Pressespiegel vom 30. April 2009
Christoph Werz | 30. April 2009 | 08:11 Uhr
Und wieder ein langes Wochenende
Macht Mut, macht mit, macht´s besser.
So lautete der Tag der offenen Tür zum Abschluss der Projektwoche der Grundschule “Im Saaletal”.
Neben den zahlreichen Besuchern, die sich Generationen übergreifend “sportlich bewegen” ließen, fanden sich auch zahlreiche Prominente und Politiker zum Fest ein.
Teile des Festprogramms werden zum diesjährigen Burg- und Vereinsfest auf der Camburg (2.Mai) und zum Landesfamilientag (10.Mai) “ausgelagert” und präsentiert.
Um den uns anvertrauten Kindern Respekt für die vielen tollen Ideen und mutigen Einfälle (u.a. eigenes Musical!) zu zollen lade ich sie heute herzlich ein.
Schauen sie sich an, was ihre Kinder alles bewegen und bewirken können. Gemeinsam können Schüler, Lehrer und Eltern nicht nur für eine gelingende Bildung eintreten, sondern sie auch ein ganzes Stückchen positiv beeinflussen.
So grüßt die Landesschülervertretung im Freistaat sie herzlich mit dem Wunsch “Möge Gutes tun auch Gutes bewirken” (nach D. Bonhoeffer).
Ihre GST/LSV
Kommunen sollen für Erzieherinnen zahlen
Quelle: TA 29.4.2009
Thüringen möchte bis 2013 1000 neue Stellen für Erzieherinnen in Kindertagesstätten schaffen. Das Land will rund vier Millionen Euro für deren Bezahlung an die Kommunen überweisen. Den Großteil müssten die Gemeinden selbst tragen.
ERFURT. Das Thüringer Kabinett reagiere mit der Entscheidung, 1000 Erzieherstellen zu schaffen, auf eine Analyse des Jenaer Professors Michael Opielka. Er hatte jüngst bei der Betreuung der unter Dreijährigen Verbesserungen angemahnt. Der Geschäftsführer des Gemeinde- und Städtebundes, Ralf Rusch, zeigte sich von der Ankündigung der Landesregierung verärgert. Sie habe die Erzieherzahl im Alleingang beschlossen, ohne eine zweite, für das Monatsende geplante Gesprächsrunde abzuwarten. …
Mehr dazu lesen Sie in der Thüringer Allgemeine.
Schwarzer Peter
Quelle: TA 29.4.2009
Thüringen will 1000 neue Stellen für Erzieher schaffen und sich mit vier Millionen Euro an deren Löhnen beteiligen. Der größte Teil der Finanzlast bliebe aber an den Kommunen hängen.
ERFURT. Ralf Rusch wedelt mit einigen A 4-Blättern. Es ist das Protokoll des letzten Arbeitsgruppentreffens, das der Geschäftsführer des Thüringer Gemeinde- und Städtebundes in den Händen hält. Ende April wollte man sich, so steht es dort, erneut zusammensetzen und entscheiden, wie viele neue Erzieherstellen in Thüringen geschaffen werden und, vor allem, wer sie bezahlen soll.
So weit die Theorie. In der Praxis trat gestern Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) vor die Presse und verkündete die Entscheidung.
Thüringen bekommt 1000 neue Erzieher, um den Personalschlüssel zu verbessern. Jetzt betreut eine Erzieherin sieben Kinder, danach sollen es nur noch vier sein. Das sei die Fortsetzung der Familienoffensive im Familienland. Doch eigentlich reagiert die Landesregierung damit nur auf ein Gutachten des Jenaer Sozialwissenschaftlers Michael Opielka. Als Auftragnehmer vermied er es, konkrete Zahlen zu nennen, forderte aber, die Personalausstattung für die unter Dreijährigen deutlich zu verbessern.
Das tut Thüringen hiermit, auf dem Rücken der Kommunen. Sagt Ralf Rusch. Sie haben jetzt den Schwarzen Peter, auch wenn der Freistaat bemüht ist, sich an der Finanzierung zu beteiligen. 20 Euro pro Monat und Kind, das unter drei Jahren alt ist, will Thüringen an die Gemeinden überweisen, in Summe sind das vier Millionen Euro. …
Mehr dazu lesen Sie in der Thüringer Allgemeine.
