Pressespiegel vom 10. Oktober 2008
Axel Hoppe | 10. Oktober 2008 | 06:10 Uhr
Ein Stück heile Welt
Quelle: Thüringer Landeszeitung
“Heile Welt” hieß das Stück, das der Kultusminister gestern im Landtag zum Besten gab. Bei seiner Regierungserklärungspremiere sparte Bernward Müller so ziemlich alles aus, was an Problemen in seinem Haus über Jahre aufgelaufen ist.
Die in Teilzeit beschäftigten Lehrer fordern inzwischen öffentlich und lautstark Gleichbehandlung mit ihren beamteten Kollegen. Aber kein Wort dazu, wie er diese Gerechtigkeitslücke zu schließend gedenkt.
Die Erzieherinnen in den Kindertagesstätten sehen sich außer Stande den “Bildungsplan für Kinder bis zehn Jahre” umzusetzen, weil ihnen dafür die Zeit fehlt. Aber kein Wort über dringend benötigte Neueinstellungen.
Auch kostenloses Schulessen oder Lernmittelfreiheit stehen beim Kultusminister nicht sonderlich weit oben auf der Agenda.
Ganz zu schweigen von der weiter heiklen Causa des DNT-Intendanten Märki.
Zugegeben: Die Opposition stellt die bildungs- und kulturpolitische Lage in rabenschwarzen Farben dar. Was übertrieben ist.
Aber von einem Minister wird neben Visionen Problembewusstsein erwartet. Müller, vor fünf Monaten als Verlegenheitslösung ins Amt gerutscht, erweist sich als gefälliger Verwalter des Erbes seines Vorgängers.
09.10.2008 Von Elmar Otto
1,3 Prozent Kultur
Quelle: Thüringer Allgemeine
Den bewährten Weg mit eigenen Akzenten fortsetzen – das war die Botschaft der ersten Regierungserklärung von Kultusminister Bernward Müller (CDU), der seit Mai dieses Jahres im Amt ist. TA dokumentiert Auszüge.
LANDTAG. Die Landesregierung wird sich auch künftig an dieser hohen Kulturquote von 1,3 Prozent orientieren, um das Renommee unseres Freistaates als Kulturland mit weltweiter Ausstrahlung zu sichern und weiter zu entwickeln. Laut Kulturfinanzbericht 2008 beliefen sich die Kulturausgaben aller deutschen Bundesländer im Jahre 2005 durchschnittlich auf rund 85 Euro je Einwohner, in Thüringen waren es dagegen deutlich überdurchschnittliche 101 Euro je Einwohner. (. . .) Am 27. September 2008 hatten wir in der Messe Erfurt die Auftaktveranstaltung zur Implementierung des Thüringer Bildungsplans für Kinder bis zehn Jahre. Bis zum Ende des Jahres 2010 gilt es nun, sich mit den Ideen und Inhalten des Thüringer Bildungsplans in Ruhe vertraut zu machen. Er setzt die Leitlinie der Reformpädagogik um: Er geht vom Kinde aus, das aktiv und kompetent seine eigene Entwicklung und Bildung mit gestaltet. Er beschreibt, was Kinder für ihre Entwicklung brauchen, wie Lernprozesse moderiert werden und wie man Kindern in der Entwicklung ihrer Stärken zur Seite stehen kann.
So unbestritten dieses Recht und diese Pflicht der Eltern sind, so sehr ist hier auch zu beachten, dass Bildung mehr ist als Erziehung, und dass unsere Gesellschaft die Aufgabe hat, Eltern mit dieser Verpflichtung nicht allein zu lassen. Es geht nicht um eine Konkurrenz staatlicher Angebote zum Erziehungsrecht der Eltern. (. . . ) Thüringen hat bundesweit den größten Anteil von Kindern in Ganztagsbetreuung, und zwar in jeder Altersgruppe. Rund 83 Prozent der unter dreijährigen und rund 88 Prozent der über dreijährigen Kinder besuchen länger als sieben Stunden täglich eine Einrichtung. Die Mehrzahl der Kinder besucht die Kindertagesstätte mindestens vier Jahre.
