsruher Unternehmen b.i.g., Steffen Weiß, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. „Mit einfachsten Mitteln können Schulen sicherer gemacht werden.“ Er plädierte für Zutritts-Ausweise an Schulen, klare Hausordnungen und regelmäßige Taschenkontrollen. „Von einem oft beschworenen angeblichen Hochsicherheitstrakt sind wir dann immer noch weit entfernt.“

Der Expertenkreis empfahl zudem, von Waffenbesitzern eine regelmäßige Gebühr analog dem Auto-TÜV zu fordern. „Die Verfügbarkeit von Waffen ist ein Risikofaktor für Amoktaten“, sagte der Vorsitzende des Expertenkreises, der frühere Stuttgarter Regierungspräsident Udo Andriof. Deutschlandweit gebe es rund sieben Mio. registrierte und 20 Mio. illegale Waffen.

Der 7te Oktober in der Weltgeschichte

Unglaublich viel los am siebten Oktober. Tag der Republik – wer sich noch an alte Zeiten erinnern kann. So wurde 1949 in Ost-Berlin von der Provisorischen Volkskammer die Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik in Kraft gesetzt und damit die Gründung der DDR vollzogen. 1989 fand auf der Berliner Karl-Marx-Allee anlässlich des 40. Jahrestages der DDR zum letzten Mal eine Ehrenparade der NVA und der Grenztruppen der DDR statt. Auf dem Alexanderplatz und vor dem Sitz der staatlichen NachrichtenAgentur ADN kam es zu Protesten von DDR-Bürgern. Auch in anderen Städten der DDR fanden Demonstrationen statt, die teilweise gewaltsam aufgelöst wurden.

Aber auch einen wirklich bunten Mix von Geburtstagen gibt es am heutigen Tage vom Bischof über Terroristin bis zum Präsidenten: 1931 Desmond Tutu (südafrikanischer Bischof, Friedensnobelpreisträger), 1934 Ulrike Meinhof (deutsche Journalistin und Mitbegründerin der Rote Armee Fraktion (RAF)), 1940 Raimund Harmstorf (deutscher Schauspieler – Der Seewolf), 1943 Oliver North (US-amerikanischer Offizier und Mitglied des Geheimdienstes CIA), 1944 Eduard Geyer (deutscher Fußballspieler und -trainer), 1946 Georg Danzer (österreichischer Liedermacher), 1952 Wladimir Putin (russischer Politiker und Präsident Russlands).

Wer wieder mal noch mehr wissen will, der schaue hier nach:

Wiki-ich-guck-mal-nach-da-steht-bestimmt-was

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