Lehrer gewinnt gegen Land
Quelle: TA 27.4.2009
Am Verwaltungsgericht Meiningen wurde gestern eine Grundsatz-Entscheidung gefällt: Die Überstunden eines verbeamteten Grundschul-Lehrers in Teilzeit müssen so besoldet werden wie seine normale Wochen-Arbeitszeit. Das Kultusministerium prüft das Urteil.
Von Meinhild RÖMER
MEININGEN
Das bedeutet für den 47-jährigen Lehrer aus dem Wartburgkreis, dass ihm die anteiligen Dienstbezüge für die Zeit vom November 2003 bis Juli 2004 nachgezahlt werden müssen. Über rund 3200 Euro für 128 Überstunden kann sich der Lehrer nun freuen. Bis zur Rechtskraft des Urteils kommen noch Zinsen dazu. Aus dem Kultusministerium hieß es, man warte die Urteilsbegründung ab, bevor man entscheide, ob man Rechtsmittel einlege.
Der Lehrer, der teilzeitbeschäftigt war, hatte gegen die Mehrarbeits-Vergütungsordnung geklagt, nach der er zehn Euro weniger pro Überstunde als sein Vollzeit-Kollege bekommt. Das Land habe hier nicht auf Urteile des Europäischen Gerichtshofes und des Bundesverwaltungsgerichtes reagiert, bemängelten die Richter.
Mehr dazu lesen Sie in der Thüringer Allgemeine
Kita Volksbegehren startet wie geplant
Quelle: TLZ 29.4.2009
Erfurt. (tlz) Das Kita-Volksbegehren in Thüringen wird wie geplant am 1. Mai starten – und das, obwohl die Landesregierung kurz zuvor Nachbesserungen an der Familienoffensive vorgenommen hat. Die in Aussicht gestellte Aufstockung der Erzieherinnenstellen um 1000 bis zum Jahr 2013 reicht den Initiatoren des Volksbegehrens aber nicht aus, um die Abstimmung abzublasen. “Es ist unsere Pflicht weiterzumachen”, sagte Peter Häusler, einer der Initiatoren des Begehrens, der TLZ. Auch durch die kurzfristigen Ankündigungen von Regierungschef Dieter Althaus (CDU) lasse man sich den Wind nicht aus den Segeln nehmen. Für dringend erforderlich hält Häusler eine frühzeitigere und umfassendere Aufstockung beim Personal. “Die Menschen im Land wissen, was notwendig ist”, macht sich Häusler trotz der CDU-Pläne keine Sorgen Insgesamt sollen die Kommunen alleine für die Kleinkindbetreuung der unter Dreijährigen mehr als 60 Millionen Euro jährlich vom Land erhalten, sagte Althaus. In diesem Jahr werde der Haushalt mit etwa vier Millionen Euro belastet. “Erstmalig führen wir auch für alle Ein- und Zweijährigen eine Landespauschale ein”, so der Ministerpräsident. Sie greife ab 1. August 2009 in Höhe von 20 Euro pro Monat und werde stufenweise bis 2013 auf 50Euro erhöht. Damit würden die Kommunen unterstützt, eine qualitativ gute Betreuung und Erziehung zu ermöglichen. Mehr dazu in der aktuellen TLZ-Printausgabe vom Mittwoch – siehe Thema des Tages
Von Hartmut Kaczmarek und Elmar Otto
Mehr Erzieherinnen für Thüringer Kitas
Quelle: TLZ 29.4.2009
Erfurt. (tlz) Thüringen will zum Start des Kindergartenjahres am 1. August damit beginnen, die Zahl der Erzieherinnen erheblich aufzustocken. Eine Arbeitsgruppe der Staatskanzlei hat nach TLZ-Informationen ein entsprechendes Konzept auf den Weg gebracht. Einzelheiten will Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) heute bekanntgeben. Angestrebt wird, dass sich eine Erzieherin um fünf bis zu Zweijährige kümmert. Momentan liegt dieser Schlüssel noch bei 1:7.
Die Landesregierung reagiert damit auf die massiven Forderungen aus den Kitas, von Sozialverbänden und der Opposition. Die CDU wird einen Kompromiss zwischen der Forderung des Jenaer Erziehungswissenschaftlers Michael Opielka nach 2000 zusätzlichen Stellen und der Auffassung von CDU-Sozialpolitikern, die mindestens 400 Stellen verlangen, vorlegen. “Unsere Lösung wird auf Dauer tragen”, sagte CDU-Fraktionschef Mike Mohring, ohne Details zu nennen.