Laut Bertelsmann-Länderreport liegt Thüringen bei der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung bundesweit im Spitzenfeld der Länder. Die Betreuungsquoten und Betreuungszeiten sind im Bundesvergleich überdurchschnittlich. (. . .) Wir sind dabei, die Grundschule inhaltlich und strukturell weiterzuentwickeln. Das Modellvorhaben ist – das zeichnet sich jetzt bereits ab – ein großer Erfolg. (. . .) Den Schulträgern werden für die Dauer der Erprobungsphase die Erzieher zur Verfügung gestellt. Dabei verbleibt die Dienst- und Fachaufsicht über das Erzieherpersonal beim Land. Das Land wird auch weiterhin seine Verantwortung wahrnehmen. Eine vollständige Kommunalisierung der Grundschulen steht derzeit nicht zur Debatte.
09.10.2008
Betriebe übernehmen mehr Lehrlinge
Quelle: Thüringer Allgemeine
Erfurt (dpa) – Die Betriebe in Deutschland übernehmen laut einem Zeitungsbericht immer mehr ihrer Auszubildenden in eine Festanstellung. Im vergangenen Jahr stieg die Quote in Westdeutschland von 57 Prozent im Jahr 2006 auf 62 Prozent, in Ostdeutschland von 46 auf 47 Prozent. Das berichtet die »Thüringer Allgemeine« unter Berufung auf eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit. Sie soll am Montag vorgestellt werden.
10.10.2008 dpa
Sömmerda: Deutschland liest
Quelle: Thüringer Allgemeine, Lokalredaktion Sömmerda
Vom 24. bis 31. Oktober heißt es auch im Landkreis “Deutschland liest”, bei der ersten bundesweiten Aktionswoche dreht sich alles um Bücher und Bibliotheken.
SÖMMERDA (ba). Bibliotheken sind die am stärksten genutzten Kultur- und Bildungseinrichtungen des Landes, was es bei dieser Aktionswoche mit Freude zu zeigen gilt. Deshalb beteiligen sich die Stadt- und Kreisbibliothek Sömmerda und anderen öffentliche Einrichtungen im Landkreis gern. Vorbereitet sind spezielle Angebote für Kinder. So werden das Kindermusiktheater Dirk Preusse aus Leipzig und der Autor Frank Kreisler in den Bibliotheken und in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Schulen in Kölleda, Rastenberg, Buttstädt, Gebesee und anderenorts lesen. In den Sömmerdaer Kindereinrichtungen und in den beiden Grundschulen lesen bzw. erzählen “Prominente von heute für die Prominenz von morgen”. Der Auftakt für diese Aktionswoche findet am 24. Oktober, 19.30 Uhr, im Saal der Städtischen Musikschule Sömmerda statt. Peter Ensikat, Gast der ” Herbst-Lese” (präsentiert von der “Thüringer Allgemeine”), stellt hier sein Buch “Populäre DDR-Irrtümer” vor. Der Kabarettist ( Herkules-Keule, Die Distel) und Schriftsteller (“Ab jetzt geb” ich nichts mehr zu”) nimmt eine Fülle irriger Ansichten unter die Lupe und klärt mit wohlwollender Ironie auf, denn er weiß, wovon er spricht.? Karten gibt es in Sömmerda im TA-Pressehaus und in der Bibliothek im Dreyse-Haus.
09.10.2008
MÜHLHAUSEN: Computer für die Schulen
Quelle: Thüringer Allgemeine, Lokalredaktion Mühlhausen
Für 270 000 Euro können sich die Schulen des Unstrut-Hainich-Kreises Computertechnik anschaffen. Ein vom Kreisausschuss dazu gefasster Beschluss wurde gestern Abend in der Sitzung des Kreistags bestätigt. Die Ausgabe wird zu 75 Prozent aus Mitteln der Europäischen Union und zu 12,5 Prozent vom Land im Rahmen eines Thüringer Programms mit finanziert. Weil der Kreis keinen Etat hat, musste die Ausgabe vom Landesverwaltungsamt genehmigt werden.
09.10.2008
ILMENAU: Förderschule bald am Bahnhof?
Quelle: Thüringer Allgemeine, Lokalredaktion Ilmenau
Die Förderschule in der Vogelvilla könnte an den Neuhäuser Weg hinter den Ilmenauer Bahnhof ziehen. Aussagen von Ilmenaus Oberbürgermeister Gerd-Michael Seeber (CDU) lassen vermuten, dass die Planungen für den Neubau der Schule weiter fortgeschritten sind als bislang bekannt. Am bisherigen Standort wird die Einrichtung nicht länger den Erfordernissen einer Förderschule gerecht. Ein Neubau wird der Sanierung vorgezogen.
09.10.2008
EISENACH: Leitfaden für die Ausbildung
Quelle: Thüringer Allgemeine, Lokalredaktion Eisenach
Ein sogenanntes Ausbildungs-Navi stellte gestern der Firmenausbildungsverbund des Wartburgkreises vor. Das handliche Buch für Schüler gibt eine Übersicht über regionale Ausbildungsplätze. Außerdem werden Tipps gegeben, wie man sich richtig bei den Firmen bewirbt und welche Voraussetzungen man für den Wunschberuf mitbringen sollte. Das Handbuch wird in den Schulen an jene Schüler verteilt, die kurz vor dem Schulabschluss stehen.
09.10.2008
Nicht ohne Drachenbau
Quelle: Thüringer Allgemeine, Lokalredaktion Artern
So bunt wie die Herbstblätter derzeit an den Bäumen sind, so bunt war auch das Programm in der Projektwoche “Herbst, Erntedank und Kirmeszeit” an der Grundschule Rottleben. Das Herbstfest mit den zahlreichen Stationen war der Höhepunkt für die über 80 Mädchen und Jungen. Viele von ihnen kamen dem Thema entsprechend gekleidet. Ein schönes Bild.
ROTTLEBEN. Das Herbstfest war gestern der Höhepunkt für die 82 Mädchen und Jungen der Grundschule im Rahmen der Projektwoche. Die Mehrzahl von ihnen kam dem Thema entsprechend gekleidet, oft mit viel Liebe zum Detail. Da hatten sich die Eltern wirklich sehr viel Mühe gegeben. Viel Freude hatten die Kinder an den unterschiedlichsten Stationen. Da konnten unter fachmännischer Anleitung Drachen gebaut werden, wurde mit Naturmaterialien gebastelt, gab es eine Seilerei, wurden Lieder geträllert. Kleine Hände waren ebenso in der Küche mit aktiv. Hier wurde für alle gekocht. Es duftete nach Zwiebelkuchen und es gab “Schiwwer”, wie man hier in der Region sagt, das sind aufgeschnittene Kartoffeln mit Öl, Kümmel, Speck und mehr, die in der großen Pfanne knusprig bebraten wurden. Aber natürlich ging es auch etwas sportlich zu, ob beim Sackhüpfen, dem Aufsammeln von Nüssen auf Zeit, dem Kartoffelweitwerfen und so manch anderen lustigen Spielen. Überall waren die Mädchen und Jungen mit viel Eifer bei der Sache.
Die Projektwoche begann mit einem Herbstprogramm von Kindern für Kinder. Am anderen Tag standen je nach Altersgruppe Wanderungen in der näheren Umgebung auf dem Programm. Während die jüngsten Grundschüler sich bei ihrer Tour vor allem mit dem Herbst und den Farben der Natur beschäftigten, erfuhren die älteren Schüler etwas über die Kleine Wipper, die künstlich angelegt wurde und als Meisterwerk des mittelalterlichen Wasserbaus gilt. Und ein besonderes Erlebnis war für die Kinder, in die sogenannte Prinzenhöhle zu gehen, die sich zwischen Rottleben und Bad Frankenhausen befindet. Zudem erfuhren die Schüler etwas über das Gestein sowie die Mühlen an der Kleinen Wipper. Freitag endet die Projektwoche, denn es geht in die Herbstferien. Themenschwerpunkt heute ist der Erntedank. Und da wollen die Kinder mit ihren Lehrerinnen die Kirche besuchen, um Pastorin Steffi Wiegleb die mitgebrachten Kartoffeln, Äpfel, Birnen und Nüsse, die auch aus dem Schulgarten stammen, zu überreichen. Die Gaben sind für die “Tafel” in Bad Frankenhausen bestimmt, somit helfen die Kinder Bedürftigen, tun einen guten Zweck. Apropos Schulgarten. Da müssen heute die Viertklässler noch mal ordentlich ran, wie die Schulleiterin im Gespräch mit dieser Zeitung schilderte, greifen sie zum Spaten, graben die Fläche um. Die Ferien rufen. Zudem ist an diesem Wochenende Kirmes im Ort. Das Herbst-Projekt, das es schon traditionell in der Grundschule Rottleben gibt, wird bei den Kindern in schöner Erinnerung bleiben – weil es auch mal eine andere Art von Unterricht war.