Zur Finanzierung werden jedoch offenbar keine neuen Schulden aufgenommen. Einen Nachtragsetat schloss Mohring im TLZ-Interview nämlich aus. Mehr dazu in der TLZ-Printausgabe vom Dienstag – siehe Landesspiegel
Von Elmar Otto
Baby Boom in Jena fordert die Verwaltung
Quelle: TLZ 29.4.2009
Jena. (tlz/lio) Die Stadtverwaltung muss sich künftig sowohl auf mehr Kindertagesstättenplätze als auch auf mehr Plätze in Schulen einstellen. Der Grund dafür: In der Saalestadt werden erheblich mehr Babys geboren, als man bisher zu hoffen gewagt hatte. So war eine Statistik aus dem Jahr 2003 noch von 5300 erforderlichen Kitaplätzen im Jahr 2015 ausgegangen, eine Statistik aus dem Jahr 2007 ergab nun stolze 5800 erforderliche Plätze im Jahr 2015.
Das bedeutet für die Stadt zunächst, dass der Kindertagesstätten-Bedarfsplan fortgeschrieben werden muss. Aber auch ein neuer Schulnetzplan muss erstellt werden. “Wir brauchen mehr Kapazitäten”, so Oberbürgermeister Albrecht Schröter. Seinen Angaben zufolge hat Jena die höchste Geburtenrate in Thüringen und gehört in Ostdeutschland zu den Städten mit den meisten Geburten. Am Dienstagmorgen hatte Ministerpräsident Dieter Althaus in Erfurt verkündet, dass es bis zum Jahr 2013 1000 Erzieherinnen mehr geben und der Betreuungsschlüssel von 1:7 auf 1:5 reduziert werden solle. Für Jena bedeute dies Zusatzausgaben in Höhe von 1,7 Millionen Euro. “Die zahlen wir gern. Kinder sind bei uns immer willkommen”, so der OB.
Die Angst überwinden
Quelle: TLZ 29.4.2009
Jena/Erfurt. (tlz) Schon in der Straßenbahn Richtung Messe wimmelt es von Kindern, die herumhüpfen und es kaum erwarten können. Sie alle wollen zur Kinder-Kult-Messe, die bis gestern ihre Türen in Erfurt, vor allem für die jungen Besucher, geöffnet hatte. Sie stehen im Mittelpunkt des bereits dritten Freizeit- und Medienevents für Kinder im Alter von 4 bis 16 Jahren.
Mitten im Getümmel der etwa 3000 Besucher des gestrigen Tages war die fünfte Klasse der Regelschule “Alfred Brehm” aus Jena, für die drei Workshops auf dem Tagesplan standen. Denn Montag und Dienstag waren den Schulklassen gewidmet, die aus 49 Projekten ihren eigenen Tag zusammenstellen konnten. Verteilt auf 17 Erlebnisbereiche, darunter Medien, Sport, Gesundheit, Musik, Experimente, Bildung und Natur.
Die erste Station für die Elf- und Zwölfjährigen war der Stand der Imaginata. “Physik und Mathe einmal in Experimenten zu erleben und so zu verstehen, ist Ziel unserer Experimente”, sagte Walter Daniel, der den Kurs begleitete. Zum ersten Mal war die Jenaer Vereinigung auf der Messe, die mit der Universität Jena, insbesondere dem Lehrstuhl für Schulpädagogik, zusammenarbeitet. Die Schüler mussten ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen und falteten Pyramiden, Würfel oder Quader aus vorgefertigten A4-Schablonen. Alles hielt ohne Kleber.
Eine weitere Station der Kinder-Kult-Reise war für die Jenaer die Abenteuerschule Suhl, die im Außengelände Biwak und Feuerstelle aufgebaut hatte. Hier war Teamarbeit gefragt. Aus einer Vielzahl verschiedener Seile galt es ein Netz zu knüpfen, das stark genug ist, die Kinder bei einem Sprung von einer Leiter zu halten. “Hier geht es darum, Sozialkompetenz zu vermitteln und dass die Kinder lernen, sich gegenseitig zu vertrauen”, sagt Pädagoge Jörg Rädel.
Und tatsächlich, es gelang den Fünfklässlern. Sie konnten ihre Angst überwinden und das Netz hielt den Sprüngen der Schüler stand. Doch allzu viele Sprünge konnten sie nicht mehr wagen, denn das nächste Projekt wartete schon auf die Abenteurer.