Ingolf GLÄSER
09.10.2008
Straußfurt: Gute Mischungen
Quelle: Thüringer Allgemeine, Lokalredaktion Sömmerda
Tanzen, Basteln, Gärtnern, Kochen, Fußball, Fotos – das geht am besten gemeinsam. Dies stellten Jugendliche des Förderzentrums und der Regelschule Straußfurt beim gestrigen Integrationsfest unter Beweis.
STRAUSSFURT. Probiert einmal mit einer geballten Faust eurem Nachbarn die Hand zu geben, stellte gestern der Vorsitzende des Schulfördervereins Straußfurt, Klaus Burges, den Mädchen und Jungen des Förderzentrums und der Regelschule zur Eröffnung des Integrationsfestes als unlösbare Aufgabe. Man müsse schon Hände und Herzen öffnen, um sich zu integrieren und zusammen etwas zu gestalten. Genau dies war der Ansatz, um für Schüler beider Bildungseinrichtungen gemeinsame Projekte in der unterrichtsfreien Zeit auf die Beine zu stellen. “Es begann mit den großen Kinderfesten. Jetzt werden für die Bedürfnisse und Möglichkeiten beider Schulformen Arbeitsgemeinschaften angeboten und koordiniert”, so Klaus Burges. Dem für beide Einrichtungen tätigen gemeinsamen Schulförderverein kommt dabei vor allem die Aufgabe der Förderung und der Finanzierung zu. Doch dabei, anerkennt der Vorsitzende, könne man sich auf die Unterstützung vieler – angefangen von der Sparkasse über Eltern und Firmen bis zum Jugendamt verlassen. Für kreative Ideen für Arbeitsgemeinschaften gingen dagegen den beiden Schulen selten Fantasie und Standvermögen aus. “Was haben wir denn alles”, überlegte die Leiterin des Förderzentrums, Ines Kämpfe, nur kurz. “Gitarre, Hobbygärtner , Fahrradwerkstatt, Fußball, Zeitung, Kochen, kreatives Gestalten, Tanz . . . Ich glaube, unsere Liste für die finanzielle Unterstützung der schulbegleitenden Freizeitgestaltung ist immer mit die längste im Landkreis. Und zumeist werden die finanziellen Hilfen vom Kreis gewährt”, anerkennt Ines Kämpfe. Gute Ansätze, um sich bei Tanz, Sport und Gestalten zu akzeptieren und zu tolerieren, seien in den in beiden Schulen stattfindenden und sich Stück für Stück “mischenden” Arbeitsgemeinschaften erkennbar. Auch beim gestrigen Eröffnungsprogramm des Integrationsfestes, in dem die Stepper-Tänzerinnen ihre Darbietungen gemeinsam einübten und vorführten.”Wir spielen ja mit denen von der Regelschule oben manchmal Fußball und so. Da kommen wir eigentlich ganz gut miteinander aus”, meinten auch die Klassensprecher Alexandra und Stefan. Die beiden 13-Jährigen finden überhaupt alles toll, was mit Bewegung und Sport zu tun hat. Dazu hatte man beim gestrigen Integrationsfest, dem alljährlichen Höhepunkt des Projektes, viel Gelegenheit. Bei den Fußball- und Handballwettkämpfen um begehrte Pokale, beim Sumo-Ringen, Bierkastenklettern oder beim Hip-Hop-Kurs mit Matthias Arndt und dem Percussionsworkshop mit Bernhard Prodoehl. Katrin MÜLLER
09.10.2008
Freude an der Mathematik
Quelle: Ostthüringer Zeitung, Lokalredaktion Schmölln
Projekt Sinus an der Grundschule in Gößnitz
Von OTZ-Redakteur Knut Lechner Gößnitz. So hatten sich die Schüler der Grundschule des Gößnitzer Schulzentrums selten auf ihren Unterricht gefreut, wie in dieser Woche. Lauthals brachten sie auf dem Schulhof ihrer Freude über das bevorstehende Projekt “Sinus” zum Ausdruck. Aus dem derzeitigen Jahr der Mathematik haben Schüler und Lehrer an der Gößnitzer Schule einen Tag der Mathematik gemacht. Schon seit den letzten Ferientagen im August laufen die Vorbereitungen für dieses Projekt. Große Unterstützung fanden Annett Wagner und Gabriele Mätsch durch Eltern der Schüler.
Die Grundschule in Gößnitz und die Grundschule in Nobitz nehmen als einzige Schulen im neuen Schulamtsbezirk Gera/Schmölln am bundesweiten Programm Sinus-Transfer teil.
Das Projekt Sinus-Transfer Grundschule ist eine Chance zur inneren Schulentwicklung. Gemeinsam mit 12 weiteren Ländern beteiligte sich Thüringen seit dem Schuljahr 2004/05 mit 14 Schulen an dem Vorhaben.
Sinus steht für Steigerung der Effizienz des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts.
Entstanden ist dieses Programm durch Schulleistungsvergleichsstudien. Diese zeigten, dass am Ende der Grundschulzeit erhebliche Leistungsunterschiede zwischen Kindern bestehen und diese im weiteren schulischen Verlauf sich noch vergrößern. Um diesen Mangel abzubauen, setzt das Programm an. Bereits im Mai dieses Jahres hatten die Schüler sich im Rahmen dieses Programms mit der Naturwissenschaft beschäftigt (OTZ berichtete). Diese Woche stand dann ganz im Zeichen der Mathematik. Zum Projekt selbst waren auch wieder Lehrer der Regelschulen eingeladen, um sich vom Kenntnisstand der Schüler ein Bild machen zu können.
Die 170 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen eins bis vier waren in vier Teams aufgeteilt und beschäftigten sich den gesamten Tag über mit mathematischen und geometrischen Problemen. Dabei waren für die Lösung der Aufgaben alle Sinne gefragt. Zudem gab es nicht nur einen Lösungsweg. So wurde beispielsweise getüftelt, wie man durch geschicktes Beschneiden einer Postkarte am Ende selbst durch die Karte passt.
An einem weiteren Tisch wurden mit mathematischen und geometrischen Figuren kleine Kunstwerke gestaltet. Die eigene Körpergröße war an einer anderer Station Ausgangspunkt für Berechnungen der Konfektionsgröße, Schuhgröße oder auch Hutgröße. Zudem sollte ermittelt werden, wie oft die Länge des Kopfes in die Länge des Körpers oder wie oft ein Finger in die Länge des Armes passt. Am gestrigen Donnerstag wurden die Ergebnisse der Projektarbeiten in kleinen Ausstellungen den Eltern und Lehreren präsentiert.
Mit dem Projekt Sinus an der Grundschule in Gößnitz soll neben der Freude an der Mathematik auch die Bedeutung dieser Naturwissenschaft den Schülern näher gebracht werden. Die Mathematik ist eine der ältesten und beständigsten Kulturleistungen der Menschheit. Zudem ist sie aus vielen Prozessen, ob in der Naturwissenschaft, Wirtschaft oder Technik, nicht wegzudenken.
09.10.2008
Willkommen im Mittelalter
Quelle: Ostthüringer Zeitung, Lokalredaktion Stadtroda
Hermsdorfer Grundschüler lernen alte Handwerkstechniken kennen
Hermsdorf (OTZ/Schöler). Ritter, Burgfräulein, Gaukler und Hofnarr bestimmten gestern das Bild in der Friedensschule Hermsdorf.