Springt mutig ins selbstgeknotete Netz: Nico Ksionek wagt mit einem Helm gesichert den Sprung von der Leiter und wird von seinen Mitschülern gehalten. Mit vielen Seilen und Knoten wurde zuvor an dem Netz gewerkelt bis es völlig sicher war.
Von Frauke Wagner
Die unterschätzte Gefahr
Quelle: TLZ 27.4.2009
Acht Monate ist es her, dass ein 14 Jahre alter Junge beim Spielen mit einem Freund in einer alten, leer stehenden Fabrikhalle an der Rudolstädter Straße in den Tod stürzte. Ein derzeit im Entstehen befindlicher Film greift das Unglück auf, nicht als Vorlage für ein Actionstück, sondern mit dem Ziel präventiver Wirkung.
ERFURT. Die Idee für das Filmprojekt entsprang dem Kriminalpräventiven Rat der Landeshauptstadt. In Kooperation mit dem Jugendstaatsanwalt Uwe Strewe wurde sie schließlich an den gemeinnützigen Verein Euratibor herangetragen. Dort entwickelte Stefan Kunigam ein Drehbuch, legte es den Auftraggebern vor und fand sofort Zustimmung.Mit dem zwölfjährigen Gymnasiasten Ferdinand Dölz war schnell ein filmerfahrener Akteur (Hauptdarsteller in der Kika-Serie “Schloss Einstein”) gefunden. “Weitere drei, etwa gleichaltrige Nebendarsteller haben wir in der Otto-Lilienthal-Schule gecastet”, erzählt Regisseur Kunigam. Die Dreharbeiten sind bereits voll im Gange: mit richtigem Rauch, echter Feuerwehr, Polizei und Sanitätern. “Abenteuerspielplatz Abrisshaus” lautet der Arbeitstitel, Tatort ist das verwaiste Innenministerium an der Schillerstraße. Gedreht wird u. a. auch am Klinikum.
Den vollständigen Beitrag lesen Sie in unserer Druckausgabe
Mehr Erzieherinnen für Thüringer Kitas
Quelle: TLZ 27.4.2009
Erfurt. (tlz) Thüringen will zum Start des Kindergartenjahres am 1. August damit beginnen, die Zahl der Erzieherinnen erheblich aufzustocken. Eine Arbeitsgruppe der Staatskanzlei hat nach TLZ-Informationen ein entsprechendes Konzept auf den Weg gebracht. Einzelheiten will Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) heute bekanntgeben. Angestrebt wird, dass sich eine Erzieherin um fünf bis zu Zweijährige kümmert. Momentan liegt dieser Schlüssel noch bei 1:7.
Die Landesregierung reagiert damit auf die massiven Forderungen aus den Kitas, von Sozialverbänden und der Opposition. Die CDU wird einen Kompromiss zwischen der Forderung des Jenaer Erziehungswissenschaftlers Michael Opielka nach 2000 zusätzlichen Stellen und der Auffassung von CDU-Sozialpolitikern, die mindestens 400 Stellen verlangen, vorlegen. “Unsere Lösung wird auf Dauer tragen”, sagte CDU-Fraktionschef Mike Mohring, ohne Details zu nennen.
Zur Finanzierung werden jedoch offenbar keine neuen Schulden aufgenommen. Einen Nachtragsetat schloss Mohring im TLZ-Interview nämlich aus. Mehr dazu in der TLZ-Printausgabe vom Dienstag – siehe Landesspiegel
Von Elmar Otto
Tolle Taschen für die Besten
Quelle: OTZ 30.4.2009
Geraer Schüler gestalten Entwürfe für Präsente zur Aktion “Leistung lohnt!”
Von OTZ-Redakteurin Margit Kasper Peppige Taschen-Motive für den Schülerwettbewerb “Leistung lohnt!” gestalten gegenwärtig Schüler aus 9. Klassen der Integrierten Gesamtschule in Gera. Die Collage-Taschen sollen auf einer Festveranstaltung zur gemeinsamen Aktion der Ostthüringer Zeitung und der Industrie- und Handelskammer (IHK) Gera im September im Druckhaus der OTZ den Besten überreicht werden.