Seit Dienstag haben sich die Grundschüler in ihrem jährlichen Schulprojekt, in das alle Klassen und der Hort einbezogen sind, mit dem Mittelalter befasst. In Deutsch, Musik, Zeichnen, Sport und Mathe wurde es entsprechend umgesetzt. Im Hort entstanden verschiedene Utensilien wie Schwerter, Helme, Lanzen oder Schilde für den gestrigen “Mittelaltermarkt” im Schulhof.
Den gestaltete die Arbeitsgruppe Kultinativ der Thüringer Interessengemeinschaft Kinder- und Jugendtourismus aus Bad Sulza. Sie veranstaltet Schulprojekte und Klassenfahrten mit “bildungsorientiertem und thematischem Hintergrund”, wie Steven Ehrlich erläuterte. Neben dem Mittelalter werden weitere Themen wie Indianer, Piraten, Jungsteinzeit oder Gesundheit angeboten.
Gestern war der hauptamtliche Mitarbeiter mit ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern in der Grundschule zu Gast. In der “Straße der Zünfte” lernten die Schüler mittelalterliches Handwerk kennen.
Die Kinder – viele von ihnen wie auch ihre Lehrerinnen hatten sich der Zeit entsprechend kostümiert – konnten wie die Vorfahren Kerzen gießen, mit Schafwolle filzen und Seife herstellen. Brot wurde gebacken. Wie man früher das Mehl dafür herstellte, das erfuhren sie ebenfalls. Jedes Kind bekam am Ende etwas Selbstgefertigtes mit nach Hause. Im Hort hieß es dann am Nachmittag “Willkommen auf der Friedensburg”.
Heute wird das Projekt abgeschlossen mit einer Sternwanderung zum neuen Spielplatz im Zeitzgrund. Hier geht es dann auch auf Schatzsuche.
09.10.2008
Schon fast zwanzig Krippenkinder in Tanna
Quelle: Ostthüringer Zeitung, Lokalredaktion Schleiz
Höhere Personalkosten durch mehr Kinder
Tanna (Zeh). Auf fast zwanzig Mädchen und Jungen ist die Zahl der Krippenkinder in der Tannaer DRK-Kindertagesstätte “Zwergenland im vergangenen halben Jahr gestiegen. Waren es noch im Mai acht Knirpse, werden jetzt mehr als doppelt so viel von den Erzieherinnen betreut, weil ihre Muttis wieder arbeiten gehen möchten. Die Kindertagesstätte machte es nicht zuletzt mit Hilfe von Sponsoren möglich, die eigenen Räumlichkeiten zu erweitern, das personelle Problem aber galt es, jetzt ebenso zu sichern. Nicht nur um das Fachpersonal, sondern auch um die Öffnungszeiten von täglich elf Stunden weiterhin gewährleisten zu können.
Bürgermeister Marco Seidel (parteilos) erklärte zur jüngsten Stadtratsitzung die Problematik: Die Höhe der Zuschüsse vom Land Thüringen für die Personalkosten der Kindertagesstätten werden zweimal im Jahr an so genannten Stichtagen festgelegt, um so den Durchschnitt zu ermitteln. Da aber die Kinder nicht zu den Stichtagen, sondern nach ihren jeweiligen Geburtstagen zur Betreuung in die Kita kommen, entspräche dies nicht der tatsächlichen Situation. Das wurde nun besonders im vergangenen halben Jahr deutlich, als die Zahl der Krippenkinder durch die neuen Gesetzlichkeiten zum Erziehungsgeld rasant anstieg. Deshalb, so Stadtrat und Tannas Ortsbürgermeister Ralf Hüttner, wolle man monatliche Stichtage vorschlagen, denn so erhalte man zukünftig das reellste Bild der Personalkosten. Die Abweichungen, sprich erhöhten Kosten wären einzig und allein durch die Stadt Tanna zu tragen, heißt es in der Begründung des vorliegenden Beschlusses, da das Land eben nur zwei Stichtage zur Förderung anerkannt. Diese Mehraufwendungen schlagen für die Stadt Tanna im Kindergartenjahr 2008/2009 mit etwa 4000 Euro zu Buche. Wie Marco Seidel zudem bescheinigte, wäre der DRK Kreisverband Saale-Orla e.V. als Träger damit einverstanden. Für die neue monatliche Stichtagsregelung sprachen sich die Tannaer Stadtratsmitglieder einstimmig aus.
Hingewiesen wurde zur Sitzung in diesem Zusammenhang, dass zum 1. Januar 2009 eine Tariferhöhung für die Erzieher stattfinden und zu finanzielle Mehrbelastungen führen werde. Diese Erhöhung beläuft sich auf 3,5 Prozent und ist die erste seit 1998.
Zur gleichen Stadtratsitzung wurde außerdem der geänderten Haushaltsplanung des Jahres 2008 der Betriebskosten des DRK für das Betreiben der Kindertagesstätte “Zwergenland vom Stadtrat zugestimmt.
Monika Enk, Leiterin der Kita in Tanna, zeigte sich dankbar für die Unterstützung der Stadt, die vor allem schnell kommen musste und nun auch kam. Nur so sei die Schaffung und Erhaltung der zusätzlichen Krippenplätze möglich gewesen.
09.10.2008
Jena kann Weltrekord schaffen
Quelle: Ostthüringer Zeitung, Lokalredaktion Jena
Längstes Mathebuch soll ein Jahr im Internet stehen – Dickes Buch angekündigt
Von OTZ-Redakteur Michael Groß Jena. Vor Wochen klang es noch absolut verrückt – doch nun haben einige Unentwegte wie der Lehrer Uwe Förster und der Unternehmer Gernot Heckel tatsächlich die Räder mächtig in Bewegung gebracht.
Das heißt: Der Weltrekordversuch fürs Guinnessbuch der Rekorde, in Jena auf der Schnellstraße nach Lobeda das größte Mathematikbuch der Welt entstehen zu lassen, erhält immer mehr Chancen erfolgreich zu werden. Denn inzwischen gibt es Zusagen zur Unterstützung. So stellen die Kommunalen Immobilien Jena und der FC Carl Zeiss Jena das Ernst-Abbe-Stadion zur Verfügung, und der Kommunalservice will für Sauberkeit sorgen. Außerdem haben OB Albrecht Schröter, Bürgermeister Frank Schenker, Schulamtsleiter Thomas Fügmann, Ordnungsamt, Jena-Kultur und Jenawohnen dieses Projekt zum Bauhausjahr 2009 begrüßt.
Der Termin soll nun wahrscheinlich Ende Mai 2009 sein. Genehmigt wird eine einseitige Sperrung der Schnellstraße von 9 bis 13 Uhr. Ab Mittag wird ins Stadion eingeladen zur Schülerfete mit Betrachten der Zeichnungen auf der großen Anzeigetafel. Auch Rockbands treten auf. Am Abend steigt ein großes Rockkonzert im Stadion, dessen Überschuss-Einnahmen in die Jugendarbeit fließen sollen.
Uwe Förster hat auch noch einmal einen offenen Brief an alle Schulen gesendet und gebeten, gemeinsam den Weltrekordversuch zu stemmen. Schließlich sei das Projekt nicht nur ein tolles Event mit viel Spaß, sondern auch mit hohem pädagogischen Wert. Dazu wird es am 6. November auch eine Lehrer-Fachtagung am Anger-Gymnasium geben.
Mit im Boot ist jetzt auch die Fachhochschule Jena. Eine Gruppe aus vier Wirtschaftsingenieur-Studenten mit ihrem Professor wollen das Projekt aktiv begleiten. Und Timo Hobe und weitere Künstler möchten eine riesige Straße mit großen Bildern an den Zäunen des Stadions entstehen lassen. Zudem wird Schülern eine Fläche von gut 90 Metern Länge für eigene Graffitis bereitgestellt.