OTZ-Layouter Michael Malpricht besuchte gestern als “Gastlehrer” aus der Praxis den Kunstunterricht der beiden Klassen, die den Regelschulabschluss anstreben. Er übernahm die Aufgabe innerhalb der Initiative Kurs 21 zur Förderung der Zusammenarbeit von Schulen und Unternehmen. Den mehr als 40 Jugendlichen gab der professionelle Gestalter zahlreiche Insidertipps, unter anderem zur Wahl des Motivs, der Aufteilung der Flächen, Schriften oder zum Verwenden grafischer Elemente. Seine Hinweise waren durchaus gefragt, denn die Mädchen und Jungen wetteifern auf Anregung der IHK in zehn Gruppen, die so fantasievolle Namen wie “King Bobo” oder “Die unglaublichen Pippis” tragen, um den gelungensten Look der Collage-Tasche. Zwischen dem 18. Mai und dem 6. Juni kann auf der Internetseite www.cays.de öffentlich das schönste Taschen-Motiv gewählt werden. Die Schüler der Gewinner-Gruppe erhalten jeder eine der selbstgestalteten Taschen sowie je zwei Eintrittskarten für “Mega-Rock in die Ferien”.
Mit Kurs 21, im Jahr 2003 in Ost- und Mittelthüringen gestartet, soll der Fachkräftenachwuchs im Freistaat gesichert und jungen Leuten eine berufliche Zukunft in der Region gegeben werden. Schüler erhalten zahlreiche Angebote sowohl im als auch außerhalb des Unterrichts, um Wirtschaft und ihre Zusammenhänge besser zu verstehen und sich auf den Übergang in die Arbeitswelt gut vorbereiten zu können. Die IHK Ostthüringen ist Träger des vom Europäischen Sozialfonds geförderten Projektes. Derzeit arbeiten 113 Unternehmen verschiedener Branchen mit 68 Schulen der Region auf Basis eines Kooperationsvertrages zusammen.
Die IHK ist neben der Firma Electronicon und der Berufsakademie Gera seit gut vier Jahren Partner der Integrierten Gesamtschule (IGS) in Gera-Lusan. “Wir müssen unsere Unternehmen für Schulen öffnen, um mehr Praxis in den Fachunterricht zu bringen. Schulen sollen sich im Gegenzug im Unternehmen präsentieren können”, sagte IHK-Geschäftsführerin Ingrid Weidhaas.
Gemeinsame Aktivitäten von IHK und IGS waren unter anderem ein Technikertag, eine Bildungsfahrt ins Pumpspeicherwerk Vattenfall Hohenwarte und Wasserkraftmuseum Ziegenrück. Die IHK unterstützt die Herausgabe der Schülerzeitung, gibt den Schülerredakteuren praktische Hinweise und hilft beim Layout.
In Berufsschule gleich Fuß fassen
Quelle: OTZ 30.4.2009
Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme in Stadtroda für einige schon erfolgreich
Von Monika Schöler
Mehr als die Hälfte der Zeit ist bereits rum. Und mehrere Jugendliche sind schon vor dem Abschluss versorgt. Sie haben über die Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB), die im September 2008 begann, eine Lehrstelle gefunden oder können darauf hoffen.
37 junge Leute bis 25 Jahre aus dem Saale-Holzland-Kreis werden derzeit in Stadtroda von der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH Jena auf ihren weiteren Weg vorbereitet (OTZ berichtete). Sie haben aus unterschiedlichen Gründen keinen Ausbildungsplatz gefunden oder eine Lehre abgebrochen.
Wie beispielsweise die 17-jährige Tina Facklam aus Hermdsorf. Auch sie stand nach der Schule ohne Lehrstelle da. Tina möchte medizinische Fachangestellte werden und bereitet sich im BvB nun intensiv auf eine solche Ausbildung vor, “damit ich gleich in der Berufsschule Fuß fassen kann”, erzählt sie, dass sie in der Uniklinik Jena auf der Warteliste für einen Ausbildungsplatz steht. Erst vergangene Woche hat Madeline Fischer aus Hermsdorf ihren Lehrvertrag in einer Geraer Zahnarztpraxis unterzeichnet. Im BvB hat sie ihr Wissen nochmals vertiefen können, und die Freude auf die kommende Ausbildung als zahnmedizinische Fachangestellte ist in dieser Zeit erst richtig gewachsen.
Die 21-jährige Sandra Pröter aus Lippersdorf hat die Zusage aus dem Erzgebirgscollage in Breitenbrunn erhalten, ihr Fachabitur zu machen. Das BvB, so berichtet Ausbilderin Bettina Marx, habe ihr das notwendige Selbstbewusstsein verschafft, diesen Schritt zu gehen. Sandra möchte Handelsassistentin werden. Dafür braucht sie das Abitur. Bei Praktikas in Handelseinrichtungen kann sie schon jetzt Erfahrungen fürs künftige Berufsleben sammeln.
Robert Knoll aus Eisenberg ist vor kurzem erst in die Maßnahme – auch das ist möglich – eingestiegen. Nach dem Abbruch der ersten Lehre hat er sich nach etwas Neuem umgesehen. Das BvB sei ihm von der Arbeitsagentur angeboten worden. “Ich wollte nicht untätig zu Hause sitzen”, hat der 20-Jährige den Schritt nicht bereut. Auch er hat schon zwei Praktikumsplätze sicher. Denn der Eisenberger möchte Koch werden. “Um den Robert bin ich mir nicht bange. Er hat Talent als Koch, ist sehr flexibel”, charakterisiert Bettina Marx den jungen Mann.
Geschult werden die Teilnehmer in Grundlagenfächern, aber auch auf verschiedenen Gebieten wie Wirtschaft/Verwaltung, Metall, Hauswirtschaft/Gastronomie. Doch wichtig seien vor allem die praktischen Einblicke in die Unternehmen. “Diese realen Bedingungen können wir hier im Haus nicht bieten”, sagt Andrea Stüber, Jugendkoordinatorin bei der Fortbildungsakademie. “Wir profitieren dabei von den Kontakten, die wir seit Mitte der 90er Jahre zu den Firmen in der Region geknüpft haben. Und es kommen neue hinzu.” Während der Einsätze werden Berufswünsche bekräftigt oder man orientiert sich neu. Jeder Teilnehmer erhält einen Ausbildungsplan, der dem Praktikumsunternehmen anzeigt, was besonders geschult werden soll. Auch damit werden die jungen Leute gezielt auf eine Ausbildung vorbereitet.
Die Stadtrodaer Arbeitsagentur ist für das BvB ein wichtiger Partner. Andrea Stüber lobt die Zusammenarbeit mit Helma Lehmann-Puhl. Sie ist die zuständige Beraterin für das BvB. Ihr liege es besonders am Herzen, die Jugendlichen gründlich zu beraten und ihnen aufzuzeigen, was in der Maßnahme auf sie zukommen wird. Die Teilnahme am BvB sei freiwillig, ist das für die Jugendkoordinatorin auch ein gute Basis für eine erfolgreiche Arbeit mit den Jugendlichen. Vor allem aber sei es das Ausbilderteam, das es immer wieder schaffe und verstehe, die Teilnehmer, die oft sehr demotiviert kommen, wieder aufzubauen und ihnen Freude auf die Zukunft zu vermitteln. Dazu gehört auch, ein offenes Ohr zu haben für die Probleme der jungen Leute. “Wir sind schon ein bisschen wie eine große Familie”, beschreibt es Andrea Stüber. Im September beginnt ein neuer Lehrgang der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme.Wie sind schon ein bisschen wie eine große Familie.
Andrea Stüber, Jugendkoor- dinatorin, zur Berufsvorbeitenden Bildungsmaßnahme in Stadtroda
Aktionstag für gewaltfreie Erziehung
Quelle: OTZ 29.4.2009
Gera (OTZ/E. Lier). Den Internationalen Tag für gewaltfreie Erziehung nutzt morgen der Geraer Kinderschutzverein “Schlupfwinkel” in den Gera Arcaden.
In einer Aktion mit Kinderschutzbund, Streetworkern, Weissem Ring und Jugendamt sollen Bürger für das Thema sensibilisiert werden. In 15 Jahren Kinderschutzdienst Gera wurden 909 Fälle von Gewalt an Kindern behandelt. Ein Drittel ereignete sich in den letzten fünf Jahren. Alle an Erziehung Beteiligten werden von 10 bis 18 Uhr mit Information und Kontaktadressen versorgt. Die Bäckerei Laudenbach bietet am Stand und in ihren 13 Filialen die einzigen Back-Pfeifen an, die Kinder mögen.
Mahnwache für Berufsschulen
Quelle: OTZ 29.4.2009
Greiz (OTZ). Eine Mahnwache vor dem Greizer Landratsamt haben Auszubildende und Mitarbeiter der Firma EFA Elektroanlagenbau & Service GmbH gestern Punkt 12 Uhr begonnen.