Übrigens soll das längste Mathebuch verewigt werden. Neben einem Dokumentarfilm der Firma Jena-Bild wird es eine Fotodokumentation unter Leitung der Jenaer Fotografin Grit Hiersemann angefertigt. Die Fotos werden dann auch ein Jahr lang auf der Internetseite der Grete-Unrein-Schule vorgestellt. Und der Förderverein der Alfred-Brehm-Schule als Mitinitiator des Ganzen denkt schon an die Herausgabe eines ziemlich dicken Buches – des ganz besonderen Mathematikbuches aus Jena.
09.10.2008
Die Knolle hat´s in sich
Quelle: Thüringer Landeszeitung, Lokalredaktion Jena
Schüler der 1. und 2. Klasse zeigen einige der Sorten, die im Schulgarten angebaut werden. Beim Erntefest der Südschule drehte sich gestern alles um die runden Knollen. Fotos: tlz/Thomas Beier Jena. (tlz) Der Schulgarten der Südschule ist ein besonderes Schmuckstück. Anwohnern werfen immer wieder neidvolle Blicke über den Zaun. Gestern beim Erntefest durften sich auch Schüler und Lehrer über die gärtnerischen Erfolge freuen. Im Mittelpunkt stand die Kartoffel.
Was beim Kartoffelfest passierte? Die Schüler sangen Kartoffellieder, stellten Kartoffeldrucke her, schauspielerten mit dem Kartoffelkönig oder gingen in die Kartoffelausstellung. Mit Kartoffeln wurde gekocht, gebastelt, gespielt. Viele der beteiligten Knollen kamen aus dem Schulgarten, in dem acht verschiedene Sorten angebaut werden, passend zum von der UN ausgerufenen internationalem Jahr der Kartoffel. “Die Kartoffel ist weltweit ein Basisnahrungsmittel für die ganze Bevölkerung. Sie kann dazu beitragen, die Nahrungssicherheit zu gewährleisten und die Armut zu vermindern”, sagt Alexander Seyboth vom Thüringer Ökoherz. Der Verein ist gemeinsam mit der Sparkassenstiftung Jena ein Förderer des Schulgartenprojektes.
Dabei wachsen an der Südschule auch alte, fast schon vergessene Sorten wie Nagler Kipflern, Bamberger Hörnchen oder die Shettland Blue, eine Kartoffel mit blauem Fleisch. “Die Vielfalt trifft natürlich auch bei den Kindern auf große Begeisterung und mit viel Freude werden die Kartoffeln daher nicht nur zum Verzehr genutzt”, sagt Simone Buss vom Thüringer Ökoherz. Zur Projektarbeit mit den Schülern schaut sie regelmäßig in der Schule vorbei. Kartoffellauf: Hortnerin Martina Rehhausen war auch dabei.Perfekt bis ins Detail: Dieses Beet wird offensichtlich von der Klasse 3 b betreut,
09.10.2008 Von Thomas Beier
Anmeldung zum 20. Landeselterntag in Finsterbergen
Wir wollen Ihnen wertvolle Hinweise geben, egal ob schon
“alter Elternsprecherhase” oder “wagemutiger Neuankömmling”.
Natürlich ist die Teilnahme kostenlos und
die Reisekosten werden erstattet
Dies, und nicht weniger ist das gesteckte Ziel! Wir wissen, dass die Themen der “Elternarbeit” so vielfältig sind wie ein Regenbogen.
Fließende Übergänge. Vielfältig. Ständig wechselnd…
Workshops rund um das Thema Schule, Elternmitwirkung, “Krisenmanagement” , Organisation der Elternmitwirkung an der Schule, Ansprechpartner in schulischen oder auch baulichen Fragen, Rechtsgrundlagen einfach erklärt… Es wird bunt, und schön!
Es wird ein informatives Wochenende, begleitet vom Team des Tagungshotels und Ihren Landeselternsprechern. Natürlich werden wir auch in Finsterbergen durch unserer Kultusminister Bernward Müller unterstützt. Referenten aus dem Kultusministerium werden uns an den beiden Tagen tatkräftig begleiten.
Wenn Sie auf den Anmeldebutton klicken, werden Sie zum Formular weitergeleitet, alles weitere geschieht nach dem Ausfüllen und Versenden des Formulars automatisch.
Anmeldung zum 20. Landeselterntag in Finsterbergen

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