48 Stunden soll die Aktion, die auf den Erhalt der Berufsschulen in Greiz als wichtiger Standortfaktor abzielt, andauern. Zudem setzt sich die EFA für Investitionen in die Berufsschulen ein. Per Eilentscheid des Geraer Verwaltungsgerichts haben die Initiatoren den Standort der Mahnwache durchgesetzt. Das Landratsamt hatte die Aktion wegen der unübersichtlichen Kreuzung an der Bundesstraße auf ein Areal gegenüber verbannen wollen.
Althaus verspricht 1000 Erzieherstellen
Quelle: OTZ 29.4.2009
Personalsituation in Kindergärten soll sich bis 2013 verbessern – Schon 2010 verdoppelt sich Erziehungsgeld
Von OTZ-Redakteur Volkhard Paczulla
Erfurt
Die Landesregierung will nun doch das Personal in Thüringens Kindergärten spürbar aufstocken.
Bis 2013 um 1000 zusätzliche Erzieherstellen, verkündete Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) gestern in Erfurt, drei Tage vor dem Neustart eines Volksbegehrens, das 2000 neue Stellen fordert.
Für die Vorsitzende des Landeselternverbandes Kindertagesstätten, Bettina Löbl, ist das ein durchsichtiges Manöver. Es bleibe dabei: Das Volksbegehren, das zur Finanzierung seiner Forderungen das Landeserziehungsgeld streichen will, beginnt am 1. Mai.
Unterstützer mit Kleinkindern oder Kinderwunsch hätten dann aber etwas zu verlieren. Zusätzlich zur Personal- aufstockung beschloss das Kabinett nämlich, die Zahlung des Landeserziehungsgeldes für Eltern, die ihren Nachwuchs zu Hause betreuen, von ein auf zwei Jahre zu verdoppeln. Und zwar schon ab 1. Januar 2010. Das Erziehungsgeld wird dann nicht mehr wie bisher vom 2. Geburtstag des Kindes an, sondern bereits vom 1. bis zum 3. gewährt.
Zur Unterstützung der Kommunen, die steigenden Personalkosten in den Kindertagesstätten zu stemmen, wird erstmalig eine Landespauschale auch für alle Ein- und Zweijährigen eingeführt. Sie greift bereits ab 1. August und beträgt 20 Euro pro Monat und Kind. Der Betrag soll stufenweise bis 2013 auf 50 Euro steigen. So erhalten die Gemeinden allein für die Kleinkindbetreuung jährlich über 60 Millionen Euro vom Land, sagte Althaus, der von einer “standortprägenden Entscheidung” sprach. Das Kindertagesstättengesetz werde im Herbst entsprechend geändert. Für den laufenden Landeshaushalt ist jedoch keine Schuldenaufnahme geplant. Die Pauschale werde dieses Jahr nur etwa vier Millionen Euro kosten.
Die PDS/Linke kommt auf maximal 270 Stellen, die damit finanziert werden könnten. “Mit Ankündigungen ist niemandem gedient”, kritisierte Fraktionschef Dieter Hausold. Sein SPD-Amtskollege Christoph Matschie sagte, der Personalbedarf liege wissenschaftlich bestätigt bei 2000 zusätzlichen Stellen mit einem Mehrkostenaufwand von rund 80 Millionen Euro.
Leipziger Schüler am Heinicke Denkmal
Quelle: OTZ 29.4.2009
Auch zu Gast in Schulmuseum Zschorgula
Nautschütz (OTZ/Kemter). Wie schon in vielen Jahren zuvor besuchten gestern wieder Schüler der Landesschule für Gehörlose, Förderzentrum “Samuel Heinicke” Leipzig, den Geburtsort des Namensgebers ihrer Schule: Nautschütz.
Hier wurden die 18 jungen Gäste, die gemeinsam mit ihren drei Klassenlehrerinnen gekommen waren, herzlich begrüßt von Martina Orlamünder, Mitarbeiterin der Schkölener Stadtverwaltung, und Ingrid Schönherr, die jetzt in jenem Hof wohnt, in den Samuel Heinicke am 10. April 1727 geboren worden war. Sie ist zwar keine Nachfahrin des Pädagogen und “Erfinders” der deutschen Methode der Gehörlosenpädagogik. Doch kann man sie als geistige Erbin betrachten, die das Andenken des einstigen Hausbewohners ebenso in Ehren hält wie die Leipziger Schule.
Die folgt Heinickes Lehre beispielsweise darin, dass sie sehr kleine Klassen hat und sehr individuell auf die Schüler eingeht, erklärte Barbara Rabe, eine der begleitenden Lehrerinnen. “Vor allem müssen sie lernen, sich trotz ihrer Schädigung zu behaupten”, was vor allem charakterliche Stärken erfordere. Einzig die Grundschule absolvieren die Kinder an der Leipziger Spezialschule in fünf Jahren, ansonsten haben sie den gleichen Unterrichtsstoff und die gleichen Prüfungen wie gesunde Altersgefährten. Auch stehen ihnen fast alle Berufe offen. Denn die Gebärdensprache ist für die gehörlosen, schwerhörigen oder audiotiv wahrnehmungsgestörten Kinder nur ein “geringklassiges Hilfsmittel”, wie es schon Heinicke sah und deshalb gefordert habe: “Die sollen sprechen lernen!”
In Nautschütz erzählte Ingrid Schönherr den Besuchern einiges aus dem Leben von Samuel Heinicke. Dann gingen alle – wie es ebenfalls schon Tradition ist – gemeinsam zum Denkmal für den Gehörlosen-Pädagogen hinüber, stellten eine Blumenschale davor und sich selber alle auf fürs Gruppenfoto.
Danach war wieder einmal eine große Stunde für Kurt Börner. Der ehemalige Lehrer lud alle Jungen und Mädchen in sein Schulmuseum nach Zschorgula ein und hatte ihnen vieles aus alten Schulzeiten zu berichten und zu zeigen. – Auch Schulklassen aus unserer Region würde der “Museumslehrer” übrigens gern wieder einmal begrüßen.
Bevor die Gäste aus Leipzig wieder die Heimreise antraten, sahen sie sich noch auf der Schkölener Wasserburg um.
Timostrolche feiern ihr Fest
Quelle: OTZ 29.4.2009
Namensgebung in der Kindertagesstätte Thiemendorf – Mit Eltern und vielen Gästen
Von Claudia Bioly Thiemendorf. Der Kindergarten Thiemendorf hat seit gestern einen Namen: “Timostrolche”. Eltern und viele weitere Gäste nahmen an der feierlichen Namensgebung teil und freuten sich mit den kleinen “Timostrolchen”, die zur Feier des Tages auch noch eigens beduckte T-Shirts erhielten.
Heideland-Bürgermeister Detlef Herbst begrüßte u.a. Landrat Andreas Heller (CDU), Eisenbergs Bürgermeister Ingo Lippert (SPD), den VG-Vorsitzenden Martin Bierbrauer, Ortsbürgermeister und Mitarbeiter der VG, den Heideland-Ehrenbürger Herbert Pöhl aus Thiemendorf sowie Landtagskandidat Mario Voigt. Nach wechselvoller Geschichte sei der Thiemendorfer Kindergarten jetzt recht stabil und habe eine sichere Zukunft – wenn die Eltern ihn auch weiterhin “füllen”. Herbst dankte allen Firmen und Eltern, die die Einrichtung unterstützen. Dem schloss sich die Leiterin Ines Fritzsche an: “Vielen Dank allen Helfern dafür, dass dieses Fest heute stattfinden kann.”
Sie sprach über die pädagogische Arbeit im Kindergarten, die sich am Jahreslauf orientiert. Großes Augenmerk wird auf die Entwicklung der Sprache, der Bewegung und des natürlichen Spiels gelegt. Die Mitarbeiter bilden sich kontinuierlich weiter, und sie geben sogar eine monatliche Kindergarten-Zeitung heraus.
Die lobte anschließend Antje Geyer, die Vorsitzende der Elternvertretung, und berichtete von der auch sonst sehr engen Zusammenarbeit von Kindergarten und Eltern. Um auch ein bisschen Werbung für die Einrichtung zu machen, wurde ein Flyer erstellt. Und ein Name sollte her. Eltern und Einwohner wurden um Vorschläge gebeten, “und wir waren erstaunt, was für tolle Sachen da kamen”, sagte Antje Geyer. Den Ausschlag gab schließlich die Timoburg, eine Spornburg, die einst in Thiemendorf stand und von der sogar noch Überreste erhalten sind. Die Verbindung zu der Burg erschien verlockend, und so wurde der Name Timostrolche ausgewählt.
Das Schild mit dem Namen durften die Kinder gestern selbst enthüllen. Der Posaunenchor Thiemendorf spielte auf, und dann erteilte Pfarrer Katzmann dem Haus, über dem noch steht “1912 mit Gott erbaut”, seinen Segen.
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